Grüße an den, dessen Namen man unabgemahnt nicht mehr schreiben darf. Und an seine Mutti. Pfeife.
Einen Kommentar hinterlassen -->
Zum Inhalt springen -->Grüße an den, dessen Namen man unabgemahnt nicht mehr schreiben darf. Und an seine Mutti. Pfeife.
Einen Kommentar hinterlassen 
(Foto: Miss A, CC BY 2.0)
Hörenswertes und ein ziemlich langes Feature beim Deutschlandfunk, für das Meinhard Stark 15 Jahre lang sieben Jugendliche begleitet hat.
Zahllose Schülerdemos, Bildungsstreiks, Proteste gegen den G-20-Gipfel in Heiligendamm oder die Castor-Transporte zeugen davon. Fast alle Jugendlichen verfügen über einen Internetzugang. Positiv denken ist ‚in‘. Gegenüber den 90er-Jahren hat sich der Optimismus der Jugend deutlich erhöht. Ihre kulturellen Szenen und ihre Musik sind noch differenzierter und bunter geworden. Der Autor begleitet sieben junge Leute, sie erzählen von ihren Erlebnissen in den 2000er-Jahren und lassen ein plastisches Bild ihrer jugendkulturellen Erfahrungswelt entstehen; gemischt mit ihren Lieblingssongs und mit O-Tönen dieser Zeit.
[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2015/08/30/dlf_20150830_2005_f06d4dfd.mp3]
(Direktlink)

(Fotos: Saginet55, CC BY-SA 3.0 | Armin Linnartz, CC BY-SA 3.0)
Das ist gerade im Hinblick auf das heutige LeFloid-Interview mit der jetzigen Kanzlerin ein schönes Fundstück. Interessant, ein bisschen amüsant, aber irgendwie auch ein wenig traurig. Gedruckt wurde es 1994 im Spiegel Special über Pop & Politik. Vom ersteren verstand Frau Merkel selbst nach ihrer Jugend nicht sonderlich viel.
CAMPINO: Waren Sie überhaupt irgendwann einmal jung?
MERKEL: Bei mir war das irgendwie anders. Ich habe viele meiner Freunde beneidet. Die konnten Musik hören und dabei ihre Schularbeiten machen. Ich habe das nie geschafft, und doch erschien mir das als erstrebenswert, weil die meisten jungen Leute das können. Auf Feten war ich unheimlich traurig, daß ich mich nicht in die Musik reinsteigern konnte. Ich war immer das Mädchen, das Erdnüsse ißt und nicht tanzt.
CAMPINO: Waren Sie mal auf einem Popkonzert?
MERKEL: Na, ich werde wohl mal bei den Puhdys gewesen sein, die waren ja neben Karat die bedeutendste DDR-Gruppe. Ich habe auch Beatles gehört und auch mal „Smoke on the Water“ von Deep Purple so ist es ja nicht. Mich hat es bloß nie vom Hocker gerissen. Ich bin immer mehr so mitgegangen.
[…]
CAMPINO: Waren Sie mal richtig betrunken? Ich meine: Hat es mal einen Zeitpunkt gegeben, an dem Sie jung waren und richtig betrunken?
MERKEL: Ja.
CAMPINO: Können Sie uns das mal erklären?
MERKEL: Was heißt erklären? Waren Sie noch nie betrunken?
CAMPINO: Ich würde sagen: Die Frage ist dumm. Ich gebe sie an Sie zurück.
MERKEL: Ich bin mal aus einem Boot gekippt. Das war nachts, vier Uhr früh, nach der Abiturfeier. Ich war damals achtzehn. Ich hatte zuviel von dem Kirsch-Whisky getrunken, und dann hatte ich plötzlich einen Aussetzen. Für einen Moment hatte ich vergessen, daß ich ins Wasser falle, wenn der neben mir aufsteht.
[…]
CAMPINO: Glauben Sie, daß es Gründe gibt, stolz auf dieses Land zu sein?
MERKEL: Ich finde, daß man sich freuen kann, Deutscher zu sein, so wie sich ein Franzose darüber Freuen kann, daß er Franzose ist.
CAMPINO: Und worüber definiert sich das? Über den Paß?
MERKEL: Nein.
CAMPINO: Vielleicht über einen ordentlichen Kartoffelsalat?
MERKEL: Der ordentliche Kartoffelsalat stirbt langsam aus.
CAMPINO: Warum? Weil es zu viele Pizzabäcker gibt?
MERKEL: Ja. Auch.
CAMPINO: Au. Au. Wenn das die Italiener lesen.
MERKEL: Also, passen Sie mal auf: Meine ersten 4.50 DM West habe ich für einen guten Döner ausgegeben, weil ich ein großer Döner-Freund bin.
Das komplette Interview gibt es hier zu lesen: Zuviel von dem Kirsch-Whisky – Tote-Hosen-Sänger Campino interviewt Jugendministerin Angela Merkel.
(via reddit)
Und so sehr man aktuellere Hosen-Platten nicht mehr hören kann, hat das Ding hier an Aktualität heute genau gar nichts verloren. Im Gegenteil. Aus 1000 guten Gründen.
(Direktlink, via Max)
Ich hatte keine Ahnung, dass sich ein solcher Mix auf Soundcloud finden lassen würde, Millejano aber hat den trotzdem ausgegraben. Punk aus dem Deutschland der 90er Jahre (Mit Ausnahmen).
Einiges davon lässt sich heute nur noch schwer unironisch bis gar nicht mehr hören. Zum einen ist das total normal und auch okay so, zum anderen ist es doch ein wenig traurig. Damals war das meiste davon auch textlich so in mir gesetzt. Ich war 14 bis 20 und hörte das Zeug nur ein wenig seltener als Techno. Täglich. Irgendwie gehörte zu der Zeit für mich in Berlin auch beides zusammen.
In diesem Sinne; ich bin mal eben nochmal 18. Ganz ohne Drumcomputer.
Eine Geschichte des Krachs in drei Akkorden. Freude am Sitzen. Dosenbier.
Tracklist:
01 – EA80 – Häuser
02 – Zerstörte Jugend – Selbstmord
03 – Sluts – Anders
04 – Fehlfarben – Das war vor Jahren
05 – Aufbruch – Abend in der Stadt
06 – Neue Katastrophen – Degowski Beat
07 – Slime – Der Tod ist ein Meister aus Deutschland
08 – Hammerhead – Ich sauf allein
09 – Schleimkeim – Party im Cannabisbeet
10 – Rejected Youth – Antifascista
11 – Die Skeptiker – Straßenkampf
12 – Suicidal Tendencies – I shot Reagan
13 – Slime – Schweineherbst
14 – Knochenfabrik – Obdachlos und trotzdem sexy
15 – The Crowds – Little Big Horn
16 – Normahl – Pflasterstein flieg
17 – Blitzkrieg – Ohne Zukunft
18 – The Pig Must Die – Kulturbanausen
19 – A.C.K. – Leitkultur
20 – Kapitulation B.O.N.N. – Schweine
21 – Bratmobile – What’s wrong with you?
22 – Schleimkeim – Geldschein
23 – Youth Brigade – Fight to unite
24 – Kaput Krauts – Drei Liter Affenscheiße
25 – Antitainment – Ich mag Menschen
26 – Tocotronic – Alles was ich will, ist nichts mit euch zu tun haben
27 – Cock Sparrer – Take ‚em all
28 – Bärchen & die Milchbubis – Jung kaputt spart Altersheime
29 – Bikini Kill – Rebel Girl
30 – Chaos Z – Duell der Letzten
31 – Die goldenen Zitronen – Für immer Punk
Deutscher Hip Hop… In den 90ern hätte das damals eine ganz große Liebe werden können, aber dann kam halt der Techno und den fand ich dann schon immer sehr viel geiler. Dennoch ist diese Nummer, die Dende mit Böhmermann und Gästen hier auf die Mattscheibe bringt, ein ziemlich guter Querschnitt durch die deutsche Rap-Landschaft. Und Curse singt Casper. Ein Feature, was bis heute ja noch fehlt. Und Blumentopf sind auf Party-Safari. Natürlich. Alles dabei. Auch der neuzeitliche Voll-Schrott. Aber der gehört halt auch dazu…
(Direktlink, via Blogrebellen)
So was mag ich ja sehr gerne. Das Tumblr Zettelwerk sammelt und konserviert als studentisches Projekt der
Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle bei sich alle mögliche Zettelwirtschaft aus Ost und West der letzten 100 Jahre.
Ein Archiv für Alltagsdrucksachen:
Eintrittskarten, Tickets, Behördenformulare – diese alltäglichen Druck- erzeugnisse werden langsam aber sicher durch ihre digitalen Pendants ersetzt. Statt eines gedruckten Kaufbelegs, landet ein digitaler im Postfach, das Bahnticket erscheint auf dem Handydisplay und E-Mails decken den Großteil des Schriftverkehrs ab. Das Zettelwerk sammelt gedruckte Dokumente aus den letzten 100 Jahren, welche unseren Alltag begleiten und definieren.
http://zettelwerk.tumblr.com/post/119221300700/bz-karte
http://zettelwerk.tumblr.com/post/119220333555/wohnraumzuweisung-ddr-1971
http://zettelwerk.tumblr.com/post/119213710795/hulle-einer-reinigungskassette
http://zettelwerk.tumblr.com/post/119452958900/limonaden-etiquett
(via Christian)
2 KommentareFrischer Supercut von Tilo Jung, der der Bundesregierung auf den letzten Bundespressekonferenzen dabei zuhörte, wie sie nach bestem Wissen und Gewissen den Bürger informieren. Offenbar geht es um den BND-Skandal, bei dem auch das Kanzleramt nach bestem Wissen gehandelt haben will. Natürlich.
Sämtliche Ausschnitte aus den BPKs vom 29. April, 4. + 6. + 8. + 11. Mai.
Alle BPK-Videos in der Playlist.
Echte Flüchtlinge lesen echte Tweets
Einmal in die Magengrube. Kaltland.
Als einer der von mir täglich betreuten, syrischen Flüchtlinge letztens abschätzig gefragt wurde, wieso er denn ein „doch so teures iPhone“ hätte, antwortete er: „Dafür habe ich hart arbeiten müssen. Du für deins nicht?“
Dass dieses Video von Katholisch.de kommt, spielt dabei für mich keine Rolle. Ich finde es total okay, dass Menschen hier an egal was glauben können.
https://youtu.be/oimtQdeKDT4
(Direktlink, via Dobschat)