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Preisverzeichnis über Wurstwaren in der DDR

Es gab die Tage diese unsäglich bescheuerte Debatte über Schweinefleisch oder eben nicht Schweinefleisch an zwei KiTas in Leipzig. Ihr habt das sicher mitbekommen. Ich fand die so unsäglich bescheuert, dass ich da auch gar nicht weiter drauf eingehen will. Niemand _muss_ Schweinefleisch essen, nicht mal als jemand, der nicht Muslim ist. Strohpuppenargumentenaktion, die unsägliche BILD wieder ganz vorne mit dabei. Geschenkt.

Das DDR Museum hat vielleicht auch in diesem Zuge gestern eine Preisliste für Fleisch- und Wurstwaren in der DDR geteilt, die, wie ich vermute, aus den späten 1970ern bis frühen 1980ern stammen müsste. Und dabei fällt mir auf, wie verhältnismäßig billig Fleisch auch und gerade zu DDR-Zeiten war. Im Jahr 1989 verdiente ein Arbeitnehmer in der DDR im Durchschnitt 1.300 Mark (Ostmark) im Monat. Daran gemessen war das Fleisch tatsächlich relativ preiswert. Im Gegensatz zu Technik und/oder irgendwelchen „Lifestyle“-Artikeln. Und: wir hatten ja nicht viel, aber wir hatten „Schweineschnauze in Aspik“, die schon damals niemand essen _musste_. Hihi. Kreis closed.

4 Kommentare

  1. sonnendeck26. Juli 2019 at 07:10

    viel beunruhigender ist, das so in etwa heute die Europreise für Fleisch sind …..

  2. Horst26. Juli 2019 at 11:22

    meinste zu billig oder zu teuer?

    Also Papa hat 700 Ostmark verdient. Ok nur 17,50 Miete, aber dann wars im Osten relativ gesehen ziemlich teuer.

    Ich vermisse die 5er Semmeln, die Westen sind fast alle Sch…

  3. yumyum27. Juli 2019 at 16:03

    Habs nur kurz überflogen…war das erste eine Kofferkotellet?

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