Zum Inhalt springen

Autor: Ronny

Jammen an Analog-Synths: The Analog Roland Orchestra

Ein wenig erinnert mich dieses Video an die Zeit in unserem damaligen Heimstudio, welches mit 25m² durchaus stattliche Ausmaße hatte. Allerdings passte dort alles rein, was wir so brauchten und über die Jahre angeschafft hatten. Eine 909 war da zwar keine bei und wir spielten lieber auf dem JX3P als auf dem Juno, aber ansonsten kommt das dem schon ganz nahe.

The Analog Roland Orchestra jedenfalls hat enormen Spaß am Spiel mit den alten Kisten und sein YouTube-Kanal ist voll mit kurzen Jam-Sessions, in denen auch schonmal die olle 707 (Das Cymbal!) rausholt. Fetzt.

In ein paar Tagen erscheint auf Rotary Cocktail seine aktuelle Platte „patterns 5 | 6“, die eine Fortführung seiner Pattern Serie ist und wie immer als „One Take Live Jam“ mit seinen alten Kisten ohne Computer oder Midi gespielt wurde, was dann 1 zu 1 so direkt auf Vinyl kam. Rave on!

Die Nummer hier erinnert sehr an Daft Punks „Da Funk„, was kein Zufall ist.


(Direktlink)

3 Kommentare

In Castrop-Rauxel ist eine Boa Constrictor unterwegs

In Ickern (Castrop-Rauxel) wollte irgend so ein Butterkopf seiner Würgeschlange im Garten „Auslauf“ gewähren. Dann rockte die Nachbarin mit dem Rasenmäher vorbei und die Boa ergriff die Flucht. Seitdem ist sie verschwunden. Und mir reichen die diesjährigen, hiesigen Meldungen über Schlangen – ich kaufe mir jetzt die Domain www.schlangen-radar.de. So.

Sie ist fast zwei Meter lang, 15 Kilo schwer und befindet sich zurzeit irgendwo in Ickern: An der Heimstraße ist eine Boa constrictor ausgebüxt. Der Halter der Würgeschlange hatte dem Tier im Garten „Auslauf“ gewährt. Der Rasenmäher eines Nachbarn soll die Boa dann so erschreckt haben, dass sie die Flucht ergriff. Die Suche nach der Schlange läuft.

Währenddessen ist in der niederländischen Kleinstadt Drimmelen ist eine hochgiftige Kap-Kobra aus einem Terrarium verschwunden.

Ein Kommentar

Techno-Kapitalismus

Bildschirmfoto 2014-09-05 um 12.56.59


(Foto unter CC BY-SA 2.0 von Eva Rinaldi)

Das Groove Magazin hatte in seiner gedruckten Ausgabe von Juli/August ein Special mit dem Titel „Techno-Kapitalismus“. Dafür wurden einige Köpfe der internationalen Szene befragt, die innerhalb der selbigen eine ganz eigene Aufgabe haben. Auch um die ganze Kiste auch um ihrer selbst Willen am Laufen zu haben. So wurde eine Labelmacherin befragt, ein/e Booker/in, ein Veranstalter.

Dieses Special ist jetzt auch online erschienen und durchaus lesenswert: Techno-Kapitalismus – So läuft der Tanz ums große Geld.

Ein Aufruhr geht durch die Clubszene. Die Gagen der Star-DJs explodieren. Kleinere Clubs und Festivals können sich die großen Namen nicht mehr leisten. Traditionsreiche Veranstaltungen konkurrieren mit neuen Festivals in Brasilien oder Korea. House und Techno sind global geworden. Ibiza funktioniert als Marktplatz, der mittlerweile auch den Wert von Underground-DJs bestimmt. Die Szene arbeitet heute so professionell wie das große Popgeschäft. Einstige Ideale treten in den Hintergrund. Und nicht wenige Aktivisten der Neunziger und Nullerjahre sagen: Das ist nicht, warum wir damals angefangen haben, Partys zu organisieren.

Seit einigen Jahren steigen viele DJ-Gagen in einem bisher unbekannten Tempo: Für eine Silvesterparty in einem italienischen Club bekommt Richie Hawtin als Headliner 100.000 Euro, trotz Wirtschaftskrise. Ein Promoter bucht Solomun für 1.500 Euro, acht Monate später muss er die fünffache Summe hinblättern. Nachwuchs-DJs treten mit der Ansage an, nicht unter 3.000 Euro zu spielen. Nicht selten ist Maximalgage des vergangenen Jahres im nächsten Jahr das Minimum. Jamie Jones ist in Großbritannien und auf Ibiza ein Star und kann dort 40.000 bis 50.000 Euro für ein zweistündiges DJ-Set erhalten. Diese Preise werden international zur Messlatte, auch wenn er sich woanders noch gar nicht etabliert hat.

  • DIE LABELMANAGERIN Liz Miller (Big Beat Records)
    Er [Skrillex] ]hat ja gerade sein Debütalbum veröffentlicht. Wenn du ihn fragst, würde er wahrscheinlich sagen, dass es ein sehr wichtiger Prozess für ihn war, er ist ein großer Musikliebhaber und hat das Format sehr ernst genommen. Die heutigen Konsumenten sind aber auch mit EPs zufrieden, für sie muss es nicht immer gleich ein Album sein. Wir müssen da als Label heute viel flexibler reagieren. Zeiten ändern sich.

  • DIE BOOKERIN Katrin Schlotfeldt (Artist Alife)
    Die elektronische Musik lernte Katrin Schlotfeldt in der legendären Frankfurter Technoszene der Neunziger kennen. Eine folgenreiche Begegnung hatte sie 1998, als sie als Bookerin bei Cocoon Richie Hawtins „Plastikman – Artifakts“-Tour organisierte. 2006 machte sie sich mit Hawtin selbstständig. In ihrer gemeinsamen Agentur buchte sie Künstler wie Magda, Troy Pierce, Marc Houle oder Heartthrob.

  • DER BOOKER Steve Hogan (William Morris)
    Doch in ebenjener wird William Morris durchaus kritisch betrachtet: Es heißt, die Agentur dominiere viele Festivals und verdränge kleinere Konkurrenten. Traditionslosigkeit kann man ihr jedenfalls nicht vorwerfen: Die Firma wurde 1898 von dem aus Deutschland stammenden, jüdischen Emigranten William Morris in New York gegründet. Zu ihren Künstlern gehörten Charlie Chaplin, Marilyn Monroe, Elvis Presley oder die Rolling Stones.

  • DER FESTIVAL-VERANSTALTER Steffen Charles (Cosmopop)
    Seine erste Party veranstaltete Steffen Charles 1992. Sein Lebenswerk, die Time Warp, feierte im vergangenen Jahr ihren zwanzigsten Geburtstag. Im Interview spricht er unter anderem über den globalen Boom elektronischer Musik, neue Konkurrenten und das EDM-Unternehmen SFX Entertainment.
  • Einen Kommentar hinterlassen

Ein 7 Wochen altes Baby hört zum ersten Mal die Stimmen seiner Eltern

Derartige Aufzeichnungen gab es in den letzten Jahren häufiger und dennoch sind alle irgendwie immer anders und immer neu. Gerade für die erstmalig Hörenden.

Our beautiful son Lachlan was diagnosed as having moderate to severe hearing loss in both ears. When he was 7 weeks old he received his first hearing aids. His reaction when they were turned on was truly amazing. We cried from happiness. Our beautiful little boy is now two years old and doing remarkably well.


(Direktlink, via Like Cool)

4 Kommentare

Die erste Leipziger Montagsdemo: Tagesschau vom 4. September 1989

Ich bekomme auch heute noch Gänsehaut wenn ich Aufnahmen wie diese sehe. Davon wird es in diesem Jahr hier noch einige geben, denke ich.

Als 20-Jährige startete Katrin Hattenhauer gemeinsam mit ihren Mitstreitern die Proteste vom 4. September 1989, riskierte einiges und trug die sich daraus für sie ergebenen Konsequenzen. SpOns einestages hat mir ihr über diese Tage gesprochen.

Schon am 10. Juni 1989 forderten Katrin Hattenhauer und andere Protagonisten des friedlichen Umsturzes das DDR-Regime gezielt heraus: mit der Organisation des ersten Straßenmusikfestivals in Leipzig. „Das war die Probe zur Revolution“, sagt sie.

Überall in der Stadt musizierten junge Leute – der ohnmächtige Staat reagierte mit 84 Festnahmen. Auch Katrin Hattenhauer wurde „zugeführt“, was sie nicht davon abhielt, am 4. September 1989 noch einen Schritt weiterzugehen. „Wir mussten uns dieses Land zurückerobern“, sagt sie.


(Direktlink)

2 Kommentare

Havana Bikes

Vermutlich ist geht es sehr vielen Menschen auch in anderen Städten der Welt ähnlich, aber wann guckt man sonst schon mal auf die Fahrräder der kubanischen Hauptstadt. Ein wenig erinnern mich die Improvisationsfähigkeiten der liebevoll so genannten „Mechaniker“ an meine Kindheit. „Wir hatten ja nüscht!“ Also wurde jede Speiche, jede Mutter, jede Flügelschraube, jede Pedale und selbst die Hochlenker, wenn sie nicht mehr „in“ waren, irgendwo im Schuppen oder der Garage sorgfältig und gut sortiert aufbewahrt. Irgendwann würde man irgendwas davon schon wieder brauchen – und man brauchte es. Wir hatten ja nüscht! Dafür wussten wir alle unsere Räder bis auf die Kugellager auseinanderzunehmen und wieder zusammenzusetzen. So war das nämlich.

In Havanna ist das heute noch so, auch wenn die Räder mitunter viel moderner sind, als unsere Klappräder, in die wir eine Stange schweißten um aus den Dingern ein BMX zu machen. Wir hatten ja nüscht!

Dieser wirklich tolle Kurzfilm zeigt, wie es heute so zu geht. Mit den Fahrrädern in Havanna.

Cuba underwent a bicycle revolution in the 1990s during its five year ‘Special Period’. Oil was scarce as a result of tough economic constraints, and throughout those years of austerity, bicycles where introduced as an alternative mode of transport. Thousands of Cubans used bicycles on a regular basis, as pedalling became the norm on the island.
Years later, the transportation crisis subsided and motorised vehicles returned, and the country’s bicycle culture took a hit. Now, new bikes are difficult to come by and parts are not readily available, yet many Cubans still use bicycles daily and, despite the limited resources, a handful of mechanics provide a service to those who rely on their bikes in their everyday lives.
Plenty of cyclists roam the streets of Havana and the rest of Cuba. Ángel, a typical bike riding Habanero, provides a brief insight into Cuban bicycle culture and the importance of bike mechanics in the capital as we come across both riders and repairmen.

https://vimeo.com/89544788
(Direktlink | Danke, Kerima!)

Ein Kommentar