Im Tweet wird das Foto fälschlicherweise Jean-Michel Jarre zugeordnet, zeigt aber tatsächlich Hans Zimmer nebst einem Moog Modular Synthesizer im Jahr 1970. Und jeder der Potis hatte eine Funktion.
https://twitter.com/moodvintage/status/1129178474445451265
(via Peter Glaser)
Vor drei Jahren hat Martin Molin von Wintergatan eine von ihm konzipierte und gebaute Murmelmaschine vorgestellt, die Musik spielt und hat damit so ziemlich alles abgerissen, was man im Netz so abreißen kann. Jetzt hat Molin eine neue Musik machende Murmelmaschine gebaut. Und die klingt fast noch besser als das drei Jahre alte Original. Beeindruckend ist die Idee und die Umsetzung allemal.
The Marble Conveyer Belt is Completed and it delivers Perfectly.
– lifts 8 marbles per crank turn.
– thanks to it being driven by ratchets and pistons, it makes a short halt to load and unload the marbles, on exactly the same spot every time.
– The pistons are connected to the crank shaft with a 2:1 gear reduction which means that the conveyer belt go in time with the music, and in half time. I can even use the mechanical sounds from the ratchets and the marbles climbing the fish stair to create parts of the beats.
– I only had one kick drum channel up and running so the kick drum plays on 2-4 like a snare normally would. Sounds a little strange but I just made this piece of music to demonstrate the concepts are working. (no music you hear in the videos are going to be used for the album, its quick and dirty functional pieces for the videos only)
– Its been a journey but we are now on our way. Again.
– the throw of the pistons s 40mm, the pitch of the chain is 15,875×2 mm, an imperial value, and it happens to be exactly twice the marble diameter. All this makes it possible to lift exactly one row of marbles per crank turn. The ratchets move 40 mm but only grabs onto the chain to move it exactly 31,75mm per crank turn.
Alex Ball hat diese ausführliche Dokumentation über den Instrumentenhersteller Roland und seinen Einfluss auf die Musikwelt gemacht – und die ist ziemlich sehenswert.
The story of Roland is one of the most expansive and influential in the world of music technology. This feature length documentary sets out to tell it through their iconic inventions.
Sehr schön nerdige Form der Klangerzeugung, die Hainbach hier zum akustischen Licht führt. Er hat sich einen HP DS3 3782A Error Detector besorgt, der einst zum HP 3781A Pattern Generator gehört hat. Beides waren irgendwann mal Geräte, die im Bereich der CCITT eingesetzt wurden. Ich habe heute ewig danach gesucht, was genau das alles sein könnte. CCITT steht für „Comité Consultatif International Télégraphique et Téléphonique“ und war 2005 ein internationales Beratungsgremium für Telekommunikation. In diesem Kontext wurden Gerätschaften erfunden, die wohl auch nur für diesen Kontext zu gebrauchen waren. Der HP DS3 3782A Error Detector war eines davon. Nerdkram.
The HP 3782A Error Detector used with a HP 3781A Pattern Generator forms a flexible, high-performance error measuring system for digital transmission equipment in the CEPT digital hierarchy. They provide 2, 8, and 34 Mb/s interfaces and binary ECL operation up to 50 Mb/s. Automated or remote measurement capability with HP-IB. Measurements can be made on all types of digital transmission systems including cable, digital radio, satellite, and lightwave. The pattern generator provides a wide range of test patterns including PRBS for simulating live traffic and shorter WORD patterns for checking pattern sensitivity in transmission equipment. Binary and code error injection capability is included for stress-testing line terminating equipment. A jitter modulation input is provided to add controlled amounts of jitter to the output test pattern and perform jitter tolerance tests on equipment interfaces.
Hainbach hat aus diesem Teil jetzt Sound geholt und das Gerät „The Saddest Drone Machine“ genannt. Klang aus Geräten, die nicht dafür gebaut wurden, Klang zu erzeugen. Mag ich sehr.
Die Circuit Bending-, und somit eine aleatorische Musikkunst verstehenden Nerds bei Moon Armada bauen Synths und Controller in Puppenköpfe und ganze Puppen. Das ist ein bisschen weird, aber auch irgendwie ganz geil. Weil: macht ja sonst keiner.
Mit Dingen, aus denen Klang rauskommt, kann man musizieren. Auch mit Taschenrechnern. Und dann kann man schon mal das „Pirates of the Caribbean“ Theme spielen. Wenn man es kann.
Schlagzeugerin Sina erklärt hier in 15 Minuten mal eben, warum Ringo Starr ein tatsächlich guter Drummer für die Beatles war. Und sie weiß dabei augenscheinlich ganz genau, worüber sie da spricht – und was sie da spielt.
Randnotiz: Da Sina die Beatles-Originalaufnahmen aus urheberrechtlichen Gründen nicht verwenden konnte (der Content-ID-Algorithmus von YouTube interessiert sich nicht für eine faire Verwendung), verwendet sie hierfür die Aufnahmen einer Beatles-Tribut-Band, in der ihr Vater spielt: „The Silver Beatles“.
Weitere Randnotiz: Die Beatles hießen einst „The Silver Beatles“.
Die ukrainische Band Brunettes Shoot Blondes ist irgendwann auf einen alten Flügel gestossen und dachte sich wohl, dass man aus dem noch mal was machen könnte. So nahmen sie das Dingen und verbauten 20 weitere Instrumente, die mit den Klaviertasten der Kiste gesteuert werden. Ein riesiges analoges Hybrid-Instrument – und schon sehr geil, auch wenn der Sound, den sie dort rausholen, mir jetzt nicht ganz soviel gibt.
The musicians came up with an idea of making a true analog apparatus which could play different instruments nested inside the rim just by playing the keys. So when pressing a key, the piano hammers beat a marimba, tambourine, cymbals or even castanets. There are also special mechanical devices that allow for the playing of cello, violins and organ.
Die Ludwig Hupfeld AG war ein in Leipzig ansässiges Unternehmen, das mechanische und selbstspielende Instrumente herstellte und vertrieb. Ihr Gründer war Ludwig Hupfeld.
1908 präsentierte Hupfeld ein Orchestrion mit integrierten Geigen, die von Carl Hennig konstruierte Phonoliszt-Violina. Dies war ein über zwei Meter hohes Instrument mit einem selbstspielenden Klavier im Unterteil, in dessen Oberteil jedoch drei Violinen an einen endlosen rotierenden Geigenbogen gedrückt wurden.
Nach dem Ersten Weltkrieg produzierte Hupfeld auch Kinoorgeln. Über 5 Millionen Notenrollen für die Hupfeld-Musiksysteme wurden im Jahr gefertigt und verkauft. Das Unternehmen produzierte eine riesige Menge an Variationen, so ein Phonoliszt-Violina-Orchestrion mit sechs Violinen und einem automatischen Rollenwechsler, der bis zu 10 Rollen direkt hintereinander spielte. Der Zuhörer konnte die Rolle seiner Wahl per Knopfdruck an einem Kästchen an der Wand selbst bestimmen.
Fred Bernouw Restorations hat so ein Dingen mal restauriert und das fetzt schon dolle.
Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.
Unbedingt notwendige Cookies
Unbedingt notwendige Cookies sollten jederzeit aktiviert sein, damit wir deine Einstellungen für die Cookie-Einstellungen speichern können.
Wenn du diesen Cookie deaktivierst, können wir die Einstellungen nicht speichern. Dies bedeutet, dass du jedes Mal, wenn du diese Website besuchst, die Cookies erneut aktivieren oder deaktivieren musst.