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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Mick Jagger und Keith Richards überlassen Richard Ashcroft die Lizenzgebühren für „Bitter Sweet Symphony“

„Bitter Sweet Symphony“ aus dem Jahr 1997 dürfte der wohl bekannteste Song von Richard Ashcroft sein, der ihn und seine Band „The Verve“ damals weltberühmt machte. Finanziell hat sich das für ihn nie ausgezahlt. Durch einen Rechtsstreit, den Ashcroft gegen Mick Jagger und Keith Richards verlor, gingen alle Lizenzgebühren an die Rolling Stones, die behaupteten, das Original dazu geschrieben zu haben. Allerdings war auch das nicht ganz unumstritten.

Das Kuriose an der Geschichte ist, dass die Veröffentlichung des (gerichtlich beschlossenen) Originals The Last Time ebenfalls von rechtsstrittigen Umständen begleitet wurde. Den Rolling Stones wurde damals vorgeworfen, sich eines nordamerikanischen Volksliedes mit dem Namen This May Be The Last Time bedient zu haben, das unter anderem bereits von James Brown und The Staple Singers interpretiert worden ist. Allerdings initiierten sie damals selbst einen Rechtsstreit und erlangten schließlich die kompletten Rechte an dem Lied.

So kam es jedenfalls, dass immer wenn „Bitter Sweet Symphony“ irgendwo lief, schon jeder von uns von irgendjemandem erzählt bekommen hat, dass dieses Lied nie einen Cent für den Interpreten einbrachte. Das hat jetzt ein Ende. Beides. Denn Mick Jagger und Keith Richards, haben sich entschlossen, Richard Ashcroft die zukünftigen Lizenzgebühren für „Bitter Sweet Symphony“ zu überlassen – und wahrscheinlich kommt da auch heute noch ein bisschen was zusammen.

Bei der Gelegenheit kann man es glatt mal wieder hören.


(Direktlink, via Walter)

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Soundscape: so klingt Berlin Friedrichshain

Alex schreibt mir. Er hatte die eigentlich simple aber ebenso charmante Idee, den Sound von Berlin Friedrichshain einzufangen, was ihm ziemlich gut gelungen ist, finde ich.

Weil ich mich jetzt grade ein bisschen durch die Ambient Sets durchhöre ist mir eingefallen, dass ich letztes Jahr ein Uni Projekt hatte. Das ging irgendwie um Raumphilosophie oder so.

Auf jeden Fall habe ich dafür ein Soundscape aufgenommen. Ich bin Physiker und habe eigentlich mit audio editing nix am Hut, deswegen ist es technisch wahrscheinlich eher solala. Es hat schwer Bock gemacht und ich finde es ist auch ganz cool geworden.

Die Idee war ein Wie-Klingt-Mein-Kiez und ich habe probiert die verschiedenen Aspekte aus Fhain einzufangen.


(Direktlink)

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Annegeddon

Lustigerweise bekommt die CDU das mit der Zerstörung der CDU scheinbar sehr viel effektiver auf die Reihe, als das Video von Rezo, das die CDU so lauthals beweint.

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Dublin Acid Trolley

Neulich der Tüp in Bristol, der ein Holzhaus auf dem Kopf trug, aus dem Feuer und Dubstep kam, jetzt diese Beiden hier, die in Dublin mit einem Mini-Studio in einem Einkaufswagen durch die Stadt ziehen.

Aus den Kommentaren: „They’re having way more fun than the rest of us. Fair play.“ Japp!


(Direktlink, via reddit)

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CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer erwägt Regulierung von Meinungsäußerungen im Internet

Man hätte nach gestern Abend ja wenigstens hoffen können, dass die CDU wenigstens ein bisschen so etwas wie ihre Lektion gelernt hätte, aber Annegret Kramp-Karrenbauer beweist keine 24 Stunden nach der herben Wahlniederlage das Gegenteil. Schuld daran ist wohl das Video, in dem über 80 YouTuber letzte Woche dazu aufgerufen haben, weder die CDU/CSU, die SPD oder die AfD zu wählen.

In der Diskussion um CDU-kritische Youtube-Videos vor der Europawahl hat CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer die Regulierung von Meinungsäußerungen im Internet vor Wahlen angeregt.

Kramp-Karrenbauer sagte am Montag nach Gremiensitzungen der CDU, wenn 70 Zeitungsredaktionen vor einer Wahl dazu aufriefen, nicht CDU oder SPD zu wählen, würde dies als „klare Meinungsmache vor Wahl“ eingestuft. Man müsse darüber reden: „Was sind Regeln aus analogen Bereich und welche Regeln gelten auch für den digitalen Bereich.“ In der Debatte müssten auch die Auswirkungen auf die Demokratie eine Rolle spielen.

Und schwups steht die Meinungsfreiheit zur Debatte. Weil, wenn die dazu aufrufen, mich nicht zu wählen, verbiete ich denen den Mund. Krass wie schnell sowas gehen kann.

Und ich wusste letzte Woche nach dem Video schon, dass so etwas kommen würde – und meinte das gar nicht nur lustig.

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Synthesizer-Pionier Bob Moog bekommt ein eigenes Museum: The Moogseum

Robert Moog hat die Musiklandschaft für immer verändert, als er in den 1960er Jahren den ersten kommerziellen Synthesizer entwickelte und auf den Markt brachte. Seitdem ist der Name Moog zum Synonym für Synthese und legendäre Hardware wie den Minimoog geworden. Die Bob Moog Foundation hat in Asheville, North Carolina, jetzt das Moogseum eröffnet. Ein Museum, das nicht nur Moogs
Vermächtnis für jedermann zugänglich macht. Sollte da also mal wer in der Nähe sein; bitte schön.


(Direktlink | Danke, Hagen!)

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