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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Eine liegende Sanduhr: Ripple of Time

Schönes Mini-Zen-Dinges aus dem Londoner Studio Ayaskan: Ripple of Time, eine liegende Sanduhr. Leider bisher nur als Konzept, aber die kann ich mir gerne in einem großen Wohnzimmer vorstellen, das ich nicht habe.

Within a spacetime continuum, time is perceived as the fourth dimension. The past the present and the future is a whole. Ripples of Time, allow natural materials to be shaped by time, reminding us of its presence.The installation consists of two complimentary clocks; Sand and Water. Sand, inspired by Zen Gardens, is the gradual formation and flattening of a ripple pattern over a period of twelve hour cycles. Water, on the other hand, tells the ephemeral time through concentric circles in the form of endless waves that ripple by the second.It is the landscapes and the cycles found in nature, that both the projects represents.

https://vimeo.com/130641366
(Direktlink, via Klonblog)

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Trumbunken an roter Ampel eingepennt

Letztens in Schwerin.

Der Motor lief, Kopf im Nacken, nicht ansprechbar. »Ersthelfer« gingen am gestrigen Abend, gegen 23.20 Uhr, von einem medizinischen Notfall aus und holten einen 24-jährigen Mann aus seinem Pkw, der an einer Ampel am Grünen Tal stand. Der Mann wurde wach und verstand die Welt um sich herum nicht mehr. Klar für ihn war, dass er unbedingt in sein Fahrzeug zurückwollte. Polizei und Rettungsdienst waren zwischenzeitlich eingetroffen und hinderten ihn daran.

Der Grund für das temporäre Nickerchen wurde recht schnell klar. Ein Atemalkohltest ergab einen Wert von 1,83 Promille. Im Auto des 24-Jährigen befanden sich sowohl leere als auch volle Bierflaschen.

Im Polizeihauptrevier erfolgte eine Blutprobenentnahme, der Führerschein wurde beschlagnahmt und eine Anzeige wegen Trunkenheit im Straßenverkehr gefertigt.


(Foto: • Polizei Schwerin | Danke, Bemme!)

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Derweil in Sachsen

Polizisten hindert Journalisten an ihrer Arbeit. Begründungen dafür gibt es nur halbgar, oder besser noch: roh. Ohne alles. Ich war heute Morgen in Spandau und komme gerade aus Friedrichshain, wo 670 Männer und 30 Frauen Rudolf Heß, dem Stellvertreter von Hitler, ihr Gedenken entgegen gebracht haben. Auf zwei dieser dortigen Knetbirnen passte gefühlt eine Wanne voll mit Polizisten auf. Die meisten von denen gar nicht mal so freundlich. Also zu uns nicht, zu den Männern in weißen Hemden (und mitunter karierten kurzen Hosen) und straffen Scheiteln hingegen schon. Und vielleicht wundere ich mich über gar nichts mehr. Und „vielleicht“ passt da auch gar nicht mehr hin. Das ist alles so kaputt. Sowas von im Arsch.

Und der sächsische Ministerpräsident findet das alles okay, seriös auch, außer dass Journalisten ihren Job machen. Das findet der nicht ganz so seriös. Alles so kaputt. Sowas von im Arsch.

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Fotos: Nordirland

Zurück aus Belfast. Intensive Woche, sehr intensive Woche. Zwischen dem, was Jugendsozialarbeit dort leistet, und dem, was sie hier leistet, liegen Welten. Nicht qualitativ, aber thematisch. Und die haben eben, aus Gründen, ganz andere Themen als wir hier. Ein konkreter Knotenpunkt dabei kann hier die Arbeit mit Geflüchteten sein. Annäherung, Mauern in den Köpfen wegreißen, zueinanderfinden. Es war sehr beeindruckend und mitunter auch befremdlich. Der Religionsbehaftung wegen. Dem Fetisch zu Flaggen wegen, die dort immer noch ein ganz heißes Eisen der Identifikation sind. Ein Thema, das hier zum Glück schon lange keine niedrigschwellige Rolle mehr spielt, was hoffentlich und bitte auch so bleibt.

Very impressive: gut 60 – 75 Prozent der Jugendsozialarbeit funktioniert dort über Ehrenamtliche, die sie und die sich dort stolz „Volunteers“ nennen. Praktikanten, die am Ende kaum bis meistens keine Kohle bekommen, aber trotzdem supermotiviert sind, Teil der immer rollenden Entwicklung zu sein. Find ich persönlich schwierig, aber dort scheint das für nur wenige ein Problem zu sein. Auch, weil es offenbar zu funktionieren scheint.

Wirklich Beeindruckendes gesehen, gute Leute kennen gelernt. Tüpen, die wie Hooligans aussehn und sich selber „Hippie“ nennen – und auch so leben -, Menschen, die an der Basis Arbeit mit jungen Menschen machen. War krass. Nebenbei ein paar Fotos gemacht. Diese hier random. Und ja, Nordirland liefert optische Klischees im Minutentakt. Die Insel Irland als solche wäre auch der perfekte Ort, um mal eine Bulli-Tour zu zweit im Herbst zu machen; wunderschön.

Und das Beste daran: das alles mit dem Lieblingskollegen erlebt zu haben.

Sehr auffällig auch: Nordirland ist das Land der Schilder. Schilder, Schilder, Schilder, überall Schilder. Gerne auch in Comic Sans, ganz unironisch.

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