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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Dennis aus Berlin: „Südländer können nicht lieben“

Ich hoffe ja immer, dass Videos wie diese irgendwie gefaket sind, andererseits weiß ich, dass dieser Mann mit seiner Sicht auf die Welt leider nicht alleine durch die selbige geht. Rayk Anders hat sich mit Dennis getroffen und ihn reden lassen. Über „seine Wahrheit“ und so. Es schmerzt.

Dennis ist überzeugt davon, dass die Machthaber ihn mundtot machen wollen, weil er mit seinen Thesen den aktuellen Status Quo gefährde. Er legt dabei großen Wert darauf, dass er ausdrücklich kein Rassist sei und sieht sich unrechtmäßig als „Nazi“ abgestempelt.

Ich habe ein Interview mit ihm geführt – und einfach mal reden lassen. Weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass Menschen ihr wahres Gesicht zeigen, je weniger Widerstand man ihnen im Gespräch leistet. Und auch wenn es mich innerlich juckte, ihm MEINE Meinung zu seinen „Wahrheiten“ zu entgegnen, so habe ich mich zusammengerissen, um euch diesen raren und ungefilterten Eindruck davon zu vermitteln, was in den Köpfen einiger „Ich-bin-ja-kein-Rassist-ABER…“-M­enschen teilweise vor sich geht.

Deutschland, deine Nachbarn.


(Direktlink)

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Kim Jong-Un hampelt durchs Internet

Ein Musikvideo eines chinesischen Studenten, welches Kim Jong-Un komplett, sagen wir mal, unvorteilhaft dastehen lässt. In Nordkorea ist man darüber alles andere als amüsiert und hat auf offiziellem Wege China darum gebeten, die Verbreitung das Videos irgendwie zu unterbinden.

The song playing in this viral video mocking North Korean leader Kim Jong-Un is a Chinese pop hit by the Chopstick Brothers, which was pretty amazing in its own right.

„The clip was made by a Chinese man surnamed Zhang from Suzhou who reportedly studied at Kyonggi University in South Korea,“ reports Chosun Ilbo:

North Korea has asked China to stop the spread of a video clip lampooning leader Kim Jong-un.

According to a source in China on Tuesday, the North feels the clip, which shows Kim dancing and Kung-Fu fighting, „seriously compromises Kim’s dignity and authority.“

Beijng was unable to oblige.


(Direktlink, via BoingBoing)

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Die Lange Nacht der sowjetischen Popmusik: „Tanz schneller, Genosse, und vergiss das Weinen nicht!“

Bildschirmfoto 2014-07-19 um 22.08.20

Ich habe eine Schwäche für Russland. Und das ist auch gar kein Geheimnis. Nicht für die Politik Russlands, wahrlich nicht, aber ich habe eine tiefe Schwäche für die russische Mentalität, die russische Seele vielleicht sogar. Ja.

Als ich in Sotschi war, hatten wir unter dem Hotelzimmer eine Bar, die den ganzen Tag nichts anderes als russische Pop-Musik spielte. Laut. Und auch draußen laut. Sehr laut. Meistens mit einem großen Drift zum Jazz, der auch in Russland funktioniert. Natürlich. Der Klang nach verrauchten Bars mit irgendwem am Piano.

Uli Hufen hat fürs Deutschlandradio gerade ein dreistündiges Feature über sowjetische Popmusik, die mich ein bisschen an meine Sotschi-Reise erinnert. Ich mag das halt. So. Und er weiß darin vieles zu vermitteln, von dem ich bis eben keinerlei Peilung hatte.

Das Deutschlandradio schreibt anstatt von „Tracklist“ auch total deutsch klischeehaft „Musikliste“. Das Feature allerdings ist in seiner Summer dennoch wirklich sehr interessant und verdammt hörenswert. Drei Stunden sowjetischen Popmusik. Über Jahrzehnte hinweg. Danke dafür, Herr Hufen.

Ob man’s glaubt oder nicht – in der Sowjetunion war es nicht verboten, sich zu amüsieren. Sicher – der Kommunismus musste aufgebaut werden, und das war hart genug. Doch spätestens seit den 50er-Jahren hatte die Partei begriffen, dass etwas Ablenkung und Unterhaltung nicht schaden konnten.

Es gab Restaurants, es gab Bars, es gab Konzerte. Die Menschen hörten Radio, schauten Fernsehen und kauften Schallplatten. Sie kleideten sich modisch, sie gingen tanzen und sie verehrten ihre Stars. Diese trugen klangvolle Namen wie Iosif Kobson, Edita Pecha, Valeri Meladse, Anna German oder Alla Pugatschowa und sie verkauften Hunderte Millionen Schallplatten zwischen Brest und Wladiwostock, Murmansk und Taschkent.

Sprachbarriere und Kalter Krieg sorgten in unheiliger Allianz dafür, dass von all dem im Westen wenig ankam. Auch in der DDR waren die Stars schlecht gelitten. Doch damit soll nun Schluss sein! Uli Hufen spielt drei Stunden lang Liebeslieder, Balladen und Tanzmusik aus dem real existierenden Sozialismus und erzählt die Geschichte des sowjetischen Pop: von den Aufbau- und Marschliedern der Stalinjahre zu den barocken Tränendrückern der zerfallenden, späten Sowjetunion.

[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2014/07/12/dlf_20140712_2305_3bfc9960.mp3]
(Direktdownload)

„Musikliste“:
1

Tvoya Fotografiya

Sapreshennye Barabanchiki & Graf Khortiza:

2

Svuki Jazza

Aleksandr Zfasman

3

Utemlennoe Solnce

Aleksandr Zfasman

4

Caravan

Viktor Knushevickij

5

Mishka Odessit

Leonid Utesov

6

Doroga na Berlin

Leonid Utesov

7

Sinnij Platochek

Klavdiya Shulzhenko

8

St.Louis Blues

Eddi Rosner

9

1001 Takt v ritme Jazz

Eddi Rosner

10

Ochi Chernye

Eddi Rosner

11

Malchiki i more

Tareverdiev

12

U tebya takie glasa

Maya Kristalinskaya

13

Letela Gagara

Margarita Suvorova

14

Rasve privykajut k chudesam?

Edita Pekha

15

Est tolko mig

Oleg Dal

16

Belye Krylya

Valerij Obudzinskij

17

Melodiya

Muslim Magomaev

18

Ne dumaj o sekundakh s vysoka

Iosif Kobson

19

Mne Nravitsya

Alla Pugacheva

20

Maestro

Alla Pugacheva

21

Poletim, poletim

Sapreshennye Barabanchiki & Graf Khortiza

22

S Odesskogo kichmana

Utesov Leonid

23

Mama, ja zhulika ljublju

Alesha Dimitrievich

24

Ekh-Odessa, Mat Odessa

Arkadij Severnyj

25

Ras v Rostove na Donu

Arkadij Severnyj

26

Chernaya Mol

Arkadij Severnyj

27

Gimn

Belyaev

28

Ja ochen

Belyaev

29

Vse ravno

Belyaev

30

Romeo i Julietta

Sapreshennye Barabanchiki & Graf Khortiza
(via Swen)

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NSA in da House

Oliver hat mit Freunden letzte Nacht durchaus passende Projektionen auf die US-amerikanische Botschaft in Berlin geballert. Hier ein längeres Video der Aktion.

A giant projection featuring the image of U.S. President Barack Obama wearing a backwards baseball cap and the words „NSA in da house“ illuminated the side of the U.S. Embassy in Berlin early Saturday, in a protest against U.S. spying organised by artist Oliver Bienkowski and Anonymous. Police arrived within five minutes, forcing the projection to end.

Bienkowski and Anonymous have previously displayed other projections on the side of the embassy located near the iconic Brandenburg Gate, including the phrase „United Stasi of America“ in July 2013. A Ruptly film crew was detained by police when covering that story.


(Direktlink)

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Bewegen Sie sich heute langsam bis gar nicht: I-D Slumber Session – Novo Amor and Ed Tullett

Immer wenn ich Bock auf Musik habe und mein Reader nichts hergeben mag, klicke ich mich durch meinen Soundcloud-Stream. Dafür ist der ja auch da. Wenn es dann nicht zu schnell sein soll, lande ich so gut wie immer bei den Slumber Sessions von I-D, für die alle möglichen Musiker der Welt ihre liebsten ambienten Perlen zu meistens wunderbaren Ketten fädeln. Davon gibt es fast wöchentlich neue Mixe, die so gut wie immer ganz großartig sind.

Und weil es auch heute wieder sehr schön heiß ist und man sich kaum bewegen sollte, dachte ich, hör‘ dir doch mal die letzten drei Slumber Sessions an. Jetzt klebe ich auf diesem Mix von Novo Amor and Ed Tullett, die ich beide gar nicht kenne, und schwebe hier so rum. Ganz langsam, versteht sich. So gar nicht elektronisch ist die 3/4 Stunde, eher getragen vom für mich eher untypischen Folk und Nu-Folk. So richtig glücklich klingt das alles nicht, eher sehr melancholisch und ganz ans Herz gehend. Aber eigentlich sind die traurigen Klänge eh immer die schöneren. Wie auch immer, ein ganz großartiges Mixtape aus den immer hörenswerten Slumber Sessions. Gebremst auf ganz, ganz langsam.


(Direktlink)

Tracklist:
1. Black – Money
2. Pretty Little Life Form – Valley Maker
3. Radiant – S. Carey
4. Broken Blue – Hundred Waters
5. Holland – Sufjan Stevens
6. Petrichor (feat. Ren Ford) – Keaton Henson
7. Whitewash – Douglas Dare
8. INTIL – Menomena
9. Consumed – Port St. Willow
10. Nola – Gambles
11. My Grandmother Was Pearl Hall – The Middle East

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Eine Sammlung von Anzeigen linker WGs, die Mitbewohner suchen

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(Foto unter CC BY 2.0 von Kunstee)

Ich bin nach über 15 Jahren ja durch mit dem Thema Wohngemeinschaft. Aus rein persönlichen Gründen. Anzeigen haben wir für unsere WGs nie schalten müssen. Man kannte sich eben. Links waren wir alle irgendwie immer.

Die Jungle World hat sich mal einige Anzeigen angesehen, die linker Lebenswelten so entspringen. Wenn ich suchen würde, wären einige Angebote dabei, die ich mir gerne ansehen würde. Allerdings gibt es auch welche, die mich die WG-Suche sofort einstellen lassen würden. Dann vielleicht doch lieber links alleine wohnen.

Die hier dokumentierte kleine Auswahl aus einer Sammlung von rund 1 800 WG-Gesuchen aus den vergangenen drei Jahren zeigt, vor welchem Problem Wohngemeinschaften stehen, wenn sie auf der Suche nach neuen Mitbewohnerinnen oder Mitbewohnern sind. Sie haben nur zwei Möglichkeiten: Entweder sie laden willkürlich eine Masse von Bewerbern zum persönlichen Casting ein, was für alle Seiten unerfreulich ist, oder sie versuchen, durch eine detaillierte Anzeige im Voraus die Zahl der Interessenten, die man zum Tee einladen muss, möglichst niedrig zu halten. Ähnlich ist es umgekehrt für Menschen, die eine WG suchen. Dies führt zu überraschend persönlichen Offenbarungen.

*

Wir haben weder Putz- noch andere Pläne, dafür genug Pfandflaschen, um eine Reise zum Mond zu kaufen. Was nicht so ganz stimmt, denn die Pfandflaschen haben wir gestern weggebracht und wir haben auch immer haufenweise Pläne wie ein Theaterstück aufführen, containern, einen Quadrokopter bauen, ein Solarpanel über deinem Balkon installieren und und und … und du kannst gerne neue dazu beisteuern.

*

Noch immer leistet eine kleine, chaotische WG den Übergriffen der Gentrification Widerstand, mit Sternikästen und Putzlappen auf dem Balkon und Pfeffi unterm Arm. Seit drei Jahren geht das so und bestimmt noch eine ganze Weile. Wir sind ein kritischer BWLer auf Hartz­IV, ein pflanzenliebender Elektrotüftler, ein segelnder postautonomer Studi und eine sozialwissenschaftsbedröhnte Berlinerin. Außerdem sind wir grad 2 Veganer, 2 Fleischesser und ein Ve­getarier. So bunt wir sind, so flexibel und kompromissbereit lebt sich auch unser Alltag. Wir teilen unseren Haushalt so gut es geht, mit kollektivem Kühlschrank, der von allen geleert und gefüllt werden kann, ob mit Containern, Biokram oder auch dem gemeinen Lidl-Käse. Der Wille zum Putzplan hat sich vor kurzem durchgesetzt, bleibt aber flexibel. Zusammen Kochen, auf Demos Gehen, Spielen, Feiern gibt es regelmäßig unregelmäßig und unsere anderen Freunde treffen wir auch gern mal. Selbige finden sich häufiger im hauseigenen Gästehochbett oder auf der Couch versackt in der Küche. Grundsätzlich suchen wir Personen, die sich nicht als männlich sozialisiert definieren. Toll, aber optional wäre vegetarisch oder vegan und kuchenaffin.

*

Wir sind eine gemischte, Club-Mate- und koffeinsüchtige, undogmatische, musikalische und küchensofaaffine 12er-WG zwischen Lohnarbeit, Uni, Solitresen, Party und Politics und suchen eine_n neue_n Mitbewohner_in, die langfristig mit uns zusammenleben möchte. Wir sind zwischen 24 und 37 Jahre alt, ernähren uns flexi-pudding-vegan und vegetarisch, ab und an stehen aber auch Fischstäbchen und Lammbraten auf dem Tisch. Du solltest Lust auf eine große, gesellige WG haben, kein_e Phantom-Mitbewohner_in sein und WG-Erfahrung mitbringen. Mit Esoterik und Religion haben wir nichts am Hut und die üblichen bösen Ismen mögen wir auch nicht.

*

Wir verorten uns anarchistisch/linksradikal/(pro) queer-feministisch/anti-patriarchal und leben vegan. Auf struktureller Ebene sind wir alle unterschiedlich positioniert, d. h. wir profitieren bzw. sind negativ von verschiedenen MachtStrukturen betroffen: Hier wohnen sowohl weiblich als auch männlich erstsozialisierte Personen, einige haben einen Mittelklassebackground und andere haben Klassenwechsel erlebt. Eine Person ist negativ von Rassismus betroffen und die anderen drei sind weiß positioniert. Wir setzen uns alltäglich auseinander u. a. mit Themen wie Privilegien, Support, Awareness, sensibles Miteinander, Gender – (queer) Feminismen, weißSein, Rassismus, Adultismus, Gewaltfreie Kommunikation etc. Jede_r von uns ist jeweils verschieden weit in den Themen drin und steckt in unterschiedlichen Prozessen. Wir machen mind. 1 pro Woche einen WG-Abend/Plenum, bei dem wir uns Zeit nehmen, emotionale, soziale, organisatorische und andere präsente Themen zu besprechen. Wir versuchen mitfühlend und be­dürfnis­orientiert miteinander umzugehen. Wir sitzen öfter in der WohnKüche rum, redend, kochend, essend und gehen öfter zu politisch-kritischen Veranstaltungen, denken über Ak­tionen und Interventionsmöglichkeiten nach. Wir haben eine Gemeinschaftskasse für Essen usw. (0–10 Euro pro Woche, je nach deiner finanz. Situation) und gehen öfters containern. Wen suchen wir? Wir suchen jemensch, die_der sich nicht cis-männlich positioniert, sich ähnlich verortet bzw. sich für ähnliche Themen interessiert und ihre_seine Gedanken, Prozesse etc. gerne mit anderen teilt, auch vegan lebt oder vegan leben möchte, keine fertige WG erwartet und die_der eher oft als selten in der WG wäre und dort öfter zusammen sein möchte. Wir suchen jemensch, die_der Positionen-aware ist und bei der_dem marginalisierte/unpriviligierte Perspektiven vorrangigen Raum bekommen.

(via Waxmuth)

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Wie meine Website wohl besoffen aussehen mag: Drunk User Testing

Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass ich mein Blog noch nie besoffen gesehen hätte. Ich glaube sogar, dass ich dieses auch immer noch dann lesen und bedienen könnte, wenn ich vor lauter Suff nicht mehr laufen kann. Da bin ich mir sogar ziemlich sicher – ich habe das schon mal probiert. Nur des Testes wegen. Natürlich!

Das kleine Browser-Tool DUT jedenfalls vermag jegliche Websiten so zu emulieren als wäre der Besucher rotzeblau. Mein Blog bspw. sähe demnach so aus. Alles schwankt so schön. Ich weiß, dass es im Falle dessen ganz anders aussieht, mag aber die Spielerei.

Bildschirmfoto 2014-07-19 um 10.21.39


(via Notcot)

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