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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Die Bundesagentur für Arbeit findet, Ehrenamt ist vergiftet und droht damit, deshalb Zahlungen einzustellen

Eine junge Frau aus Schwedt hatte vor, ihren Bundesfreiwilligendienst auf ehrenamtlicher Basis bei der BehindertenSelbsthilfe in Schwedt zu machen. Da die Frau ALG 1 bezieht, meint die Bundesagentur für Arbeit, dass das nicht zusammenpasst und drohte damit, ihr die ALG-Bezüge zu kürzen, oder gar ganz einzustellen. Die BehindertenSelbsthilfe schickte eben jener jungen Frau dann einen Aufhebungsvertrag. Offenbar hatte sie ihr Ehrenamt parallel zum Bezug des ALGs schon angetreten und der e.V. wollte sie davor bewahren, ohne Kohle dazustehen. Soweit, so beschissen. Aber noch nicht das Ende vom Lied.

Nachdem der Aufhebungsvertrag raus war, drohte die Agentur der jungen Frau damit, die Zahlungen an sie für drei Monate ganz einzustellen, da sie einem Aufhebungsvertrag zugestimmt hätte. Und bei einem solchen kürzt man dann halt mal. Weil man ja eingewilligt hat, eine Tätigkeit nicht mehr zu machen. Weil die Bundesagentur für Verwaltung von nicht Arbeitenden ja danach quasi verlangt hat. Kann man sich nicht ausdenken.

Hier die dazu gehörige Konversation auf Twitter.

Besonders treffend hier der vorletzte Absatz.

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(klick für in groß)

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Einen Ring vom dicken Finger holen

Man kennt das. Geheiratet, über die Jahre ordentlich zugelegt und wenn es ganz schlecht läuft, soviel zugelegt, dass der Ehering nicht mehr vom Finger zu bekommen ist. Ganz blöd dann, wenn man sich hat auch noch scheiden lassen. Der Ring geht nur noch mit einer Flex ab, was natürlich auch eine klitzekleine Gefahr für den Ringfinger an sich darstellt. Aber es kann auch ganz einfach gehen, wie medizinisches Fachpersonal hier erläutert. Man weiß ja nie, wozu das mal gut sein könnte.


(Direktlink, via reddit)

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Oh, Summer

Ich mag den Winter nicht. Gar nicht. Wenn ich was zu sagen hätte, würde ich ihn ein für alle mal abschaffen. Unserer Politik kümmert sich darum ja nicht. Nicht mal das. Ich bin fast so weit, eine Petition gegen den Winter zu starten, die dann drölf Millionen Leute unterschreiben würden. Dann müsste die Politik ja endlich mal reagieren! Ja.

Warum ich den Sommer sehr viel lieber habe als den grottigen und kalten Winter, fasst Benjamin Dowie in diesem Video ganz wunderbar zusammen. Da fehlen zwar noch saftige Wiesen, auf denen man barfuß tanzen kann, und Festivals auf denen Leute auf saftigen Wiesen barfuß tanzen, aber grundsätzlich zeigt es schon, warum der Sommer so viel schöner ist. Und jetzt will ich noch mehr den Sommer.

http://vimeo.com/84922558
(Direktlink)

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30 Jahre Mac

Gestern vor genau 30 Jahren stellte Steve Jobs Apple-Mitbegründer Steve Jobs den Macintosh 128k vor. Ein Rechner, der vieles verändern sollte. The Verge hat sich mal olle Werbung und die Keynotes angesehen, die regelmäßig sektenartig gefeiert werden, und die Highlights davon in diesem Clip zusammengefasst.


(Direktlink)

Ich arbeite seit gut 12 Jahren auf Apple-Rechnern und auch wenn ich aktuell so viel darüber zu meckern habe, wie in den letzten 10 Jahren nicht, gibt es für mich kein alternatives OS. Mein Grund, damit zu arbeiten. Danke dafür, Mac.

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Ein zusammengesetzter Road-Movie aus über 10000 Privatvideos

Archivar und Filmemacher Rick Prelinger hat für sein Doku-Film-Projekt No More Road Trips? über 10000 Privatvideos gesammelt. Diese erzählen meistens stumme Geschichten über das Reisen durch die USA. Die für ihn interessantesten Teile davon hat er zusammengeschnitten und im letzten Jahr auf einigen Festivals gezeigt. In der dortigen Fassung hatte der Film 85 Minuten. Eine Zeitreise durch die Vereinigten Staaten des 20. Jahrhunderts. So was würde ich von hier auch gerne mal sehen wollen.

No More Road Trips? isn’t a conventional documentary. It’s made completely from home movies that were shot by hundreds of people, starting in the mid-1920s. Its narrative traces a composite automobile journey from the Atlantic to the Pacific, beginning with the shoreline and historical monuments of New England and ending on a beach in southern California.

Other than a faint ambient soundtrack, the film is silent. I’ve written no narration, nor have I commissioned music. The primary soundtrack for this fully participatory film will be made fresh daily by audiences at each screening. Perhaps they’ll identify some of the places that come and go in the 600-plus shots that currently populate the cut. Perhaps they’ll ask me questions, or answer those posed by others. Or perhaps they’ll react tendentiously, in the manner of Question Time in the British House of Commons, or riff rowdily in the style of the Elizabethan theater. Once the movie starts, it belongs to the audience. I don’t want to limit how people will respond to the film. But I hope they will act on their permission to speak and create a commentary, not just on the scenes that pass by as our trip speeds west, but on what automobility, speed and travel mean to them. And I hope they’ll be moved to think about whether we’ve reached the end of the open road.

Weil der Film aber recht frisch und auch noch am Reisen ist, hat Prelinger diesen ganz fix geschnittenen Trailer auf Vimeo geparkt. Dafür zeigt er 798 Fotos bei 12 Bildern pro Sekunde. Die Aufnahmen stammen aus den 30er, den 50er und den 60er Jahren. Das ist nicht viel, lässt aber dennoch erahnen, welche Aufnahmen die lange Fassung mit sich bringen dürfte.

http://vimeo.com/84822753
(Direktlink, via BoingBoing)

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Wo die Straßen enden

Es gibt sie tatsächlich, die Straßen, die irgendwo einfach irgendwie aufhören. Ich stand mal in der Uckermark an solch einer. Schranke, dahinter kam ein Kanal und zack, war die Straße am Ende.

Bildschirmfoto 2014-01-23 um 21.02.41


(irgendwo in der Uckermark, Mai 2012)

Die Leute vom Atlantic haben diese endenen Straßen weiltweit gesucht. Basierend auf dem grandiosen Hyperlapse-Video, das Teehan+Lax Labs im letzten Jahr mit Material von Google Street View gemacht hatten, sind sie virtuell kilometerweit bis an jene Orte auf der Welt gefahren, in denen die Straßen enden. Schöne Idee.

Using Google Street View, we „drove“ thousands of miles around the world to find places where the road ends. Our virtual travels took us from the fields of Italy to the fjords of Norway and the tip of South Africa.


(Direktlink)

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