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Kategorie: Kopfkinomusik

„Das hätte noch endlos weiter dididididi machen können“

Techno-Legende Carl Craig im Talk mit der taz. Über sein neues, auf K!7 veröffentlichtem Doppelalbum, „Sessions„, was nicht nur zufällig den selben Namen trägt, wie die vor über zehn Jahren auch auf K!7 erschienene Kruder&Dorfmeister Monsterplatte, über das Remixen und auch über sein Verhältnis dazu, mal einen kommerziellen Hit zu landen:

Ich habe vor langer Zeit eingesehen, dass ich das nicht kann. Würde ich es probieren, es würde elend danebengehen“, antwortet Craig, um nach einigem Nachdenken hinzuzufügen: „Die Idee von Popmusik, von Kommerz dieses Ausmaßes, steht gegen das, was ich tue. Meine Welt ist die Welt der Clubs. Die mag ich auch deshalb so gerne, weil man sofort weiß, woran man ist. Jede Tanzfläche antwortet einem. Wenn ich an einem Track arbeite und ich probiere ihn nachts aus, sehe ich sofort eine Reaktion. Dann weiß ich, okay, hier muss ich noch mal was ändern, da muss ich schneller zum Punkt kommen, hier kann ich mir Zeit lassen. Müsste ich 3-Minuten-Hits machen, könnte ich niemals so denken.“

Eine Platte, die man haben sollte.
Nachtrag: Ein bisschen haben die bei Beatport ja auch den Arsch offen. Wenn man dort das komplette Release kaufen möchte, zahlt man € 16.99. Kauft man bei K!7 direkt das 3er Vinylalbum, zahlt man €16.00.

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Wochenendhinweis

Wer nach der
GeburtstagseinweihungswirhabenwiederInternetundfeiernheutemalallesaufeinmal-Party
am Freitag wieder gerade aus gucken kann noch immer nicht genug hat, kann dann am Samstag gerne mit in den Lindenpark kommen. Da nämlich spielen die Klartexter zusammen mit FDW. Das Ganze startet um 20.00 Uhr, kostet einen schmalen Fünfer und ich geh auf jeden Fall hin.

Alle Infos: HipHop rin in Kopp

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Jambassa – The roots and the flowers

Schwerst rootslastig eingedubtes Release im Longplayerformat auf …aquietbump, einem italienischem Netlabel, dass sich primär den sanfteren Tönen der Elektronik widmet und auch mal zum HipHop rüberschielt. Qualitativ werden die von Release zu Release immer ein Tick besser und die heute erschienene „The roots and the flowers“ von Jambassa gefällt mir ganz besonders gut. Musik für einen Abend vorm Kamin, mit einer Flasche Rotwein oder wahlweise etwas anderem. Herrlich, wenn man Musik nicht immer als humorfreie Zone begreift.

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Frank Biedermann – Nanowar

Als vor 3,5 Jahren auf Stadtgruen die „Wookiee Woods EP“ von Frank Biedermann veröffentlicht worden ist, hatte ich das kleine und sehr feine Netlabel gerade erst für mich entdeckt. Dieses Release ist für mich bis heute das beste, was in Hinblick auf die Tanzfläche, überhaupt jemals auf Stadtgruen veröffentlicht wurde. Auch in meinen Alltime-Allover-Netrelease-Favorites klebt es seitdem konsequent in den Top 3.

Nachdem ich nun lange nichts mehr von Frank Biedermann hören konnte und Stadtgruen ja auch irgendwie versucht ist, sich ein neues musikalisches Profil zu geben, dachte ich, da käme auch nichts mehr von dem äußerst talentiertem Produzenten, den ich mal anschrieb, weil ich dachte, er hätte mit mir vor zwanzig Jahren zusammen Handball gespielt, aber das nur am Rande. Hat er nicht, er hieß nur genauso, aber auch das nur mal nebenbei.

Gestern nun kam, für mich völlig überraschend, endlich eine neue VÖ von Herrn Biedermann. Zwar hatte ich den Remix von Marko Fürstenberg bereits vorher gehört, den ich auch – soviel vorneweg – äußerst delikat finde, aber das da wirklich so schnell was käme, hätte ich im Traum nicht gedacht. Wie das eben so ist, wenn man ewig auf neuen Sound wartet und dann doch immer wieder feststellen muß, dass da nichts kommt.
Genau so wie schon für „Wookiee Woods“ hat er auch wieder jetzt vier Tracks gemacht und einer ist besser als der andere. Etwas gezügelter ist er geworden, etwas aufgeräumter, nicht mehr ganz so chaotisch, was allerdings eben auch den Charme der damaligen Tracks ausmachte. Dies allerdings tut den neuen Sachen keinerlei Abbruch. Im Gegenteil – ich liebe sie. Alle vier. Der Goa-Stuff, der vielleicht damals gar nicht so gemeint war, ist komplett raus, aber dafür schieben die Bässe dominanter als vorher und die Chords zwitschern Richtung Detroit durch den Kopf. Nur bei „Beetle Battle“ kommt der Trance noch seicht und sexy durch. Ja, und dubby sind sie alle. Sehr dubby. Tanzbar auch und es stellt sich anhand dieser Qualität die Frage, wann endlich Netaudio die Tanzflächen mitbestimmen wird. Es ist nur eine Frage der Zeit, denke ich. „Nanowar“ bekommt somit, zumindest für mich, einen ganz festen Platz in der Hall of Netaudiofame. Das ist ganz große Musik, selbst die Turmis klangen in ihren Zeiten auf No-Response nicht mal annähernd so gut, wie ein Frank Biedermann heute. Selbst es heute mit ihm aufzunehmen, dürfte für sie schwer sein.

Zu den Remixen allerdings habe ich noch keine klare Meinung. Vier Mixe für vier Tracks mit rauf zu packen, die, ohnehin, jeder für sich, vollends zu überzeugen wissen, finde ich etwas übertrieben. Wozu? Highlight wie oben schon erwähnt der Fürstenberg-Remix, der wie so oft, konsequent die deepe Keule schwingt, um dann mit jeder Menge Dub dem Bösen eins auf die Zwölf zu hauen. Knock-out für jeden, der sich dem in den Weg zu stellen versucht. Knüller. Der Martin Donath Remix geht gerade nach vorne und versucht einen Spagat zwischen dem Minimalem aber auch eigentlichem Sound von Biedermann. Das gelingt ihm sogar gut. Aber die anderen beiden? Ich weiß nicht…

Klasse finde ich indes, dass Donath auf stadtgruen so ein Release bringt. Auch dann, wenn er dem klischeehaften Dubtechno die Freundschaft gekündigt hatte, wie man so hört. Sei es drum, klischeehaft ist das Ding allemal nicht und es wäre schon mehr als dämlich so einen Sound nicht zu releasen, dürfte die Wookiee Woods doch zu den erfolgreichsten Stadtgruen-Releases ever zählen. Stadtgruen beweist hiermit wieder einmal, dass es eben das ist, was die Wenigsten bisher wahrgenommen haben: Eines der besten Netlabels überhaupt. Aber das sagte ich ja schonmal.

Download: Frank Biedermann – Nanowar

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Adoleszente Männer,…

die Deep Purple-CDs nicht nur mit sich rumtragen, sondern diese sogar hören um dann zu dem Dargebotenem total auszuflippen, beäuge ich immer mit Befremden. Da komme ich nicht ran. Da fehlt mir was. Da bin ich zu alt jung für. Aber die sind doch noch jünger. Ach, versteh einer die Jugend. Deep Purple, pffff.

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iBand

Musizieren mit dem iPhone. Da geht bestimmt auch noch was besser, das hier ist ganz schön klimperig. Wenn das aber ausbaufähig ist, könnte es das Equipmentaufkommen für Live-Acts stark reduzieren. Aber das dauert sicher noch eine ganze Weile.

(Direktgeklimper)

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10.06.2008 – RATM in Berlin!

Ich habe es genau gewusst. „Die spielen neben ihren Gigs im Park und am Ring ganz sicher noch einen exklusiven Gig in Berlin“, habe ich gesagt. „Genau wie die Pumpkins im letzten Jahr“, habe ich gesagt. Und keiner wollte mir glauben. Was bin ich froh, die Tix für Rock im Igrendwo-Geschmeiß nicht gekauft zu haben, obwohl ich schon kurz davor war. Und nun? Tja, nun spielen sie in Berlin. Ick werd bekloppt, das ich das noch erleben darf.

Der legendäre Sonderstatus von Rage Against The Machine hat viele Gründe. Zum einen erfanden sie 1992 den Crossover aus Rap und Rock. Zum anderen gilt das Quartett aus Los Angeles, Kalifornien als beste Live-Band aller Zeiten. Hinzu kommt das beispielhafte politische Engagement der einzelnen Mitglieder. Nach ihrer Auflösung im Jahr 2000 wird nun das Ungeahnte war: Rage Against The Machine haben sich nach acht Jahren für ausgewählte Konzerte wiedervereinigt. Sie werden neben Festivalauftritten bei Rock am Ring und Rock im Park auch eine exklusive Soloshow am 10.Juni in Berlin spielen!

Tickets gibt es schonmal hier und kosten tun die 52€. Zweiundfünfzig Euro(!) Puhhh… Aber shice doch drauf. Wenn das so weiter geht, werde ich am Ende des Jahres soviel Geld in Konzerte investiert haben, wie niemals zuvor. Was solls, wenn man ins gehobene Alter kommt, kann man sich auch gerne mit sowas ruinieren.
Na denn Mädels, schlachtet die Sparschweine – wir gehen zu Rage. Und, Boogie: Ich habs Dir doch gesagt!
(via)

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Oh, was, ich bin ein wenig nervös!

Der Plewka singt den Reiser ist ja nun nichts Neues mehr. Im Gegenteil, da haben sich wohl ein paar Leute gefunden und festgestellt, dass man damit durchaus ein paar Taler machen kann. Und deshalb hat der Plewka auch endlich mal eine neue Beschäftigung, der macht im Moment offenbar gar nichts anderes mehr, als den Reiser zu singen. Soweit zur Kritik. Das den Reiser allerdings keiner besser singen kann als der Plewka, ist so klar, wie es nur klar sein kann, es sei denn der Reiser singt selber aber das wird ja nichts mehr. Und nun kommts: Der Plewka singt den Reiser im Potsdamer Nikolaisaal. Steht da. Da muss ich hin! Und die Tochter lässt sich sicher nicht davon abhalten da mit zu wollen. Die versteht nämlich auch was von Musik. Mhmmm.

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