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Graffitis auf einem Zug in Chicago entfernen

Ich mag den Prozess des Entstehens von Graffitis sehr viel mehr als den, des Verschwindens derselbigen. Aber gerade auch das gehört zu dem dazugehörigen Kreislauf. Wobei sich die Entferner in diesem Fall auch nicht weniger feiern, als jene, die die Farbe auf die Züge bringen. Im Gegenteil. Haben offenbar alle was von. Und es schafft cleanen Platz für die darauf Kommenden.


(Direktlink, via Dooby)

26 Kommentare

  1. Andy28. März 2018 at 09:04

    Irgendwie typisch amerikanisch (oder das, was man damit zu meinen glaubt): Draußen, Farbe, Lösungsmittel, Dampfstrahler, kein Atemschutz, „n büschn Folie zum Abkleben“ etc. ..

  2. watchitcrash28. März 2018 at 09:53

    Ich würde es „feiern“ wenn man dein Auto (ich galube du nennst einen Bus dein Eigen) mal besprühen würde.

    Wollen wir das mal ausprobieren und su sagst mir dann, wie toll du Graffiti findest?

    • Ronny28. März 2018 at 10:14

      Demnach nennst du so einen Zug dein Eigen. Geil! Magst du tauschen?

      *gähn* Lasst euch doch mal eine neue Leier einfallen.

      • Moritz29. März 2018 at 15:37

        Ich glaube du hast verstanden um was es geht. Ein Zug gehört auch jemand. Oder eine Hauswand. Und ich lehne mich nicht weit aus dem Fenster wenn ich sage, das der Großteil der Bürger dieses Land Graffitis auf Zügen nicht „schön“ oder „ästhetisch“ findet. Wenn du (oder auch wer anders) auf seinem Eigentum macht, mach doch. Aber ich (und ich denke auch die meisten anderen) können der Schmiererei auf eigenem oder auch fremden Eigentum nichts abgewinnen. Und Kunst liegt immer beim Betrachter, ich habe aber bisher nur Tags gesehen, und nichts das auch nur ansatzweise was mit Kunst was zu tun hätte.

        • Harry29. März 2018 at 21:41

          Zug und Hauswand sind im öffentlichen Besitz bzw öffentlichen Raum. „Das gehört auch jemand“ zieht hier finde ich nicht.

          Warum sollten Tags keine Kunst sein?

          Warum sollte es einen Unterschied machen, ob eine (fiktive oder nicht) Mehrheit etwas schön findet?

          • brian30. März 2018 at 09:47

            Züge und Hauswände sind Eigentum, die von der Öffentlichkeit benutzt werden, wobei nicht jede Hauswand öffentlich zugänglich ist. Werden sie besprüht ist das der Straftatbestand einer Sachbeschädigung. So viel erst mal rein faktisch. Diese Art von Sachbeschädigungen können gerechtfertigt sein, wenn sie im Interesse der Öffentlichkeit einen bestimmten Zweck erfüllen. Sie können z.B. politisch sein und auf einen Missstand aufmerksam machen. Graffitis können aber auch erwünscht sein und im Rahmen einer Fassadengestaltung Städte verschönen, wie beim „The House“ Projekt in Berlin. Kunstwerke von HERAKUT sehen hammer geil aus und bieten einen Mehrwert. So eine Scheiße auf Zügen und irgendwelche Tags sehen aber einfach unglaublich kacke aus und niemand hat etwas davon, das ist KEINE Kunst, das ist nichts Politisches, es ist höchstens schön anzusehen für den Erschaffer, der sich auf seinem Egotrip darauf einen runterholen kann. Ich weiß nicht, vermutlich ist es der Kick etwas Verbotenes zu tun und sich irgendwie auf seine Art ausdrücken zu können, aber das lässt sich ja auch trennen. Den Kick kann man sich auch anders holen und für Kunst gibt es andere Räume und Gestaltungsflächen.

            • Ronny30. März 2018 at 10:10

              „Graffitis nur, wenn ich sie schön finde! Aber hübsch müssen sie sein und am besten schön bunt. Sonst sind sie keine Kunst! ☝️Und das entscheide ich“

              Amen! ?

              • brian30. März 2018 at 12:38

                Kein Grund polemisch zu werden. Kannst ja mal ’ne Umfrage starten, wer Grafittis an Zügen(!) geil findet. ;)

            • Harry30. März 2018 at 16:11

              Naja für mich hört sich das halt an wie: Ich finde es nicht schön und deshalb ist es falsch.

              Für mich erfüllen gerade Tags und Grafitti auf Zügen einen Zweck. Mich kotzen Städte und Sachen an, die mir eine shiny bunte heile Plastikwelt vorgaukeln wollen. Es werden milliarden Invenstiert um Sachen so aussehen zu lassen als wäre alles total super und schön und letztlich eben in Ordnung. in diesem Sinne betrachte ich es auch als Ideologie, alles immer ordentlich und sauber haben zu wollen. Es soll die Spuren gesellschaftlicher Widerspüche und Konflikte zum verschwinden bringen. Grafitti, die zur Stadtverschönerung/zum Stadtmarketing eingesetzt werden sind für mich daher auch tendenzielle eher Teil des Problems als Teil der Lösung.
              Wenn ich eine beschmierte Wand oder einen besprühten Zug sehe löst das bei mir tatsächlich eine Art Entspannung aus. Wenn du so willst ein „Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein“-Gefühl, dass sich eben nicht einstellt, wenn alles glänzt wie geleckt und von vorne bis hinten durchgestyled ist.
              Ich finde es beklemmend, mich in diesen artifiziell und prätentiös gestalteten Räumen zu bewegen. Zumal meiner Erfahrung nach genau die Menschen, die sich als ganz sauber und korrekt inszenieren die größten Schweine sind, die diese Gesellschaft zu bieten hat.

    • RazorRound28. März 2018 at 10:45

      Oh, jetzt hast es ihm aber gezeigt…
      Mal ernsthaft, was für eine armselige und mitleiderregende Geisteshaltung;
      Ich finde etwas scheiße, aber da du gefallen daran findest, würde ich es gut finden, wenn es dir mal passiert.

  3. brian28. März 2018 at 11:43

    Wir haben deine Graffiti-Leidenschaft mittlerweile verstanden, aber in jedem Fall, sieht ein sauberer Zug doch tausend Mal besser aus als ein besprühter, egal wie bunt und groß das Graffiti ist. Und selbst wenn es in 3 Minuten an einer Haltestelle entsteht ist das weder bewundernswert noch besonders cool. Der Scheiß ist einfach unnötig, dann macht es doch lieber an die Wände und dann in schön!

      • brian28. März 2018 at 12:01

        Das Graffiti, das im Video zu sehen ist, sieht doch aus wie hingekotzt!

        • Ronny28. März 2018 at 12:12

          Und deshalb gilt das für alle?

          • brian28. März 2018 at 12:42

            Habe bisher noch keines gesehen, bei dem ich dachte, krasse scheiße, sieht das geil aus. Insbesondere auf Zügen sehen sie immer kacke aus.

            • Ronny28. März 2018 at 12:45

              Ästhetik soll bekanntlich ja eine ziemlich individuelle Angelegenheit sein.

              • brian28. März 2018 at 12:49

                Wie gesagt, man merkt, dass du irgendeinen besonderen Bezug dazu hast. Denke 90% der Menschen finden Graffitis an Zügen ähnlich unnötig und hässlich. ;)

                • Harry28. März 2018 at 23:55

                  Ich denke, da denkst du falsch.

        • Rambazamba28. März 2018 at 12:52

          Eure Aufmerksamkeitsökonomie ist doch ein Witz. Und nebenbei: Jedes Tag, jedes Bild, ja jeder Vogelschiss bietet dem Auge mehr Abwechslung als das übliche Zug- bzw. Werbedesign. In diesem Sinne: „Ich respektier‘ die Jungs die noch nachts rausgehen und Wholecars malen.“ SD 2000 /und natürlich auch die Mädels

          • brian28. März 2018 at 13:04

            Züge haben ja auch nicht die Aufgabe besonders ästhetisch zu sein, sie sollen einfach nur von A nach B fahren. Ich rede ja auch nicht von Graffitis allgemein, die durchaus sehr künstlerisch sein können und schön anzusehen sind, sondern von solchen an Zügen die an Hässlichkeit kaum zu überbieten sind. Da ist keine Ästhetik, keine Kunst, ja nicht mal eine Protestform, die irgendwas bezweckt, oder irgendjemanden erreicht.

            • Harry28. März 2018 at 23:57

              Dich ja offensichtlich schon.
              Und das könnte dich mehr über Kunst lehren, als jede Elaborierung deines „Kunst soll schön sein“-Blödsinns.

  4. K&st30. März 2018 at 20:09

    Kunst muss nicht schön sein. Kunst muss dann aber eine Bedeutung haben. Oder was ausdrücken oder politisch sein. Oder, wie auch immer, neu sein.

    Tags und so Zeug auf Zügen ist aber weder Kunst, noch hat es Bedeutung. Es tut in der Regel im Auge weh und kostet der DB oder wem auch immer Geld das auf jede andere Art sinnvoller eingesetzt wäre.

    • Ronny30. März 2018 at 20:23

      Kunst „muss“ gar nichts sein. Kunst ist um ihrer selbst Willen Kunst. Ich nenne Graffiti ganz bewusst nur selten Kunst, obwohl Graffiti in seiner Summe tatsächlich die größte Kunstszene der Welt sein dürfte.

      Amüsante Fußnote: kaum einer diskutiert hier irgendwas, was sich ganz klar als Kunst definieren lassen würde, aber jede Menge diskutiert Graffiti. Vielleicht will Kunst, dass über sie diskutiert wird. Spätestens damit wird Graffiti natürlich politisch.

      • harthelm31. März 2018 at 13:30

        so sieht das aus!
        gut auch.

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