Eigentlich trifft es die Headline nicht mal halb, denn The Gaslamp Killer ist mehr als ein DJ: er ist Musik-Enthusiast, Skillmaschine, Produzent und Vollfreak in einem. Außerdem trägt er jede Menge Punkrock in sich, die rauszulassen er sich nicht zu schade ist. Er hat diese allumfassende Leidenschaft und das brennende Feuer in sich, wenn er mit Musik in Berührung kommt, ja selbst, wenn er nur über diese sprechen kann. Dieses Feuer, was vielen der Nachwuchs-DJs abgeht. Klasse Tüp.
Serato haben bei sich gerade eine kleine Reihe, in der sie Musikliebhaber über ihre Leidenschaft sprechen lassen. Einer von denen ist eben The Gaslamp Killer.
Sehr empfehlenswerte Doku über eine Doku, die der amerikanische Dokumentarfilmer Julien Bryan mit einer Sondergenehmigung 1937 in Deutschland gemacht hat. Die taz hatte dazu gestern diesen Artikel. (Wenn das Dingen auf YouTube auftaucht, bitte mal Bescheid geben.)
1937 ist Hitlers Diktatur nach innen gefestigt, alle Regimegegner sind emigriert oder mundtot gemacht. Die Wirtschaft erholt sich von der großen Krise, die Volksgemeinschaft fühlt sich zunehmend wohl. Das nimmt auch das demokratische Ausland in Europa und Übersee zur Kenntnis. Aber kritische Geister sind sicher, dass sich hinter dem schönen Schein eine Realität von mörderischem Rassenwahn und kriegslüsterner Revanchepolitik verbirgt. Im Sommer 1937 erhält der amerikanische Dokumentarfilmer Julien Bryan eine Sondergenehmigung, das Dritte Reich zu bereisen und dort Filmaufnahmen zu machen. Er will den Amerikanern die Wahrheit über Deutschland zeigen. Bryan fährt im September und Oktober 1937 mit seiner Kamera durch weite Teile des Landes. Natürlich darf er nur genehmigte Schauplätze filmen, trotzdem gelingt es ihm immer wieder, auch den Machthabern unbequeme Szenen zu drehen. Mit ungewöhnlichen Motiven und Perspektiven schafft Julien Bryan eine unvoreingenommene Darstellung im Sinne des Dokumentarfilms der 30er Jahre als Gegenstück zum Propagandafilm Riefenstahlscher Prägung.
Leute, wir müssen über eure Frisuren reden! Das geht so nicht weiter. Ich meine wir leben im 21. Jahrhundert und ihr gebt euch mit Sidecuts und Zweifarbfrisuren zufrieden? Guckt mal, wie weit die da in den 60gern schon waren!
Space Age Hair Fashions. A fun but bizarre film showing a woman going in to a hairdressers and getting some space age hairstyle done. Was this all the rage in the 1960s?
Ich sah gestern diese Doku über das, was vor 20 Jahren in Rostock-Lichtenhagen geschah. Ein Paradebeispiel politischer Ignoranz und politischen Vollversagens. Über eine Gesellschaft, die sich gerade in die wärmenden und zahlenden Hände der BRD gelegt hatte und nichts davon an jene abzugeben bereit war, denen es noch viel dreckiger ging. Und darüber, dass letztendlich der pöbelnde und tobende Mob gewonnen hat. Gewonnen gegen die Demokratie, die mit beidem Augen wegsah und irgendwie im Urlaub war.
Es waren ganz normale Bürger aus Rostock-Lichtenhagen, die im Sommer 1992 ihrem aufgestauten Hass und Frust Luft machten. Hass auf die ZASt, die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber, die mitten in ihrem Wohnviertel lag, und Frust über die Untätigkeit der Politiker in Stadt und Land, die die Anwohner seit Monaten mit Floskeln abspeisten.
Tagelang rannte eine entfesselte Menge gegen die Aufnahmestelle für Asylbewerber und ein Ausländerwohnheim an. Ein beispielloses Fiasko für Politik und Polizei. „Das ist ein Bürgerkrieg hier! Das Gefühl hatten wir damals.“ Guido Nowak war Streifenpolizist in Rostock. Er hatte die Eingliederung der Volkspolizei in die Bundespolizei mitgemacht. Als die Krawalle am 21. August 1992 losbrachen, stand Nowak in leichter Sommeruniform und mit veralteter DDR-Ausrüstung in der vordersten Reihe: entsetzt, überfordert, hilflos.
Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.
Unbedingt notwendige Cookies
Unbedingt notwendige Cookies sollten jederzeit aktiviert sein, damit wir deine Einstellungen für die Cookie-Einstellungen speichern können.
Wenn du diesen Cookie deaktivierst, können wir die Einstellungen nicht speichern. Dies bedeutet, dass du jedes Mal, wenn du diese Website besuchst, die Cookies erneut aktivieren oder deaktivieren musst.