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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

arte-Doku: „Cannabis!“

Die höchst informative und unbedingt sehenswerte 60minütige Doku „Cannabis!“ aus dem Jahr 2008 hat arte+7 komplett und jetzt noch 5 Tage in’s Netz gestellt. Ich gehe davon aus, dass die auch noch auf Youtube auftaucht, aber am Stück ist am Stück und am Stück ist immer besser.

Cannabis ist das in Europa meistverbreitete illegale Rauschmittel. Der europaweit angelegte Dokumentarfilm informiert sachlich über den neuesten Stand der Cannabisforschung und die gesundheitlichen Auswirkungen des Missbrauchs der Droge. Zu Wort kommen Wissenschaftler, Ärzte, Psychologen, Mitarbeiter von Suchtberatungsstellen sowie Konsumenten und deren Familien.

Ansehen nach dem Klick:

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Volcano Choir: Island, IS

Als ich hier vor zweieinhalb Jahren den Reigen der Gastblogger eröffnen durfte, musste ich zwanghaft festhalten, dass ich ja eigentlich mit dieser Computermusik nichts anfangen kann. Aus ebendiesem Impuls heraus wollte ich auch unbedingt dieses Mal ein wenig Folk hier rumstehen lassen.
Gedacht hatte ich an das vor einem Jahr veröffentlichte und unglaublich schöne „Blood Bank“ von Bon Iver, doch dann kam ich drauf, dass der Mann hinter diesem Ding, Justin Vernon, mit seinem neuenalten Bandprojekt Volcano Choir ja im Herbst eine Platte namens „Unmap“ rausgebracht hatte. Und da ist „Island,IS“ drauf, zu dem es auch ein Video gibt, das für mich irgendwie hier viel besser hin passt:

„Island, IS“ by Volcano Choir from Secretly Jag on Vimeo.

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Die DDR Keller-Sammel-Serie: Briefmarkendesign

Also irgendwie hatte bei uns in der Family scheinbar jeder sein eigenes Briefmarkenalbum gehabt zu haben. Hier mal eine schnelle Auswahl aus dem Album meines Vaters – rein aus ästhetischen Gesichtspunkten ausgewählt so im vorbeiflug gewissermaßen. Hätte gerne noch mehr von den Kosmos Motiven gehabt – dachte auch das wären noch mehr aber irgendwie nicht – ich steh ja total auf Ostblock SciFi Designs.

Dies ist dann auch der vorerst letzte Eintrag aus der Serie – auch wenn noch Material für 100 weitere Einträge da wäre – vielleicht ja irgendwann mal – ich hoffe es hat gefallen und Euch nen kleinen Einblick gegeben oder Erinnerungen geweckt.

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La repubblica napoletana

Als ich damals™ in dieser kleinen mittelitalienischen Provinzuni ein wenig Heidegger und Futurismus studierte, hatte ich nicht viele Freunde.
Das lag unter anderem an dem Umstand, dass die Mammoni von Freitagmittag bis Montagfrüh in die kleinen Käffer im Süden fuhren, aus denen sie stammten. Ein anderer Grund war, dass die Uni vor allem Wirtschaftswissenschaftler ausbildete. Und die waren meist wie mein einer Mitbewohner die Kinder von Kleinunternehmern und damit qua Geburt Berlusconi-Anhänger und das hält ja keine Freundschaft aus. Genausowenig wie die kulinarische Ignoranz der küchentechnisch an sich begnadeten Stiefelbewohner.
Als ich einmal ein heimisches Carepaket mit Schwarzbrot und Maultaschen bekommen hatte, wollte ich letztere mit meinen Kommilitonen teilen, doch die fanden Teig, der nicht Pasta ist, widerlich.

Aber es gab Ausnahmen. Und das waren alles sympathische Typen.

Mein anderer Mitbewohner beispielsweise. Auf dem Papier war er Psychologiestudent, im täglichen Leben hatte er hauptsächlich drei Interessensfelder: 1. Mit mir das von mir regelmäßig importierte deutsche Bier zu trinken und über Bier zu philosphieren. 2. Am Wochenende nach Rom fahren, mit seiner Freundin vögeln. 3. Unter der Woche tat er (abgesehen von Interessensfeld Nr. 1) alles, um mit seiner Mannschaft, die uniinterne Meisterschaft im Fußball zu fünft zu gewinnen.

Der Sohn eines örtlichen Carbinieri-Offiziers. Er war groß, schlank, schön. Ein Frauenheld. Und Anarchist. Er kannte die besten Weinclubs (die anders als die regulären Kneipen keine Sperrstunde hatten). Er hatte immer Gras am Start, in seinem Autoradio liefen immer die Doors. Apropos Auto: Er fuhr nachts immer die kürzesten Wege, Einbahnstraßenschilder und ähnliches waren ihm egal. Den Polizeistreifen war es egal, dass es ihm egal war.

Und dann war da Roberto. Roberto fuhr im gleichen Bus wie ich und wurde mir von der aus einem kleinen apulischen Dorf stammenden Kommilitonin mit den vielen Haaren im Gesicht und auf den Armen vorgestellt. Er sei ein wenig verrückt, sagten die Jungs mit dem Parteibuch der Forza Italia und die Mädchen mit den Heiligenbildchen im Geldbeutel. Man solle ihn besser meiden, sagten sie.
Naja, er wusch sich nicht so oft und er sah keinen Sinn darin, nicht im napoletanischen Dialekt zu sprechen. Er bezeichnete sich als Kommunist, obwohl er die italienischen Kommunisten blöd fand. Zu allererst aber war er glühender Lokalpatriot und als solcher hatte er eine angenehme Abneigung gegen Norditaliener, war aber genauso besorgt um den Ruf seiner Heimatstadt. Als Gegenprogramm zur Camorra-Tristesse wollte er eine Art Hippie-Kleinstaat gründen:
Die Republik von Neapel.
Essen und Singen sollten Staatsbürgerpflicht sein, außer Kochen sollte es so wenig Arbeit wie möglich zu erledigen geben. Als Nationalflagge hatte er ein großes weißes Tuch mit einer Riesenpizza entworfen. Eine Hymne hatte er auch schon:


Direktcantare

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Toronto Timelapse

Mein Freund Brian T. Moore – VJ, Filmemacher und einfach der netteste Typ überhaupt – aus Toronto meinte letztens er hätte sich so ne Camera gekauft die jetzt alle haben und damit einige Timelapse Aufnahmen aus Toronto gemacht. Nunja – nach ein wenig drängeln – damit ich auch Timelapses bringen kann – hat er die dann gestern mal schnell zusammengebracht und hochgeladen – nur für Euch. Man beachte die Form der Züge. Nur mit der Musik – da muss ich nochmal mit ihm reden.

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Paris in Time Lapse

Thomas McCallum & Vincent Guglielmina von SeventhMovement sind gerade dabei eine 20-teilige! Reihe von Time Lapse Videos aus der Stadt der Liebe zu erstellen. Vier Filmchen sind bereits oben und machen enormen Hunger auf mehr. Bleibt nur zu hoffen das die am Ende all das zu einem gewaltigen Mega Time Lapse zusammen schneiden werden.

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Back In The Days Of Techno Music

Über Techno ist ja schon viel geschrieben und gesagt worden, jeder technische Aspekte wurde bereits durchleuchtet und auch der Wandel vom Underground zum Mainstream ist längst vollstreckt. Ich halte es da mit dem berühmten Worten Frank Zappas „Über Musik zu reden ist wie über Architektur tanzen“ und so verliere mich lieber in stundenlangen Sets und in Fotogalerien von längst vergangen Tagen und erfreue mich an der optischen Vergangenheit eines Richie Hawtin und den verdutzten Gesichtern einiger Partygäste aus dem Jahre 1995 (man achte auf die Klamotten) die Jeff Mills Wahnsinn an den Tellern zusehen.

Auf Photophunk findet sich nun ein solche Galerie mit Bildern aus den Ur-Zeiten des Techno, die bis ins Jahr 1992 zurückreicht, und ich kann einfach nicht aufhören mich durchzuklicken.

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