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Russische Biologen züchten zahme Füchse

(Symbolfoto: Kayuli)

Ich weiß nicht, ob es Füchse als Haustiere braucht, russische Biologen aber haben in jahrzehntelanger Forschung bewiesen, dass es möglich ist Füchse so zahm zu züchten, dass sie sich als Haustiere eignen. Offenbar gibt es dafür einen Markt. Die Tiere kosten um die 5000 US-Dollar.

Die Geschichte zu der Züchterei ist ziemlich interessant:

Anfangs änderte sich kaum etwas, die Füchse blieben aggressiv und bleckten angriffslustig knurrend die Zähne, wenn sich ein Mensch näherte. 1963 aber wurde ein Männchen namens Ember geboren. Embers Besonderheit: Er wedelte heftig mit seinem Schwänzchen. „Schwanzwedeln in Reaktion auf den Menschen ist eine für den Hund typische Verhaltensweise, und bis zu diesem Tag waren Hunde auch die einzigen Tiere gewesen, bei denen man dieses Verhalten beobachtet hatte.“

Immer neue Eigenschaften kamen hinzu: Die Tiere leckten die Hände ihrer Betreuer, rollten sich auf den Rücken, um sich den Bauch kraulen zu lassen, behielten ihre Welpen-Verspieltheit länger als ihre wilde Verwandtschaft. „Diese zahmeren Füchse schienen einfach nicht erwachsen werden zu wollen“, so Dugatkin. „Sie duldeten sogar, dass Menschen ihnen direkt in die Augen sahen, und sie schienen den Blick zu erwidern.“

3 Kommentare

  1. Jack24. Mai 2018 at 20:43

    ist ja schon faszinierend das nach nur wenigen Generationen dies erreicht wurde – und das sich wesenszüge durch äußerlichkeiten abzeichnen. Im Vergleich dazu die Metrohunde aus Mokau die Bahnfahren und sich nun eben selbst vermehren und aufeinmal eher wie Wölfe aussehen.

  2. Benni24. Mai 2018 at 23:39

    Es ist ein grundlegendes Experiment, welches die Domestitizierung des Wolfes zum Hund erklären soll.

    Das Experiment ist noch lange nicht abgeschlossen, weil die Domestitizierung noch nicht im gleichen Ausmaß erreicht wurde.

    Bitte erkläre die Hintergründe entsprechend, statt stumpf clickbait zu betreiben…

    • Ronny24. Mai 2018 at 23:47

      Mit dem Klick auf den Link wird die Frage der Domestizierung ausführlich geklärt. Ebenso wie, dass in den letzten Jahren „dutzende“ der Tiere als „Haustiere“ verkauft wurden.

      Dass es Jahrzehnte lang dauerte, diesen Zustand zu erreichen, steht im Beitrag. Dass die Geschichte darum tatsächlich sehr interessant ist, ebenso. Und das wirklich.

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