Zum Inhalt springen

Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Ein Flughafen-Parkplatz in LA, der zu einem improvisierten Dorf von Fluggesellschaftsmitarbeitern geworden ist

Auf einem Parkplatz in der Nähe vom Los Angeles International Airport haben sich dutzende Mitarbeiter von Fluggesellschaften in Wohnmobilen so was wie ein kleines Dorf geschaffen. Piloten, Flugbegleiter und Mechaniker leben dort in einem eigentlich so nicht angedachten Wohnmobil-Park. Urbanism in Vans.

Hier die Story dazu in der New York Times.

Taking a back-road shortcut to catch a flight from Los Angeles two years ago, I passed an obscure airline employee parking lot — and was surprised to see over 70 motor homes. It looked like there was an entire community planted right there in the parking lot of the airport. I wondered, who lived there — and why?

I learned that this community was an employee parking lot turned motor-home park made up of pilots, flight attendants and mechanics. And I became fascinated by why and how the residents — people who may have flown us across the country, or walked us through emergency landing procedures — came to inhabit such an unusual place.


(Direktlink)

Ein Kommentar

Fabric London, utterly empty

Nach der Nachricht heute Morgen, dass die Fabric in London ihre Pforten schließen muss, taucht auf YouTube ein Video auf, dass den Laden voll funktionstüchtig aber eben auch völlig leer zeigt. Alles lebt und keiner tanzt. Irgendwie spooky.

After a contentious five-hour hearing, and to the horror of London’s music lovers, Islington Council officially closed famed club Fabric, after seventeen years of operation.


(Direktlink, via Robyn)

Ein Kommentar

Crowdfunding für einen Bildband über Punk in der DDR: „Wutanfall“

wutanfall

Sehr spannendes Projekt, für das die in Leipzig lebende Fotografin Christiane Eisler auf Vision Bakery gerade etwas Geld sammelt. Es geht um einen Bildband, der ihre Fotografien zeigt, die sie in den 80er Jahren von ostdeutschen Punks in Berlin und Leipzig gemacht hat.


(Direktlink)

Es geht um die Punkbewegung in der DDR in den 80er Jahren, vor allem in Leipzig und Berlin. Es geht um die Protagonisten, die damals mit dabei waren und aus unterschiedlichster Motivation durch ihr Verhalten, ihre Kleidung, ihre Frisur und Haarfarbe die Konfrontation mit dem Umfeld, der Gesellschaft, den Staatsorganen der DDR suchten. Ich lebte damals, 1982/83, als Fotografiestudentin in Leipzig, arbeitete an meiner Diplomarbeit und war dafür wechselweise in einem Jugendwerkhof in Sachsen und in der Punkszene unterwegs. Meine Diplomarbeit „Ich trage ein Herz mit mir herum“ wurde nach der Verteidigung, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, im Giftschrank der Hochschule verschlossen. In den folgenden Jahren wurden einige Ausstellungen verboten und abgehängt.

In der Studienzeit und den Jahren danach bis 1989 belichtete ich Hunderte von Filmen. Und auch über die letzten mehr als 25 Jahre entstanden sporadisch, aber in großer Zahl unzählige Fotografien, die einen Eindruck davon vermitteln, was sich im Leben einzelner ehemaliger Punks verändert hat. Die jüngsten Portraits der letzten Jahre zeichnen Spuren des gelebten Lebens nach, die Vergleiche mit den alten Bildern machen nachdenklich, lassen eigene Verantwortung und das Leben in seiner ganzen Individualität spüren.

Ich möchte das zum größten Teil unbekannte und noch nicht veröffentlichte Fotomaterial, das so viele unterschiedliche Momente der damaligen Zeit umfasst, kombinieren mit Texten, Zeichnungen, Unterlagen – auch die der Stasibehörde. Und ich möchte die Punks selbst zu Wort kommen lassen – mithilfe ihrer Äußerungen von früher, aber auch durch aktuelle Wortbeiträge.

Großartige Idee, die ich sehr gerne realisiert sehen würde, weshalb ich da selber mal was mit reinpacke.
(via Falko)

Einen Kommentar hinterlassen

AfD mal wieder traurig: angeblich hat keiner Musik für sie

Der Berliner Landesverband der AfD ist mal wieder traurig.

Nachdem dieser erst neulich für einen Wahlwerbespot Musik einer französischen Band benutzte, ohne dafür eine Genehmigung einzuholen, mussten sie jenen Clip wieder löschen. Nun hat man wohl versucht, Musik zu lizenzieren, um diesen Clip wieder neuvertont veröffentlichen zu können. Allein: angeblich haben alle angeblich angefragten Verlage eine Lizenzierung für die Partei abgelehnt. Jetzt ist die AfD wieder traurig und mimimit sich durch ihre so gerne vorgetragene Opferrolle.

Bildschirmfoto 2016-09-05 um 12.47.28

Schon doof, so eine Demokratie, in der Musiker und Labels selber darüber entscheiden können, an wen sie ihre Musik lizenzieren und an wen eben nicht. Eine Demokratie, die Künstlern die Möglichkeit gibt, Anstand zu wahren. Also doof für die AfD.

Allerdings dürfte man auch in der AfD wissen, dass es durchaus möglich ist, Musik zu nutzen, die nicht extra lizenziert werden muss. Zur Not lässt man sich halt von irgendwem irgendwas produzieren. Dann aber hätte sie nicht wieder mal rumjammern können, wie böse alle zu ihr sind. So schreibt man sich das dann auch direkt mal in den jetzt musiklosen Wahlwerbespot. Was für (hier eine politisch korrekte Beleidigung einfügen.) Dort ist man nicht in der Lage, Musik für einen Clip zu kriegen und gibt der „Demokratie“ die Schuld daran. Darunter macht die AfD es nicht. Da muss man auch erst mal drauf kommen!

Bildschirmfoto 2016-09-05 um 13.04.17

Ob man bei Frank Rennicke und Konsorten nachgefragt hat, ist nicht bekannt.

(via TheClubMap)

11 Kommentare