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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

So verschieben Sie eine Debatte nach rechts – Eine Anleitung in 20 Schritten

Sascha Lobo mit einer lesenswerten Kolumne darüber, wie man umhin kommt, Nazis als das zu benennen, was sie nun mal sind: Nazis. Ganz einfach, in 20 Schritten. Haben wir alle schon genau so irgendwo gelesen: So verschieben Sie eine Debatte nach rechts. „Sie möchten rechtskonform im Internet publizieren? Also konform mit anderen Rechten? Dann befolgen Sie diese Anleitung und lernen Sie alles übers Entschärfen, Beschönigen und Schuldumkehren.“

4. Passivierung
Direkt an Entschärfung und Beschönigung grenzt die Passivierung, mit der Sie rechte Täter von der Hauptperson zu allenfalls zufällig Beteiligten machen. Bei einem Nazimord wurde das Opfer nicht von einem Rechtsextremen erschossen, sondern kam durch einen Schuss zu Tode. Der sich gelöst hat. Von einer Waffe. Auf bisher unklare Weise. Wenn eine Passivierung zu umständlich ist, entscheiden Sie sich für eine Objektifizierung: Der Molotowcocktail hat das Flüchtlingsheim angezündet, nicht etwa ein rassistischer Attentäter. Je häufiger Sie sprachlich vertuschen, dass Rechtsextreme absichtsvoll und geplant handeln, um so besser.

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Podcast: Kirchen und der musikalische Widerstand in der DDR – Und Gott bekam den Blues

(Foto: The Observer, Punkfoto.de)

Mal wieder über Punks in der DDR und die Erinnerung daran, was damals geschah, wenn du im Osten nicht auf „Linie warst“. Gerade für jene, die das hier aktuell auf Facebook oder so gerne als „Meinungsdiktatur“ bezeichnen. Alleine das hätte neben ein paar den Staat kritisierenden Lieder zu singen in der DDR reichen können, um eben mal für ein paar Jahre in den Bau zu gehen.

Hörenswertes Feature von Henryk Gericke und Robert Mießner für den Deutschlandfunk.

Dass Gotteshäuser in der DDR Orte der Opposition waren, ist durch deren Friedens- und Umweltschutzarbeit bekannt. Dass sie aber auch dem Blues und später Punkrock eine Heimat gaben, weniger. Am 1. Juni 1979 fand in der Ost-Berliner Samariterkirche die erste Blues-Messe statt – und setzte so in dem stillen Land DDR ein lautes Signal.

Orte der Andacht wurden zu Räumen der musikalischen Renitenz und des Widerstands. Eine unkonventionelle Mischung von Gottesdienst und Konzert, die Hunderte Jugendliche anlockte. Die Deutschlandrundfahrt nimmt das 40-jährige Jubiläum zum Anlass einer Reise nach Berlin, Halle, Jena und Leipzig und besucht damalige Aktivisten.


(Direkt-MP3)

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DIY: Ein Kanu aus ein paar Sperrholzplatten bauen

Lost Wax wollte neulich ein paar Tage mit dem Kanu durch die Gegend schippern und dachte, das wäre am geilsten, wenn er das mit einem selber gebauten Kanu machen würde. So hat er sich ein paar Platten Sperrholz besorgt und einfach mal angefangen, eins zu bauen. Mit jeder Menge Epoxidharz, Gaffa und Kabelbindern. Was man halt so braucht. Jedenfalls hat das am Anfang alles gar nicht mal so gut funktioniert und er musste immer wieder optimieren, was diese Dokumentation des Entstehungsprozesses außerordentlich sympatisch macht.

I decided to make a cheap canoe, so I started looking around online. I found a few plans for making plywood canoes and finally settled on the Quick Canoe 155 designed by Michael Storer. Apparently it can be built in a week, however I took a lot longer than that, likely because I spent lots of time trying to make it look pretty :)

This is not a tutorial, more just a look at how I did things.


(Direktlink, via BoingBoing)

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Die gestern aufgestellte mobile Polizeiwache vorm Fusion Festival hat seit einem Jahr keinen TÜV mehr

Kleine Anekdote: als wir vor ein paar Jahren mal mit unserem Bulli auf der Fusion waren, hatte der seit gut sechs Monaten schon keinen TÜV mehr. Hinweg war okay und frei von Kontrollen, Rückweg etwas spärlich, weil wir ahnten, dass die Cops dort so viele Autos wie möglich aus dem Verkehrsfluss holen würden. Wir entschieden uns dazu, nicht direkt auf die Autobahn zu fahren und über die Kleckerdörfer unkontrolliert davon zu kommen, was natürlich nicht klappte. Wir wurden zwei Dörfer später direkt aus dem Verkehr gezogen und schwitzten nicht zu knapp. Der ältere Herr in Uniform fragte nach Führerschein und Fahrzeugpapieren und unternahm einen Rundgang um unseren TÜV freien Bulli. Am Heck am Kennzeichen angekommen kniete er sich extra nieder, um die Stempel auf unserem Kennzeichen zu prüfen. Wir, etwas unentspannt, dachten dann, dass es zumindest ein Bußgeld geben würde. Aber es kam anders. Er lief rum, gab uns die Papiere zurück uns wünschte uns eine weiterhin gute Fahrt. Offenbar hatte er das einfach übersehen.

Jetzt stellt sich raus, das passiert denen auch selber mal. Die gestern aufgestellte Polizeiwache vorm Fusion Festival hat seit einem Jahr keinen TÜV mehr.

Die Polizei Neubrandenburg prüft den Vorfall.

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Papierfliegerfalt- und Wurfmaschine aus Lego

Geiles Teil, das Ken sich da aus Lego gebaut hat, um damit Papierflieger falten und diese gleich mal in ihre Flugbahn zu schleudern.


(Direktlink)

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