Passend zu dem Hobel-Zeitraffer von vor zwei Tagen hier ein ähnliches Video von Laurin Döpfner, die das vor zwei Jahren schon gemacht hat. Nicht mit einem Hobel, dafür aber einer Schleifmaschine. Und nicht nur mit Holz, sondern mit allen möglichen Gegenständen. Dennoch bleibt die Optik des Holzes mit Abstand die geilste. Fine ich.
Hier schleife ich immer mit einer Kantenschleifmaschine einen halben mm weg und mach ein Foto… Das ganze immer so ca. 100 mal pro Werkstück, ergibt ein Video!
Technisch eigentlich recht simpel hat Filmemacher Keith Skretch hier Holz mit einem Hobel abgetragen. Schicht für Schicht. Zwischen den Schichten hat er jeweils ein Foto gemacht. In der Summe als Zeitraffervideo allerdings sieht das ziemlich bis sehr abgefahren aus. Besonders schön auch seine Beschreibung:
The painstaking process revealed a hidden life and motion in the seemingly static grain of the wood, even as the wood itself was reduced to a mound of sawdust.
Die Idee ist im Grunde genommen so simpel, dass es mich fast wundert, dass da vorher noch keiner drauf gekommen ist. Aber trotzdem ist sie irgendwie ein bisschen genial. Floyd hat für seine Kids einen alten Plattenspieler zu einer Malmaschine umfunktioniert. Geil. Finde ich.
The simulation work originates from Andy Lomas‘ study titled ‚cellular forms‘, which uses digital simulation of a simplified biological model of morphogenesis, with three-dimensional structures generated out of interconnected particles to represent cells.
Each form starts with a initial spherical cluster of cells which is incrementally developed over time by adding iterative layers of complexity to the structure. The aim is to create forms emergently: exploring generic similarities between many different shapes in nature rather than emulating any particular organism, revealing universal archetypal forms that can come from growth-like processes rather than top-down externally engineered design.
Cell division is controlled by accumulated nutrient levels. When the level in a cell exceeds a given threshold the cell divides, and various parameters control how both the parent and daughter cells re-connect to their immediate neighbours. New nutrient can be created by photons in cells hit by incident light rays. Nutrient can also be allowed to flow to adjacent cells. The simulation process is repeated over thousands of iterations and millions of particles, with each of the final structures comprising over fifty million cells.
00:04 — 04:41 : Nutrient created using omni-directional diffuse light
04:41 — 05:50 : Nutrient created using light from directly above growing forms
02:01 — 04:28 : Blue overlay indicates regions of new cellular division
02:34 — 03:09 : Magenta overlay indicates accumulated nutrient levels in each cell
03:09 — 03:39 : Red overlay indicates number of photons hitting each cell
Jopp, ich gestehe, ich bin nicht mehr allzu weit vom dreißigsten Lebensjahr entfernt und spiele immer noch Computerspiele. Schrecklich infantil, ich weiß.
Gründe für meine doch recht späte Begeisterung für Computerspiele gibt es einige, der vermutlich ausschlaggebendste wird sein, dass ich keineswegs ein Digital-Native bin, der erste internetfähige Rechner stand erst nach meinem 18. Lebensjahr im Haus meiner Eltern, dementsprechend war viel nachzuholen und ich bin halt immer noch dabei…
In den letzten Tagen fiel mir dann aber ein Spiel auf, was aus der Reihe der Taktik-Shootern, von Patriotismus und Kriegsverherrlichung strotzenden Ego-Shootern, immer gleich bleibenden und trotzdem millionenfach verkauften Sportsimulationen auszubrechen scheint.
Die Rede ist von ‚Valiant Hearts – The Great War‚, einem Spiel was anlässlich des 100. Jahrestags des Beginns des 1.Weltkriegs veröffentlicht wurde. Auch wenn der Titel zunächst jedes bellizistische geneigte Herz höher schlagen lässt, es geht diesem Spiel keineswegs darum mit Gewehr- und Granateneinsatz zu begeistern und mal wieder einen der historischen Kriege für die gewählte Seite zu entscheiden. Es geht vor allem darum ‚dem Krieg alles Glorreiche‘ zu nehmen, wie der Spiegel titelt. Die Macher dieses Spiels möchten dem Spieler, grafisch inszeniert wie eine Graphic-Novel, deutlich machen, dass Krieg mal echt nicht so geil ist.
So schlüpft man im Spiel in die Rolle des französischen Zivilisten, aber schon bald Soldaten Emile, der sich mit seinem treuen Begleiter, Hund Walt und dem amerikanischen Fremdenlegionär Freddie, auf die Suche gibt nach seinem im Kriegsgewirr verlorenen Schwiegersohn Karl begibt. Die gesamte Story wird getragen durch Informationen von Zeitzeugen oder Briefen von den Fronten, Historiker beteiligten sich an der Entwicklung und so schaffte man es eine verschreckende, aufklärerische und zeitgleich unterhaltsame Verbindung zwischen einem fiktiven, kindlich erscheinenden Computerspiel und den wahren Begebenheiten, Schrecken und vielen Verlusten des ersten Weltkriegs zu knüpfen.
„Am Ende von „Valiant Hearts“ hofft man nur noch, dass dieser Wahnsinn aufhört. Wie immer wieder im Spiel möchte man an der Menschheit verzweifeln, aus dem Grund, dass sie so etwas wie den Ersten Weltkrieg zugelassen hat. Ganz naiv und ganz unmittelbar wirkt „Valiant Hearts“ dann. Doch die Kriegsmaschine läuft weiter, will gefüttert werden mit dem Leben von Hunderttausenden.“
Ich für meinen Teil war von dem bisher gesehenen dieses Spiels doch recht begeistert und freue mich darüber endlich mal wieder etwas ‚Anderes‘ auf Monitor oder TV zu sehen, woran ich euch hiermit teilhaben lassen wollte.
Nachtrag:
Gerade eben bin ich noch über einen weiteren Trailer gestolpert, der sogar in deutscher Sprache daher kommt:
Und die Moral von der Geschicht: immer ruhig bleiben und ganz locker durch die Hose atmen. Hier sehr schön auf den Punkt gebracht von Gabriel Grapperon.
Ernest Wright & Sons of Sheffield ist eine der letzten Werkstätten besucht, die Scheren immer noch gänzlich von Hand herstellen. Der Filmemacher Shaun Bloodworth hat dort Cliff „Putter“ Denton besucht und ihm bei seiner Arbeit zugesehen. Mitgebracht hat er diese kurzen Impressionen. Handwerk. <3. Und so.
http://vimeo.com/98953952
(Direktlink, via Like Cool)
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