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Schlagwort: Google

Eine Suchanfrage analog per Brief an Google senden und eine Antwort bekommen

[Update] Der Johaniter Landesverband-Niedersachsen/Bremen hat jetzt die Hintergründe der Geschichte online: Analoge Antwort auf eine Fax-Suchanfrage aus dem Feriencamp Otterndorf. Klasse!

In diesem Jahr ist Michael Wiethe (Rettungsassistent) mit seinen beiden Söhnen Timm (12) und Henri (9) in dem Nordseebad Otterndorf. Das tägliche Ritual des Geschichtenvorlesens am Abend, vor allem die Geschichte des Deichhörnchens, hat Timm Wiethe jedoch grübeln lassen. „Mein Sohn wollte wissen, ob es das wirklich gibt“, erklärt Vater Michael. Der routinierte Griff zum Smartphone und der Suchmaschine Google war in Otterndorf aufgrund schlechten Empfangs nicht möglich. Sohn Timm hatte aber schnell eine Idee: einen Brief an Google schreiben. Gedacht – getan. Da der Postweg zu lange gedauert hätte, ging das nette Schreiben mit der Frage nach dem Deichhörnchen per Fax an das Unternehmen.

Was soll man auch machen, wenn man ganz dringend Informationen braucht und gerade kein Internet zur Verfügung hat? Ihr kennt das. Spätestens wenn die monatliche Drosselung einsetzt, hat man das Gefühl, dass jeder Brief schneller sein könnte als jede Suchanfrage. Nun, man kann halt versuchen, Google einen Brief zu schicken. Natürlich kann man auch bei Bing, Yahoo oder anderen nachfragen, aber das tut gerade nichts zur Sache, denn dieses Fax von Michael Wiethe und seinen Söhnen ging nun mal an Google und Google hat geantwortet. Inklusive analoger Werbung.

Besser und kostengünstiger als jegliche TV-Werbung. Well done, Google.

Frage:

Antwort:

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Googlesuchen nach Bundesländern

Henri Tartaglia hat sich für Vice mal durch die Google-Suchhistorie von 2004 bis heute gegraben und die meist gesuchten Begriffe per Bundesland gelistet. Keine Ahnung, inwiefern das repräsentativ ist, zumal Google ja heute auch nicht mehr ganz alleine auf dem weiten Flur der Suchmaschinen steht, aber bei Brandenburg, meinem Bundesland, kann ich mir das so schon ganz gut vorstellen.

Suchbegriffe: Rasenmäher, Rente, Fernseher, Die Linke, SED, Was ist Brandenburg?

Passt. Im Vergleich dazu Meck-Pomm:

Suchbegriffe: NPD, Blauwal, Elfen, Leberwurst, ACAB, Piraten, Nutten, Metalldetektor, Modern Talking

Und Berlin ist halt Berlin, wa.

Suchbegriffe: Kokain, Hitler, Wurst, NSA, BND, Whitney Houston, LSD, Yoga, MDMA, Psychologe, Chemtrails, Warum Brandenburg?, Vegan, Ich hasse Berlin, Schwarzfahren, David Hasselhoff

bundeslaender-google
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Ein „Axt-Mord“ in Google Street View, der keiner war

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Officer der schottischen Polizei untersuchen seit einigen Tagen einen vermeintlichen Mordfall, den Google Street View in Edinburgh aufgezeichnet haben will. Ein User hatte diese Bilder, die so lange noch nicht online sind, entdeckt und die Polizei informiert. Letztendlich aber hatten sich zwei Mechaniker einfach nur einen Spaß erlaubt.

Officers from Police Scotland were deployed to investigate – but quickly discovered the cold-blooded murderer and his lifeless victim were actually a pair of mischievous mechanics.

The quick-thinking jokers staged the fake homicide as Google’s camera car passed alongside their garage in Giles Street.

Garage boss and “murder victim” Dan Thompson said he was “mortified” when uniformed officers turned up at the business to investigate reports of his death.

Working nearby was “axe-wielding maniac” and mechanic Gary Kerr, who also had to sheepishly admit it was all a hoax.

not murder 3


(via Arbroath)

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Google stellt sein erstes selbstfahrendes Auto vor

Bildschirmfoto 2014-05-28 um 13.52.46

Ich habe nicht vor, irgendwann noch mal einen Führerschein machen zu wollen. Für ein Boot vielleicht später mal, denn so ein Boot wäre toll. Die Sache mit dem Führerschein fürs Auto hingegen ist eigentlich lange schon abgehakt und da stellt sich mir jetzt natürlich die Frage, ob man für ein völlig eigenständig fahrendes Auto überhaupt einen Führerschein bräuchte. Weil wenn nicht, könnte ich mir schon vorstellen, mit so einer Kiste durch die Gegend zu fahren. Verkürzt die täglichen Wege zumindest zeitlich dann ja doch ein ganzes bisschen.

Google jedenfalls hat jetzt sein erstes eigenständig fahrendes, öhm, nennen wir es mal „Auto“ vorgestellt und will die Kiste so schnell wie möglich auf die Straßen bringen.

Nach jahrelangem Testen ist es soweit: Google verwendet nicht mehr fremde Fahrzeuge für die Entwicklung eines automatisierten Verkehrssystems, sondern hat jetzt einen eigenen Pkw entwickelt. Der Zweisitzer soll „so rasch wie möglich“ auf den Straßen fahren.
[…]
Die Leistung des Pkws ist noch überschaubar. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 25 Meilen pro Stunde. Damit dürfen die automatisierten Autos zumindest in den meisten Stadtzonen unterwegs sein, wo die Geschwindigkeitsbegrenzung 35 Meilen pro Stunde beträgt.

Google will sein selbstfahrendes Verkehrsmittel „so rasch wie möglich“ auf die Straßen bringen. Von einem Autohersteller in Detroit, den der Auftraggeber nicht verrät, lässt das Unternehmen vorerst 100 Stück anfertigen. Diese sollen vor allem von Mitarbeitern getestet werden und auch die Corporate-Busse, die zwischen San Francisco und dem Firmenstandort Mountain View pendeln, entlasten.


(Direktlink, via t3n)

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Let the Games begin: Das Google Doodle für Sochi 2014

Bildschirmfoto 2014-02-07 um 09.38.31

Ich packe gleich meinen Kram zusammen und werde mich auf den Weg zur Eröffnungsfeier machen. Ich erwarte stundenlange Einlasskontrollen an Bahnhöfen und am Olympia Park und hoffe, dass wir alle wieder heile wiederkommen. Sicherheit ist auch bei fast allen Gästen hier ein Thema – die meisten nehmen es, wie auch ich, mit einer wohl nötigen Portion an Humor. Ohne den würden wir wohl auch eher im Hotel bleiben.

Wie auch immer. Google packt sich heute ein Doodle auf die Landingpage, die als ganz klares Zeichen an Russland gelten darf. In diesem Sinne.

„Die Ausübung von Sport ist ein Menschenrecht. Im Sinne des olympischen Gedankens muss jeder Mensch die Möglichkeit zur Ausübung von Sport ohne Diskriminierung jeglicher Art haben. Dies erfordert gegenseitiges Verstehen im Geist von Freundschaft, Solidarität und Fairplay.“
(Olympische Charta, übersetzt von Google)

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Ein Google-Clip, der in Indien und Pakistan schon mal zu Tränen rührt

Ein alter Herr schwelgt vor seiner Enkelin in Kindheitserinnerungen und erwähnt seinen damaligen Freund Yousuf, dessen Vater eine Konditorei in Lahore führte. Seit der Trennung Britisch-Indiens im Jahre 1947 sahen sich die beiden nie wieder. Seine Enkelin scheint gerührt und denkt sich so, „Ich gucke mal in diesem Internet, vielleicht kann ich Yousuf ja ausfindig machen.“ Und siehe da, sie findet die Konditorei, in der mittlerweile der Enkel von Yousuf die Regie führt. Die beiden sorgen nun dafür, dass der alte Yousuf aus Pakistan seinen damaligen Freund in Indien zum Geburtstag besuchen kann. Das Internet macht’s möglich.

„Das Internet“ steht in diesem Fall natürlich für Google, die dann wohl so evil doch mal wieder nicht sein wollen. Der Clip ist großartig und kann Gänsehaut machen, ohne das man auch nur ein Wort in ihm versteht (Untertitel gehen natürlich). In Indien und Pakistan hingehen, wo Trennung aus dem Jahre 1947 eben noch gar nicht so lange her ist, sorgt der Film auch schon mal für Tränen. Zumindest aber für weiche Herzen, wie die überaus positiven Reaktionen auf den Clip beweisen.


(Direktlink, via Hakantee)

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Doku: Google und die Macht des Wissens

Verdammt sehenswerte Arte-Doku über die Google-Buch-Affäre, über Datenschutz, Download, Urheberrecht, Freiheit und Überwachung.

Im Jahr 2002 fing Google an, Weltliteratur einzuscannen. Man schloss Verträge ab mit den größten Universitätsbibliotheken wie Michigan, Harvard und Stanford in den USA, der Bodleian Bibliothek in England und der Katalanischen Bibliothek in Spanien. Das Ziel war nicht nur eine riesige globale Bibliothek aufzubauen, sondern all dieses Wissen sollte noch einem verschwiegenen Zusatzzweck zugutekommen: Man wollte eine neue Form von „Artificial Intelligence“, von künstlicher Intelligenz entwickeln.
Google bekam aber Probleme bei der Realisierung des Projekts: Mehr als die Hälfte – rund sechs Millionen – dieser Bücher waren urheberrechtlich geschützt. Autoren auf der ganzen Welt begannen, einen Feldzug gegen Google zu starten. Im Herbst 2005 reichten sowohl die amerikanische Autorengilde „The Authors Guild of America“ als auch die amerikanische Verlegervereinigung „The Association of American Publishers“ Klage ein.
Drei Jahre später kam dabei die Google-Buch-Regelung, das „Google Book Settlement“ heraus. Diese Vereinbarung umfasste 350 Seiten und wurde im Oktober 2008 veröffentlicht. Dieses Abkommen hätte Google unglaubliche neue Macht verschaffen können. Die Google-Buch-Webseite war drauf und dran, nicht nur die weltgrößte Buchhandlung zu werden, sondern auch eine gebührenpflichtige Bücherei. Google hätte das Monopol auf die Mehrheit der im 20. Jahrhundert veröffentlichten Bücher gehabt.
Im März 2011 entschied dann Richter Denny Chin nach Anhörungen gegen die Rechtsgültigkeit der Google-Buch-Regelung. Am Ende hatte eine bunte kleine Armee von Autoren und Buchhändlern eines der weltweit mächtigsten Unternehmen besiegt. In dieser Dokumentation werden in die zentrale Geschichte um die Google-Buch-Affäre andere problematische Aspekte des Themas „Internet“ eingewoben, wie Datenraub und Datenschutz, Download und Urheberrecht, Freiheit und Überwachung.


(Direktlink)

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