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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Sekoia Podcast #019 – Minilogue live

Schon komisch, dass Minilogue im Netz ausgerechnet jetzt so steil gehen, nachdem sie sich entschieden haben, ihr gemeinsames Projekt vorerst auf Eis zu legen. Promo allerdings für die Solo-Projekte der Beiden kann man natürlich auch so machen.

Die niederländische Community Sekoia jedenfalls hat den Beiden noch mal ein Live-Set aus den Rippen leiern können, den es nun als Podcast auf die Ohren gibt. Schönes 808-Gerumpel, unter dem fast durchgängig die 303 blubbert. Irgendwo hinten schaut dann auch immer der für Minilogue typische Trance um die Ecke. Außerdem hat sich Sebastian Mullaert, ein Teil von Minilogue zur Auszeit geäußert.

“Things don’t tend to change from one moment to the next. It’s a slow and evolving process. You always need a starting point, or a certain frame. Within such a frame, one has total freedom to create whatever they want and you can also pick whatever frame you want (depending on the matters you get in touch with in daily life). Many people are inclined to praise a chosen frame when achieving something beautiful, but to me it’s all about the freedom a certain frame provides me with. And if such a frame is coloured in in its entirety, I don’t want to hold on to it. I’d rather start colouring within a new frame, to gain inspiration for newer and different frames. At this point in time, the frame that is called Minilogue is completely full, which allows me to release it. I might very well return to it at a later moment.”


(Direktlink | Danke, Christoph!)

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Was Reibung kann

Dieses Video ist gemessen an der Schnelllebigkeit des Internets staubalt. Das ändert allerdings nichts daran, dass ich es erst vor ein paar Tagen zum ersten Mal gesehen habe. Manchmal dauert es halt auch bei mir ein bisschen länger.

Seitdem habe ich den Tab offen und gucke mir das ein mal am Tag an. Es fasziniert mich auf mir merkwürdige Weise. Eigentlich nichts Großes, andererseits enorm beeindruckend, was man mit Metal und jeder Menge Umdrehungen so machen kann. (Ich vermute irgendwelche Felgen oder Achsen, oder so was.) Und dann klebt das zusammen, so dass es kein Hammer der Welt es trennen könnte. Muss man ja auch erstmal drauf kommen. Irgendwie krass.


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Eine kurze Geschichte des Samplings, erzählt und gemixt von Eclectic Method


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Sampling ist das Musizieren des späten 20. Jahrhunderts, was sich ja bis heute durchzieht. Ist so und jeder weiß es irgendwie. Auch wenn allen nicht immer gleich klar ist, wer da was von wem noch mal aufgewärmt hat. Am deutlichsten wird das wohl im HipHop der letzten 50 Jahre, der zugegeben jetzt nie so ganz meiner war, auch wenn ich hin und wieder gerne mal mit zumindest einem Ohr reingehört habe. Spätestens seit Daft Punk spielt Sampling auch im Bereich der elektronischen Musik eine nicht mehr wegzudenkende Rolle. Lange Rede, kurzer Sinn.

Eclectic Method hat sich durch die Geschichte der letzten 55 Jahre Sampling gegraben und verortet die Originale neben den später auch durch diese populär gewordenen Wiederverwendungen. Das ganze mixt er dann auch noch exorbitant großartig in eine zusammenhängende Nummer, die es hier zum Download gibt. Musikalische Aufklärung um Jahre 2014. Absolut Großartig!

A video remix journey through the history of sampling taking in some of the most noted breaks and riffs of the decades. A chronological journey from the Beatles’ use of the Mellotron in the 60s to the sample dense hiphop and dance music of the 80s and 90s. Each break is represented by a vibrating vinyl soundwave exploding into various tracks that sampled it, each re-use another chapter in the modern narrative.


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Leskin – Exclusive Nightflight Guest Mix – 28.01.14

Der exklusive Nightflight-Gast Mix auf Fritz letzte Nacht kam, wie das schon vor 3 Wochen der Fall war, aus Italien.
Diesmal von einem jungen Mann namens Pellegrino Snichelotto oder wie er sich nennt, wenn er Musik macht, Leskin.

Mit zwei Freunden betreibt er in Neapel ein kleines „Vinyl-Only“-Plattenlabel namens Early Sounds Recordings, auf dem kürzlich die vierte EP erschienen ist. Das Label veröffentlicht ausschließlich Musik von Leuten, die aus dem direkten Dunstkreis desselbigen stammen… im Moment sind das noch die drei Gründer selbst… da liegt’s auch nahe, dass man dann eben nicht nur Solo Musik macht, sondern sich auch mal für ein Release unter dem Namen Early Sounds Collective zusammenschließt.

Der Sound des Labels lässt sich kurz zusammenfassen… House!… gern ein wenig verträumt mit Jazz-Anleihe… ein anderes Mal hört man im Hintergrund dezent die 303… der kleinste gemeinsame Nenner ist hier auf jeden Fall die Liebe zur Motor City Detroit und den dort geprägten Sound.

Genau das gleiche trifft auch auf den Mix zu den Leskin bei mir abgegeben hat… alles geht ziemlich entspannt, verträumt und irgendwie romatisch los… drifftet dann kurz in Disco und Jazz ab… bevor’s dann in der zweiten Hälfte ein wenig rauer und verspielter wird… oder einfach nur Techno!

Wünsche eine tolle Woche!
Tobi


Direktlink

Tracklist:

01. New World Aquarium – Loving You – Peacefrog
02. Vakula & Kuniyuki – Session North #1 (Kuniyuki Version) – Sound Of Speed
03. Fusion – Bonus Beat – Ferox
04. Maurice Fulton – My Gigolo – Transfusion
05. Clem Curtis – Need Your Love – RCA
06. Street Corner Symphony – Dub Mix – Street Corner Records
07. Leskin – Unreleased – Unreleased
08. Herbie Hancock – The Essence – Transparent Music
09. Mystic Jungle – The Moon Of Devil Drums – Early Sounds Records
10. Leskin feat. Stereophob – Outer Intrusions – Early Sounds Records
11. Myztical – Koni Remix – Nicz
12. Massimo Di Lena – Halfway Ritmo – Early Sounds Records
13. Burial – NYC – Hyperdub
14. MCMXC – Damn – Early Sounds Records
15. Leskin – Unreleased – Unreleased
16. JRMS – Soak – Early Sounds Records
17. Leskin – Cannonball – Unrelated
18. OB Ignitt – Oh Jabba – FXHE

Hier findet Ihr…

… die komplette Playlist der Sendung.
alle bisherigen Mixe noch ein mal zu nachhören.
… und hier nochmal die komplette Sendung im Loopstream zum nachhören.

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Die im Gefahrengebiet Hamburg festgestellten Gegenstände

Die Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft hatte am 09.01. an den Hamburger Senat ein kleine Anfrage gestellt, in der sie wissen wollte, wie die damalige Neuordnung des Gefahrengebietes zu Stande kam und welche Erkenntnisse sich aus der damit verbundenen Datenerfassung ziehen lassen. Der Hamburger Senat hat geantwortet (PDF). Also zumindest teilweise, weil Geheimnisse und so.

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Auch interessant aber ist eine Liste, der in der Zeit vom 04.01. bis 12.01.2014 im Gefahrengebiet Hamburg durch die Polizei festgestellten Gegenstände. Na wenn ich das mal nicht gelohnt hat und die Einschränkungen von Grundrechten rechtfertigt! Der gefundene Sprengstoff, vom dem Hamburgs Innensenator Neumann noch am 11.01. sprach, taucht in dieser Liste gar nicht auf – vermutlich meinte er die Böller, aber das klingt natürlich weniger dramatisch. Was man allerdings fand: eine Haushaltsrolle in Alufolie eingewickelt, innen ein Zettel mit der Aufschrift „Peng“!

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(via Publikative)

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Riesenseifenblasen bei -20°

Seifenblasen sind super. Riesenseifenblasen allerdings sind noch viel besser. Hier hat sich jemand bei -20° in die Kälte gestellt, um mal zu gucken, wie Riesenseifenblasen so mit den Minusgraden umgehen. Fazit: Riesenseifenblasen sind im Sommer viel schöner. Aber gut, dass es trotzdem mal einer gemacht hat.


(Direktlink, via TDW)

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Leben auf dem Elektroschrottplatz der Welt

Der Fotograf Kevin McElvaney war mit seinen Kameras in Ghanas Hauptstadt Accras unterwegs. Genau genommen hat er Kinder, Jugendliche und Herauswachsende portraitiert, die im Stadtteil Agbogbloshie auf der Elektromülldeponie arbeiten, leben und auf ihr Leben gefährdende Weise nach ihrem Glück suchen. Was an Elektronik in Europa kaputt geht landet über Umwege in Agbogbloshie. Auch oder gerade auf illegale Weise.

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Als Mitte der 2000er Jahre die ersten Container mit gebrauchten Computern in Ghana eintrafen, waren diese Teil eines Hilfsprogramms. Doch schnell missbrauchten unseriöse Händler das Etikett “Secondhand”, um illegal Elektronikschrott zu exportieren – mit gravierenden Folgen für das Land.

Seit nunmehr acht Jahren setzt sich Mike Anane im Kampf gegen illegal eingeführten Elektronikmüll ein. Seiner Aussage nach sind 80 % der gebrauchten Elektrogeräte, die in Agbogbloshie landen, Schrott. Doch auch funktionierende Geräte belasten den Müllberg, da sie keine lange Lebensdauer haben. In den letzten sechs Jahren wuchsen die Schrottmengen, die aus ganz Europa, den USA, Kanada und Australien stammen, zunehmend an. Yaw Amoyaw-Osei (der Gründer des Umweltverbands Green Advocacy) bestätigt, dass eine ganze Reihe ausländischer Händler in die Elektroschrottimporte und -exporte verwickelt sind.[2]:S. 6. Die Wertstoffe hingegen, die den Menschen auf der Müllhalde gerade so das Überleben ermöglichen, gelangen über Zwischenhändler zurück an die Herstellerfirmen in Europa und Amerika.

Dieses Vorgehen der Industrieländer verstößt gegen die Basler Konvention von 1989, die lediglich von Afghanistan, Haiti und den USA nicht ratifiziert worden ist. Hierbei handelt es sich um ein internationales Übereinkommen, das ein umweltgerechtes Abfallmanagement sowie grenzüberschreitende Transporte regelt. Demnach darf Müll nur in Staaten eingeführt werden, die über Einrichtungen zur fachgerechten Entsorgung verfügen.

Selbst das deutsche Bundesumweltamt weiß nicht, wer in diesen illegalen Handel verwickelt ist. Es verweist an einzelne Händler, die defekte Geräte vor den Recyclinghöfen abpassen oder in unentgeltlichen Aktionen einsammeln. Greenpeace verfolgte jedoch einen funktionsuntüchtigen Fernseher mit einem eingebauten Peilsender von einem Londoner Recyclinghof bis nach Nigeria. Auch die BBC konnte den Weg eines defekten TV-Sets von einer Londoner Straße bis nach Ghana verfolgen.
(Wikipedia)

Er sprach und portraitierte vor Ort junge Menschen im Alter von 9 bis 33 Jahren, die Fotos zeigt er auf seiner Website. Zeit Online hat einige Hintergründe zu den Portraitierten.

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(Fotos: Kevin McElvaney)

Außerdem hat er in Agbogbloshie noch diesen Kurzfilm gemacht.


(Direktlink)

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Skaten auf den Dächern Brooklyns

Skate Videos gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Da durch außergewöhnliche Aufnahmen aufzufallen, dürfte nicht sonderlich einfach sein. Colin Reed allerdings war für seinen Skater-Film „Tengu: God Of Mischief“ zwei Jahre lang mit einem Dutzend Skatern in NYC, San Francisco, Tokyo und Bordeaux unterwegs, um eben beeindruckende Aufnahmen zu sammeln. So zum Beispiel, wie einige mit ihren Brettern auf den Dächern Brooklyns unterwegs sind.


(Direktlink, via Dangerous Minds)

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Classic R&B Mix: DJ Cotton Here – When It’s Cold Outside

Ein Mix wie ein guter alter Rotwein vor dem Kamin. Dürfte genau damit auch bestens harmonieren. Roter Wein im Ohrensessel vor dem wärmenden Feuer, die Füße in weichem hohen Schafsfell, welches zwischen Kamin und Sessel liegt. Draußen rieselt der Schnee und wenn man den irgendwie akustisch übermalen kann, dann genau hiermit. Später kann man dann zu diesem Sound auch gerne noch kleine Heldinnen zeugen. Wenn man mag. Oder so.

Von den bisherigen 40 Plays dürften 20 auf mich gehen, ich höre nämlich seit heute Morgen nichts anderes als diesen Mix. So dufte ist der. Ja.


(Direktlink, via Soulguru)

Tracklist:
01. Bobby Womack – If You Think You’re Lonely Now
02. Daryl Hall – Smile
03. The Commadores – Zoom
04. Maze featuring Frankie Beverly – Wish You Well
05. Enchantment – Gloria
06. David Ruffin – Can We Make Love One More Time
07. Al Green – All I Need
08. Switch – There’ll Never Be
09. Johnny Guitar Watson – Superman Lover
10. Bar Kays – Attitude
11. Curtis Mayfield – Makings Of You
12. The Isley Brothers – Footsteps In The Dark
13. Roy Ayers – Everybody Loves The Sunshine
14. Al Wilson – Show And Tell
15. Debra Laws – Very Special
16. Johnnie Taylor – Stop Doggin Me
17. Womack & Womack – Love TKO

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