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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

EU-Parlament stimmt umstrittener Urheberrechts-Richtlinie komplett zu

(Foto: DiliffCC BY-SA 3.0)

Es war nicht zu erwarten, dass das EU-Parlament sich tatsächlich der Kritik an der zu Recht harsch umstrittenen Urheberrechtsreform stellen würde. Dafür wäre das ein doch zu überraschender Vorgang. Da zählen keine 200.00 Menschen, die dagegen demonstrierten. Auch keine Experten und die wenigen Politiker, die sich diesem Unsinn entgegenstellten. Man gewöhnt sich daran, leider. Problematisch daran dürfte sein, dass sich für einige das Gefühl festigt, dass Politik auch gute Sachargumente, von denen es in diesem Fall so einige gibt, schlichtweg ignoriert und Beschlüsse nach ihrem Gutdünken durchzieht, so abenteuerlich die Wege, die am Ende dorthin führen, auch sind. Ich möchte mir nach den letzten Wochen ob der jetzt gefallenen Entscheidung die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, mindestens. Aber es wird nichts nützen. Ein Teil der Alten, die offenbar nicht alle was von dieser Materie verstehen, bleiben im Gestern und lassen dort die Jungen im sprichwörtlichen Regen stehen. Und das scheint aktuell ja nicht nur auf EU- sondern auch auf Bundesebene zu passieren, wenn wir hier auf den politischen Alltag schauen. Ein Jammer.

Klar dürfte sein, und darauf wette ich gern, dass Parteien wie die CDU und CSU, vielleicht sogar die SPD in zwanzig Jahren kaum noch Wähler haben dürften. Weil ihnen diese dann weggestorben sind und die paar jetzt noch jungen Verwirrten der Jugendableger keine Rolle mehr spielen dürften. Die, die mit 20 eigentlich schon 40 sind.

Am Ende bleibt die Hoffnung, dass auch hier mal wieder heißer gekocht als am Ende gegessen wurde, wie das ja auch gerne mal der Fall ist. Sollte man dieses Gesetz in seiner jetzt verabschiedeten Richtlinie später so auch vollumfänglich anwenden und Verstöße dagegen konsequent verfolgen, wird das das Netz verändern – und ganz sicher nicht zum Besseren.

Ich schließe mit Johnny und mich ihm an:

Und mit Sascha:

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Diebstahl eines Sparschweins

Die Welt geht vor die Hunde. Traurig aber wahr.

(Foto: kschneider2991)

Wilhelmshaven:

Am 24.03.19 wurde gegen 20.45 Uhr, gemeldet, dass es in einer Tankstelle an der Gökerstraße zu einem Diebstahl eines Sparschweins gekommen sein soll. Der Täter ließ die Spardose im Geschäft fallen und sammelte das darin enthaltene Geld noch auf, bevor er die Tankstelle verließ.

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Mann lädt während eines Einbruchs sein Handy – und lässt es liegen

(Foto: web_estable)

Neue Technologien schaffen neue Bedürfnisse und manchmal bisher nicht bekannte Probleme. So wie in Köln, wo ein Mann während eines von ihm begangenen Einbruchs sein Telefon auflud. Das lies er dann liegen. Nebenbei klaute er eine Kreditkarte. Als ihm der Verlust seines Telefons bewusst wurde, ging er zurück zum Tatort, klopfte ans Fenster, und bat um die Herausgabe seines Telefons, die ihm – wenig überraschend – verwehrt wurde. „Mithilfe einer Beschreibung des Mannes konnten die Beamten ihn kurz darauf in der Nähe der Wohnung fassen. Der polizeibekannte Einbrecher wurde verhaftet.“

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Familie findet bei der Sanierung ihres Hauses einen im Haus verbauten Straßenbahnwagen

(Das Haus vor der Sanierung, Foto: Brandon Breza)

Brandon Breza und Marc Manfredi kauften im letzten Jahr gemeinsam ein Haus in Hamilton, New Jersey. Ihr Plan war es, das Haus zu renovieren und zu vermieten. Als sie einige Wände wegrissen, fanden sie etwas wirklich Besonderes: einen alten im Haus verbauten Straßenbahnwagen, wie dann feststellten.

(Nach dem Versuch der Sanierung, Foto: Brandon Breza)


(Direktlink, via Atlas Obscura)

As they removed a layer of insulation, they found, to their surprise, a hidden set of windows inside a wall. They peeled back drywall and revealed a window shade marked with the year 1912. Behind another wall was a door. Bit by bit, they uncovered piece after piece, until an entire rail car emerged—ensconced smack in the center of the house.

Aside from taking down part of the ceiling, which they didn’t realize was original, they did little damage to the car. Breza and Manfredi began contacting everyone they could think of to find the source of the odd gem, which they thought was from a train, and what could be done with it.

Und weil es zu schade wäre, die Kiste einfach nur zu entsorgen, haben sie eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, um den Wagen wieder zu seinem alten Glanze zu verhelfen. Könnte dann so aussehen.

Passiert offenbar auch hierzulande mal.

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Zwei sich im Netz vollpöbelnde YouTuber sorgen für Massenschlägerei auf dem Alexanderplatz

(Foto: Couleur)

Zwei mehr oder minder bekannte YouTuber haben durch ihr Online-Gedisse und einem jeweiligen Aufruf an ihre „Fans“ dafür gesorgt, dass sich gestern 400 Menschen auf dem Alexanderplatz in Berlin trafen, woraufhin es zu einer Massenschlägerei kam, an der wohl 50 Leute beteiligt waren. Der Berliner Polizei musste mit 100 Leuten anrücken, um den Tumult aufzulösen. Es flogen Schottersteine und sowohl „Fans“ als auch die Polizei setzte Reizgase an. Es gab 9 Festnahmen.

https://twitter.com/m_boeselager/status/1108770576347381760

Ist ja gut, wenn die jungen Menschen mal wieder rausgehen, um sich mit Leuten zu treffen, aber…

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Wenn du dich beim deutschen Länderspiel im Rang gegen Rassismus stark machst

Es gibt so Momente an denen man nicht weiß, wohin mit sich und dem gerade Erlebten. Ich kenne das und habe hier hin und wieder darüber geschrieben. Im Nachhinein weiß ich heute, dass ich das vielleicht hätte anders machen sollen. Konnte es in jenen Momenten allerdings nicht. Weniger emotional hätte gut getan und mit mehr Bedacht auf meine kommunikativen Fähigkeiten, denke ich manchmal. Und dann aber auch wieder: Genau so hab ich das in dem Moment gefühlt, genau so habe ich reagiert und genau so habe ich es wiedergegeben. Und daran kann ich dann selbst im reflektierenden Rückblick nichts Falsches finden. Weil die Leute da draußen tatsächlich mitunter so arschlochig unterwegs sind, dass ich es manchmal halt einfach anders nicht auszuhalten ist. Man muss ja irgendwas machen in diesen Situationen.

So ähnlich muss es gestern wohl auch dem Journalisten André „Dré“ Voigt gegangen sein, der eigentlich eher Basketball beschreibt, aber nun in Wolfsburg in den Rängen beim Testspiel zwischen Deutschland gegen Serbien gelandet ist – und sich jede Menge Scheiße anhören musste, die vielleicht viele von uns täglich in den Öffentlichen hören müssen. Geht zumindest mir so. Und dann diese Ohnmacht, dass keiner was sagt. Und dann macht man das halt selber, wenn man es gerade irgendwie so auf die Reihe bekommt. Und dann merkt man, dass viele gar nichts sagen, weil es für sie dazu offenbar nichts zu sagen gibt. Harter Scheiß. Wirklich.

Und ich weiß keine Antworten. Bleibe aber dabei, dass es in diesen Momenten immer wichtig ist, das Maul aufzumachen, so denn man dazu in der Lage ist. Das nicht als „normal“ durchgehen zu lassen, denn dann wird es irgendwann normal. Weil keiner was dagegen sagt.

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Tüp streift durch verbotene Tschernobyl-Zone in Weißrussland und trifft dort auf Bewohner und seine 92 jährige Mutter

Keine Ahnung, wie viel Wahrheit in diesem Video steckt. Es wirkt in der Tat etwas „überzeichnet“, weshalb ich mir empfehle, es nicht ganz so ernst zu nehmen. Aber: die Story, dass dort in der weißrussischen Verbotszone nahe Tschernobyl nach der Nuklearkatastrophe vor über 30 Jahren einfach so ein Mann nebst seiner heute 92 jährigen Mutter am Wohnen blieb, hat schon Potenzial. Dennoch keine Garantie auf Echtheit.

So many vloggers have made the trip to Pripyat to make Chernobyl films that it has become an embarrassing cliche. So I decided to enter the real unexplored Chernobyl zone instead. The one across the border in Belarus.


(Direktlink, via reddit)

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Twitter über den selbsternannten aber offenbar völlig ahnungslosen Urheberrechtsfreiheitskämpfer Axel Voss (CDU)

#axelsurft. Und das hat er sich ganz zu Recht ganz alleine zuzuschreiben. Hätte sich ja wenigstens Berater suchen können, die diese nach draußen getragene Inkompetenzkatastrophe hätten verhindern können. Tat er nicht. Und die CDU/CSU im EU-Parlament haut gleich nochmal obendrauf und macht alles noch viel schlimmer.

https://twitter.com/christianmutter/status/1108637050079719424

https://twitter.com/Mirellativegal/status/1108666936202854400

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Hausbesitzer in Texas vermutet ein „paar Schlangen“ unter seinem Haus – Schlangenfänger holt dann 45 Klapperschlangen raus

Ich sag es mal so: Nope. Nope! NOPE! Aber wenn du in Texas wohnst, kannste dir das halt manchmal nicht aussuchen. Was ja auch einer der Gründe ist, nicht in Texas wohnen zu wollen. Klar.

Texas homeowners thought there were a few snakes under their home, but a snake removal company soon recorded video of their hours-long work to remove 45 rattlesnakes from under the house.


(Direktlink)

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