Zum Inhalt springen

Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Es gibt eine Petition zur Eingliederung des Freistaates Sachsen in die Russische Föderation

Bildschirmfoto 2016-08-22 um 23.53.58

Ein gewisser René Reimann hat bei openPetition ein „Bürgerreferendum zur Eingliederung des Freistaates Sachsen in die Russische Föderation“ ins rollen gebracht. Dieses hat bisher 7 Unterstützer und ich weiß gerade nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Weil natürlich kenne ich auch in Sachsen ganz großartige Menschen. Vielleicht müssten die im Falle dessen dann dort wegziehen.

Ich frage mich mitunter, was mit Leuten wie diesem Antragsteller denn so schief gegangen ist. Wenn das nicht wieder mal irgend so eine Fake-Aktion ist. Schlimm hingegen ist, dass ich derartiges mittlerweile ernsthaft irgendwelchen Knetbirnen zutrauen würde. Harte Zeiten – keine Besserung in Sicht.

Wir, die Bürger des Freistaates Sachsen, fordern eine Eingliederung Sachsens in die RUSSISCHE FÖDERATION. Im ersten Schritt bündeln wir hiermit die Stimmen für ein künftiges Referendum zur Abstimmung für eine Eingliederung des Freistaates Sachsen in die RF. Die UN-Charta gibt uns das Recht dazu! Nutzen wir es jetzt!

Wir haben bereits zu genüge eingesteckt und verteilt im 1. und im 2. Weltkrieg.

Wollen „wir“ wieder die Schuldigen nach einem 3. Weltkrieg sein?
Wollen wir uns wirklich von ein paar irren Bankstern und von unseren gekauften Politikern weiterhin zur „Speerspitze gegen Russland“ mobilisieren lassen? Möchten wir weiterhin die Demütigungen Russlands sowie völkerrechtswidrige Sanktionen (Kriegshandlungen) gegen Russland im Namen unserer Regierung dulden?

Wollen wir uns weiterhin an einem Nato-Angriffsbündnis beteiligen und an den Folgen erliegen. Wollen wir weiterhin warten bis „sich“ etwas verändert?

Euer Pro Putin Partei – Gründungsprojekt!

Begründung:
Die Schlinge von Polizeistaat und EU-Diktatur zieht sich langsam aber sicher zu.

Wie wir wiederholt und ständig erleben, gibt es nichts wovor das EU-Diktatur-Komitee zurückschrecken würde! Das baldige Verbot der Meinungsfreiheit und das Verbot von Demonstrationen lässt uns KEINE Zeit mehr! Morgen schon leben wir in einer Diktatur!

Genauso wie die Sowjetunion uns einst die Wiedervereinigung gönnte, begegnete uns auch die Russische Föderation stets gesonnen und auf partner- und freundschaftlicher Ebene.

3 Kommentare

Potsdam: Polizei pumpt Springbrunnen ab, um Demonstranten aus diesem zu holen

Gestern traf sich in Potsdam die Nachfolge-Truppe der hier gescheiterten pegidanahen Pogida-Spaten. Die nennen sich nun die „Freien Patrioten Potsdam“, haben einen neuen Anführer und hatten gestern auf dem zentral gelegenen Luisenplatz eine Demo in der Zeit von 14:00 bis 20:00 Uhr angemeldet. Ich hatte mir das mit 300-400 Potsdamern von aussen angesehen, musste dann aber nach Sachsen.

Am Ende saßen dort dann 50+ der Patrioten an Biertischgarnituren und grillten sich ein paar Würschte auf einem Grill, den zusammenzubauen ihnen einiges an Schwierigkeiten bescherte, was die Außenstehenden durchaus amüsierte. Bewacht wurden die freien Ex-Pogidi-jetzt-Patrioten dabei von hunderten Polizisten, zwei Wasserwerfern und ein paar Räumpanzern. Später liefen sie dann noch für ein paar Minuten durch die Stadt. Soweit alles wie immer.

Im Vorfeld allerdings kam es zu seinem seltsamen Zwischenfall, der sich in dem Springbrunnen des Luisenplatzes ereignete. Auf dem Platz also, auf dem die grillenden Patrioten in Ruhe und unter Publikum ihre Wurscht essen wollte.

Gegendemonstranten verabredeten sich schon um 12:00 Uhr zu einem Picknick auf dem Platz. Ich weiß nicht, ob die gepicknickt haben, aber als die „Gäste“ der Grillparty eintrafen, hatten die circa 25 Gegner den Platz quasi schon besetzt. Sie zogen die Schuhe aus und stellten sich in den dortigen Springbrunnen, der eine Wassertiefe von vielleicht 40 Zentimetern hat. Als die Polizei sie bat, den Brunnen zu verlassen, weigerten sie sich. Auch ausgesprochene Platzverweise von Seiten der Beamten konnten sie nicht überzeugen das Wasser zu verlassen. Nun war es wohl so, dass keiner der Polizisten seine Stiefel ausziehen oder es riskieren wollte, dass diese nass werden könnten. So rief man die Feuerwehr, die den Pool auspumpen sollte, so dass die Demonstranten in Gewahrsam genommen werden konnte. Weitestgehend mit trockenen Beamtenfüßen.

Und die PARTEI in Potsdam weiß, wie man Demonstranten mobilisiert.

8 Kommentare

Podcast: 40 Jahre Punk – Drei Akkorde reichen für die Weltrevolution

Es ist Sonntag, hier regnet es in Strömen. Beste Voraussetzungen also, sich dem Weg nach draußen zu verweigern, sich noch einen Kaffee zu machen, alle Fünfe grade sein zu lassen und einfach mal diese kurze 5-teilige Podcast-Reihe vom Deutschlandradio Kultur zu hören. Über Punk und über das, was heute davon übrig ist: 40 Jahre Punk – Drei Akkorde reichen für die Weltrevolution.

punks

Teil 1: Musik aus der britischen Desasterzone
„Im Auftakt unserer Wochenreihe geht es um die Vorläufer der Punk-Welle in Großbritannien Mitte der 70er-Jahre. Mit den Sex Pistols, The Clash und The Damned fing sie klein an und löste Großes aus.“
[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2016/08/15/40_jahre_punk_musik_1_die_vorlaeufer_kleine_momente_drk_20160815_1636_17ad1134.mp3]
(Direkt-MP3)

Teil 2: Wie der Punk Großbritannien eroberte
„Nachdem die Sex Pistols mit der Single „Anarchy in the UK“ bekannt wurden, breitete sich das Punk-Virus im gesamten Vereinigten Königreich aus. So sorgte ein Konzert der Sex Pistols in Manchester für einen ganzen Schwung an neuen Bands.“
[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2016/08/16/40_jahre_punk_musik_2_punk_erobert_grossbritannien_drk_20160816_1637_70d5a4ee.mp3]
(Direkt-MP3)

Teil 3: Zwischen Links und Rechts
„Während einige Bands ihre Fangemeinde auch in der ultrarechten Szene fanden, stellten sich andere wie „The Clash“ strikt gegen jede Form von Rassismus.“
[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2016/08/17/40_jahre_punk_3_punk_und_politik_drk_20160817_1615_e3eb81be.mp3]
(Direkt-MP3)

Teil 4: Der Richtungsstreit nach dem Urknall
„Wohin soll es eigentlich gehen, wenn das Establishment einmal gestürzt ist? Nach dem Urknall im Jahre 1976 wurde auch der Punk-Szene bald klar, dass nicht alle mit denselben Zielen und Methoden angetreten waren.“
[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2016/08/18/40_jahre_punk_4_der_richtungsstreit_nach_dem_urknall_drk_20160818_1615_9472159c.mp3]
(Direkt-MP3)

Teil 5: Ein Nachruf auf den Punk
„Vor 40 Jahren schrieben die Punk-Journalisten Tony Parsons und Julie Burchill das Rock-Establishment in Grund und Boden. Heute gehören sie zur neo-nationalistischen Brexit-Fraktion. Zwei von vielen Alt-Punks, die ihre Jugend verraten haben. Zorn, revolutionäre Energie sind passé.“
[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2016/08/19/40_jahre_punk_5_was_ist_vom_punk_geblieben_ein_nachruf_drk_20160819_1610_fc282949.mp3]
(Direkt-MP3)

(via René)

Einen Kommentar hinterlassen

1.000 Euro Belohnung für Hinweise auf verlorene Maschinenpistole der Polizei

Letzten Donnerstag hat ein Polizist in Leipzig sein Maschinenpistole verloren. Ich weiß nicht, wie so etwas passieren kann, ich hatte nie eine, auf die ich hätte aufpassen müssen. Jedenfalls ist die Knarre, anders als dazu gehörende Magazin, bis heute nicht wieder aufgetaucht. Die Polizei Leipzig bittet jetzt um Hilfe der Bürger, die Wumme wiederzufinden und verspricht eine Belohnung von 1000 EUR. Wer von euch also in Leipzig eine Heckler & Koch finden sollte; bitte schön.

AufrufXMP5


(via Dunkel. Dreckig. Reudnitz.)

8 Kommentare

Andreas, ein Obdachloser aus Würzburg, und der Versuch eines Neuanfangs

Adrian hat einen Film gemacht. Einen Film über Andreas, der als Wohnungsloser in Würzburg lebt.

„Im Sommer 2014 sprach mich ein Obdachloser unweit von meiner Haustür in Würzburg an, ob ich ihm nicht die aktuellen Sportergebnisse aus dem Internet abrufen könnte. Da ich noch kein Smartphone besaß, recherchierte ich die Ergebnisse zu Hause und setzte mich dann mit ihm, Andreas auf die Straße. Wir plauderten. Andreas ist studierter Tiefbauingenieur, der sich selbstständig machte, bankrott ging und nun schon seit 16 Jahren auf der Straße lebt. Andreas hat zwei Töchter, die er leider nicht mehr oft sieht und ist ein ungemein offener und freundlicher Mensch. Auch sein Hang zu Tiefgründigkeit und Philosophie sorgten dafür, dass ich während unserer Gespräche oft die Zeit vergaß und wir stundenlang auf der Bank neben dem Stift Haug saßen. Andreas reist oft durch die Landkreise Süddeutschlands, da Obdachlose im Landkreis Würzburg nur 7 Tage in einer Einrichtung unterkommen und ihr tägliches Hartz 4 bekommen. Seine positive Art und sein grandioser Humor gefielen mir und so wurde aus dieser Begegnung eine Freundschaft, die nun schon seit 2 Jahren anhält. Da ich von Andreas Bescheidenheit, seiner Zuversicht und seinem unermüdlichen Durchhaltevermögen so beeindruckt war, entschied ich mich einen kurzen Film über ihn zu machen und Möglichkeiten zu finden ihm zu helfen. Wie die meisten Obdachlosen hat auch Andreas ein Alkoholproblem, welches ich während meiner Zeit mit ihm aber nie als störend oder sonderlich schwerwiegend empfand.
Aktuell ist Andreas in Langzeittherapie in Norddeutschland und hofft bald vom Alkohol loszukommen und – wie er selber sagt – einen Neustart in der gutbürgerlichen Mitte anzugehen. Die Spenden würden es ihm ermöglichen nach Abschluss seiner Therapie von vorne anzufangen und wieder Teil der Gesellschaft zu werden, was er sich so sehr wünscht und woran er auch noch glaubt. „

Nun will Andreas in eine Wohnung, was nicht ganz leicht ist, wenn du keine Arbeit und keine Kohle hast. Deswegen hat Adrian eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, die die Kaution und die Miete für die ersten 3 Monate sichern soll. In der Summe nicht viel, für Andreas dennoch etwas ganz Großes.


(Direktlink)

Einen Kommentar hinterlassen