Anlässlich des 25. Jubiläums von Fatboy Slims Album „You’ve Come a Long Way, Baby“ hat der vor ein paar Tagen diesen 27-minütigen Mix veröffentlicht, der so ziemlich alles hat, was das Album zu dem gemacht hat, was es damals war und irgendwie ja auch immer noch ist: ein Meilenstein der elektronischen Musik. Und ja, wer das damals gekauft hat, ist heute offiziell alt. Ist halt so.
Ich war in diesem Jahr nicht in Lärz und empfinde ob dessen nicht mal Wehmut oder so. Ich war im letzten Jahr dort nach zwei Jahren pandemiebedingter Einschränkungen mit über 70.000 Menschen auf dem Gelände dann doch etwas überfordert und empfinde es im voranschreitendem Alter auch total okay, nicht immer überall dabei zu sein. Ich denke, die Leute hatten dennoch ihren Spaß in Lärz und der sei denen natürlich auch gegönnt. Nichts desto trotz interessiert mich halt schon, was da musikalisch so ging und ja immer noch geht. Die ersten dürften sich langsam auf die Rückreise begeben und nach und nach werden die dort gespielten Sets auf Soundcloud landen, die ich dann wie immer in eine Playlist packen werde. Wer Links zu Mixen hat, die noch nicht drin sind, gerne her damit. Ich werde die Playlist die nächsten Tage dann immer updaten. Das dürfte dann in Summe locker für die Musikversorgung für die nächsten Monate reichen. Besondere Perlen, werde ich gesondert veröffentlichen. Here we go:
Der großartige Ash Walker hat am Freitag sein neues Album „Astronaut“ veröffentlicht und definiert den aktuellen Jazz auf seine ganz eigene Art. Besser kann man nicht in einen haustäglichen Sonntag starten. Dazu erst mal Kaffee und aus der Küche in den Garten blicken.
Wenn ich nicht auf dem Rad sitze, höre ich lieber gepflegte Elektronik als Tanzmusik. Auf Empfehlung von Robin, der derartiges leider nicht mehr in seinem Blog teilt, habe ich gestern auf den Mix von DJ Booga geklickt, den dieser als Square 7 beim letzten Wave & Gotik Treffen in Leipzig gespielt und aufgenommen hat. Und „gepflegte Elektronik“ trifft das ganz hervorragend. Mit leichtem Leftfield-Einschlag. Mag ich.
Ich will nicht sagen, dass ich den Summer 2023 Mix von Lane 8 tot gehört habe, aber das Ding lief bei mir die letzten Stunden auf dem Rad, ohne dass ich etwas anderes gehört habe. So klingt mein Sommer und auch wenn ich einiges davon doch ganz schön vocal-lastig finde, würden sich manche der Tunes auch in meinen Sets wiederfinden. Einfach weil sie gute Laune machen und davon haben wir aktuell ohnehin viel zu wenig.
Der schottische Sänger Lewis Capaldi leidet unter dem Tourette-Syndrom, was ihm das live Auftreten zunehmend schwerer macht, da seine Stimme darunter leidet. Beim Glastonbury Festival hatte er dadurch ein paar Aussetzer, auf die er auch hinwies und die Crowd darum bat, seinen Song „Someone You Love“ für zu singen. Und die lieferte, was Capaldi sittlich bewegte. Mich auch.
Er hatte schon vorm Glastonbury mehrere Auftritte abgesagt, um sich auszuruhen.
Die großartige Jumana, die uns hier im Garten mit ihrer Stimme und ihrer Gitarre hin und wieder die Momente schön gemacht hat, will sehr gerne ihre Debut EP auf CD pressen lassen und ist dabei, genau daran zu arbeiten. Das Ding ist: das kostet Geld. Geld, das sie sich nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln kann. Aber wir wissen ja, dass das Internet ein Ort sein kann, der gerne hilft und Leute etwas zu geben vermag. Vor allem dann, wenn man dafür so etwas Schönes bekommen kann, wie eben die Debut EP von Jumana.
Sie hat auf Startnext ein Crowdfundig aufgesetzt, um die Idee ihrer EP umsetzen zu können. Und wer die auch haben möchte, geht da jetzt mal rüber, packt ein paar Euro in den digitalen Klingelbeutel und bekommt dafür dann derartige Perlen. Versprochen.
Das Video und die Story dazu sind seit drei Jahren im Netz. Kann sein, dass sich das mittlerweile geklärt hat, aber ich mag da nicht gucken. Das würde mir die Geschichte versauen.
Irgendwann in den 1980er Jahren lief folgender Song beim NDR. Keiner weiß, wo der herkommt und/oder wer den damals gemacht hatte, aber irgendwer hatte ihn aufgenommen und viele Jahre später dann ins Netz geladen. Selbst der wahrscheinliche DJ, der den Song damals gespielt haben könnte, kann sich nicht erinnern, es eingelegt zu haben, und kann nur spekulieren, dass es sich um ein eingeschicktes und anschließend entsorgtes Demoband handelte. Und auch wenn der Song damals nur wenige Leute interessierte hat er heute immerhin 6 Millionen Klicks auf Youtube. Das ist ja auch was.
Shazam hab ich nicht probiert.
This song was recorded from a German radio station called NDR between 1982 and 1984. Search (online) has been active since the early 2000s, when the song was made available online, and to this day no one has been able to give any accurate and correct information about the origin of the song. Facts like the band’s nationality and exact year of recording are unknown, and to this day, we have not gotten any information about the whereabouts of the authors, or even the correct title of the song. Apparently there is no alternative online register/archive of this song, since the only source we have of this song is from the cassette tape that Darius recorded from the radio. Recently, a Reddit user found that in the chorus of this song, a synth called Yamaha DX7 was used, there’s a preset called Syn-Lead 5, and it’s exactly the same sound they used in the song, the Yamaha DX7 was released in 1983, so we may have a basis that the song was probably recorded in 1984, or late 1983.
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