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ZAPP hat AfD-Demonstranten in Hamburg gefragt, was sie von den etablierten Medien halten

Harter Stoff. Aber soll mal keiner sagen, dass keiner mit ihnen reden wollen würde. Wenn es nach den Demo-Verantwortlichen geht, allerdings, soll mit ihnen gar keiner reden. Hut ab für die Sachlichkeit und die Geduld des ZAPP-Reporters.

ZAPP hat AfD-Demonstranten in Hamburg gefragt, was sie von den etablierten Medien halten. Offensichtlich nicht viel. Es gab heftige Kritik. Das Wort Lügenpresse fiel oft.


(Direktlink)

Passend dazu und äußerst lesenswert: Sascha Lobo über Kommentare im Netz – Immer her mit der Nazikeule.

Der Begriff Nazikeule ist das Arschgeweih der Rechtspopulisten. Wer Nazikeule sagt, der glaubt, für seine geäußerte Meinung zu Unrecht als Nazi bezeichnet zu werden. Es handelt sich aber um eine sehr interessante Schutzpose, weil bei ihrer Verwendung zwei wesentliche Aussagen mitklingen.

[…]

Meine These ist, dass die zugegeben auch vorhandene Gefahr der Abnutzung oder vorschnellen Verwendung geringer ist als der Nutzen der Nazikeule. So lange Leute Nazikeule sagen, wollen sie keine Nazis sein. Der erste und wichtigste Schritt in das Gespräch, das die Besonnenen zu Recht fordern – ist also, deutlich zu machen, wo die Grenze verläuft zwischen legitimer Meinung und Nazi. Und zum Ziehen dieser Linie eignet sich die Nazikeule vortrefflich. Preist die Schönheit der Nazikeule!

10 Kommentare

  1. Peter W12. November 2015 at 09:10

    Was die Frau an persönlicher Erfahrung schildert ist schlimm. (Der Rest Unsinn)

  2. Kaspar Dornfeld12. November 2015 at 09:53

    Es ist natürlich schwer zu argumentieren, wenn die Frau sagt, sie sei angegriffen worden, allerdings sind sie und ihre Tochter allerdings scheinbar die meistangegriffenen, von denen ich je gehört habe.

  3. Claudia12. November 2015 at 10:39

    Geil wie die Nazis im Hintergrund immer mithören damit ja keiner was falsches sagt.

  4. Maze12. November 2015 at 10:49

    Das Thema wird uns sicherlich noch ne Weile beschäftigen… so verquer die Argumente der besorgten Hamburger da auch sind, die Interviews bei Pegida in Dresden oder Erfurt (https://www.youtube.com/watch?v=OtsgFvbXrzU ) finde ich da deutlich dumpfer und erschreckender… Fakt ist, solange die Situation hier ein Deutschland, aber auch auf europäischer Ebene dermaßen unorganisiert und leider auch unkontrolliert abläuft, werden die Ängste und Vorurteile einer immer größeren Bevölkerungsgruppe fleißig bedient! Das daraus wachsende Konfliktpotential sollten der besonnenere Teil der Gesellschaft nicht unterschätzen.

  5. Dr. Azrael Tod12. November 2015 at 13:01

    > Es ist natürlich schwer zu argumentieren, wenn die Frau sagt, sie sei angegriffen worden, allerdings sind sie und ihre Tochter allerdings scheinbar die meistangegriffenen, von denen ich je gehört habe.

    wäre halt mal interessant was da an realität dahinter steckt (oder halt eher nicht)

    Wenns drauf ankommt hat die Tochter sich in der Schule mal mit irgendwem dessen Großvater mal aus Weißrussland stammte gezofft und weil das mit deutschen Mitschülern nicht passiert wäre, hat die Frau jetzt was gegen syrische Flüchtlinge.

  6. Furbstar12. November 2015 at 13:11

    Halten Sie sich zurück. Hören Sie mal… Ich bin Ordner, halten Sie sich zurück. Ich bin Ordner.
    :D

  7. Embo12. November 2015 at 18:29

    Die Hannoveranerin kommt bestimmt aus Sachsen oder Thüringen, so wie sie spricht. Aber ich bediene hier wieder Vorurteile obwohl ich gegen so etwas bin…

  8. some lucid dream12. November 2015 at 19:36

    Was nun langsam wirklich nervt, ist die Tatsache, dass über Medienberichterstattungen gar nicht mehr kritisch debattiert wird. Durch solche Darstellungen (welche sich in vielen Medienformaten häufen -logisch) werden Auseinandersetzungen im Keim erstickt. Klar, als Nestbeschmutzer möchte da niemand den Arsch hinhalten, da kommen solche Komiker mit ihren abgedroschenen Lügenpresse-Phrasen wie gerufen.

  9. Ronny12. November 2015 at 21:19

    some lucid dream,

    Aber was genau wird denn erwartet, wenn schon die immer Kritisierten ihren Kritikern eine durchaus sachliche Möglichkeit des sich Äußerns geben. So wie hier. Das die selber hin und wieder ins Klo greifen, sagen sie ja selber schon des öfteren mal. Was also erwarten diese Leute? Und diese Leute, die Du „Komiker“ nennst, die ich hier zu einem großen Teil als solche gar nicht bewerten will, sind nun mal der Kern der allen nichts mehr Vertrauenden.

    Ich fand diese Sendung für mich sehr aufschlussreich. Wegen der langen Schnitte, des reden Lassens. Dieser Leute wegen. Der Geduld wegen.

  10. some lucid dreams13. November 2015 at 12:56

    naja erwartet werden könnte eine Diskussion außerhalb solcher Straßeninterviews. Mit kompetenten Teilnehmern. Ich sehe das Problem in einer potentiellen „Pegida-Keule“ (um obiges Bsp aufzugreifen). Eröfnet man eine Debatte um Glaubwürdigkeiten von Medien, wird man schnell mit obigen Sympathisanten in Verbindung gebracht. Da niemand dieses Thema aufgreift (Die Berichterstattung seit der Russland-Ukraine Krise war das letzte große Ding, was mMn etwas schief gelaufen ist).

    Kurzum: MANCHE Defizite, die diese Demos aufgreifen, existieren ja faktisch. Nur diese müssen innerhalb einer Debatte angegangen werden. Und dafür bietet sich ja diese Internetz da an. Von ÖR+Privaten erwarte ich da gar nix.

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