Zum Inhalt springen

Schlagwort: Climate

Tonnen von Kacke schmelzen mit einem Gipfel in Alaska

(Foto: Skeeze)

Der Mount Denali im US-Bundesstaat Alaska ist mit 6190 Metern der höchste Berg Nordamerikas und wohl ob dessen auch unter Kletterern sehr beliebt. Gut 1000 von ihnen versuchen sich im Jahr an der Aufstieg. Über die Saison von April bis Juli hinterlassen sie dabei etwa zwei Tonnen Kacke auf dem Gipfel, von denen man bisher annahm, dass dieser sich irgendwie auflösen würde. Was er nicht tut. Und jetzt könnte die ganze Scheiße den Berg runter fließen.

Lange galten diese Hinterlassenschaften als unbedenklich, sofern sie ordnungsgemäß von der Oberfläche entfernt wurden. Der Klimawandel und eine Fehleinschätzung der Gletscherdynamik sorgen nun dafür, dass die Fäkalien doch zum Problem werden könnten. Lange hatte man gedacht, dass der Kot im Gletscher nicht nur gefriert, sondern auch zerrieben und zermahlen wird, so dass er praktisch nicht mehr nachweisbar ist.

[…]

Das Material wandert einfach mit den Gletschern talwärts und taut dann matschig wieder auf. Selbst darin enthaltene Bakterien wie E. coli überdauern jahrelang tiefgefroren und können wieder aktiv werden. »Wir erwarten sogar, dass es stinkt und übel aussieht«, so der Forscher gegenüber den Medien.

1 Kommentar

Eine drei Meter hohe Welle aus 170.000 Trinkhalmen

Der Fotograf Ben Von Wong arbeitet öfter an Großprojekten, um auf Umweltprobleme aufmerksam zu machen. Für diese Installation hier brach er den Weltrekord für die größte Trinkhalmskulptur der Welt. Zusammen mit Zero Waste Saigon (ZWS), einer vietnamesischen Umweltorganisation, wurden dafür allein in Saigon 100.000 der Plastikhalme gesammelt, die weiteren fanden über 100 Unterstützer in Hanoi und den Strandorten Nha Trang und Vung Tau. Es dauerte zwei Monate, die Röhrchen zu säubern, bevor sie zu dieser nicht wenig beindruckenden Skulptur zusammengesetzt wurden. Das löst natürlich keine Probleme, kann aber darauf aufmerksam machen und immerhin liegt der Müll so nicht mehr irgendwo rum.


(Direktlink)

1 Kommentar

Schwarzer Schnee in Sibirien

In mindestens drei Städten Sibiriens kam vor einer Woche schwarzer Schnee vom Himmel. Der entsteht dann, wenn sich Kohlenstaub mit Luft und Wasser mischen, was wohl auch hier der Fall war. In der Nähe der drei betroffenen Städte befindet sich das Kohlebergwerk Kemerovo.

In grim scenes uploaded to social networks and described as „post-apocalyptic“ by Russian media, Siberian residents in the cities of Prokopyevsk, Kiselyovsk, and Leninsk-Kuznetsky have shared images of their soiled, shadowy landscape – prompting at least one Twitter user to ask, „Is this what snow looks like in hell?“
The director of the Prokopyevskaya coal plant claims the black snow was the result of a broken shield at the facility, which exposed coal powder to the atmosphere – but has also said emissions inevitably escape, and „we can’t tackle coal dust in the streets“.


(via Neatorama)

1 Kommentar

In Bangkok schießen sie mit Zuckerwasser aus Kanonen auf den Smog

Bangkok gehört mittlerweile zu den 10 stärksten, luftverschmutzten Städten der Welt. Um sich dem Problem entgegenzustellen, hat man gestern damit begonnen, mit Wasserkanonen auf den Smog zu schießen. Mit gesüßtem Wasser.

Ob das irgendetwas bringen wird, weiß keiner so genau. Irgendwer muss ja hoffentlich nicht ganz ohne Grund auf diese Idee gekommen sein. Allerdings gibt es auch Kritiker, die befürchten, dass dieser Aktionismus mehr schadet als hilft. Schimmel, Bakterien, fieses Zeug könnten die Folgen des süßen Wassers sein.

Thai media reported that in a desperate attempt to bring down critical air pollution levels in Bangkok, local authorities started experimenting with sweetened water, instead of regular one. The idea behind the bizarre pollution-fighting strategy is that by increasing the viscosity of the water using sugar will allow it to trap more dangerous particles when sprayed into the air. However, some experts believe that the unconventional approach could do more harm than good.

Dr. Weerachai Putthawong, a professor of organic chemistry at Kasetsart University, told Workingpoint News that he has serious doubts that the sweetened water will yield better results than regular water. He claims that the increased viscosity of the liquid won’t make much of a difference, because the equipment used to spray it isn’t powerful enough to pulverize it into small enough droplets to catch dust and particulate matter as small as 2.5 microns in size. The current machines used to spray the water can only catch particles down to 10 microns.

To make matters worse, the added sugar could cause the surfaces the mixture lands on to develop dangerous mold, as the organic additive would allow bacteria and fungi to develop.

So oder so: eine sehr schöne Ablage im Ordner #humansoflatecapitalism: In Bangkok schießen sie Zuckerwasser aus Kanonen auf den Smog. Und schön bebildert auch.

Die den Smog verursachenden Umstände scheint man dagegen wenig zu bekämpfen.


(Direktlink, via BoingBoing)

2 Kommentare

Thom Yorke x Greenpeace – Hands off the Antarctic

Greenpeace International hat gestern dieses Musikvideo zu „Hands off the Antarctic“ veröffentlicht. Einem neuen Track von Thom Yorke, den als Teil der Greenpeace-Initiative „Protect the Antarctic Ocean“ produziert hat. Die Aufnahmen vom Greenpeace Forschungsschiff Arctic Sunrise.

The newest track from Thom Yorke (of Radiohead fame) is a Greenpeace exclusive. Hit full-screen and enjoy ‘Hands off the Antarctic’ – with stunning footage from the Greenpeace ship ‘Arctic Sunrise’.


(Direktlink)

2 Kommentare

Die neue umweltschonende Verkehrsführung in Berlin nach der Teilsperrung von Straßen für Dieselautos

Ich habe grundsätzlich nichts dagegen, den CO2-Ausstoß in Großstädten in den Griff zu bekommen und das notfalls auch durch Fahrverbote durchzusetzen. Nicht mal als Besitzer eines Dieselautos. Aber im Berliner Fall scheint mir gut gedacht noch lange nicht gut gemacht zu sein.

7 Kommentare

Um die Temperaturen in der Stadt zu senken, streichen sie in Los Angeles Straßen weiß

Da kommt gänzlich der Farbfreund in mir durch: Um die Temperaturen in der Innenstadt von Los Angeles zu senken, überziehen sie einige Straßen und bald auch Dächer mit einem weißen reflektierenden Material, um so „Hitzeinseln“ runterzukühlen. Verdammt kreative Idee, die in ihrer Umsetzung dann von oben auch noch verdammt gut aussieht.

Last spring, the Los Angeles Bureau of Street Services tested a new, creative approach to combat the rising temperatures in the city center. The pilot project covered one neighborhood street in each of the LA’s 15 council districts with CoolSeal, a more reflective asphalt-based coating developed by California-based company GuardTop. After seeing a difference of 11-13 degrees Fahrenheit on the coated streets, Los Angeles and other cities plan on implementing more reflective roofs and pavements to reduce the side effects of „heat islands.“


(Direktlink)

Kurzes Erklärbärvideo:


(Direktlink, via BoingBoing)

6 Kommentare

Eis am Stiel aus Abwasser

Ohne Aroma, dafür mit all dem Dreck, den der Mensch so ins Wasser bekommt. Drei Studenten an der National Taiwan University of Arts, sammelten Abwasser in ganz Taiwan und machten daraus quasi Eis am Stiel für ihr Projekt mit dem Titel „Polluted Water Popsicles„.

Hung and her teammates visited 100 locations across Taiwan to collect waste. They then placed the samples—complete with dirt, bugs, and trash—into a freezer, turning them into popsicles. In order to preserve them, they encased the popsicles in a polyester resin.

Hung tells Quartz she hopes the project will raise awareness about water pollution. Her team chose to use popsicles as a motif because they are translucent and because popsicles typically look appealing to the eye. “Such pretty popsicles, would you still want to eat them?” she asks.


(Direktlink, via René)

2 Kommentare