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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Die PARTEI bringt der BILD ihren Müll zurück

Am Samstag wollte der Axel Springer-Verlag alle deutschen Haushalte mit einer Gratis-Ausgabe der BILD „beglücken“. Ich hatte die gestern auch im Briefkasten und konnte damit ganz wunderbar den Grill anzünden. Die PARTEI machte das Beste draus und tauschte eine Ausgabe der BILD gegen eine Ausgabe der Titanic. In Frankfurt hat man der BILD dann ihren Müll zurückgebracht.

Der Zwangsumtausch Bild vs. TITANIC in 20 Städten läuft gut an (ist ja auch ein irrer Kurs, eine Bild gegen eine TITANIC, ca. 1 zu 345). In Frankfurt hat die Bild-Redaktion ihren Schund zu großen Teilen zurückbekommen… Smiley!

Die Bild Frankfurt hat nun Anzeige wegen illegalen Abladens von Müll erstattet. Oh, Irony!

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Heute vor 25 Jahren – Erinnerungen an eine Flucht

Heute vor 25 Jahren ist Jens aus dem Osten in die BRD geflüchtet. Zwei Tage später fiel die Mauer.

Jens dürfte einer derer sein, die hier zu den längsten Lesern gehören. Im Netz kennen wir uns schon eine halbe Ewigkeit, tatsächlich getroffen haben wir uns nie. Ich weiß schon länger, dass Jens im Herbst 89 „rüber gemacht“ ist. Ich fragte ihn letztens, ob er dazu nicht mal etwas aufschreiben mag. Das tat er. Hier seine ganz persönlichen Erinnerung an das Jahr 1989.

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(Symbolfoto unter CC BY-SA 2.0 von Sludge G)

Der Huddel begann so Mitte der 80er. Da wurde mir immer klarer, dass das so nicht weiter gehen kann. Zumindest nicht mehr all zu lange.

Dann nahm mich mein Kumpel mit nach Halle – in die dortige Punkszene. Das war für mich der Wendepunkt. Ab wollte ich revoluzzen. Ich hatte keinen Bock mehr auf das System und klinkte mich zusehends aus. Die damalige Szene in der DDR war sehr agil und aktiv, sodass wir echt viel Spaß hatten. Das meiste fand illegal in Kirchen statt, aber das wissen die meisten von euch ja eh…

Dann kam 89… das alles verändernde Jahr. So im April rum bekam mein damals bester Kumpel sein „Go“ für seinen Ausreiseantrag und war ziemlich schnell weg. War nicht so einfach für mich. Aber es war eh eine sehr veränderliche Zeit. Ein heißer Sommer. Meine Schwester…zack über Ungarn weg. Das war im August. Ohne mir Bescheid zu sagen. Ich bekam einfach irgendwann einen Anruf von ihr ausm Westen. Das war krass.

Zu der Zeit hatte ich den Gedanken, einen Ausreiseantrag zu stellen, schon verworfen, da es bereits zu spät war. Hier musste gehandelt werden. Dann die Sache mit der Prager Botschaft. Das gab uns den Rest. So kam es, dass wir uns auf einer Party bei mir dazu entschlossen, auch „rüber zu machen“.

Gesagt, getan. An einem trüben Montagmorgen im November hob ich alles Geld vom Konto ab und legte es meiner Mutter, die zu der Zeit in Kur war, samt eines Abschiedsbriefes auf den Küchentisch. Packte ein paar Sachen, brachte Ratte Wilma zu einer Bekannten, damit sie versorgt ist, und dann ging es auch schon ab zum Bahnhof. Unterwegs trafen wir noch den Vater eines meiner Freunde. Tränenreicher Abschied. Vergess ich nie! Dann Tickets nach Prag gekauft und ab in den Zug. Wir waren zu siebt. Meine Freundin, fünf Kumpels und ich. Wir vereinbarten, getrennt zu fahren, damit wir an der Grenze nicht auffallen. Bei Fragen wollten wir sagen, wir fahren in die Hohe Tatra, Skiurlaub machen. Über die tschechische Grenze war dann allerdings kein Problem und so kamen wir alsbald in Prag an. Hier hatten wir dann auch direkt den ersten Kontakt mit „dem Westen“. Auf dem Bahnsteig liefen Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes herum und sprachen uns an, ob wir flüchten wollten. (Man hat es uns dann wohl doch angesehen.) Man erklärte uns, dass es einen Sammeltransport in die BRD geben würde, welcher in ein paar Stunden abfahren sollte. Prima, das ging ja mal unproblematisch.

Wir also noch ne Runde in die Stadt, die letzte Ostmark in Kippen und Bier investieren.

Dann die Fahrt Richtung Biberach. Was war das für ein Fest, als der Zug die Grenze überquerte. Unglaublich. Werde ich auch nie vergessen.

Der Empfang in Biberach war echt erstaunlich. Sehr herzlich hat man sich um uns gekümmert. Zum einen von staatlicher Seite und zum Anderen auch durch die Bevölkerung. Untergebracht wurden wir erstmal für 3 Tage in einer Turnhalle. Zu Hunderten. Aber man hat uns sogar einen TV hingestellt, sodass wir das Geschehen in der Noch-DDR verfolgen konnten. Nach diesen 3 Tagen ging’s dann ins nächste Auffanglager. Ich sag euch, das war ein Traum! Und das meine ich so. Denn wir wurden in einem verschneiten Feriendorf im hessischen Wald untergebracht. Finnhütten mit Kamin und allem pi pa po… Jeweils für 6 Personen… da wir aber zu siebt waren, hatten wir ein Problem. Dachten wir zumindest kurz. Denn auch hier hatten die Verantwortlichen kein Problem gesehen und uns flux ein siebtes Bett in unsere Hütte gestellt, sodass wir zusammen bleiben konnten. HAMMER!

Es dauerte auch nicht lang, da hatten wir den ersten Kontakt mit den Anwohnern des angrenzenden Dorfes. Die dort lebende Jugend war schnell unser Freund. Und schon nach 2 Tagen saßen wir mit ner Kiste Bier in deren Häusern und haben Videos geschaut. So ging das dann gediegen 6 Wochen lang weiter. In der Zwischenzeit, und auch hier muss ich ein Lob der deutschen Bürokratie aussprechen (was mir heute eher schwer fällt!), hatten wir unsere neuen deutschen Ausweise und auch das Arbeitslosengeld war genehmigt. Mir wurden meine Arbeitsjahre in der DDR voll anerkannt und ich bekam ne stattliche Summe ALG. Soviel, dass ich mir direkt ein Auto kaufen konnte. Ein altes, gebrauchtes natürlich. Es war, (lacht nicht!), ein Opel Manta. Baujahr 76 mit schwarzem Velourdach, original Lackierung, ungetuned. Herrlich!

Natürlich ist uns nicht entgangen, dass inzwischen die Mauer gefallen war. Das machte uns allerdings nicht nur gute Gefühle. Zum Einen, weil uns klar wurde, dass wir das alles viel bequemer hätten haben können, ohne Flucht und so. Zum Anderen, weil jetzt auch jeder Volldepp rüber machen konnte. Und ja, auch davon hatten wir in der DDR genug. Was wir noch zu spüren bekommen sollten…

Irgendwann waren die 6 Wochen „Urlaub“ dann vorbei. Es ging für gottseidank nur eine Nacht ins Hauptauffanglager nach Gießen. Amok! Das war eine eher verstörende Erfahrung. Zu viele Leute, aller Couleur, auf zu engem Raum. Naja, es war nur eine Nacht. Für uns ging es weiter – in ein leeres Hotel. Ebenfalls in Hessen. (Korbach) Ich bezog ein Zweibettzimmer mit meiner Freundin. Hier sollten wir dann weitere 6 Wochen wohnen und es sollte auch unsere Endstation in Sachen Auffanglager werden.

Weihnachten kam und wir wollten alle zu unseren Familien in den Osten. Klar, die Grenze war ja offen. Allerdings gab es zu der Zeit immer noch den Zwangsumtausch von 25 DM pro eingereisten Tag. Die Aufhebung dessen sollte am 23.12.89 stattfinden. Da wir diesen Umtausch natürlich nicht mehr wollten, (klar, wer braucht schon Ostmark?), standen wir dann zu Hunderten an der „offenen“ Grenze und warteten, bis um 0:00 Uhr diese Regelung weg fiel. Dann fuhr ein riesen Konvoi an Autos ab in die Ex-DDR. In den anliegenden Grenzdörfern standen die Leute zu Hauf an den Straßen, wir konnten teilweise nur Schrittgeschwindigkeit fahren. Dabei trommelte man uns auf die Autodächer zur Begrüßung. Menschen standen mit allerlei Getränken am Straßenrand. Das war alles einfach fast surreal. Eine einzige Party.

Die Ankunft und der Empfang durch meine Mutter war damals erstmal etwas unterkühlt. Sie war wohl nicht so begeistert, dass ich weg bin. Sie brauchte, um sich damit abzufinden, einige Zeit.
Wir hatten den Kofferraum voller Lebensmittel. Quasi ein rollendes Westpaket. Das beschwichtigte ein wenig.

Wir verbrachten den Jahreswechsel dann in der Heimat und fuhren im neuen Jahr wieder zurück in unser Hotel. Dort lebten inzwischen auch sehr komische, fast kriminelle Leute. Es wurde zB. die Kasse, des im Hotel befindlichen Restaurants, geknackt. Ausgerechnet in der Nacht, in der wir wieder dort ankamen. Da ich kein echtes Alibi hatte, wurde ich von den Ermittlern erstmal verdächtigt und musste Fingerabdrücke und Co. abgeben. Kam dann aber irgendwie nix bei raus und ich glaube, das verlief sich im Sande.

Eines Morgens lag dann doch sogar ein Toter bei mir vor der Zimmertür. Die besoffenen Knaller hatten sich anscheinend geprügelt und einen hats erwischt. Da wurde es uns doch alles zu viel und wir nutzten das Angebot, welches sich just offenbarte. Denn ein Cousin eines Freundes lebte in Saarbrücken und in dem Haus, in dem er wohnte, war gerade ne Bude frei. Mein Freund fragte mich und meine Freundin, ob wir nicht mit wollten. WG und so. Erstmal musste ich auf der Karte schauen, wo Saarbrücken eigentlich liegt. Ich wäre gern in Hessen geblieben, aber raus aus dem Hotel war dringender. Also, dachten wir, erstmal nach Saarbrücken, dann schauen wir weiter. So trennten sich dann die Wege der glorreichen Sieben. Der Rest blieb in Hessen und wir verloren uns schnell aus den Augen.
(Übrigens sind, bis auf meine Ex und mich, alle früher oder später wieder zurück in die Heimat. Heute habe ich zu keinem mehr Kontakt.)

Angekommen in SB lebten wir die ersten Wochen mit Schlafsack aufm PVC Boden in leeren Räumen. Alles sehr abenteuerlich, aber, ich möchte diese Zeit nicht missen.

Dass Saarbrücken mal zu meiner neuen Heimat werden würde, hatte ich damals nicht aufm Schirm. Ich ging von einer Episode aus. Nun lebe ich bereits länger hier in Saarbrücken, als ich in der DDR lebte. Saarbrücken ist mein Zuhause.

Alles andere ist Geschichte…

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Arschloch-Shirt

Es ist nicht mehr lang hin, bis die Weihnachtsgeschenke wieder unter Bäumen liegen sollten. Da kann man schon mal gucken, für wen sich in diesem Jahr was anbietet. Parfüm verschenkt man eh immer. Meistens an die, die man mag. Die, die man nicht mag, will man meistens auch nicht beschenken und es lässt sich manchmal dennoch nicht vermeiden. Dieses Shirt hier ist der optimale Weg, genau jenen auf ganz dezente und leise Weise mitteilen zu können, „Du, eigentlich find‘ ich dich nicht ganz so pralle!“

Keine Ahnung, wo man’s kaufen kann. Gab es mal von DVdasa, ist aktuell allerdings ausverkauft. Alternativ dazu gibt es aber das Meta-Butthole-Shirt. (Ich wüsste auch nicht, wem ich es schenken sollte und bleibe deshalb auch 2014 bei Parfüm.)


(via Björn)

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Raveland im Neuland – Marusha spielt im Konrad-Adenauer-Haus

Dass Marusha eine Freundin der CDU-Politik ist, ist lange kein Geheimnis mehr. Das hat wohl auch die CDU mittlerweile mitbekommen und sie vielleicht auch deshalb zur heutigen Party der „#cnight: Die Digitale Agenda“ gebucht, damit sie dort mit einem Papp-Adenauer somewhere over the Rainbow vom digitalen Neuland der CDU ins Raveland der Marusha fliegen kann. Oder warum auch immer. Die Welt ist so schlecht geworden!

Immerhin: Peter Tauber schreit „Hurra“ und vielleicht fliegt im Adenauer-Haus den Konservativen, die sich nie zu schade waren über Techno immer nur das Schlechteste verlautbaren zu lassen, ja gerade so richtig schön das Blech weg. Allein, ich glaube nicht daran. CDU-Kollegen von Tauber meinen gar, da fiele jetzt das Kind in den Brunnen und man würde mit dem Gig von Marusha einer „Mode hinterherhecheln„. (Und ja, kiffen wäre auch mal eine Maßnahme!)

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Da weiß man dann auch, wie die CDU tickt – einige dort glauben, dass Marusha auch nach 20 Jahren immer noch in Mode sei. Kann man sich nicht ausdenken. Das alles nicht!
(via Stephan Urbach)

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Ein mobiler Waschsalon für Wohnungslose: Orange Sky Laundry

Lucas Patchett und Nicholas Marchesi aus Brisbane haben einen VW-Bus zu einem mobilen Waschsalon, der Orange Sky Laundry, umgebaut. In diesem können Wohnungslose gratis ihre Wäsche waschen. Die Kosten in Höhe von $6,00 pro Waschgang werden per Spenden finanziert und können per Paypal bezahlt werden.

Sicher wäre es besser, wohnungslosen Menschen zu einer Bleibe zu verhelfen, aber das hier ist immerhin eine kleine Unterstützung, die sich natürlich einfacher umsetzen lässt, als das große Ziel.

Kann ich mir auch außerhalb Australiens vorstellen.


(Direktlink, via Blogbuzzter)

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Sichtweisen zum GdL-Streik

Halt auch immer eine Sache des Blickwinkels.

Oder eben so.

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Anna wird den Fernbus nehmen

Da gibt sich die Deutsche Bahn anlässlich des Morgen beginnenden GdL-Streiks so viel Mühe und lässt ganz fix dieses schöne Filmchen machen und vergisst die vielleicht attraktivste Möglichkeit, den „Notfallfahrplan“ zu umgehen. Anna könnte auf „kleine Verspätungen“ verzichten und einfach einen Fernbus nehmen. Mit der Entscheidung steht sie auch nicht alleine da und kann sicher auch noch nette Bekanntschaften schließen, mit denen sie im besten Fall Montag wieder nach Hause fahren kann. Mit dem Fernbus.

Und vielleicht, liebe Deutsche Bahn, bekommt ihr ja die notwendige Einigung mit der GdL ja sogar noch hin, bevor all eure Kunden nur noch mit dem Fernbus fahren wollen. Schließlich solltet ihr die Letzten sein, die sich über welche beschweren, die mal mehr Geld von euch haben wollen. Wisst ihr, ihr wollt das schließlich auch regelmäßig. Von mir und allen euren anderen Fahrgästen nämlich.

Und so lang können von mir aus alle mit dem Fernbus fahren. So wie hoffentlich Anna.


(Direktlink)

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Seine Asche über der Welt verstreuen

Mein Vater meinte immer, „Wenn ich mal tot bin, sollt ihr meine Asche einfach über irgendeine Wiese streuen.“ Ich mochte die Idee, die sich am Ende allerdings so nicht umsetzen lies. Aus rechtlichen Gründen und so. Ich mag auch die Idee, seine Asche ins Meer zu streuen, noch viel mehr allerdings mag ich seit heute die Idee, seine Asche aus der Stratosphäre über die Erde zu streuen. Eine Firma in den Staaten bietet diesen „Service“ an. Die Werbung ist übelst cheesy, die Idee bleibt trotzdem gut. Nur billig ist das alles nicht. Natürlich nicht.

„Mesoloft makes it possible to honor the dream and memory of your departed loved one by lifting the cremated remains of a beloved family member into the magnificent beauty of near space, almost twenty miles above our planet. Once released, they will soar and drift in the upper reaches of the earth’s atmosphere for weeks and months circulating the globe. „


(Direktlink, via Like Cool)

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