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Kategorie: Visuelles

Modellauto mit GoPro auf Cross-Parkour

Mein Onkel hat sone Kisten im Osten selber zusammengebaut. Helikopter, Schiffe und so Rennwagen mit Fernsteuerung. Ich fand, dass mein Onkel damals so ziemlich die geilste Sau innerhalb des Ostblocks war. Dass sein Heli an einer Fassade einer Plattenbausiedlung zerschellte und seine Schiffe immer in einem Kanal nebst dieser Siedlung absoffen, änderte daran damals nichts, denn er hatte immer noch diesen Flitzer auf vier Rädern, selbstgebaut und mit Fernsteuerung, die immerhin 400 Meter machte. Ich liebte das Teil. Irgendwann war er dann nicht mehr die geilste Sau des Ostblocks, weil er fremdficken ging und meine Tante, die ich auch sehr mochte, natürlich sehr darunter litt, aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Hier fährt so eine Kiste auf vier Rädern, ferngelenkt und mit einer GoPro auf dem Dach einen Cross-Parkour gegen andere. Nichts Großes und der Sound ist auch ziemlich beschissen, aber ich mag das. Ich kann mir so was lange ansehen. Und vielleicht will ich ja auch mal so ein Dingen haben. Keinen Heli, der Fassade wegen, und auch keine Schiffe, die in versifften Kanälen absaufen und die man dann mit so einer peinlichen Anglerhose da wieder rausholen muss. Aber so ein Flitzer wäre schon irgendwie ganz geil. Finde ich.


(Direktlink, via reddit)

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Above America

Der Vater von Harrison Sanborn hat in den späten 80ern einige Luftaufnahmen us-amerikanischer Locations gemacht. Was die Leute heute halt mit ihren Drohnen machen. Sein Sohn hat die jetzt ausgegraben, etwas bearbeitet und zu diesem Video geschnitten. Schön.


(Direktlink)

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Mach es gut, OZ

oz

Ich habe in den letzten Jahren so einiges an Zeit in der Hansestadt an der Elbe verbracht. Grund dafür war nicht nur meine unersetzliche Liebe für einen dort ansässigen Fußballclub, sondern auch eine Menge anderer Gegebenheiten, wie die Offenheit und Herzlichkeit der Menschen, die ich dort kennenlernen durfte, aber natürlich auch die politisch-geografische Besonderheit dieser Stadt mit einer Hafenstraße und Stadtteilen wie St. Pauli, der Schanze und der roten Flora.

Mit dazu gehörte natürlich auch immer eins, Straßenkunst!
Seien es unzählige Aufkleber in mehreren Lagen, die neusten USP-Tags, Pieces der Jukebox Cowboys, von Frost und den 187ern, Styropor-Raketen von Zipper, Zähne an jeder Ecke von Holm the Tooth oder Rebelzer’s Freaks.

Jedoch ein ganz besonderen Künstler, dessen Initialen in der ganzen Stadt sichtbar sind und der durch seine Unbelehrbarkeit, oder besser durch seine unabdingbare Liebe zu Graffiti bekannt wurde, ist letzte Nacht tot auf den Schienen in Hamburg gefunden worden.

Mach es gut OZ.

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(Zusatz von Ronny, weil gerade parallel dazu geschrieben:)

Der Hamburger Graffiti-Sprayer Walter Josef Fischer, der unter seinem Pseudonym OZ auch über die Grenzen Hamburgs hinweg Bekanntheit erreicht haben dürfte, wurde am Donnerstagabend gegen 22.30 Uhr an den Gleisen zwischen Hamburg-Hauptbahnhof und Berliner Tor von einer S-Bahn erfasst und verstarb. Kurz vorher hat er auf einer Abdeckung einer Stromschiene eines seiner nahezu unzähligen Graffitis hinterlassen. Davon dürfte es in der Hansestadt mehr als 120.000 geben. Gerne in Form eines lächelnden Smilies.


(Foto unter CC BY-SA-3.0 von Martina Nolte)

Vor drei Jahren stand der Sprayer vor Gericht. Mehr als 120.000-mal soll er sein Zeichen OZ in Hamburg gesprüht und damit reihenweise fremdes Eigentum beschädigt haben. So sahen es zumindest die Staatsanwaltschaft und die Richterin am Amtsgericht Barmbek.

Der Sprayer war zuletzt Anfang 2012 in einer Berufungsverhandlung zu einer Geldstrafe verurteilt worden. In erster Instanz hatte das Urteil auf 14 Monate Haft gelautet. Davor hatte er bereits mehrfach vor Gericht gestanden und auch im Gefängnis gesessen. Seine Taten hatten die Debatte befördert, ob Graffiti als Kunst oder Sachbeschädigung zu werten sei.
(SpOn)

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(Foto unter CC BY-SA-3.0 von Martina Nolte)

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Kurzfilm: La Carnada

La Carnada ist ein wohl zurecht mehrfach ausgezeichneter Kurzfilm von Josh So­skin, der Manny, einen 13-jährigen Jungen aus Tijuana bei seinem ersten Drogenschmuggel zeigt.

„La Carnada“ is a short film that follows a 13 year old boy from Tijuana (Manny) as he embarks on his first drug smuggle across the „Devil’s Highway,“ a notoriously fatal stretch of desert on the Arizona/Mexico border.


(Direktlink, via r0byn)

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Kunst und Ecstasy: Wandbilder aus Pillen

Chemical X macht Kunst aus Pillen. Und zwar mit jeder Menge Pillen. Er schafft quasi Ikonen aus MDMA. Das muss man nicht gut finden, aber interessant ist es alle mal, außerdem sieht das ziemlich großartig aus.

Das finden wohl auch andere, so das er ab Morgen in der Bear Cub Gallery eine Ausstellung mit dem Namen „The Ark“ aufhängen wird.

Sehr kurzweilig auch sein Facebook-Account mit ganz vielen bunten Pillen.


(via Mixmag)

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Graffiti-Entferner wird selbst zum Wandbild

Schöner Spin des englischen Street Artisten DS, der einen Tüpen dabei fotografierte als dieser sich gerade daran machte, ein Helly Kitty Bild von DS zu entfernen. Kurz darauf, klebte DS dann eben ein Paste-Up an genau jene Stelle, wo vorher seine Helly Kitty entfernt wurde. Die Sache liegt jetzt zwar schon über ein Jahr zurück, ist aber deshalb kein bisschen weniger großartig.


Bildschirmfoto 2014-09-23 um 17.34.06

Die Story dazu:

“The next day I went to photograph the poster in the light of day. While I was photographing the poster, a man came out of the building and rushed up to me. I’m paraphrasing but the conversation went like this:

Guy (agitated): “Did you put this up?”
Me: “Nope.” (lie)
Guy: “But you know who did.”
Me: “Nope. I’m just a guy who likes photographing street art.”
Guy: “Huh, street art… No such thing. This is all just vandalism. I’d know, I have an Arts degree” (he actually said that).
Me: “I don’t know. Some of it looks really good. Surely this poster is better than the tag it went over?”
Guy: “I guess it’s a little better than tagging. But it’s still just vandalism. It’s not art. These people are just junkies high on petrol fumes and…”

I kind of laughed at that point. But it was one of those laughs that you try to hold in, so it comes out more like a snort. That made him a lot more angry. I guess he figured that I was either the artist, or I knew the artist because he then made a point of trying to tear down the poster in front of me. However I have just started coating posters in polyurethane to make them waterproof. What he (and I) didn’t know is that this apparently also makes the posters near impossible to tear off by hand. So instead of tearing it, he could only chip at the edges. He caught his finger nail under it, hurt himself and really cracked the angries. Then he pulled out his keys and kind of scratched at it for a while, but didn’t make much progress.

Me: “Do you mind if I photograph you tearing the poster down?”
Guy: “No. You should photograph it and put it on one of those little websites, to let all these other vandals know what happens when they put up this crap.”
Me: “Ok, I’ll do that.”
Camera: Click, click.

I took the photo of him tearing down the poster. I then turned that photo into a poster and put it right next to the last one.”

(via Blogrebellen)

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