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Schlagwort: Knetbirnen

Währenddessen im Bundestag

Tjoar. Wer die als Vorbilder gewählt hat, könnte oder sollte sich bei den kommenden Wahlen ein Bespiel an ihnen nehmen.

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Wenn Leute, die gerne von „Lügenpresse“ reden, auf den Postillon reinfallen

Entweder hatte Frau Steinbach gestern Abend selber schon 12-27 Jägermeister intus, hat das Prinzip der Satire nicht verstanden, ist intellektuell nicht so ganz auf der Höhe oder sollte das Internet einfach mal auslassen. Internetführerschein gibt es so keinen für sie.

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Tüp will aus selbstgebauter Rakete heraus beweisen, dass die Erde eine Scheibe ist

(Foto: MadMikeHughes.com)

Und ich bastel mir mal eben an meinem Aluhut herum. Der Mann meint das offenbar wirklich ernst – und steigt dafür in eine selbstgebaute Rakete. Also echt jetzt. Und es wird einen „kostenpflichtigen“ Live-Stream dazu geben. Oookay…

So will ein Bastler in den USA irgendwann mit einer selbstgebauten Rakete starten und eigenhändig Fotos machen, um zu zeigen, dass die Erde flach ist. Soweit ist es noch nicht, aber am kommenden Samstag will sich Mike Hughes in Kalifornien nun zum zweiten Mal in eine Rakete setzen, die ihn eine Meile (rund 1600 Meter) weit fliegen und dabei 550 Meter hoch aufsteigen soll. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, hat er die Rakete in den vergangenen Jahren aus zusammengesammelten Teilen selbst gebaut und dafür insgesamt rund 20.000 US-Dollar ausgegeben. Hughes ist Chauffeur von Beruf und wird nach eigenen Angaben von „Research Flat Earth“ gesponsert, die sich dem Weltbild einer flachen Erde verschrieben hat.

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Norwegische Vaterlandsliebende verwechseln Bussitze mit Burkas

Letzte Woche teilte ein Norweger folgendes Bild in der norwegischen Facebook-Gruppe „Vaterland zuerst“.

Er stellte die Frage, was die Leute darüber denken würden. Zu sehen sind
schlicht ein paar freie Bussitze. Was soll man von denen schon denken? Wenn man einen braucht, ist es recht praktisch, wenn einer leer ist. Darum aber sollte es einigen Mitgliedern der Gruppe nicht gehen, denn sie sahen keine Sitze, sondern vollverschleierte Frauen unter vermeintlichen Burkas. Und dann wurde, wie wir es auch hier kennen, erstmal derbe durch die Kommentare randaliert. Weil ein paar Knetbirnen Bussitze für Frauen unter Burkas hielten. Kann man sich nicht ausdenken!

“Tragic” and “terrifying” were among the comments posted by members of the closed Fedrelandet viktigst, or “Fatherland first”, group beneath the photograph, according to screenshots on the Norwegian news website Nettavisen.

Other members of the 13,000-strong group wondered whether the non-existent passengers might be carrying bombs or weapons beneath their clothes. “This looks really scary,” wrote one. “Should be banned. You can’t tell who’s underneath. Could be terrorists.”

Further comments read: “Ghastly. This should never happen,” “Get them out of our country – frightening times we are living in,” and: “I thought it would be like this in the year 2050, but it is happening now,” according to thelocal.no.

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Schiff der Identitären hängt auf Zypern fest: Schlepperverdacht gegen den Kapitän

Die Ibster, die für ihre „Bewegung“ Geld für ein Schiff gecrowdfundet haben, das im Mittelmehr NGOs davon abhalten soll, das Leben von Flüchtlingen zu retten, haben mit jenem Schiff ein Problem. Dieses nämlich hängt gerade im Hafen von Famagusta auf Zypern fest. Mit der „C-Star“, die für die sogenannte identitäre Mission „Defend Europe“ in See stach, gab es auch vorher schon Probleme im Suezkanal: Angeblich wohl weil irgendwelche Papiere gefehlt haben sollen. Der Vorwurf, der aktuell im zyprischen Raum steht, ist allerdings pikanterer Natur: es besteht Schlepperverdacht gegen den Kapitän, seine Bootscrew – Tamilen aus Sri Lanka – hat offenbar Asyl in Zypern beantragt.

Die Bootscrew – Tamilen aus Sri Lanka – hat offenbar um Asyl in Zypern angesucht. Sie sollen angegeben haben, dass sie für die Fahrt bezahlt haben. Ein offizielle Bestätigung für diese Berichte gibt es vorerst allerdings nicht. Laut lokalen Medien wird dem Schiffseigner außerdem vorgeworfen, im Jahr 2015 Waffen im Wert von zwei Millionen Dollar geschmuggelt zu haben.

Die Identitären, die für dieses Vorhaben über 100.000 EUR von irgendwelchen Menschenfeinden gesammelt hatte, nennt diese Vorwürfe absurd – und wartet in Sizilien immer noch darauf, endlich mit an Boot gehen zu können, um Flüchtenden den Weg nach Europa unmöglich machen zu können. Die eigentliche Crew aber will wohl offenbar nicht weiter mitfahren.

Die Identitären, die derzeit im sizilianischen Catania sind, warten nun, dass die neue Crew an Bord geht und sie abholt. In Italien waren dagegen bereits Demonstrationen angekündigt. Laut den Identitären ist das Schiff nicht beschlagnahmt, wie es mancherorts hieß, es sei abfahrbereit und hätte bereits wieder Proviant aufgeladen.

Soweit die Zusammenfassung von Krone.at, die selbst mir auf noch wackeligen Füßen zu stehen scheint.

Beim Neuen Deutschland wird man da noch konkreter, was den Sachgehalt aber kein bisschen weniger Komplex macht:

Laut dem Nachrichtenportal Kibris Postasi wurde der Kapitän und Vize-Kapitän der C Star von den türkischen Behörden in Gewahrsam genommen, wegen des Verdachts auf Dokumentenfälschung; die Crew des Schiffes sei evakuiert und auf eine Polizeidienststelle gebracht worden. Das bestätigte Kibris Postasi dem »nd«.

Nach Angaben der türkischen Organisation Ankara Degille Lefkosa hatte der Kapitän offenbar falsche Angaben über das Schiff gemacht. 20 indische Crewmitglieder haben am Mittwoch das Schiff in Famagosta verlassen. Sie hatten offenbar die Refugee Rights Association (RRA) informiert, das sie als »Forschungspraktikanten« an Bord seien, aber in ihr Land zurückkehren wollten.

Sie wurden von der Polizei zum nordzyprischen Ercan-Flughafen begleitet, dort bezahlte ihnen laut Angaben von Ankara Degille Lefkosa der Eigentümer der C Star ihre Flugtickets. Laut Angaben der tamilischen Crew hätten sie Geld bezahlt, um mit dem Schiff nach Italien gebracht zu werden. Fünf von ihnen haben offenbar Asyl beantragt und werden derzeit von zypriotischen Zollbeamten befragt.

So oder so könnte das am Ende zu einem PR-Debakel bei den stramm völkisch-nationalistischen Identitären werden. Jene Menschenfeinde, die dafür über 100.000 EUR gesammelt haben, wollten sicher andere Nachrichten lesen. Gut für jene aber, die denen in der Denke nicht nahestehen. Bisher wurde von den Identitären offenbar einfach nur eine Menge Geld für erlebnisorientierte Sommerferien verbraten, für die sie selber nicht zahlen mussten.

Die Ibster ziehen auf ihren Kanälen gerade die Aluhüte enger. Alles nur eine große Verschwörung. Gegen sie. Natürlich. Knetbirnen.

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