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Produktrückruf in Bayern: Mutterkornalkaloide in Mehl können zu Halluzinationen führen

(Foto: R. AltenkampCC BY-SA 3.0)

In Bayern kam ein Roggenmehl Type 1150 mit dem schönen Namen „Mehlzauber“ in den Handel, das jetzt im Verdacht steht, Mutterkornalkaloide enthalten zu können. Diese können zu Halluzinationen führen. Das kann man je nach Gemengelage, ob man sie haben mag oder nicht, gut oder schlecht finden. Ich bin jetzt kein Chemiker, weiß aber trotzdem, dass Mutterkornalkaloide in Richtung LSD gehen. Keine Ahnung, wer mir das irgendwann mal erzählt hat. Hust.

Jedenfalls hat das Unternehmen Kunstmühle Reisgang in Bayern davon verkauftes Roggenmehl jetzt zurückgerufen.

Ein Verzehr könne zu Übelkeit, Kopfschmerzen, Bluthochdruck – und in seltenen Fällen zu Halluzinationen führen.

In dem Produkt sei eine erhöhte Konzentration sogenannter „Mutterkornalkaloide“ festgestellt worden. Dabei handelt es sich laut Bundesinstitut für Risikobewertung um Stoffwechselprodukte bestimmter Pilze. Je nach Anbau- und Wetterbedingungen im jeweiligen Erntejahr könne Getreide vermehrt mit der Dauerform des Pilzes befallen sein. Unter ungünstigen Umständen kann das zu erhöhten Alkaloidgehalten in Getreideerzeugnissen führen.

Das dafür ausgegebene Geld gibt es nun sogar ohne Kassenbeleg zurück. Nicht, dass da noch irgendwer halluziniert.

Ursachenklärung:

Das Unternehmen Kunstmühle Reisgang hat eigenen Angaben zufolge die Ursache für die erhöhte Alkaloid-Konzentration in Roggenmehl gefunden, das in Bayern verkauft wurde. Demnach habe sich herausgestellt, dass die Alkaloide bereits in dem Produkt eines Lieferanten enthalten gewesen sein sollen. Die Kunstmühle Reisgang GmbH habe die Zusammenarbeit mit dem betreffenden Unternehmen umgehend eingestellt.

2 Kommentare

  1. lalala10. Juli 2019 at 09:32

    bei „Mehlzauber“ und „Kunstmühle“ !
    klingt mir das nicht so sehr nach einem Fehler in der Produktion
    ;)

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