Zum Inhalt springen

Schlagwort: New York

Wie ein Tanz auf der Straße in New York in einen Polizeieinsatz eskalierte

“Reclaim your Streets” mit Tanz ist zumindest in New York nicht sonderlich gerne gesehen, wie dieses Video aus der Silvesternacht in New York sehr anschaulich zeigt. Tanzen auf der Straße nämlich ist dort nicht sonderlich gerne gesehen. Lieber langt die Polizei wieder einmal mehr ordentlich zu. Weil Tanzen stört die öffentliche Ordnung und das ist ja wohl mal keineswegs hinnehmbar.

Shortly after 2015 became official in New York City, a dance party popped up on the Lower East Side. A bicycle rigged with a mobile sound system provided beats while three dozen or so revelers boogied and partied on Ludlow Street, literally, as the middle of the street was treated like a dance floor.

In an attempt to keep this “dance floor” motorist free, someone threw some trash bags into the street, blocking traffic. About twenty minutes later, the NYPD showed up. Cops immediately walked over to the DJ-cyclist and told him to kill the music. “Turn it off, demanded one uniformed officer. “Turn that shit off,” he repeated.

That didn’t go over well with the crowd. “No justice, no peace. Fuck the police,” chanted one group of people as the atmosphere started to feel more like a protest. The officers then proceeded to clear the street, but it was quickly reoccupied as the defiant congregation adopted a simpler mantra and shouted: “Fuck the pigs. Fuck the pigs. Fuck the pigs…”

While documenting this spectacle, a woman who was dancing with her middle fingers outstretched to police lashed out. “Don’t fucking take pictures nigga, that’s how people get arrested,” she snarled at me and then swatted my camera. She kept threatening to break my camera, so I quickly moved away from her. Things devolved from there.


(via Animal New York)

11 Kommentare

New York in den 80ern durch das Auge von Steven Siegel

Ich hatte die letzten Jahre hier desöfteren mal Fotografien aus dem New York der 80er Jahre. Die meisten davon waren Fotoserien, die sich konzeptuell ganz konkret an einem Thema orientierten. Der Subway zum Beispiel. Oder der Bronx. Oder Brooklyn oder so was.

Steven Siegel war in den 80ern offenbar recht regelmäßig in New York unterwegs, um seine Stadt auf Fotos festhalten zu können. Dabei war er wohl nie recht auf ein Thema fokussiert und so fotografierte er den Alltag, die Menschen, die verlassenen Gebäude, Graffitis, die Subways und mit all dem auch immer ein bisschen die Hoffnung, dass das alles für alle irgendwann mal besser werden würde.

Er erschuf damit nicht nur ein Zeitdokument von vielleicht unschätzbarem Wert, sondern auch ein absolut großartiges Flickr-Album, in das er in den letzten Jahren in sein Archiv lud. Über 400 Fotos zählt dieses und eins sehenswerter als das nächste. Ich habe mich gerade gut 90 Minuten durch dieses geklickt und will gar nicht so recht aufhören.


(alle Fotos: © Steven Siegel, via Irgendwas mit Farben)

5 Kommentare

Junge Frau läuft 10 Stunden durch New York und wird über 100 Mal vollgequatscht

Ich kenne das so nicht, aber erstens bin ich keine Frau und zweitens bin ich nicht der Tüp, der irgendwelche Leute auf der Straße vollquatscht. Es sei denn ich brauche mal eben Feuer. Und dann nur das.

Ich weiß allerdings von meiner Großen, dass ihr das hin und wieder passiert und das sie deshalb bestimmte Orte meidet. Das geht soweit, dass sie bestimmte Wege lieber zu Fuß oder auf dem Fahrrad zurücklegt, auch um Belästigungen aus dem Weg zu gehen. Und wenn ich “Belästigungen” schreibe, dann meine ich verbale “Belästigungen” die auch über ein freundliches “Hi” hinausgehen und denen sie sich irgendwann nicht mehr aussetzen wollte. So hat sie zumindest für sich einen Weg gefunden, diese Art von Belästigungen zu umgehen. Sie läuft im Winter lieber 20 Minuten durch die Kälte oder fährt Rad, als eine bestimmte Buslinie zu nehmen, die für den selben Weg nur fünf Minuten bräuchte.

Sie hat somit für sich einen Weg gefunden, die von ihr schon so wahrgenommenen angstbesetzen Räume zu umgehen, was nicht heißt, dass sie somit allen Belästigungen entgehen kann. Die finden dann halt weniger aber trotzdem statt. Ich kann da nichts gegen tun, außer ich würde sie 24/7 begleiten, was aber auch nicht Sinn der Sache ist und selbst das schließt irgendwelche Belästigungen nicht aus. Und ich finde das schlimm.

Diese junge Frau hier ist 10 Stunden lang durch New York gelaufen und hat dokumentiert, wie oft sie von wildfremden Männern vollgelabert wurde. Mal freundlich – mal penetrant, aber immer ohne das sie auch nur einem irgendein Signal dafür gegeben hätte, vollgelabert werden zu wollen. Mir würde das irgendwann ziemlich bis sehr auf den Saque gehen und ich könnte mir nicht vorstellen, dass jeden Tag erleben zu müssen.


(Direktlink, via Dangerous Minds)

70 Kommentare

11 Straßenmusiker spielen auf 9 verschiedenen U-Bahn-Stationen New Yorks gemeinsam ein Lied

Die Idee ist großartig und die dabei entstandene Nummer durchaus hörenswert. Chris Shimojima hat 11 Musiker auf 9 verschiedenen U-Bahn-Stationen New Yorks vernetzt und unter Leitung des Komponisten Ljova zusammen spielen lassen. Was man alles so machen kann, wenn es free Wifis auf den Bahnhöfen gibt, aber so was ‘brauchen’ wir hier ja nicht. *hüstel*

We searched NYC for a variety of subway musicians to unite for a live experiment.

We stationed them at 9 different subway stops with wifi and had them simultaneously connect to composer Ljova. He led them in a performance of “Signal Strength,” an original piece he wrote for them.

(Direktlink)


(Direktlink)

2 Kommentare

Graffiti-Artists tauschen in der Bahn jegliche Werbung gegen ihre Kunst

Geile Aktion der New Yorker Maler 2ESAE und SKI, die in einem U-Bahn Wagon ihrer Stadt nachts komplett die Werbung mit ihren eigenen Arbeiten überkleben. Animal ist da mal mitgefahren. Das zeigt schön den Widerspruch in der immer wieder öffentlich geführten Debatte auf, warum Werbung überall ungefragt hingenommen wird, bei Graffiti aber immer Riesenfässer aufgemacht werden. Schönes Ding.

“Advertisers have been stealing graffiti tactics for years,” says long-time graffiti writer 2ESAE. SKI adds, “We’re not allowed to paint trains anymore. Who knew that years later… fucking Target could have a full car?”

SKI is referring to the time when the MTA first let a brand wrap an ad entirely around a subway car in 2010. Now, it’s not uncommon to see them taken over by an ad campaign, inside and out. ANIMAL followed the two graffiti artists as they hijacked a J train car at around 3AM, and replaced the ads with their own art in between the time it took to go from one stop to another.


(Direktlink, via Doobybrain)

8 Kommentare

Berliner Künstlerduo tauschte die amerikanischen Flaggen auf der New Yorker Brooklyn Bridge gegen weiße Fahnen

Verantwortlich für diese Aktion waren, wie sich jetzt rausstellt, wohl die beiden Berliner Künstler Mischa Leinkauf und Matthias Wermke. Zumindest äußern sie das gegenüber der New York Times.

Die Aktion hatte international Aufsehen erregt. Normalerweise wehen auf den beiden Toren von New Yorks berühmtester Brücke zwei USA-Fahnen. Am Morgen des 22. Julis waren es plötzlich zwei sechs Meter lange weiße Fahnen – bei denen allerdings dünn die Sterne und Streifen durchschienen. Keiner wusste, wie die Flaggen ausgetauscht wurden, obwohl die Brücke rund um die Uhr von der Polizei bewacht wird.
(taz)


Einen Kommentar hinterlassen