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Kulturstandort Berlin und die Nachbarn

Aushänge in der Nähe der Berliner Kulturbrauerei. Es kann der Frömmste nicht in Frieden feiern, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt. Oder so.


(Foto: Steffen Laube, via Tanith)

18 Kommentare

  1. wohne in oranienstraße27. Juni 2017 at 11:17

    Yo, irgendwie schon verständlich…

    • Eisboer27. Juni 2017 at 11:44

      Wie lange wohnst du denn schon in der Oranienstraße?

      • troemmer27. Juni 2017 at 12:37

        In erregtem Zustand 25 Jahre äh cm.

        Im Ernst: Dieses Schwanzvergleiche „ich war hier schon viel früher als du, deswegen habe ich recht“ zieht vielleicht gerade noch bei Badetüchern auf Liegen im Tropical Island. Aber nicht in Gegenden wo die einen feiern wollen und die anderen schlafen wollen. Geht in mittelbarer Nähe beides nur so mittel gut.

        Ich finde: in lange bestehenden Wohngegenden (Weserstraße, Simon-Dach, etc.) muss man echt nicht feiern. In lange bestehenden Veranstaltungsorten (Kulturbrauerei) muss man echt nicht wohnen. Was von beiden die Oranienstraße ist, weiss sie selber nicht. Die Realität ist, dass sich zukünftig beide Lager noch weiter mischen werden und sich die Leute weiter noch mehr gegenseitig kacke finden.

        • Eisboer27. Juni 2017 at 13:20

          Es ist ja jetzt nicht so, als wenn in jedem Bezirk Berlins gefeiert wird. Zieht man halt nach Charlottenburg oder ähnliches und hat seine Ruhe.

          Und deswegen macht die Frage nach dem EInzugsdatum schon Sinn. Wenn jemand in den letzten 3 Jahren in die Weserstraße gezogen ist und sich jetzt über Touristen beschwert, kann ich nur lachen. Wohnt da jemand tatsächlich seit 25 Jahren, ist das eine andere Geschichte. Mein Kumpel der seit ~13 Jahren im Schillerkiez gewohnt hatte, ist jetzt weggezogen und seine Beschwerden kann ich tatsächlich ernst nehmen. Weil er damals absichtlich nicht in ein hippes Gebiet gezogen ist.

          • Chris Gueffroy27. Juni 2017 at 16:18

            Immer witzig so eine Argumentation. Wo würdest Du denn ganz persönlich die Grenze ziehen? Ab welcher Mietdauer ist es denn dem Mieter gestattet, auch mal sein Recht auf Nachtruhe einzufordern?

          • Eisboer28. Juni 2017 at 12:33

            Chris, das hat mit den Jahren nicht wirklich was zu tun. Es macht auch kein Sinn neben das Berghain zu ziehen und nach 10 Jahren zu sagen „Es reicht! 10 Jahre sind genug, ich will auch mal schlafen! Jetzt ruf ich jeden Abend die Bullen!11“

            Ziehst du im Wedding in ein Wohnviertel und 2 Jahre später, weil der Wedding ja im Kommen ist haha, ist unter deinem Balkon ne hippe holzverkleidete Matcha-Martini-Bar die 7 Tage der Woche laute Gäste draußen sitzen hat, dann seh ich das recht auf deiner Seite, dich zu beschweren. Aber auch dann ist die Frage, warum du nicht nach Charlottenburg, Prenzelberg oder andere Stadtviertel ziehst bei der jede Entwicklung einfach tot ist und sich nichts verändern wird.

          • troemmer28. Juni 2017 at 15:22

            Erstens gibts in Berlin keine Viertel, nur Bezirke und Kieze. Zweitens ist die Entwicklung in Charlottenburg und Prenzlauer Berg nicht tot. (In ein paar Jahren wirst du das verstehen, kleiner Eisbär.) Und drittens lässt man sich nicht von holzvertäfelten Arschlöchern vertreiben sondern pullert denen vom Balkon aus ins Craftbeer.
            .
            Außerdem: wer Prenzelberg schreibt, geht auch brunchen. Und bittebitte tu uns den Gefallen und google Chris Gueffroy, damit auch du Berlinauskenner den Gag mit der Grenze checkst.
            .
            Bitte danke.

          • Eisboer28. Juni 2017 at 16:11

            Troemmer mag an mir liegen, aber ich lese keine Gegenargumente. Aber persönlich angreifen kannste ganz gut ;)

  2. Ding Dong John27. Juni 2017 at 12:30

    Scheiß Spießer.

    Erst ins Party Viertel ziehen und sich dann beschweren und alle weg klagen…

  3. Udo27. Juni 2017 at 12:42

    Aua, da klappt einem die Kinnlade runter. Jeder weiß, dass es laut werden kann an einem Ort an dem Veranstaltungen stattfinden. Wer da hinzieht weiß doch was los ist, in einen Szenekiez zu ziehen und zu hoffen, das es ab 22:00 mixmäuschenstill ist,
    Ist einfach nur Weltfremd. Wenn du ruhe willst, such die einen Kiez der ruhig ist. Fertig aus!

    So ne Kackbacke!

  4. Sonnendeck27. Juni 2017 at 13:38

    Das ist an sich aber kein Berliner Problem sondern sehr beliebt in Deutschland, hier kommt es immer auf das Ordnungsamt und Richter an, wie damit umgegangen wird. Habe mal in Bayern erlebt wie ein Rechtsanwalt neben einen Biergarten ein Haus gekauft hat und seine erste Amtshandlung nach Einzug den Biergarten per Richter untersagen lassen wollen, das der Biergarten den Betrieb aussen einstellen soll. Der Richter hat das weg gewischt und meinte der Biergarten gebe es seit 1931 und er hätte sich dem vor dem kauf bewusst werden müssen, was das für ihn bedeutet, also schliessen die wie immer um 22 Uhr die Theke draussen und wenn um 23.01 noch nicht das licht draussen aus ist, schreibt er noch immer eine Anzeige ans Ordnungsamt, die das ihrer seit vermerken aber nicht einschreitet.

    Aber wie gesagt in Berlin gibts 96 Stadtteile und da kann man nach Herzenslust das sich raus suchen was zu seinen Schlafgewohnheiten am besten passt und die Oranienstrasse gehört sicherlich ehr den nachtaktiven Menschen.

    wie in dem Beispiel hier würde ich drauf wetten, das ist ein Anwalt/Immomakler, der da günstig Wohnungen gekauft hat und die nun attraktiver für den weiter verkauf machen will

  5. jack27. Juni 2017 at 15:08

    Wieso sollte ich da denn anrufen wenn die Leitung sowieso „immer besetzt“ ist .. ;-)

  6. der Benni27. Juni 2017 at 20:39

    kanns teilweise nachvollziehen. wohne seit 5 jahren in der innenstadt einer kleinstadt. nebenan ist ne kneipe, die vor nem guten jahr von nem neuen wirt übernommen wurde. dieser hat seine schanklizenz für „kneipenbewirtung“ bekommen, macht aber regelmäßig technopartys bis morgends 6. wie hart und ungesund regelmäßiger schlafentzug sein kann, kann nur beurteilen, wer das selber schon mal mitgemacht hat. es ist leicht, jemanden der seinen schlaf einfordert, als spießer zu bezeichnen, vor allem wenn man selber von sowas nicht betroffen ist. erst wenn man sich selber mal die nächte um die ohren hauen und komplett übernächtigt zur arbeit muss, weil nebenan dj abrißbirne auflegt, kann den hass der betroffenen auf die partygemeinde verstehen.

    • Eisboer28. Juni 2017 at 12:28

      Benni, es spricht hier ja niemand über eine Kleinstadt. Es geht nicht mal um ruhige Gebiete in Berlin. Im verlinkten Bild beschwert sich einer über die Kulturbrauerei, welche bereits seit Jahrzehnten verschiedene Clubs und Bars beherbergt.

      Den Unterschied siehst du doch selbst oder?

  7. sld27. Juni 2017 at 22:35

    Habe für solche fehldenker auch nur verachtung übrig. Wohne und lebe in potsdam (u.a. aus oben beschriebenen gründen) arbeite in und fahre fast täglich nach berlin. es ist einfach nicht nachvollziehbar, warum man an kulturellen schmelzpunkten ziehen muss (statusgründe?), um dann gegen absehbare auswirkungen vorzugehen. Hauptsache alles haben wollen. Egomanisch.

  8. antiantianti27. Juni 2017 at 22:48

    Holt doch die Bullen. Dann kommen vielleicht die, die in Hamburg grad rausgeflogen sind.
    PS: Hier Berlin, hier nix Sperrstunde.

  9. brlnr29. Juni 2017 at 23:41

    Von den hippen ‚Party-Viertel‘-Besuchern würde ich gern mal wissen wo die so wohnen. Da kommwa denn morgens alle mal hin und machen bisschen Party vorm Haus. Ab heute wird zurückgefeiert. Gleiches Recht für alle, zum Feiern nach Friedrichshain? Danach zum Ausschlafen nachhause in Reinickendorf… oder Spandau wo es so schön ruhig ist? Vergiss es! PAAARTY!

    • Harry2. Juli 2017 at 21:31

      Wieso? Die Party-Viertel Besucher haben es halt so gemacht: sie haben sich vorher gefragt was sie wollen und haben abgewägt, ob ihnen der Hip-Faktor im Partyviertel wichtiger ist als der Lärm, den es dort eben gibt. Dann haben sie entschieden: Nein. Also sind sie wo hin gezogen, wo es ruhiger ist.
      Die Person, die den Zettel geschrieben hat, hat das anders gemacht: Sie wollte unbedingt im Hippen Viertel wohnen und nachdem sie dann dort eine Zeit gewohnt hat, ging ihr der Lärm auf die Nerven, weshalb sie jetzt alle anderen versucht zu nerven.
      Für mich ist relativ klar, wer da ne stabile Grundlage für seine Entscheidung hat und wer nicht.

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