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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Sticker gegen Rechts 2015

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Heute startet INnUp Druckerei aus Bremen den Stickerwettbewerb gegen Rechts 2015. Alle Infos und Teilnahmebedingungen finden sich hier. Oben der immer noch ganz großartige Gewinnersticker aus dem Jahr 2014 von 361.

Denn leider häufen sich die Ereignisse. Rassismus, offensichtliche Ausgrenzungen von Menschen und faschistoide Parolen sind allgegenwärtig. Rassistische Gruppierungen, wie „Pegida“ und „HogeSa“ nehmen zu und machen ihre polyphoben Standpunkte publik. Nicht bloß in den Medien wird man zuhauf mit solch aggressivem und zugleich menschenverachtendem Verhalten konfrontiert, sondern auch in Alltagssituationen nehmen sie stetig zu.
So ist es wichtig, sich klar zu positionieren und ein solch kategorisierendes Einordnen von Menschen nicht einfach nur hinzunehmen und zuzulassen, sondern mithilfe eines friedlichen, aber zugleich aussagekräftigen Protests Öffentlichkeit gegen die rechte Szene zu machen.
Der Wettbewerb startet am 27.01.2015 und lädt alle zum Mitmachen ein. Die Teilnahme ist kostenlos und jeder Teilnehmer oder Supporter bekommt anschließend die Gewinnersticker gratis zugesandt. Bis zum 24.02.2015 können die Motive hochgeladen und bewertet werden. Danach werden die drei Motive mit den besten Bewertungen als Gewinner ermittelt und die Kreativen dahinter erhalten jeweils einen Schwung ihrer eigenen Motive kostenlos zugesandt (Genaue Mengenangaben siehe Teilnahmebedingungen).
Alle Teilnehmer und Supporter bekommen auf Wunsch 30 Exemplare vom Gewinnermotiv, 20 Mal das zweitplatzierte Motiv und 10 Aufkleber vom drittplatzierten Motiv kostenlos zugesandt.
Warum eine Druckerei einen solchen Wettbewerb macht, wie die Gewinner ermittelt werden und alle weiteren Hinweise und Informationen zum Wettbewerb findet ihr in unseren Teilnahmebedingungen. Wir wünschen euch viel Spaß bei Sticker gegen Rechts 2014 und freuen uns auf eure zahlreichen kreativen Ideen.

60 Kostenlose Sticker für jeden Teilnehmer oder Supporter.

(via Urban Shit)

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70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz


(Direktlink)

Heute vor 70 Jahren befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Es war das größte deutsche Vernichtungslager während der Zeit des Nationalsozialismus. Wir alle haben viel davon in der Schule gehört – viele haben schon vergessen. Das aber darf nicht passieren. Wir dürfen nicht vergessen. Niemals. Wir tragen vielleicht nicht die Verantwortung für das, was im deutschen Namen vor 75 Jahren getan wurde, aber wir tragen die Verantwortung dafür, daran zu erinnern und eben nicht zu vergessen. Immer.

Auschwitz bezeichnet einen Lagerkomplex, der aus dem größten der NS-Vernichtungslager, dem KZ Auschwitz-Birkenau und dem Stammlager des KZ Auschwitz sowie dem KZ Auschwitz–Monowitz im damals deutsch-besetzten Polen bestand. Diese drei Konzentrationslager wurden von 1940 bis 1945 während der Zeit des Nationalsozialismus bei Kraków (deutsch: Krakau) am Westrand der polnischen Stadt Oświęcim (deutsch: Auschwitz) errichtet. Zu dem Lagerkomplex gehörte auch eine Vielzahl von Neben- oder Außenlagern in der Region.

Die europaweit gefangen genommenen Menschen wurden per Bahn in das KZ Auschwitz transportiert. Herkunftsländer der meisten dort Ermordeten waren Belgien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Jugoslawien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen, Rumänien, Sowjetunion, Tschechoslowakei und Ungarn. Es handelte sich um die räumlich größte Ansammlung von Konzentrationslagern des Deutschen Reichs, in denen über 1,1 Millionen Menschen ermordet wurden (siehe Opferzahlen der Konzentrationslager Auschwitz). In der Nachkriegszeit ist deshalb der Name „Auschwitz“ zu einem Symbol für den Holocaust geworden.
Die Lager wurden am 27. Januar 1945 von der Roten Armee befreit.
(Wikipedia)

Letzte Nacht lief im Ersten eine Doku über „Night Will Fall“, einem Film-Projekt Alfred Hitchcocks, mit dem er versuchen wollte, die unbegreiflichen Grausamkeiten des Holocaust irgendwie darzustellen. Ich habe die gesehen und sowohl mein Magen als auch mein Herz wollten mich danach nur schwer schlafen lassen. Leider hat es jene Doku nicht in die Mediathek beim Ersten geschafft. Sie lief allerdings neulich schon auf arte und wird dort übermorgen, Donnerstag, 29. Januar um 01:25 Uhr, noch mal wiederholt. Hier ein Ausschnitt.

[Update]

Nun ist die Doku doch online und kann hier noch bis zum 03.02.2015 in der ARD Mediathek gesehen werden. [Triggerwarnung: Alles!]

Hitchcocks Lehrfilm für die Deutschen

Bei ihrem Vorstoß über Europa entdecken die Alliierten 1945 die ersten Konzentrationslager. Aus dem Entsetzen über das Bild der Grausamkeiten entsteht das Bedürfnis, alles zu dokumentieren. Britische, amerikanische und russische Kamerateams beginnen mit ihren Aufnahmen. Renommierte Regisseure wie Alfred Hitchcock und Billy Wilder werden beauftragt, aus dem Rohmaterial schonungslose Dokumente der Todeslager zu erschaffen. Als Teil der Psychologischen Kriegsführung sollen die Filme der deutschen Bevölkerung gezeigt werden.

Doch während die Amerikaner rasch mit einem kurzen Film an die Öffentlichkeit gehen, verzögert sich die Fertigstellung des britischen Films von Alfred Hitchcock. Und es ändern sich die politischen Vorzeichen. Unter dem Eindruck des beginnenden Kalten Krieges und der Wiederaufbaupläne für die westdeutschen Sektoren scheint es plötzlich nicht mehr opportun, die westdeutsche Bevölkerung nachhaltig mit ihren eigenen Verfehlungen zu konfrontieren. Der Film landet unvollständig in den Archiven, eine Filmrolle gilt bald als gänzlich verschollen.

Nach jahrelangen Recherchen und neu aufgetauchtem Material ist es dem Imperial War Museum nun gelungen, den Hitchcock-Film vollständig zu rekonstruieren. Er wurde im Rahmen der Berlinale 2014 erstmals öffentlich in Deutschland aufgeführt. Der Dokumentarfilm „Night Will Fall“ zeigt die Wiederherstellung des Hitchcock-Films mit den verantwortlichen Experten – und rekonstruiert zugleich mit Hilfe von Zeitzeugen – ehemaligen Lagerinsassen ebenso wie ehemaligen Soldaten und Kameraleuten – die Befreiung der Konzentrationslager 1944/45: Ungesehene Bilder und unerzählte Geschichten über eines der dunkelsten Kapitel des 20. Jahrhunderts.


(Direktlink)

In Auschwitz selber wird heute eine internationale Gedenkfeier für die Oper des NS-Terrors stattfinden, 70.auschwitz.org ist die offizielle Website mit allen dazu relevanten Informationen.

Das Deutschlandradio Kultur hat dazu die Audio-Doku-Reihe „Die Befreiung von Auschwitz vor 70 Jahren„, die über mehrere Tage hinweg daran mit 5-minütigen Beiträgen erinnert.

Eintages hat Erinnerungen der letzten Zeugen: Auschwitz – Erinnerungen an die Todesfabrik.

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Pegida-Fans in Meck-Pomm werben ungewollt für Demokratie und Nazi-Aussteigerprogramm

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(Foto: Public Domain)

Sehr schöner „Life-Hack“, den eine Schweriner Gruppe dort im Rahmen der letzten Mvgida-Demo umgesetzt hat.

So wurde die Domain mvgida.de registriert und dort mehrere Inhalte platziert, wie sie von der Facebook-Seite der Gruppierung bekannt sind. Schließlich verteilten die Organisatoren unter den Mvgida-Sympathisanten mehrere Schilder, auf denen für die Website geworben wurde. Diese trugen die Pappen in der Tat vor sich her – und dachten, für ihre Bewegung so zusätzlich werben zu können. Bis 19.30 Uhr war dies auch der Fall, dann wurde der Inhalt jedoch komplett ausgetauscht.

Dann ging eine Mail der Initiatoren raus:

Tatsächlich fordert die Website „ungeliebte Pegida-Anhänger“ auf, „sich richtig zu informieren und nicht alles nachzugackern“. Ein Link zur Liste der Bundestagsabgeordneten aus Mecklenburg-Vorpommern soll von dieser Seite aus die Möglichkeit geben, mit den demokratisch gewählten Volksvertretern in Gespräch zu kommen. Ein weiterer Link führt zum Leitfaden zur Durchführung einer eigenen Demonstration ohne die Vereinnahmung durch rechtsradikale und demokratiefeindliche Organisationen. Für Menschen, die sich von der rechten Szene trennen wollen, werden im dritten Link Informationen bereit gestellt.

Bildschirmfoto 2015-01-27 um 10.25.39


(via Endstation Rechts)

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To support Refugees in Berlin: I’m not a Band – Colours

Nicht so wirklich mein Sound, aber allemal unterstützenswert. Der komplette Erlös, der sich aus diesem Song ergibt, geht an den Hellersdorf hilft e.V.

Der Song ist ein Statement gegen Rassismus, in dem ich meine Erfahrungen vom Hass gegen Asylbewerber, der Ideologie und Ursachen, die diesem Hass zugrunde liegen verarbeite. Nach der Nazi-Hetze gegen ein geplantes Asylbewerberheim in Berlin Hellersdorf im letzten Jahr habe ich zusammen mit anderen jungen Bewohnern des Bezirks den Verein „Hellersdorf hilft“ gegründet, um eine Willkommenskultur zu etablieren und den geflüchteten Menschen bei Ihrer Ankunft zu helfen: kaum einer von denen, die derart Hetze betreiben kennt die Geschichten und Schicksale, die geflüchtete Menschen erleiden und erlitten haben, genauso wenig wie die wertvollen Erfahrungen, die wir sammeln können, wenn wir uns öffnen und auf alle Menschen einlassen – denn die Schönheit der Welt definiert sich durch alle Farben.“
Wir freuen uns über rege Verbreitung des Songs und des Statements: Gegen Rassismus. Refugees Welcome!


(Direktlink)

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Die Commerzbank setzt Musik gegen Obdachlose ein

Im Hinblick auf die von mir gestern verbloggte Doku „Musik als Waffe“ kommt heute passend dazu diese Meldung rein: Die Commerzbank setzt jetzt Musik ein, um Obdachlose aus ihren Räumlichkeiten zu vertreiben. „Tolle“ Bank!

Für die noch offenen Filialen indes haben sich die findigen Banker etwas anderes ausgedacht. Seit Kurzem, so berichtet die Berliner Zeitung, beschallen sie ihre SB-Zonen am Mehringdamm und auf der Schönhauser Allee mit Musik: Ab 20 Uhr abends bis zum nächsten Morgen dudelt der britische Old-School-Barde Mike Oldfield („Far above the clouds“) vom Band. Andere Banken in der Großstadt übrigens nutzen solche Methoden noch nicht, das Phänomen aber sehr wohl. Bei der Berliner Sparkasse zum Beispiel informiert der Wachschutz den „Kältebus“, der den Zuflucht Suchenden dann bei besonders kalter Witterung Unterschlupf gewähren soll.

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Der Torsun & das Einhorn – Voschepi (Volk, Scheiss, Pisse)

Daniel und Torsun rotzen in 90 Sekunden einfach mal alles raus, was gerade so über die Leber montagsspaziert. Soll hin und wieder ja auch ganz gut tun, nicht wahr. Hier die Nummer neben auch anderen zum freien Download.

Bäm, die dritte Nummer von Der Torsun & das Einhorn. Aus aktuellem Anlass gegen PEGIDA, besorgte Bürger und “das Volk” per se! Und wie sagte Adorno damals so schön? Versuche politischen Protest mit Pop-Musik zusammenzubringen sind zum Scheitern veurteilt. Na denn… Wir sind eine Band die sich ihrer Widersprüche bewusst ist, Ich als Befindlichkeitsmusiker kann das so sagen. Außerdem haben wir Bock zu pöbeln!


(Direktlink

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Der Pegida-Song von extra 3

Um die wöchentlichen Abendspaziergänge beschwingter zu gestalten und auch als Dank für den Einsatz der Teilnehmer, präsentiert die Lügenpresse© endlich den Soundtrack zur Pegida-Bewegung.

Vielleicht singen die Pegiden das ja jetzt dort immer montags.


(Direktlink, via Christian)

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Deutsche dürfen im Stehen pinkeln

Das Amtsgericht Düsseldorf hat ob eines Rechtsstreits zwischen Mieter und Vermieter entschieden, dass es für Mieter zulässig sei, auch im Stehen zu pinkeln. Weil das sei hier halt so. Es ging um einen wohl nicht mehr ganz schönen Klo-Fußboden, wegen dem sich der Vermieter veranlasst sah, die Kaution nicht zurückzahlen.

Ein Fachmann hatte die Urinspritzer als Ursache ausgemacht. Dies sei nachvollziehbar und glaubwürdig, befand der Richter. Der Vermieter habe aber kein Recht, die Kaution für die anstehende Reparatur einzubehalten. Urinieren im Stehen sei weit verbreitet, die Gefahren für Böden aber kaum bekannt. Der Vermieter hätte auf die Empfindlichkeit des Bodens hinweisen müssen.

Die taz hat mit Blick darauf heute dieses wunderbare Titelblatt.

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2005 - 2026 Das Kraftfuttermischwerk

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