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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Böhmermann lässt sich einen Song von Schimpansen texten und spricht über deutsche Industriemusik

Als Vater werde ich hin und wieder mit dem Radioprogramm von Radio Teddy konfrontiert. Akustisch ist das nicht immer ein Labsal, um es mal gelinde auszudrücken. Deutscher Pop hat gerade dort Hochkonjunktur und man kommt kaum damit hinterher, sich die Namen und die Songs von gerade neu aufkommenden Popsternchen merken zu können. Aber eigentlich will man das auch gar nicht. Aktuell hoch gehandelt: Max Giesinger.

Jan Böhmermann nimmt jenen Giesinger und den mal wieder anstehenden Echo nun zum Anlass, sich die aktuelle deutsche Popmusik und das, was die Musikindustrie daraus macht, mal genauer anzusehen. Spoiler: beide kommen dabei nicht gut weg. Ich glaube ja, dass das nie wirklich anders war, es gibt halt aber auch heute keinen Grund dazu, so zu tun, als wäre der aktuelle Sound voll Indie, als der er sich ja gerne verkaufen lässt. Schlager trifft es wohl eher. Und das trifft eben nicht nur auf Max Giesinger zu, der hier als Beispiel herhalten muss.


(Direktlink)

Um seinen Versuch der Analyse zu untermauern, hat sich Böhmermann mal eben einen Song von Schimpansen texten lassen. Und der soll es bitte schön im nächsten Jahr zum Echo schaffen. Musikalisch nämlich gehört er genau dort hin.


(Direktlink, via FernSehErsatz)

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Russland verbietet Bilder, die Putin als schwulen Clown zeigen


(Bilder wie dieses sind in Russland jetzt illegal. Also nicht teilen.)

Dieses Bild dürfte jeder kennen, der die letzten Jahre im Internet unterwegs war. Es zeigt Putin als schwulen Clown. Entstanden ist es als Protest im Zuge der Gesetzgebung gegen „Homosexuellen-Propaganda“ im Jahr 2013 und in jeder Menge Abwandlungen durchs Netz gegeistert.

Nun wurde die oder eine ähnliche Darstellung des russischen Präsidenten für illegal erklärt. Weil: extremistisch.

Russian news outlets are having trouble reporting exactly which image of the Internet’s many Putin-gay-clown memes is now illegal to share. Because, you know, it’s been banned.

But the picture was described last week on the Russian government’s list of things that constitute “extremism.”

Item 4071: a picture of a Putin-like person “with eyes and lips made up,” captioned with an implicit anti-gay slur, implying “the supposed nonstandard sexual orientation of the president of the Russian Federation.”

The Moscow Times thinks it probably looks like this:“

Ich gucke bei derartigen Meldungen mittlerweile ja immer, ob die nicht am 1. April veröffentlicht wurden…

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Das Schreibmaschinen-Orchestra

Ich mochte es immer sehr, meinem Vater dabei zuzuhören, wenn er auf seiner Schreibmaschine tippelte. Er schrieb im Einfingersuchsytem, was das Ganze selten flüssig klingen lies. Mit Musik hatte das wenig gemein. Dennoch mochte ich es.

Andere wollen mit den Dingern halt schon so was wie Musik machen. Die Leute vom Typewriter Orchestra jedenfalls.

For pre-digital natives, there’s nothing quite as nostalgia-inducing as the manual „click,“ „clack“ and „ding“ sounds of an old mechanical typewriter. That’s why The Boston Typewriter Orchestra is making these old machines quite literally „sing“ again. Since 2004, this six-man ensemble has been playing a range of covers and original songs on both desktop and portable machines from years past. And if you thought all typewriters emitted the same sounds, think again. This orchestra’s sonorous symphonies have captivated crowds all over New England.


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Das klingt dann so:


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Sowjetischer New Wave aus dem Jahr 1987: Petr Manomov & Zvuki Mu Band – Grey Pigeon

Die Uhren und die die akustisch angedachten Metronome schlugen im Osten halt etwas anders in den 1980ern. Obwohl man wohl dachte, es dem Westen gleich tun zu können – und sich sichtlich Mühe gab.

Swuki Mu (russisch Зву́ки Му; englische Transkription Zvuki Mu) war in den 1980er und 1990er Jahren eine avantgardistische Rock-Band aus Russland und in der Folgezeit faktisch Soloprojekt des Bandleaders Pjotr Mamonow. Der Name bedeutet übersetzt Klänge von Mu, wobei die Bedeutung von Mu offenbleibt: als Abkürzung für Musik, Moskaus Straßen (russisch Moskowskije ulizy) oder als Laut der Kühe Muh.
(Wikipedia)


(Direktlink, via BoingBoing)

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Kraftklub – Fenster

Nachdem die letzte Single nicht zu Unrecht für Diskussionen gesorgt hat, hier nun das zweite Video des am 02.06.2017 neu erscheinenden Kraftklub-Albums „Keine Nacht für Niemand“. Mit jeder Menge Blut, einem ordentlich ausschlagenden Ironie-Detektor und am Ende gar Farin Urlaub.


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