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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

In der Schule hatte ich gelernt,

vom Leid der einen profitieren immer andere. So, wie es viele andere auch gelernt haben.
Geändert allerdings hat das nicht viel:

Noch vor zwei Wochen ist ein Flugzeug in Harare gelandet, das mehr als 400.000 Bögen Spezialpapier von Giesecke und Devrient für Banknoten an Bord hatte“, weiß ein simbabwischer Journalist. Dass Mugabes Geld aus Deutschland kommt, ist in Simbabwe hinter vorgehaltener Hand weithin bekannt. Zwei Angestellte der Zentralbank bestätigen, dass die Lieferungen einmal wöchentlich aus Johannesburg kommen. Das können sie mit Eingangsquittungen belegen.
[…]
Für Gorden Moyo von der oppositionsnahen Organisation „Bulawayo Agenda“ ist das Geld aus Deutschland Mugabes wichtigste Waffe. „Ohne die ständigen Lieferungen aus München wäre die Terrorkampagne längst zusammen gebrochen,“ sagt er. Denn das frisch gedruckte Geld ist Schmiergeld für die Regimetreuen und Kapital für das Regime. Angestellte der Zentralbank tragen die frisch gedruckten Scheine auf den Schwarzmarkt, um damit Dollar und Euro zu kaufen. „Damit schmiert die Regierung weitere Anhänger und kauft Waffen oder Munition.“

(taz)

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Er wartet an der Haltestelle auf sie und wird sie in Empfang nehmen um sie zu küssen wenn sie die 15 Minuten Busfahrt hinter sich hat, so wie jeden Tag. Sie ist klein, aber nicht schmächtig, eher das Gegenteil davon, aber sie gibt sich Mühe, das zu kaschieren, was ihr meistens gut gelingt. Er ist groß, blond, kurzhaarig und noch keine Achtzehn, auch wenn er es gerne schon wäre. Sie ist nicht viel älter. Heute war sie offenbar einen Einkauf erledigen, sie trägt schwere, großen Tüten.

Als sie heute aussteigt, reagiert er, anders als sonst, nicht sofort, sondern wendet sich seinem Handy zu. Sie muss ihm erst mit ihrem Ellenbogen in die Seite buffen, bevor er auf sie reagiert und sie begrüßt. Er trägt nicht ohne Stolz ein quietschgelbes Torwarttrikot auf dem über der 1 „ESV Lok Seddin“ steht, einer Kreisliga Mannschaft, wie es sie viele gibt. Eine, die den Kids und jungen Männern das Gefühl gibt, etwas Wichtiges, etwas Gemeindepatriotisches zu tun, etwas, worauf auch die Eltern und die Großeltern stolz sein können, wenn sie die Mannschaften am Sonntag auf dem Rasenplätzen der Gemeinden um die Kreisliga-Punkte kämpfen sehen. Und klatschen können sie auch. Das ist wichtig, glaube ich. Wichtig für die jungen Spieler, wichtiger noch ist es für sie.

Er kommt sie heute mit einem roten Damenfahrrad abholen, dass vor 1990 gebaut worden sein muss. Herkunftsgeographisch erkennt man sofort einen VEB als Erbauer, daran ändert auch das lieblos drüber getünchte Rot nichts. Das Rad hat sowohl vorne als auch hinten einen dieser großen, ausufernden Körbe montiert. Wahrscheinlich gehört das Rad seiner Mutter, die damit sonst die Einkaufe einholt.

Endlich küsst er sie, sie lächeln. Beide. Dann traben sie los.

Als der Bus Minuten später wieder an ihnen vorbeifährt, schiebt er mit der rechten Hand das Fahrrad, die linke hat er in der Hosentasche, die Körbe sind leer. Die schweren, großen Tüten trägt dem Boden nahe sie.

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Wie ein Cowboy…

muss man manchmal seine Stadt verlassen, um Schlimmes zu verhindern. Der Sheriff steht auf der Seite, auf der man eben mal nicht steht und er ist bereit die Radaubrüder zu verteidigen. Komme was wolle, er wird sie beschützen, in jedem Saloon der Stadt werden die Anhänger lungern. Der 12. Juli ist so ein Tag. ZZ Top, Thin Lizzy, Otto und Cherno Jobatey auf einer Bühne. Das hält kein Cowboy aus. Das überstehe ich nicht. Ich muss weg.

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Unter falscher Flagge

Wenn es nicht gestern die Tagesthemen gewesen wären, die in der Ankündigung für das EM-Halbfinale die deutsche Flagge kurzerhand eingefärbt hätten, wäre es nicht lustig. Aber so ist das zum Kringeln. Wirklich. Oder hat die BRD eine neue Flagge, von der ich nichts wusste? Rot-Schwarz-Gelb. Ich roll mich unterm Tisch. Muharharhar.

Video auf Youtube.

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Da hinten blitzt es. Weit weg, man kann den Donner nicht hören, den Regen nicht riechen. Noch nicht, aber er wird kommen. Das ist gut. Der Rotwein macht träge, stimmt fröhlich auch. Das ist gut. Die Stunden im See haben die Lebensgeister gekühlt, geordnet auch vielleicht. Das Eis auch. Das frühe Aufstehen, die Sonne, die Kinder, das Lachen der Lieben, das Lieben, das Essen, der Grill. Nackte Füsse auf saftigem Rasen. Das ist gut. Die Blogodingensbumens atmet schwer vor sich hin, zuckt nur, lässt Zeit heute. Das ist gut. Auch mal. Musik, Clueso wird erwachsen, Charme für die Ohren. In denen auch Neues, nicht von Clueso. Das ist gut. Der Regen ist da – endlich.

Ein toller Sonntag.

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Und schon sind die Kirschen wieder rot, die Erdbeeren fast schon durch, die ersten Blüten verblüht und man merkt nur all zu schnell, dass auch dieser Sommer wieder ein Ende haben wird. Bald schon.

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Ich muß das jetzt mal loswerden

Es nervt mich echt tierisch, dass es in diesem Jahr von Euch keiner schafft, den Arsch hochzukriegen um auf die Fusion zu fahren! Das sickt mich so dermassen. Ganz unabhängig davon, wer da was wann wo spielen wird. Ihr habt sie ja alle nicht alle! Das ganze Blabla um „zu voll“, „zu viel“, „zu wenig Spirit“, „im nächsten Jahr wieder“ nehme ich Euch auch gar nicht ab. Mir wird das fehlen, das weiß ich jetzt schon. Dieses Ritual wie Weihnachten, nur um Längen besser, die Abende am Feuer, der Sonntag auf der Dubstation, der Freitag auf dem Psy-Floor, der Samstag im D´n´B-Hangar und überhaupt: Alles Shice. Es war seid 10 Jahren das WE an dem alle zusammen kommen und sich den Arsch abfeiern. Mit allem, was dazu gehört. Aber Ihr wollt dieses Jahr einfach nicht, das nehme ich Euch übel. Wirklich.

Mein Mann Bastai wird auflegen, Paolo von aquietbump wird liven und von dem Rest will ich erst gar nicht anfangen. Wir werden das alles verpassen und Ihr seid Schuld daran. Kollektiv! So.

Klar, könnte man jetzt sagen: Fahr doch alleine… Aber das will ich gar nicht, weil es nicht das Selbe wäre, weil ich alleine wäre, weil das Ritual im Arsch ist und weil es total unfusion wäre, alleine hin zu fahren. Der Kontext wäre im Arsch.

Ihr wisst, wer Ihr seid. Ich musste das mal loswerden. Und nun weiter im Text.

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