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Schlagwort: Cops

Lothar König könnte in Sachsen ’ne Runde Wasserwerfer fahren

[Update:] Mittlerweile hat die Polizei Sachsen die Aktion vorzeitig beendet. Die Pfeifen.

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„Polizei Sachsen – Deine Karriere“, heißt es so schön auf dem Profil der, eben, Polizei Sachsen. Diese verlost aktuell eine Runde Wasserwerfer fahren. Um diese drehen zu können, muss man nur richtig auf den kommenden Weltmeister tippen. Unter allen richtigen Tipps wählen die dann eben eine Fahrt mit dem blauen Ungetüm.

Mir wurde zugetragen, dass der von der sächsischen Justiz und Polizei arg gebeutelte Pfarrer Lothar König gerne mal mit so einem Ding fahren würde. Und weil ich es keinem so sehr gönne wie ihm, werde ich jetzt folgendes machen. Ich werde mit beiden meiner FB-Accounts dort auf einen Weltmeister tippen. Auf wen ist egal, aber der Tipp müsste am Ende schon stimmen, weshalb ich – natürlich – auf Argentinien setzen werde.

Sollte ich gewinnen, werde ich Lothar das Fahren überlassen, ich hab ja nicht mal ’nen Führerschein. Aber das ist auch keine Bedingung. ;)

Und jetzt stellt euch mal vor, da würden ganz viele Leute mitmachen und ihren eventuellen Gewinn mit Lothar König teilen oder ihm diesen überlassen. Das wäre doch toll, oder? Dafür aber müssten halt auch viele daran teilnehmen. Und wenn dann wer gewinnen sollte, der/die selber eigentlich gar nicht fahren will kann, meldet sich bei mir. Ich wüsste da wen. ;)

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Die Polizei in Chemnitz sieht bei Hakenkreuz-Schmierereien keinen politischen Hintergrund

Die Kriminalpolizei in Chemnitz konnte einen 52-jährigen Chemnitzer ermitteln, der im Verdacht steht, in den zurückliegenden Wochen mehrfach in der Innenstadt Hakenkreuze geschmiert zu haben. Dieser zog offenbar durch die Stadt und malte mindestens sieben Mal Hakenkreuze auf Hauswände, Fußwege, Türen und Werbetafeln. Dennoch schließt die Polizei nach Ermittlungen ein politisches Motiv für die Taten aus. „Die Ermittlungen haben das ergeben“, sagte eine Sprecherin. Dem Mann das Verwenden verfassungswidriger Symbole zur Last gelegt, über ein weiteres Vorgehen entscheidet die Staatsanwaltschaft.

Hakenkreuze in die Stadt zu malen muss nach Ansicht der Chemnitzer Polizei also nicht zwangsläufig einen politischen Hintergrund haben. Da wäre ich so jetzt nie drauf gekommen. Das hätte ich mir nicht ausdenken können. So übrigens tauchen Taten wie diese auch in keiner Statistik auf, die politisch motivierte Straftaten zu sammeln versucht, aber das nur am Rande. Ich will nicht sagen, dass es mir immer schwerer fällt, das alles zu verstehen, aber es fällt mir immer schwerer, das alles zu verstehen.

Ob das gestern von der Polizei in Berlin selbständig zensierte Wandbild, welches an den NSU-Bombenanschlag 2004 in Köln erinnern sollte, als politisch motivierte Straftat erfasst werden wird, ist bisher nicht klar. Zumindest aber wurde von Polizisten eine Anzeige wegen „Verunglimpfung des Staates“ gestellt. Nachdem sie von dem Plakat den Satz „NSU: Staat & Nazis Hand in Hand“ entfernt hatten.
(Danke, Frank!)

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Polizist betrieb Hanf-Plantage

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(Symbolfoto unter CC BY-SA 3.0 von Pavel Ševela)

Dumm gelaufen für einen 30-jährigen Polizeibeamten aus Braunschweig. Ein paar Zivil-Kollegen von ihm erwischten ihn mit 40 Gramm Gras. Der Überführte holte seinen Dienstausweis aus der Tasche und stellte sich ihnen als Kollege vor. Offenbar dachte er, dadurch seine Lage verbessern zu können. Gelang ihm nicht, im Rahmen einer weiteren Untersuchung fand man in seinem Keller eine Plantage mit immerhin 60 Pflanzen Marihuana. Der Züchter, Mitglied eines Mobilen Einsatz-Kommandos (MEK), wurde vom Dienst suspendiert.

Nach unbestätigten Informationen unserer Zeitung aus Polizeikreisen soll der 30-Jährige bis vor rund sechs Jahren selbst im Fachkommissariat Betäubungsmittel für die Bekämpfung von Rauschgiftkriminalität zuständig gewesen sein. „Er wusste, was er da tat – und verliert jetzt alles“, sagt ein Insider. In Polizeikreisen herrsche Entsetzen.

(via reddit)

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Neonazi-Sticker in Polizeibus

Beim Relegationsrückspiel zwischen Fürth und dem HSV haben Fans in einem Bus der bayerischen Bereitschaftspolizei Neonazi-Aufkleber entdeckt und fotografiert. Einer trug den Spruch „Kein Sex mit Zecken“, ein zweiter den altbekannten „Good Night Left Side“.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kündigte eine Überprüfung des Vorfalls an. Er nehme den Fund von Neonazi-Stickern in einem Bus der bayerischen Bereitschaftspolizei „sehr ernst“, sagte Herrmann SPIEGEL ONLINE. „Solche Aufkleber haben auf Staatseigentum nichts zu suchen.“ Er dulde „keine Extremisten bei der bayerischen Polizei“, so Herrmann. Gegebenenfalls seien Konsequenzen zu ziehen.

[…]

Die bayerische Bereitschaftspolizei hat sich bereits zu dem Vorfall geäußert. In einer Pressemitteilung heißt es, „ein Passant fotografierte eine in einem geparkten Mannschaftswagen aufbewahrte Holzkiste, auf der zwei Aufkleber mit rechter Gesinnung aufgebracht waren (z.B. ‚Good night left side‘, ‚Anti-Antifa organisieren. Den Feind erkennen. Den Feind benennen‘)“. Das Präsidium werde die Angelegenheit „unter Einbindung der zuständigen Staatsanwaltschaft dienstaufsichtlich prüfen“, außerdem seien sofort alle Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände untersucht worden.

Freund und Helfer beim Fußball. Wer solche Polizisten hat, braucht keine militanten Nazis mehr. Nun wird von Seiten der Bayrischen Landesregierung rückhaltlos überprüft. Man kann das.

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Polizei Berlin erstattet Anzeige gegen Pfefferspray-Cop vom Kottbusser Tor

Ich hatte hier dieses Video, welches einen Beamten dabei zeigt, wie er offensichtlich ohne jegliche Notwendigkeit eine Ladung Pfefferspray auf einen ihm gegenüberstehenden Mann abfeuert.


(Direktlink)

Im Regelfall erwarte ich bei Derartigem keine weiteren Konsequenzen. Wo keine Identifizierung möglich scheint, bleibt der Täter anonym und anonyme Täter anzuzeigen fällt Opfern meist logischerweise schwer, so das wohl nur wenige überhaupt einen Sinn darin sehen.

In diesem Fall hier allerdings scheint das anders. Ein Kollege hat den stellvertretenden Gruppenführer der Polizei angezeigt. Ermittlungen wegen Köperverletzung im Amt seien eingeleitet worden, sagte Polizeipräsident Kandt am Montag im Berliner Innenausschuss. Die Benutzung des Reizgases bezeichnete er als „offenbar grundlos“. Eine Aufklärung erhoft sich der Polizeipäsident in den kommenden Tagen. Sollte sich der Eindruck aus dem Video erhärten, möchte er sich in aller Form dafür entschuldigen, so Kandt.“

Das überrascht mich dann doch ein wenig. Was das am Ende für Konsequenzen für diesen Beamten haben wird, ist offen, aber das hier ein Polizist einen Polizisten anzeigt, ist durchaus wissenswert. Finde ich.
(via Schmidtlepp)

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Legalize It

Nur ein Polizist, der gestern in Hannover für die Legalisierung von Cannabis unterschrieben hat. Hat ja sicher auch Wichtigeres zu tun, als die Taschen von Leuten nach Weed zu durchwühlen.

(Danke, Phil!)

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Eine wohl für sich gut gemeinte Twitter-Kampagne der New Yorker Polizei geht in die Hose

Im Januar diesen Jahres passierte Ähnliches schon mal im deutschen Twitter-Abteil. Unter dem Hashtag #dankepolizei bedankten sich etliche Nutzer für gebrochene Nasen, verhinderte Demos und die Räumung von Häusern.

Das New York Police Department wollte es jetzt auch mal ganz genau wissen und lud vom offiziellem Account aus Twitter-User dazu ein, unter dem Hashtag #myNYPD Bilder von sich und New Yorker Polizisten hochzuladen. Natürlich dachte man an primär positive Resonanz. Und natürlich ging das nach hinten los. Zwar haben es seit immerhin 16 Stunden ganze vier von lächelnden Usern gemachte Bilder auf den NYPD-Account geschafft, allerdings gab es seitdem knapp 80000 Tweets, den diesen Hashtag nutzen und so gar nicht Wohlwollendes über die New Yorker Polizei loswollen wurden. Inklusive jeder Menge unschöner Bilder, die das NYPD wohl lieber nicht als Imagepolitur nutzen wollte. A Hashtag gone wrong. Eine offizielle Reaktion darauf blieb bisher aus.

(via Gawker)

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Polizisten beschädigen mit Eiern und Tennisbällen den eigenen High-Tech-Wasserwerfer

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(Foto unter CC von Klaus Gaeth)

Bei einer „realitätsnahen Übung“ der Thüringer Polizei wurde auch ihr neues High-Tech-Wasserwerfer-Spielzeug, der Typ WaWe 10, aufgefahren. Offenbar um ganz besonders realitätsnah üben zu können. Also haben die übenden Beamten mit Eiern, Tennisbällen und halb gefüllten 0,5er PET-Flaschen auf die Kiste geworfen. Dabei beschädigten sie den Wasserpanzer, die Frontscheibe platzte.

Ein solches Schadensbild sei nicht nachvollziehbar, erklärte die Landespolizeidirektion. Bei der Übung seien nicht etwas Steine verwendet worden, wie sie gelegentlich bei Demonstrationen und Fußballspielen gegen die Polizei fliegen, sondern „neben Eiern auch Tennisbälle und halb gefüllte PET-Flaschen (0,5 l)“.

Der Thüringer Wasserwerfer bei einem Testeinsatz an einer Kiesgrube.
Nach Angaben des Thüringer Innenministeriums ist ein solcher Schaden bundesweit noch nicht vorgekommen. Eine entsprechende Schadensmeldung sei bereits an das Bundesinnenministerium geschickt worden, das den Wasserwerfer mit 10.000 Liter Fassungsvermögen für die Länder beschafft hat. Berlin habe den österreichischen Hersteller des Fahrzeugs um eine Stellungnahme gebeten.

Aber das kann schon mal passieren, die Kiste kostet ja „nur“ 900.000 Tacken pro Stück. 78 Stück davon hat der Bund beim österreichischen Hersteller geordert.

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