Zum Inhalt springen

Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Vier Jahre Haft für 75-jährigen Berliner mit Cannabis-Plantage

4152719166_8fcf72f726_z


(Foto unter CC BY-SA 2.0 von Coleen Danger)

In Berlin wurde ein Rentner zu vier Jahren Haft verdonnert, weil er in seinem Keller in Lichterfelde eine Gras-Plantage mit 89 Pflanzen betrieb.

In einem vorherigen Prozess ging man noch davon aus, dass er die Knospen der Pflanzen nur zu Geld machte um seine Rente ein wenig aufzubessern. Nun kam raus, dass er mit Hilfe einer 71-jährigen Komplizin allerdings wohl mehr Kohle mit dem Dope einnahm, als er bis ans Lebensende an Rente je hätte beziehen können.

Es war für ihn, der einst eine Baufirma hatte und keine Vorstrafen, der zweite Prozess um seinen Abstieg ins kriminelle Geschäft. Aus einer „Mischung von Naivität und Spitzbübigkeit“ habe er sich treiben lassen, hatte er in seinem Geständnis erklärt. Ein Gedanke habe ihn geradezu mit kindlicher Freude erfüllt: „Jeder hält mich für den netten, alten Herrn, dabei betreibe ich im Keller eine Haschischplantage.“ 20 Monate lang.

4 Kommentare

Beastie Boys bekommen nach Copyright-Klage 1.7 Millionen Dollar von einem Brausehersteller

Bildschirmfoto 2014-06-06 um 13.50.36

Ich persönlich finde es eher uncool, dass Helden meiner Jugend heute wegen des Copyrights klagend durch Gerichtssäle ziehen. Nur Brausehersteller wie Monster sind nun auch keine von denen, die es sich nicht leisten könnten, auf ordentlichem Wege Lizenzen zu zahlen. Ambivalente Angelegenheit also.

Der benannte Brausehersteller hatte im Jahr 2012 ein Werbevideo veröffentlicht, in dem wohl Remixe der Beastie Nummern „Sabotage“, „So Watcha Want“ und „Make Some Noise“ ohne Genehmigung benutzt wurden. Die Band wollte dafür 2.5 Millionen, Monster war bereit 125.000 Dollar zu zahlen. Da sind dann 1.7 Millionen nicht ganz der mathematische Mittelwert. Monster will das Urteil wohl anfechten. Nun ja.

The band claimed the drinks company had used several Beasties tracks without permission in a 2012 promotional video, which included a remix by Z-Trip of tracks including ‘Sabotage’, ’So Watcha Want’ and ‘Make Some Noise’.

The four-minute video ended with the words “RIP MCA”, referring to the then-recent death of Beasties member Adam Yauch, aka MCA.

The band had initially sought up to $2.5 million for copyright infringement and false endorsement, but Monster argued that it owed no more than $125,000 and called the case “illogical”, saying an employee had mistakenly believed they had permission.

Ad-Rock and Mike D attended much of the trial and both testified. “We’re happy,” Ad-Rock said after the hearing. “We just want to thank the jury.”

(via FACT)

4 Kommentare

Wenn Karl Marx ein Deutschland-Trikot trägt

Die Hoffnung einiger von damals scheint den Weg in die ewigen Jagdgründe gerade genommen zu haben.

»Wenn die nationale Borniertheit überall widerlich ist, so wird sie namentlich in Deutschland ekelhaft«
(Karl Marx/Fried­rich En­gels, Die deut­sche Ideo­lo­gie)

[Update:] Karl selber hat das Shirt über Nacht schon wieder abgelegt.

Bild oben: das Marx-Engels-Forum, von hinten in Berlin-Mitte, irgendwann in den 90gern.
Bild unten: Karl-Marx-Monument in Karl-Marx-Stadt Chemnitz, 2014. Foto von Freddy2805.

14 Kommentare

Die Polizei in Chemnitz sieht bei Hakenkreuz-Schmierereien keinen politischen Hintergrund

Die Kriminalpolizei in Chemnitz konnte einen 52-jährigen Chemnitzer ermitteln, der im Verdacht steht, in den zurückliegenden Wochen mehrfach in der Innenstadt Hakenkreuze geschmiert zu haben. Dieser zog offenbar durch die Stadt und malte mindestens sieben Mal Hakenkreuze auf Hauswände, Fußwege, Türen und Werbetafeln. Dennoch schließt die Polizei nach Ermittlungen ein politisches Motiv für die Taten aus. „Die Ermittlungen haben das ergeben“, sagte eine Sprecherin. Dem Mann das Verwenden verfassungswidriger Symbole zur Last gelegt, über ein weiteres Vorgehen entscheidet die Staatsanwaltschaft.

Hakenkreuze in die Stadt zu malen muss nach Ansicht der Chemnitzer Polizei also nicht zwangsläufig einen politischen Hintergrund haben. Da wäre ich so jetzt nie drauf gekommen. Das hätte ich mir nicht ausdenken können. So übrigens tauchen Taten wie diese auch in keiner Statistik auf, die politisch motivierte Straftaten zu sammeln versucht, aber das nur am Rande. Ich will nicht sagen, dass es mir immer schwerer fällt, das alles zu verstehen, aber es fällt mir immer schwerer, das alles zu verstehen.

Ob das gestern von der Polizei in Berlin selbständig zensierte Wandbild, welches an den NSU-Bombenanschlag 2004 in Köln erinnern sollte, als politisch motivierte Straftat erfasst werden wird, ist bisher nicht klar. Zumindest aber wurde von Polizisten eine Anzeige wegen „Verunglimpfung des Staates“ gestellt. Nachdem sie von dem Plakat den Satz „NSU: Staat & Nazis Hand in Hand“ entfernt hatten.
(Danke, Frank!)

9 Kommentare

Berlin, Stadt der Liebe

Sonntagnachmittag im Prenzlauer Berg…

Die Liebe bringt mitunter auch Enttäuschungen mit sich. Das liegt in ihrer Natur. Für manche allerdings wiegen diese so schwer, dass jene mal komplett ihre gute Erziehung vergessen, während alle Pferde mit ihnen durchgehen. So wie bei diesem Kerl hier.

Sollte er seine Konflikte generell auf diese Weise zu lösen pflegen, wundert es nicht, wenn er fortan ein Single-Dasein fristen wird. Meine Fresse.


(aufgenommen von Sebastian Berlin)

Mathias hat den Text mal transkribiert:

Ich weiß!
Die hat mir so verletzt,
die hat mir mein Herz rausgerissen.
Und jetzt fickt ‘se da mit’m altem Mann rum.

Nee, ich schlag keene Frauen, keene Männer und alte Frauen.
Aber ick schmeiß ihm gleich ‘nen Stein ins Fenster.
Aber ick hoffe, dass ihr nüscht wisst und so …
Ick bin et gewesen, ja.

Ick schmeiß ihm jetzt ein Stein ins Fenster.
Mach ick! Mach ick!

Du Drecksau!
Komm raus!
Du Wichser.
Komm raus, du Drecksau!
Ick will meine Frau!

Dann kricht er noch’n Stein …

Komm raus, du Sau!
Ick will meine Frau!
Ick will Jasmin haben!
Du Wichser.

RAUS HIER!
IHR PENNER.

Alter, ich bin einer aus der alten Garde.
Und nicht so’ne Wichser,
wat ihr alle kennt hier.

Alter, komm raus, du Sau!

Raus, du Wichser!
Du fickst meine Frau, du Arschloch!?

IHR SEID ALLE ZEUGEN!
Ich gestehe: Ich liebe meine Frau über alles,
aber der Wichser fickt meine Frau!
Und das ist räudig.

11 Kommentare

Ein „Axt-Mord“ in Google Street View, der keiner war

not murder 1

´

Officer der schottischen Polizei untersuchen seit einigen Tagen einen vermeintlichen Mordfall, den Google Street View in Edinburgh aufgezeichnet haben will. Ein User hatte diese Bilder, die so lange noch nicht online sind, entdeckt und die Polizei informiert. Letztendlich aber hatten sich zwei Mechaniker einfach nur einen Spaß erlaubt.

Officers from Police Scotland were deployed to investigate – but quickly discovered the cold-blooded murderer and his lifeless victim were actually a pair of mischievous mechanics.

The quick-thinking jokers staged the fake homicide as Google’s camera car passed alongside their garage in Giles Street.

Garage boss and “murder victim” Dan Thompson said he was “mortified” when uniformed officers turned up at the business to investigate reports of his death.

Working nearby was “axe-wielding maniac” and mechanic Gary Kerr, who also had to sheepishly admit it was all a hoax.

not murder 3


(via Arbroath)

Einen Kommentar hinterlassen

Außenminister Steinmeier ärgert sich über die PARTEI

Merkel-ist-doof Kopie

Die PARTEI hat bei der Europawahl fast wie keine andere Partei ganz super von der erst kürzlich weggefallenen Prozent-Sperrklausel profitiert und schickt Martin Sonneborn nach Brüssel. Der würde am liebsten nach vier Wochen wieder zurück nach Berlin kommen und einen weiteren Vertreter seiner Partei nach Brüssel fahren lassen. Unser Außenminister Frank-Walter Steinmeier findet das irgendwie gar nicht so schön und denkt über eine Sperrklausel auf Europa-Ebene nach.

Frank-Walter Steinmeier regt das auf. „Parteien, die sich am Tag nach der Wahl einen Spaß daraus machen, sich publikumswirksam zurückziehen, leisten keinen Beitrag zur Demokratie, eher das Gegenteil“, sagt er am Freitag der FAZ. Auch wegen Sonneborns „Jux-Partei“ müsse man sich fragen, „ob es wirklich für alle Zeiten unzulässig sein soll, über eine Sperrklausel für das Europaparlament nachzudenken“. Wenn dies über das nationale Recht nicht gehe, müsse man halt überlegen, eine Hürde auf europäischer Ebene einzuführen.

Liest sich ein wenig so, als würde Steinmeier meinen wollen, dass die Wähler der PARTEI keinen Beitrag zur Demokratie leisten würden – im Gegenteil. Und die will er dann lieber doch nicht haben. Zumindest nicht in Parlamenten. Ein Vorzeigedemokrat.

5 Kommentare

Polizist betrieb Hanf-Plantage

800px-Cannabis_sativa_(12)


(Symbolfoto unter CC BY-SA 3.0 von Pavel Ševela)

Dumm gelaufen für einen 30-jährigen Polizeibeamten aus Braunschweig. Ein paar Zivil-Kollegen von ihm erwischten ihn mit 40 Gramm Gras. Der Überführte holte seinen Dienstausweis aus der Tasche und stellte sich ihnen als Kollege vor. Offenbar dachte er, dadurch seine Lage verbessern zu können. Gelang ihm nicht, im Rahmen einer weiteren Untersuchung fand man in seinem Keller eine Plantage mit immerhin 60 Pflanzen Marihuana. Der Züchter, Mitglied eines Mobilen Einsatz-Kommandos (MEK), wurde vom Dienst suspendiert.

Nach unbestätigten Informationen unserer Zeitung aus Polizeikreisen soll der 30-Jährige bis vor rund sechs Jahren selbst im Fachkommissariat Betäubungsmittel für die Bekämpfung von Rauschgiftkriminalität zuständig gewesen sein. „Er wusste, was er da tat – und verliert jetzt alles“, sagt ein Insider. In Polizeikreisen herrsche Entsetzen.

(via reddit)

4 Kommentare

Satellitenaufnahmen eines riesigen Feuers in Alaska

funnyriver_oli_2014140_lrg-680x850


(Foto: Jesse Allen, NASA)

Seit acht Tagen brennt in Südalaska ein Feuer, das zwischenzeitlich eine Fläche der Größe Chicagos annahm. Aktuell brennt es immer noch. Der NASA-Satellit Landsat-8 hat Fotos davon gemacht. Oben das Original, unten eine nachcolourierte Variante davon.

Spring came early to southern Alaska in 2014, bringing warm and dry weather. By the end of May, vegetation was already primed to burn. So when a fire broke out on the Kenai Peninsula on the evening of May 19, 2014, it quickly blew up into a massive wildfire. Called the Funny River Fire, it had burned more than 43,000 acres by 5:30 p.m. local time on May 21.

funnyriver-680x849

(Foto: Jesse Allen, NASA, via BoingBoing)

Ein Kommentar