
(via reddit)
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Zum Inhalt springen -->Der beeindruckende Dokumentationsfilm von Marco Wilms aus dem Jahre 2012 lief gestern Abend auf arte+ und kann nun sieben Tage online auf arte+7 gesehen werden.
3 Kommentare„Art War“ begleitet junge ägyptische Künstler in der Zeit nach dem arabischen Frühling bis zum Sturz des Präsidenten Mursi und der Muslimbruderschaft. Der Dokumentarfilm erzählt von der Explosion ihrer Kreativität nach der Diktatur Mubaraks und zeigt, wie sie lernen, Kunst in noch nie gesehener Weise als Waffe im Kampf für ihre unvollendete Revolution einzusetzen.
„Art War“ begleitet junge ägyptische Künstler in der Zeit nach dem arabischen Frühling bis zum Sturz des Präsidenten Mursi und der Muslimbruderschaft. Der Dokumentarfilm erzählt von der Explosion ihrer Kreativität nach der Diktatur Mubaraks und zeigt, wie sie lernen, Kunst in noch nie gesehener Weise als Waffe im Kampf für ihre unvollendete Revolution einzusetzen. Ihre großformatigen Graffitis und Gemälde erzählen von Unterdrückung und Aufbruch; Elektropunk und Rap liefern den Soundtrack zum Lifestyle der ägyptischen Revolutionsjugend.
Bin ich vor ein paar Stunden drüber gestolpert und war sehr davon angetan, dass enh hier mit der Nummer eröffnet, die mir neben vielen anderen letztens in der Toskana-Therme so warme Füße auf den nasskalten Fliesen gemacht hatte. Seitdem höre ich diesen unheimlich gut sortieren und delikaten, sehr ambient daher kommenden Mix. Mittwochs kann man auch einfach mal alle Viere gerade sein lassen. Oder so. Tolle Reise, ich bleib in dem Zug.
Alle Download-Links der hier enthaltenen Tracks finden sich hier. Und es lohnt sich durchaus, da mal drauf zu klicken.
Ein Kommentar
Während wir uns hier immer noch gerne über altersidentifizierende Chipkarten am Kippen-Automaten ärgern, haben sie in Vancouver den ersten Gras-Automaten eingeweiht: Canada’s first pot vending machine. Und der hat sogar Dope, wenn ich das richtig sehe.
The first cannabis-dispensing machine in Canada has begun operating in Vancouver, following on from the first machine installed recently in the US state of Colorado. The difference? The Canadian machine doesn’t ID you.
(Direktlink, via Max)
Vor fünf Tagen tauchte diese Illu von Bringmann & Kopetzki auf Facebook auf, die zumindest mich spontan an den Boiler Room denken lies.
Soweit, so lustig. Oder auch nicht.
Das Attic in Düsseldorf jedenfalls hat genau jenen Spruch jetzt ausgedruckt und auf die DJ-Kanzel gestellt. Kann man machen, auch wenn sich das komplett im Meta-Wald verlaufen geht. Dafür aber haben Bringmann & Kopetzki zumindest mal die Preise für Derartiges festgelegt.

(via BMI)
Nein, ich fürchte, das ist keine Satire. Ich fürchte gar, die meinen das ernst. Und Christian Terschluse von CT Film hat denen offenbar verkaufen können, dass das irgendwen ernsthaft dazu bewegen würde, sein Kreuzchen bei der CDU zu machen. Womöglich gar hat er dafür noch Geld bekommen. Auch einer der unzähligen Gründe, warum man die CDU eigentlich so gar nicht wählen kann. Und wo zur Hölle liegt eigentlich Ahaus? Heilige Kuhscheiße!
(Direktlink, via reddit)
Ist ein bisschen wie im Biologie-Unterricht damals. Und mit der Zungenspitze. Knutschen!

(via Bits & Pieces)
Hier in Potsdam ist am 25.05. nicht nur Europa-Wahl sondern auch gleichzeitig Kommunalwahl. Die ist nicht allen egal. Einige derer, die diese Stadt zumindest in Teilen einst zu dem gemacht haben, was sie auch heute – zumindest in Teilen – immer noch ist, sind frustriert. Wenn sie überhaupt noch hier sind. Die Mieten kann man als Normalverdiener kaum noch zahlen, Orte an denen alternative Kultur damals überhaupt für kulturelles Leben sorgte, wurden gnadenlos auf schön geföhnt und totsaniert, die Stadt verkommt zum preußischen Museum, einige gehen weg. Dorthin wo noch Platz ist für kulturelle Freiräume. Für bezahlbare Ateliers, Proberäume, Visionen oder gar nur für bezahlbaren Wohnraum. Probleme, wie viele Städte sie halt haben. Man kennt das.
Es wäre vermessen, das nur der SPD ans Knie kleben zu wollen. Auch Die Linke fingert hier seit dem Fall der Mauer in der Stadtpolitik mit rum, wenn auch nicht immer mehrheitsfähig und schon etwas preußisch zurückhaltender als eben die SPD es tut. Die aber bleibt hängen, wenn man sich in der Stadt umhört. Ob das fair ist oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Man schwenkt hier nur allzu gerne die Fahne der Sozialdemokratie, die städtische Entwicklung hingegen spricht für viele der Alteingesessenen offenbar eine andere Sprache.
Vielleicht wurden in den letzten Wochen auch genau deshalb hier von irgendwelchen Leuten Plakate geklebt, die Aussagen im Namen der SPD verbreiten, die die SPD so nie von sich geben würde. Auch wenn die kommunalpolitische Entwicklung das durchaus vermuten lassen könnte. Die SPD allerdings ist über die gefakten Plakate alles andere als amüsiert, Vertreter der Linken sprechen von Satire. Wenn man es allerdings ganz genau nimmt, ist das sehr viel ernster als Satire zu sein versucht. Irgendwer hat da mit einem 800-Gramm-Hammer in Form von in der Stadt geklebten DIN-A2 Plakaten so einigen realistischen Nägeln auf den Kopf getroffen. Die SPD kotzt.
… im Regine-Hildebrandt-Haus [Geschäftsstelle des SPD-Landesverbands Brandenburg] an der Friedrich-Ebert-Straße versteht man diesbezüglich nicht mal ein Späßchen. „Das ärgert uns enorm, das sind ja schließlich nicht unsere Inhalte, die wir vertreten. Deshalb haben wir Anzeige gegen Unbekannt gestellt, wegen unerlaubten Benutzens unseres Logos und wegen Sachbeschädigung“, sagte SPD-Unterbezirksgeschäftsführerin Nadine Lilienthal gestern.
Ich finde diese Guerilla-Art im Sinne von „denk mal noch mal drüber nach, was Du hier wählen willst“ allerdings ziemlich großartig. Wir brauchen viel mehr davon. Auch auf Bundesebene, wenn mich einer fragt. Warum auch sollen nur die Parteien ihre Sicht der Dinge auf Wände kleben dürfen, während das dem Wähler verwehrt bleibt und seine Meinung dazu einzig an der Wahlurne abgefragt wird?
Aber das ist hier längst nicht alles. Wenn man diesen Artikel der MAZ liest, denkt man ja fast an mafiöse Strukturen auf Ebene des kommunalen Wahlkampfes. Denn nicht nur die SPD ist erzürnt, nein, die Eierköppe von der AfD jammern gar ein bisschen. Darüber nämlich, dass im gesamten Stadtgebiet fast jedes AfD-Plakat „von seiner Halterung gerissen und teils in einem solchen Ausmaß demoliert“ worden sei, „dass eine Wiederanbringung nicht mehr möglich ist“, erklärt AfD-Sprecher Dennis Hohloch und trocknet sich die Tränchen. Auch darüber lacht die Linke, die sich für meinen Geschmack hier viel zu oft hinter den anderen zu verstecken versucht, obwohl sie hier Politik sowohl auf Kommunal- als auch auf Landesebene mitgestaltet. Wohl auch deshalb kamen bei der letzten Bundestagswahl jede Menge Plakaten des Linken-Kandidaten abhanden.
Nur die CDU hat keinen Grund zum Weinen, aber die wählt hier eh keiner.
Alles in allem ist auf diese Stadt dann immer noch Verlass. Vielleicht in der Hoffnung, letztlich nicht ganz im preußischen Antlitz ersaufen zu müssen.
23 KommentareWer in den letzten Jahren regelmäßig in Berlin feiern war, kennt ihn. Und wahrscheinlich nicht nur dort. Komet, der meistens dort ist, wo der Bassdruck die Nächte und manchmal gar die Tage bestimmt. Meistens weiß man, dass man auf der richtigen Party ist, wenn er auftaucht. Kauzig wirkt er, vielleicht gar etwas befremdlich, ein bisschen verpeilt auch für jene, die ihn vorher nie gesehen haben. Wenn dem aber mal so war, weiß man, dass die Musik, zu der er tanzt, förmlich durch ihn fließt, in komplett vereinnahmt. Und er tanzt auch auf die ganz sanften Nummern, wie ich weiß. Denn auch gerne trifft man ihn auf dem Ambient-Floors einiger Festivals, wo er sich offenbar komplett fallen lassen kann.
66 Jahre ist er jetzt und denkt gar nicht daran kürzer zu treten. Freshmilk TV hat ihn besucht und ist mit ihm in die Nacht gestartet. Der Tagesspiegel hatte hier mal einen Artikel über ihn und wenn ich mich recht erinnere, war er auch Teil dieses Deutschlandradio-Features über den Berliner KitKatClub.
(Direktlink, via Christian)
Unser Dorf Hamburg soll schöner werden. Wohl auch deshalb werden dort nun die guten alten Mülleimer gegen neue, ganz unfassbar moderne getauscht. Die haben eine solarbetriebene Füllstandsanzeige und kosten pro Stück 5000 Schleifen. Nachteil: man kann nicht mehr hineingreifen, was natürlich das Aus für Flaschensammler ist. Pfandringe, die überhaupt überall sehr sinnvoll wären, lehnt die Stadt Hamburg ab. Das sieht ja nicht aus und so. Bleibt also nur die Flaschen neben die Eimer mit solarbetriebener Füllstandsanzeige zu stellen. Sowieso immer besser.