1976. Da wurde ich gerade erstmal geboren. Andere zogen zu dieser Zeit schon mit Dosen durch New York und „verewigten“ sich temporär auf den Wänden und den Bahnen der Stadt. Gefühlt unendlich, unsterblich.
Eine Doku von Fenton Lawless, der mit Mass Appeal über diese gesprochen hat.
Superinteressantes Urban Art-Projekt, für das sich in Berlin 150 Künstler zusammengetan haben. Anfang April wird dort für drei Monate ein leerstehendes Bankgebäude eröffnet, in dem jene 150 Künstler ihre Kunst zeigen. Mitunter integriert in den gegebenen Räumlichkeiten. Nach drei Monaten schließt der Laden wieder und alles wird abgerissen. Urbane Kunst ist nichts für die Ewigkeit. Konsequentes Konzept.
„Am Kudamm, versteckt hinter der Fassade eines unscheinbaren Bürogebäudes, arbeiten seit mehreren Wochen Künstler aus Berlin und anderen Teilen der Welt an großformatigen Kunstwerken. Jedes der über 100 Zimmer von The Haus wird durch einen oder mehrere Künstler gestaltet. Noch bis Ende des Monats entstehen Installationen, Skulpturen und Graffiti auf allen fünf Etagen des Hauses. Anfang April öffnet The Haus dann für die Öffentlichkeit.
Noch wird auf allen der fünf Etagen gearbeitet. Anfang April eröffnet The Haus seine Türen für die Öffentlichkeit. Drei Monate später wird das Haus dann abgerissen und alles verschwindet wieder. Wir haben vorab schon einmal einen exklusiven Blick hinter einige der mehr als 100 Türen und Kunstwerke geworfen.
Die Idee zu The Haus hatte die Berliner Art Crew DIE DIXONS aka. XI Design. Im Juni werden die Türen von The Haus dann geschlossen, das ganze Gebäude abgerissen und die Kunst verschwindet wieder – genau wie Street Art auf der Straße. Ein Besuch ab April sollte man auf keinen Fall verpassen.
Die Berliner Crews 1UP und BHF begnügen sich nicht damit, nur über längeren Zeitraum abgestellte Waggons zuzulacken, sondern schaffen das auch während eines regulären Halts im regulären Verkehr. Dafür bedarf es natürlich mehr als nur zweier Hände.
Interessante Anekdote zu den Kosten der Graffiti/Street Art-Entfernung bei der deutschen Bahn. Im April mauerten MOSES & TAPS™ in Hamburg die Tür einer S-Bahn mit Ytong-Steinen zu. Großes Ding, nicht nur im Netz, weil wer mauert schon mal eben die Tür einer S-Bahn zu? Richtig! Niemand.
Die Nummer ging zurecht viral steil. Die Bahn fand das nicht ganz so geil und bezifferte den da durch entstandenen Schaden auf „mehrere Zehntausend Euro.“
Wie das halt immer so ist, wenn die Bahn entstandene Schäden beziffert. Darunter stört sich ja daran keiner. Der Rückbau von ein paar Steinen in der Tür kosten dann halt eben mal mehrere Zehntausend Euro.
Jetzt taucht eine Rechnung auf, die den tatsächlichen Preis der Abtragung dieser Mauer sehr eindeutig beziffert – und zwar mit 1458 Euro. Jetzt nicht ganz so in der Nähe von „mehreren Zehntausend Euro“, aber die machen natürlich viel mehr her, wenn Leute an die nächsten Preiserhöhungen ihrer Tickets denken.
Mag sein, dass der Ausfall des Zuges an dem Tag durchaus noch einmal weitere Kosten verursacht haben mag, die so nicht auf der Rechnung stehen, aber hiernach liegt durchaus der Verdacht nahe, dass die Deutsche Bahn ihre Kosten für „Vandalismus“ gerne mal aus der Luft greift, um damit für Verständnis für steigende Kosten bei den Verbrauchern zu werben. Man könnte nun fast glauben, dass die von der Bahn dafür angegeben Kosten generell eher so aus der Luft gegriffen werden. Könnte man…
Ich war vor zwei Jahren mal im Miniatur Wunderland in Hamburg. Des Kindes wegen. Ich fand das an sich ziemlich kuhl dort, nur das es viel zu voll war. Aber das ist es dort wohl immer. Die Schlingel haben dort so einige Easter Eggs verbaut: zum Beispiel ein Pärchen, das ganz klein und irgendwo in der Ecke auf dem Bürotisch knöpert. Fand ich gut.
Jetzt fahren dort Whole Cars durchs Wunderland. Gestaltet von der KPT Crew. Find ich auch gut.
Vermutlich aus den frühen 90ern zeigt die Reportage Graffiti und den Umgang damit in München. Das darüber Gesagte klingt auch heute noch so, war aber damals halt eben noch etwas jünger.
Die Leute von Cooper Copter aus Hamburg haben Drohnen zu Farbbombern umgebaut. Pollockocopter heißen die Dinger und werden beim Reeperbahn Festivals im Rahmen einer Performance vorgeführt.
„Der Maler Jackson Pollock hat mit seinen von Max Ernst inspirierten ‚drip paintings‘ Kunstgeschichte geschrieben. Durch seine Kunstwerke aus gespritzter Farbe wurde er 1956 vom Time Magazine mit „Jack the dripper“ tituliert. 60 Jahre später eifern Drohnenpiloten und Künstler dem Avantgardisten mit Drohnen nach. Die Action-Painting-Manier des Drippers wird imitiert und gleichzeitig etwas völlig Neues geschaffen. Das so entstehende Kunstwerk kann während des gesamten Festivals bestaunt werden. Die technische Zukunft hat ihren Einzug in die Kunst gefunden.“
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