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Kategorie: Nur mal so

Eine Idee?

Kann mir mal jemand da draußen eine Idee borgen? Oder zwei? Um genau zu sein, bräuchte ich gerade jetzt und hier drei davon. Ich meine, ich geb‘ die auch zurück – so ist ja nun nicht. Es nervt mich gerade extrem, dass mir selber keine in den Kopf schießt. Hat doch bisher immer geklappt, so kurz vorm letzten Knall. Diesmal geht das nicht. Fack! Und es knallt schon bald. Argh!
Ich brauche doch nur eine Idee, oder zwei. Am besten wären drei.

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Jetzt stellen wir die Sache mal auf die Füße: Die Amerikaner entließen Leute aus dem Lager, die sie für unschuldig erklärt haben – nachdem sie sie gefoltert haben. Und dann kommt ein deutscher Innenminister und erklärt: Diese Opfer sind bedrohlich, ich möchte nichts mit ihnen zu tun haben. Das ist obszön.

[…]

Weil das antimuslimische Ressentiment flächendeckend geworden ist. Ein Gewürzhändler war am falschen Tag am falschen Ort, wird von den Taliban angeschossen und dann von Kopfgeldjägern nach Guantánamo verschleppt – aber niemand gesteht ihm Unschuld zu. Da muss man von Propaganda sprechen. Es tut mir Leid, ich würde gerne mit etwas weniger Emotion über diese Sache reden, aber solches Ressentiment auch hierzulande arbeitet daran mit, dass so etwas wie Guantánamo möglich ist. Die Tatsache, dass das Lager bis heute besteht, zeigt, dass Politik und Öffentlichkeit nicht genug getan haben.

(Roger Willemsen über Guantánamo und den etwaigen Folgen im Gespräch mit der taz.)

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Da passt man einmal nicht auf sie auf, und was macht die Dame des Hauses? Sie holt das Fernsehen in die Bude!
Männers, passt auf Eure Frauen auf!

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Platte(n) der Woche #14

Saafi Brothers – Mystic Cigarettes | 1997 | Blue Room Released
Ein schier unglaubliches Album, was mich voll in meiner intensiven Psy-Trance Zeit erreicht hatte. Blue Room war damals dafür bekannt absolute „Goa“-Bomben auf den Markt zu werfen, was auch immer gut gelang. Neben Total Eclipse, Etnica, Juno Reactor, Kox Box und X-Dream kam dann dieses Album, das in die Reihe soundtechnisch so gar nicht reinpassen wollte, aber irgendwie dann doch. Diese Spiritualität in Form von Musik verpackt war mir neu. Unaufgeregt war dieser Sound, behebe fast, größenteils dann aber doch tanzbar. Obwohl mitunter verdammt fix, sortiere die Platte immer noch unter Ambient ein. Denn genau so klingt sie. Ein Meisterwerk von den drei Säulen des deutschen Ausnahmelables elektrolux, Gabriel Le Mar, Michael Kohlbecker und Alex Azary. Wer wissen will, wie dubhouseambientpsytrance klingt: Anhören!
(Reinhören)

Saafi Brothers – Midnight’s Children | 2000 | Blue Room Released
Ja, bei mir war Le Mar Woche, wenn man so will. Fliesend hängt sich dieses Album an die Mystic Cigarettes ran, klingt aber frischer, eigenständiger, extrem vielseitig und verdammt lässig. Befreit von den damals gängigen Trance-Klischees, dem ganzen neodigitalem Geschwurbel, den zwingenden 137 Bpm. Die wahrscheinlich eigensinnigste Platte die Blue Room je released hat. Dazu dann noch mehr Dub, noch mehr Bässe, noch mehr Spirit. Außerdem eine exakte Wahl der Samples. Das ist Ambientdub par excellence und die Saafi Brothers seit diesem Album Genies. Songs wie Free Senses, Wellness Farm oder The Deep (Part1) sind für mich persönliche Meilensteine. Wenige Platten haben mich so dermaßen geprägt.
(Reinhören)

Das Kraftfuttermischwerk – Im Garten der Schneekugel | 2009 | Kahvi

Nicht weil die so superduper großartig wäre (was sie natürlich trotzdem ist), sondern weil ich nochmal Endabnahme machen wollte, wenn man so will. 13 Tracks incl. Remix von Planet Boelex, was mich ganz besonders freut. Kommt dann bald.

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Jetzt will ich hier auf so eine Uraltdose Windows2k aufsetzen, aber das geht bei IBM-Dingern dieses Jahrganges nur mit einer Bootdiskette. Ich fass‘ es nicht. Woher zur Hölle soll ich denn nun bitte ein Diskettenlaufwerk hernehmen um derlei Getier zu erstellen?!

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Sind eigentlich alle iPhones mit dem, was sie an Lautstärke durch die Kopfhörer schicken, so scheiße leise zurückhaltend, oder ist das nur bei meinem so? Wahrscheinlich ist das mal wieder nur bei meinem so.
Oder meine Ohren sind einfach im Arsch.

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mp3´s und die „Haptik“

Der Begriff Haptik im Kontext zum Hören bzw. Aneignen von Musik kommt mir in letzter Zeit immer öfter vor die Linse und ich kann die meisten Argumentationen dazu nicht immer ganz nachvollziehen. Mir sind Cover und das Auspacken einer Platte/CD nicht wirklich wichtig. Mir reicht das Entpacken eines Archives um ein Ähnliches in mir auszulösen.

Ich will mal etwas zurückblicken. Ich war gerade zehn oder elf, als das Geschacher von Musik auf dem Schulhof der POS mich zu interessieren begann. Ich meine, Musik der Musik wegen, nicht der Verpackung wegen. Im Osten war das Vorkommen von originalen Platten bzw. Kassetten mehr als gering. Mag sein, dass es mehr Freaks gab, die tatsächlich Vinyl aus dem Westen gesammelt haben, als das ich das mitbekommen habe, dann aber nicht in meiner Nähe. Dort drehte sich alles um Kassetten gefüllt mit der begehrten Musik aus dem Westen: Die Ärzte, Hosen, NDW, Rio, die Scherben, Udo Linderberg, Anne Clark, The Cure, Prince und ja, auch Michael Jackson waren die musikalischen Heilsbringer dieser Zeit. Nicht alle davon bei mir: um NDW, Anne Clark und Michael Jackson habe ich auch damals schon einen großen Bogen gemacht. Von Deep Purple und so will ich gar nicht erst anfangen, das war eher was für die Älteren. Die wenigen 7“ Inches, die, wenn überhaupt, mit so was in den planwirtschaftlich organisierten Handel kamen, waren innerhalb weniger Stunden vergriffen. Dafür hat man dann aber bei uns am Kaufhaus auch mal locker mal 3-4 Stunden anstehen müssen. Wenn man zu spät kam, weil wieder mal keiner Bescheid gegeben hatte, war das eben so. Shice auf die Auspackerei, ich wollte die Musik.

Also hat man sich auf die Suche nach irgendwem gemacht, der irgendetwas von dem, was man unbedingt haben musste, sein Eigen nannte. Im Regelfall hatten die Leute das auf irgendwelchen ORWO-Tapes, manchmal auch BASF, TDK und wie die Gegenstücke dazu im Westen eben hießen. Wenn man jemanden ausmachen konnte, biss man sich fest, bis man endlich an eine „Überspielung“ dieser Kassette kam. Das Wort „Kopie“ gab es damals noch nicht.

Da saß man dann da mit einer Kassette, die schon über 50 Mal überspielt, wurde, bespielt mit Musik von einer Kassette, die schon über 50 Mal überspielt wurde. Mindestens. Das klang dann in etwa so, als würde man eine Teewurst ins Tapedeck stecken und auf Play drücken. Man hatte ja nüscht. Aber: man hatte endlich die Musik, die man so lange gesucht hatte um sie auf dem SKR 701 seines Bruders zu hören. Später dann auf dem Walkman, den die Eltern über mindestens 378 Ecken aus dem Westen besorgt hatten. Immer und immer wieder. Von einer Verpackung, einem Booklet oder einem Textbook hatte ich dato noch nie etwas gehört – was also sollte ich damit? Mir war nicht mal wichtig, dass ich eine Aufnahme von Platte bekam oder von einer Radioaufnahme. Geschenkt. Ich wollte Musik hören, nicht anfassen.

Daran hat sich bis heute nicht viel geändert. Klar, habe ich dann irgendwann angefangen Musik auch als Komplettausgaben zu kaufen. Also Vinyl in der Hülle und CD´s mit Cover, Booklet und Textbook. Grandiose Cover waren dabei. Fand ich super. Nur nützt auch das schönste Cover nichts, wenn der Sound nicht kickt. Vinyl hat man Mitte der 90ger am einfachsten Mixen können. Pitchbare CD-Player waren da noch nicht wirklich brauchbar und die meisten Techno-VÖ´s kamen eh auf Vinyl. Also kaufte ich das eben. Die CD-Alben die ich haben wollte, hatten immer nur wenige und Tapes waren da schon nicht mehr der Knaller. MD´s waren zwar eine nette Alternative, aber nicht sehr verbreitet. Also kaufte ich CD´s. Und zwar mehr als ich es heute noch für sinnvoll halte. Ich habe die auch alle noch, viele davon höre ich noch. Auf dem Rechner. Einen CD-Player habe ich schon lange nicht mehr. Um sie zu hören, importiere ich sie nicht einmal. Internet habe ich immer dabei. Mein CD-Regal nicht, wenn Ihr versteht? Ebenso habe ich immer und überall meinen mp3-Player am Start, meine Kopfhörer und einen Mini-Klinke/Cinch-Kabel. Überall, wo mein Laptop steht, liegt ein Audiokabel in der Nähe um das Dingen mit einer Anlage zu verdrahten. Was soll ich da zusätzlich noch einen Plattenspieler anschmeißen oder einen CD-Player? Mir bringt das gar nix. Wenn ich irgendwo eine CD bekomme, tue ich die, klar, importieren bevor ich sie höre. Anstatt der wenigen Promo-Vinyl nehme ich, bis auf wenige Ausnahmen, lieber digitale Promopacks Ich habe das am liebsten alles auf meiner Festplatte, da kommt nichts weg. Keine CD die irgendwo ohne Cover rumliegt, keine Platte, die mal wieder im falschen Cover gelandet ist. Das Kaufen von CD´s und Platten war für mich so etwas wie ein nötiges Übel und ich bin froh, dass es heute nicht mehr notwendig ist.

Ich freue mich immer wie Bolle, wenn ich neue Musik bekomme. Nicht wegen dem Anfassen, der Verpackung, dem Auspacken. Nein, wegen dem Hören. Und eigentlich nur deshalb. Musik hat für mich deshalb nicht an „Wert verloren“, wie einige es nennen. Musik hat für mich eben nie einen anderen Wert gehabt: Musik gehört in den Kopf, nicht in die Regale, denn da finde ich sie viel wertvoller. Und worin unterscheiden sich eine gute sortierte mp3-Sammlung und ein CD-Regal, mal abgesehen davon, dass das Regal eher zum angucken taugt? Aber das ist auch nur Meinung. Meine Meinung.

Einzig beim Auflegen. Da mag ich dieses Haptische, da bevorzuge nach wie vor CD´s, die ich vorab brenne. Das hat auch praktische Gründe. Zudem bin ich in die vielen Mix-Softwareangebote bisher nicht so richtig eingestiegen.

Es geht auch gar nicht um legal oder illegal, denn das ändert ja am mp3 als solches rein gar nichts. Ob ich es nun irgendwo im Netz kaufe, oder eben lade sollte, nein, kann dabei gar keine Rolle spielen.

Vinyl als Kult finde ich auch ganz nett, will ich nichst anderes sagen. Auf zwei – drei Platten im Jahr komme ich vielleicht noch. Aber erst wenn ich sie als mp3 schon auf dem Rechner habe. Und hören? Hören tue ich sie dann auch von dort. Klar.

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Sehr geehrter Herr Obama,

ich will ehrlich mit Ihnen sein, ich glaube nicht daran, dass sich Grundsätzliches durch Sie ändern wird. Ich meine, Sie sind Politiker, nicht wahr? Sie wissen schon, die ändern meistens nicht viel Spürbares. Es ist aber nicht so, dass ich jetzt hier den Pessimisten machen will, im Gegenteil, ich würde mich sogar freuen, wenn Sie mehr erreichen könnten, als mein „nicht viel“. Wirklich. Aber das ist eigentlich gar nicht der Grund dafür, dass ich mich persönlich an Sie richte.

Der Grund dafür ist sehr egoistischer Natur. Und zwar habe ich eine Flasche Vodka darauf gewettet, das Sie innerhalb der ersten 100 Tage Ihrer Amtszeit, das Lager in Guantánamo schließen. Sprengen Sie es in die Luft, schenken Sie es Kuba, machen Sie was Sie wollen, nachdem Sie die Menschen dort herrausgeholt haben. Ich pflege meine Vodkawetten immer zu gewinnen und es wäre tragisch, wenn das ausgerechnet in diesem Falle hier mal nicht klappen sollte. Aber dafür haben Sie sicher Verständnis.

Den Rest machen Sie dann schon.

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