Klar, könnten wir alle hier jetzt gerade zusammen „USA, USA, USA!“ shanten, aber die Schießanlage Brünnlisau (Witziger Name btw!) liegt in der Schweiz. Tom Scott hat mal vorbeigeschaut.
Machen wir uns nichts vor; wir wussten alle, dass es irgendwann dazu kommen würde. Weil die die Dinger ja nicht nur entwickelt haben, um uns zu bespassen, sondern weil sie halt schon auch ganz andere Interessen bedienen wollen. Jetzt jedenfalls haben sie den „schnuffeligen“ Roboterhunden Gewehre auf den Rücken gebaut. Und das ist dann mehr dieses „creepy“ als dieses „beeindruckend“, von dem ich in diesem Kontext immer wieder schreibe. Zumindest wohl bei dem Hersteller Ghost Robotics, der mal eben Scharfschützengewehre auf seine Robodoggos gebaut hat.
The machine was shown off for the first time at the Association of the United States Army’s 2021 annual conference earlier this week. The conferences bills itself as a “landpower exposition and professional development forum” held in Washington DC, October 11-13.
Von der Form erinnern die Maschinen von Ghost Robotics natürlich unverkennbar an den Roboter Spot von Boston Dynamics. Spot kann zum Beispiel auch mit Greifarm ausgestattet werden, eine bewaffnete Form wäre also denkbar. Die von Boston Dynamics formulierten allgemeinen Geschäftsbedingungen untersagen allerdings jeglichen Einsatz von Spot als Waffe.
Die US-Marine hat letzte Woche irgendwo im arabischen Meer bei einer Routinekontrolle tausende Waffen beschlagnahmt. Diese kommen wohl aus China und Russland. Wohin die gehen sollten ist bisher nicht geklärt. Das dazugehörige Schiff fuhr Flaggenlos. Die Anzahl der Rüstungsgüter brachte das US-Marineschiff an die Grenzen seiner Kapazität. Krass.
Nach US-Angaben befanden sich auf dem Schiff Dutzende in Russland hergestellte Panzerabwehrlenkraketen, Tausende Sturmgewehre aus chinesischer Produktion sowie Hunderte Granatwerfer und Maschinen- und Scharfschützengewehre.
Thousands of illicit weapons interdicted by guided-missile cruiser @USSMonterey (CG 61) from a stateless dhow in international waters of the North Arabian Sea on May 6-7.
Cache of weapons included advanced Russian-made anti-tank guided missiles & Chinese Type 56 assault rifles. pic.twitter.com/07Fv92vbrV
Letzten Donnerstag hat ein Polizist in Leipzig sein Maschinenpistole verloren. Ich weiß nicht, wie so etwas passieren kann, ich hatte nie eine, auf die ich hätte aufpassen müssen. Jedenfalls ist die Knarre, anders als dazu gehörende Magazin, bis heute nicht wieder aufgetaucht. Die Polizei Leipzig bittet jetzt um Hilfe der Bürger, die Wumme wiederzufinden und verspricht eine Belohnung von 1000 EUR. Wer von euch also in Leipzig eine Heckler & Koch finden sollte; bitte schön.
„Im Laufe des Gesprächs, bei dem der Mann gemeinsam mit zwei Polizisten anwesend war, löste sich laut „Nordsee-Zeitung“ ein Schuss aus der Pistole und traf den Mann in den Oberschenkel. Der Mann erlitt einen glatten Durchschuss.“
Ich kenn mich nicht aus, aber sollten die Dinger bei so einer Vorstellung nicht gesichert bzw. ungeladen sein und selbst dann nicht in Richtung eines Menschen gehalten werden? Ist ja wie in einem schlechten YouTube-Video aus den Staaten.
Eigentlich längst überfällig, die Idee. Das Tumblr GOPdildo sammelt allerhand Fotos von ausgesprochenen Waffenfans und Republikanern, die irgendwann mal mit ihren Knarren posierten und tauscht die Waffen auf den Bildern gegen hübsche Dildos ein.
Eine für mich beklemmende fotografische Dokumentation von Nicolas Lévesque, der die amerikanische Kleinstadt Kennesaw besucht und dort die für mich nicht nachvollziehbare Leidenschaft für Waffen portraitiert hat. Irgendwie creepy.
In Kennesaw, a small American town in the state of Georgia, a good citizen is an armed citizen. By law, since 1982, each head of household must own at least one working firearm with ammunition.
30.000 Menschen sterben in den USA jährlich durch Schusswaffen. Kollateralschäden eines unerklärten Bürgerkriegs, vom dem die Waffenindustrie – unter deutscher und europäischer Beteiligung – seit Jahrzehnten profitiert. Ausgehend vom Massaker an der Sandy Hook Elementary School fragt der Dokumentarfilm: Warum kann der Waffenwahnsinn nicht gestoppt werden?
Es war ein Blutbad, das die Welt erschütterte: Am 14. Dezember 2012 stürmte ein psychisch gestörter junger Mann die Sandy Hook Elementary School in Newtown, Connecticut. Er erschoss 20 Kinder und sechs Lehrer. Adam Lanza tötete seine Opfer mit der in den USA frei verkäuflichen Zivilversion eines militärischen Sturmgewehrs.
Der Amoklauf von Newtown ist ein Fanal. Für den Präsidenten Barak Obama, für viele Bürger im Land. Auch für die Waffenlobby: das Signal zum Gegenangriff – die Vereinigten Staaten sind so gespalten wie noch nie in ihrer über 200-jährigen Geschichte: Waffengegner fordern mit lautstarken Protesten Gesetzesverschärfungen. Waffenlobbyisten setzen in den Hinterzimmern der Parlamente diskret weitere Lockerungen der ohnehin schon unvergleichlich laxen Regeln durch. Die Umsätze der Waffenindustrie explodierten in den Wochen nach Newtown förmlich. Obama wird zum „Salesman of the Year“ ernannt.
Und das Töten geht unvermindert weiter: Bei 66 Schulschießereien, die sich nach Newtown ereigneten, wurden weitere 45 Menschen getötet und 73 verletzt. 30.000 Menschen sterben in den USA jährlich durch Schusswaffen. Kollateralschäden eines unerklärten Bürgerkrieges, mit dem die Waffenindustrie – unter deutscher und europäischer Beteiligung – seit Jahrzehnten die USA überzieht. „Kill Zone“ nennen amerikanische Soldaten einen Kampfabschnitt, den sie derart unter Sperrfeuer nehmen, dass dort kein Überleben möglich ist.
Ausgehend vom Massaker an der Sandy Hook Elementary School folgt die Dokumentation der Spur der Tatwaffe: zum Hersteller und dessen Eigentümern, einem Investmentfonds und zu dessen Lobbyisten, angeführt von der National Rifle Association (NRA). Wieso kann der Waffenwahnsinn in den USA nicht gestoppt werden? Was steckt hinter dem Täterprofil der zumeist jungen weißen Männer, frustriert und voller Hass, die in ihrem selbstempfundenen Untergang alles um sich herum zerstören?
Die Sicherheitsbestimmungen auf Flughäfen sind generell rigoros. Alles, was auch nur ansatzweise als Waffe dienen könnte, ist strikt verboten. So wie bspw. Shampoo und Duschgel in großen Mengen. Ähem…
Auf jeden Fall kommt man mit derartigem Zeug nicht durch die Sicherheitskontrollen. Man sollte also davon ausgehen, dass nach dem Sicherheits-Check eine Welt beginnt, die wattig weich ist und in der sich niemand auch nur irgendwas tun kann. Alles Böse der Welt liegt hinter dem Check In, vor ihm ist alles super. Super sicher, super ungefährlich, super durchdacht auch, dass das bis zum Check Out auf dem nächsten Flughafen so bleiben wird. Denkt man sich so.
Evan Booth aber ist nach den Sicherheitskontrollen mal durch die Flughafen-Shops gezogen und hat Sachen gekauft, aus denen er dann nach MacGyver Manier Waffen gebaut hat, die dann keiner mehr bei ihm finden würde, denn gefilzt wurde er ja vorher schon.
Der Informatiker aus den USA hat – ganz im Stil von MacGyver – eine funktionierende Schusswaffe aus Materialien gebaut, die ausschließlich in den Läden nach der Sicherheitskontrolle gekauft wurden. Mit seinem Prototypen möchte er den Behörden zeigen, dass die Sicherheitsvorkehrungen an den Airports völlig übertrieben sind.
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