Der Winter kommt, Ohren und Kopf sollten in diesem besonders gut eingepackt sein. Vielleicht mit dieser von Jaffa Saba in über 100 Stunden handgemachten Balaclava. Macht einen Eindruck, wenn auch vielleicht nicht unbedingt einen guten. Dummerweise ist das hübsche Stück aktuell ausverkauft, aber vielleicht legt er ja nochmal welche nach. So ein Winter kann ja auch lang werden.
Bei der Firma ScaleArt in Waldsee bei Ludwigshafen bauen sie weitestgehend von Hand kleine Unimogs im Maßstab 1:14,5. Auch das ist Handwerk. Und das ist nicht billig. Abnehmer dürfte es dennoch einige geben.
Doch der „kleine Bruder“ ist kein Spielzeug, sondern echte Maschinenbaukunst. Ein schrägverzahntes 3-Gang-Schaltgetriebe, Portalachsen mit Differenzialsperren und Hydraulikelemente, die mit 20 Bar bis zu 80 Kilogramm stemmen können, alles muss wie beim großen Vorbild sein, von der originalgetreuen Radmutter bis zum Fahrverhalten mit echten Fahrgeräuschen. Hunderte Teile werden stundenlang gefräst, gelasert und gelötet, verkabelt, verschraubt und verbaut.
Dazu braucht es ausgeklügelte Ideen und eine sehr ruhige Hand. Denn Bauteile, Schrauben und Muttern sind oft nur Millimeter groß. Mit feinem Werkzeug, viel Geschick und Geduld entsteht eine kleine Legende, die ihrem großen Vorbild in nichts nachsteht.
Und es dabei immer auch noch ein bisschen Handwerk bleibt. Bei Crafter in Südkorea stellen sie seit über Jahren akustische Gitarren her. All process of world hat sich das mal genauer angesehen und lässt uns daran teilhaben.
Yosegi, ein sehr meditatives Holzkunsthandwerk aus Japan.
Yosegi Zaiku entsteht also durch die Kombination verschiedener Holzarten, die nach ihrer Dicke geordnet werden. Die anfänglichen Blätter werden fein gehobelt und anschließend auf die Oberfläche kleiner Boxen geklebt. In anderen Fällen werden feste Holzarten miteinander kombiniert und verarbeitet. Alle Werke werden komplett handgefertigt und erzeugen ein Gefühl natürlicher Wärme.
Die Herstellung und Ausformung von Stuck ist eines der mich am meisten beeindruckenden Handwerke und etwas, das ich gerne auch selber können würde. Kann ich aber nicht. Immerhin aber habe ich einst Blattgold auf den Stuck gelegt. Armin Bahmani ist Stuckateur und zeigt auf seinem Insta-Account Teile seiner Arbeiten, die mitunter eher Werke sind.
Über ein Handwerk, das selber ich als solches gar nicht auf dem Zettel hatte. Der Elektro-Ingenieur Florian Jäger baut in seiner „Amp-Schmiede“ Gitarrenverstärker – und klar ist auch das ein Handwerk.
Selbst seit Jahrzehnten Musiker, begann er mit Reparaturen. Es ging immer mal ein Gerät kaputt und Florian reparierte es.
2017 hat der 38-jährige Reutlinger dann seinen ersten Verstärker gebaut. Für die Handwerkskunst montiert er einen leicht modernisierten Klassiker: Ein Röhren-Verstärker, den es schon seit den 1960er Jahren gibt. In seiner traditionellen Bauart, ohne Effekte, erinnert das Modell ein wenig an die legendären Marshalls.
Florian Jäger ist in der Werkstatt nicht allein. Denn gleichzeitig wird das Gehäuse des Gitarrenverstärkers hergestellt. Das ist der Part von Schreinermeister Patrick Früh. Er verwendet amerikanisches Nußbaumholz. Ein teurer Rohstoff. Ein Kubikmeter kostet über 4000 Euro.
Keine Ahnung, wie viel Strom dieses kleine, selbstgebaute Wasserkraftwerk erzeugen kann, aber darum soll es mir auch gar nicht gehen. Eher darum, dass es durchaus möglich ist, sich selber ein solches zu bauen.
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