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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Pelham gewinnt Prozess gegen Kraftwerk vorm Bundesgerichtshof – vorerst.
Ich hatte das ja gestern abend. Nun hat der BGH zu Gunsten Pelhams enschieden, was überrascht, aber dennoch nicht als wirklicher Durchbruch gewertet werden kann. Die Regelungen sind nach wie vor einfach zu schwammig um in klar geltendes Recht definiert werden zu können:

Die Verwendung von Samples ist eine der spannendsten Fragen der Musikindustrie – weil die Grundsätze unklar und falsche Regeln im Umlauf sind, zugleich aber diese Tonfetzen in großem Umfang verwendet werden.

Bei der Urteilsverkündung stellte der Senatsvorsitzende Joachim Bornkamm klar, dass grundsätzlich auch kleinste Teile eines Musikstücks urheberrechtlich geschützt sind und deshalb nur mit Zustimmung des Urhebers entnommen werden dürfen.

Allerdings sehe das Urheberrecht eine Ausnahme von dieser Regel vor, um das kulturelle Schaffen zu fördern. Danach dürfe ein Musiker solche Tonsequenzen aus anderen Stücken entnehmen, die wegen ihrer besonderen Eigenart nicht einfach nachgespielt werden könnten.

(sueddeutsche.de)

Bermerkenswert finde ich die Entscheidung dennoch, weil sie endlich mal Grenzen setzt. Das dafür nun ausgerechnet Kraftwerk hinhalten muss, finde ich nur konsequent, schließlich haben die in genau diesem Fall geklagt. Ätsch, meine Herren.

Allerdings wird der Fall vom BGH zur erneuten Prüfung an das Hanseatische Oberlandesgericht (OLG) Hamburg zurück verwiesen, was auch immer das noch ändern könnte.
(via fALk)

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Guns N’ Roses´ neues Album „Chinese Democracy“, was in 2 Tagen in die Läden kommt, kann man schonmal komplett auf Myspace vorhören. Und es ist ein Knüller! Hätte ich, um ehrlich zu sein, nicht gedacht und freue mich, eines Besseren belehrt zu werden.
(via Jeriko)

Und wer hier jetzt Geschmacksdebatten führen will, bekommt auf die Finger. So.

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Ich stehe gerade draußen und muß mal eben nur ganz kurz meine Befindlichkeit zum Wetter kund tun: ein nasses FUCK OFF!

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Mein lieber Freund und Kupferstecher Tobi verweilt gerade in Honkong und schreibt (hoffentlich) täglich über seine Eindrücke von dort, was ich für höchst interessant und sehenswert halte. Shice sind die Häuser da hoch und er wohnt für eine Woche in einem derselbigen, wenn man so will. Nichts für Leute wie mich, die Probleme mit Fahrstühlen und vor allem mit der Höhe an sich haben. Hongkong wäre nichts für mich, zumindest nicht in echt. Lesen und sehen reicht mir da voll aus. Boah, ist das hoch.

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Ich mache sowas hier zum ersten und höchst wahrscheinlich auch zum letzten Mal, was man ja allerdings nie so genau wissen kann, aber egal. Spenden für für Tims Podcast „Chaosradio Express“. Jetzt! Ist eine gute Sache, denke ich, und man kann sein Geld sicher auch um Längen schlechter anlegen.
Wo sind jetzt gleich meine Paypal-Daten. Argh!

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Das mag jetzt etwas abgedroschen klingen, aber ich habe heute darüber nachdenken müssen, ob der Schäuble nach seiner politischen Laufbahn nicht als Vorstandsmitglied bei der Telekom zu gebrauchen wäre. Ich meine, die beiden passen ja momentan irgendwie wie Arsch auf Eimer und er könnte da sicher nochmal so richtig in die Vollen greifen.

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Kraftwerk heult vor Gericht wegen Musikklau

Kraftwerk machen nun einen auf ganz kleinkariert und korintenkackerig und verklagen Moses Pelham wegen zwei Takten aus „Metall auf Metall“, was sie in meinem Ansehen sinken lässt, was wiederum nicht weiter schlimm sein dürfte für sie, soweit oben wie die da kleben, diese nun musikalischen Konterrevolutionäre. Peinlich allerdings wirkt das dann aber doch ein wenig, selbst wenn Moses Pelham sich da offensichtlich auch ein wenig bescheuert angestellt hat. Dennoch: Wenn ich nicht ohnehin alles! von Kraftwerk auf Vinyl hätte, würde ich es hiernach nicht mehr kaufen, sondern gnadenlos illegal downloaden. Alte Männer, tzzz!

taz Autor Tobias Rapp dazu äußerst treffend:

Ohne Kraftwerk das Recht an ihrer Musik absprechen zu wollen – es ist die Ironie dieses Prozesses, dass die Band heute nicht da wäre, wo sie ist, wenn ihre Musik nicht seit rund fünfundzwanzig Jahren immer wieder durch den legalen Graubereich geistern würde, indem das Alte in Neues verwandelt wird.

Die haben ganz schön Schwein, dass ich mich heute eigentlich nicht mehr wirklich aufregen mag, wegens dem Kreislauf und so.

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Platte(n) der Woche #6

Lars Bartkuhn – The New Continent | 2008 | Sonar Kollektiv
Vergleiche hatte ich gelesen mit Airs „Moon Safari“, von dem Album des Jahres und überhaupt einem Geniestreich. Da dachte ich, das kann man nichts falsch machen, eigentlich. Anfänglich kann Bartkuhn dem gerecht werden, klasse Instrumentierung und ausgewogene Mittel, Musik nicht in den so ungeliebten Fahrstuhl zu verbannen. Man kann den Vergleich zu Air sogar an manchen Stellen nachvollziehen. In diesen Momenten erreicht das Album ihre Höhepunkte. Leider sind genau diese für meine Verhältnisse zu selten und zu spärlich gesäht. Manchmal wirken mir die Soundwände dann doch etwas zu überladen und mitunter auch etwas chaotisch, zu viel Instrument für zuwenig Zeit. Schade eigentlich, finde ich. Manche, wenn auch wenige Momente, lassen mich dann auch skippen, was für ein Album nie gut sein kann. Fazit: Durchaus höhrenswert, aber für lange bleibt die sicher nicht auf meinem Player. Vielleicht aber, so kann ich mir durchaus vorstellen, ist das auch so eine Platte, die man einfach 3-4 Mal hören muß um wirklich reinzukommen. Ich werd´s versuchen und geb Bescheid. Könnte sein, dass das Urteil dann ein ganz anderes ist.
(Reinhören)

Zero 7 – Simple Things | 2001 | Warner
Die wahrscheinlich einzige Platte, die mit Airs „Moon Safari“ in einen Satz gehört. Schlichtweg wundervoll, immer wieder wundervoll und sie steht dem Klassiker von Air in nichts nach. Im Gegenteil, mittlerweile ein ebenbürtiger Klassiker.
(Reinhören)

The Cinematic Orchestra – Man with a movie camera | 2003 | Ninja Tune
Auch klar, oder? Ein bombastisches Werk, was mir viel zu lange verborgen blieb.
(Reinhören)

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Stummfilm „Man with a movie Camera“, 1929, vertont 2003 von The Cinematic Orchestra

Der Mann mit der Kamera ist ein poetischer Dokumentarfilm von Dsiga Wertow aus dem Jahr 1929, der sich experimenteller Mittel bedient. Bis auf Titeltexttafel zu Beginn kommt der Film ohne Zwischentitel aus.

The Cinematic Orchestra wurde von den Organisatoren des Festivals von Porto, der Kulturhauptstadt Europas des Jahres 2000, gebeten eine neue Filmmusik für den russischen Stummfilmklassiker von 1929, Der Mann mit der Kamera von Dziga Vertov zu produzieren und diese live während der Filmvorstellung zu spielen. Diese Arbeit unterschied sich von den sonstigen Kompositionen der Band wegen ihres Live-Charakters, der aufwändige Post-Produktionen wie beim Album „Motion“ nicht zuließ. The Cinematic Orchestra ging mit diesem Projekt auf Tour und veröffentlichte wenig später ein Album und die neu vertonte Version des Films unter dem englischen Namen „Man with a movie camera“.
Wikipedia

Ein optisch-akustisches Meisterwerk. Die Bilder zu dem Sound – dieser Sound zu den Bildern. Ich bin bissl hin und weg gerade.

(Direktlink, via MoGreens)

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Doku: Skin or die

Der erste Teil Daniel Schweizers Trilogie zum Thema Skinheads, der sich ausschließlich auf Schweizer Fascho-Skins konzentriert und 1998 veröffentlicht wurde nachdem Schweizer fast 2 Jahre die Gezeigten begleitet hatte. Dämlicherweise in 12 Teilen auf YouTube, was ich wohl nie kapieren werde. Aber egal.

„Skin Or Die“ In diesem Film begleitet Daniel Schweizer eine Gruppe neonazistischer „Hammer-Skinheads“. Diese für die Skinhead-Kultur nicht repräsentative Vereinigung bezeichnet sich selbst als „Skinhead-Elite“ und zeigt alsbald ihr wahres Gesicht: Bei einem „White Power“-Konzert entlädt sich der Hass und die Gewalt vor der Kamera. Aus anfänglichem Unverständnis des Betrachters wird blankes Entsetzen, wenn die ideologisch-geschliffenen Aussagen der Neonazis sich in ihren Menschen verachtenden Absichten selbst entlarven.

Part 1 bis Part 12

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