
(via Perlen des Lokaljournalismus)
-->
Zum Inhalt springen -->Schöner Spin eines „Wochenblatts“, das sich dem Umstand annimmt, dass all die „besorgten Bürger“ auf einmal ihr Herz für Wohnungslose entdecken, die ihnen vermutlich seit Jahren komplett am Allerwertesten vorbeigegangen sind. Hier aber nun steht, dass sie endlich auch für diese mal was tun könnten. Ich mag mir nicht vorstellen, wie viele der „besorgten Bürger“ das als bare Münze nehmen.

(via Gutes Deutsch für stramme Deutsche)
Liest sich wie ein von mir im Suff verfasster Blogbeitrag, wurde so allerdings gedruckt. Ein findiger Leser vermutet, „Da wollte doch jemand unbedingt bei Perlen des Lokaljournalismus erwähnt werden und hat echt alles dafür gegeben!“. Könnte gut sein.

(via Perlen des Lokaljournalismus)
Überschriften sollten griffig sein, um möglichst viele Leser anzusprechen. Manchmal greifen die auch etwas härter zu. So wie diese hier von gestern im Westfälischen Anzeiger.

(via reddit)
Die Macht der Bilder. Gerade auf Facebook aber auch in anderen Medien wird diese gerne gebraucht, um Propaganda zu betreiben und etwaige Vorurteile zu bestätigen. Auch dieses Foto würde sich dafür bestens missbrauchen lassen. Allerdings zeigt es tatsächlich ein von Flüchtlingen verlassenes Zeltlager. Im Jahre 1989.
Das Bild wurde vom Deutschen Roten Kreuz im Herbst 1989 in der Prager Botschaft der BRD aufgenommen.
Vor kurzem haben die in die Botschaft geflüchteten DDR-Bürger das Lager verlassen. „Inzwischen versinkt die kurzfristig leere Zeltstadt im Müll“, heißt es beim DRK in der Bildbeschreibung.
Facebook-User Benny Stobiński kam vielleicht auch aufgrund dieser Story auf die Idee, die Leute mal daran zu erinnern, wie einfach es ist, sich von Bildern mit entsprechendem Text ein falsches Bild vermitteln zu lassen.
So wird also ein Flüchtlingscamp von "Wirtschaftsflüchtlingen" verlassen!?
Bevor jetzt hier gleich die Rassisten lospö…
Posted by Benny Stobiński on Mittwoch, 26. August 2015
(via Tanith)
Ein KommentarJede Zeitung bekommt die Leser, die sie verdient. Man hat sie sich schließlich ausdauernd erarbeitet. Gerade im Fall der Bild dürfte das treffender kaum sein. Die Saat geht auf und man fragt sich, was genau wohl in den Köpfen der „Leserschaft“ dort los ist. So scheiße kann doch eigentlich keiner sein. Dort sind das offenbar mehrere.
Glückwunsch zu diesen Lesern, Bild. Habt ihr euch so erzogen. Die Leser, die ihr rieft…

(via emhaspro)
Letztens in Stetten am kalten Markt: Ein Bundi übersieht in seinem Radpanzer bei einer Probefahrt einen Passat und „fährt diesen an“, wie die Welt schreibt.
Ein Radpanzer hat ein Auto "angefahren".
Wir sollten die Definition von "anfahren" diskutieren. pic.twitter.com/U12JRG9M1V
— Oliver Scheele (@IlloSZ) August 13, 2015
Die taz und Deutschlandradio Kultur machen heute den gemeinsamen Thementag „Das Mittelmeer – Sehnsuchtsort und Flüchtlingsfalle“. Alle Beiträge dazu finden Sie auch auf der taz-Themenseite.
Ein aufschlussreicher Beitrag kommt von Sabine Adler, die sich mit dem syrischen Paar Razan Skeif und Wael Sabia getroffen und mit ihnen über ihre Flucht aus Syrien gesprochen hat: Von Syrien nach Deutschland. Hier auch zum Lesen und Anhören in einem Pageflow.
Einen Kommentar hinterlassen„Bis zum nächsten Tag tuckerte das erste kleine Boot noch mehrmals zur Küste und zurück, um weitere Flüchtlinge zu holen und an Bord zu nehmen. An Ende waren wir ungefähr 270 Personen auf diesem 18-Meter-Kahn. Es war sehr, sehr eng. Wir konnten uns kaum bewegen. Also, vor mir, neben mir, hinter mir, überall waren Leute. Ich konnte meinen Platz nicht mehr wechseln.
Dann ging es los Richtung Italien. Wir haben am Tag ein halbes Glas Wasser bekommen und fünf bis sieben Datteln. Das war alles. Wir sollten keine Bedürfnisse mehr zu verrichten haben. Doch viele haben sich die gesamten zwölf Tage auf hoher See lang übergeben, egal, was sie gegessen haben. Andere waren bewusstlos. Einmal gab einen starken Sturm und ich dachte, jetzt ertrinken wir. Es ist vorbei. Jetzt werden wir sterben.“