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Story im Ersten: Clausnitz – Der Bus, der Mob und das Dorf

Man vergisst ja immer so schnell. Clausnitz ist jetzt ein Jahr her, die Story im Ersten hat mal nachdem geschaut, was in dieser Zeit dort im ländlichen Sachsen so passiert ist. Hier als Doku in der Mediathek.

„Es waren schockierende Videosequenzen, die im Februar 2016 den Weg aus dem sächsischen Dorf Clausnitz bis in internationale Nachrichten fanden: Ein Reisebus mit Flüchtlingsfamilien, darunter weinende Frauen und Kinder, wird belagert von einer Menge hasserfüllter Männer, die „Ab nach Hause!“ schreien und „Wir sind das Volk!“. Die Aufforderung der Polizei, den Weg freizuräumen, quittierten sie mit Hohngelächter. Als ein Beamter den Flüchtlingsjungen Luai aus dem Bus in die vorgesehene Unterkunft zerrt, johlt die Menge. Die nächtlichen Szenen symbolisieren bis heute die hässliche Seite Deutschlands während der Zuwanderungs-Debatte.“

7 Kommentare

  1. Alreech31. Januar 2017 at 01:02

    die haben also eine Zufahrt blockiert… etwas das die Gute jedes Wochenende machen wenn es gegen Atomkraft, Kohlestrom, Tierversuche, ect… geht.
    Nur gibt es danach nie ein solches Mimimi. It es was anderes wenn die Böse das gleiche machen was die Guten schon lange praktizieren ?

  2. achsoja31. Januar 2017 at 02:02

    @Alreech/troll

    deine schwarzweiß simplifizierung ist hoffentlich nicht ernst gemeint.
    atomkraft, fossile energie und dergleichen sind abstrakte felder,
    während in clausnitz mit geschichtsvergessenden parolen gegen geflüchtete, teils minderjährige, teils durch krieg traumatisierte menschen „protestiert“ wurde.
    das ruft bei mir kein mimimi hervor, sondern blos kopfschütteln und entsetzen…

  3. Chris Gueffroy31. Januar 2017 at 09:18

    Alreech,

    Also wem sich der Unterschied nicht erschließt, dem fehlt offensichtlich einiges an Hirn. Atomtransporte oder Trassenbau zu blockieren mag kritikwürdig sein, aber in den meisten Fehlen noch vom Recht auf Demonstrationsfreiheit gedeckt, maximal ist es Gewalt gegen Sachen, die dann auch zivilrechtliche Konsequenzen haben sollte.
    Aber diese Aktion dort richtet sich gegen traumatisierte Menschen, inkl. Kinder, die einiges hinter sich haben. Man mag etwas gegen Merkels Flüchtlingspolitik haben oder gegen die Blockade der linken Parteien gegen ein zeitgemäßes Asylrecht, aber gegen wehrlose, traumatisierte und teils minderjährige Flüchtlinge so vorzugehen, aus seiner gemütlichen Kleinstadtidylle, zeigt, wie dünn die Decke der Zivilisation wirklich ist.

  4. Omphal0s31. Januar 2017 at 12:04

    Einer von vielen ganz schlimmen Momenten in Deutschland, bei denen ich mich für einge meiner Landsleute schämen musste.

  5. H.Sonnermann31. Januar 2017 at 17:28

    Habe den Bericht mit Aufmerksamkeit verfolgt. Die ganze Sache ist eine Schande. Es ist furchtbar wie sich einige Menschen gegenüber Flüchtlingen verhalten. Aber leider ist die Dokumentation
    nicht korrekt, Es fehlt ein Teil- eine Frau mit Kopftuch kommt im Bus nach vorne und zeigt den
    „Stinkefinger“. Warum wurde es weggelassen? Paßt es nicht ins gewünschte Bild oder ist es eine
    absichtliche Manipulation? Es gibt genug Leute die es gemerkt haben.

  6. Harry5. Februar 2017 at 19:29

    H.Sonnermann,

    Es wäre sicher gut gewesen zu zeigen, dass sich nicht alle Geflüchteten alles von diesen Arschlöchern gefallen lassen. Für das Thema „Wie Geflüchtete sich selbst zur Wehr setzen (können)“ war vielleicht aber auch einfach keine Zeit mehr, weil andere Themen wichtiger waren. Einfach nur unkommentiert, die Frau zu zeigen, die den Nazis den Mittelfinger zeigt, wäre ein ziemlich sinnloser Umgang damit. Wenn es dich wirklich interessiert, frag die Leute, die den Film gemacht haben.
    Wenn du dir nur vorstellen kannst, dass es nicht gezeigt wurde, weil es „nicht ins gewünschte Bild“ passt, oder weil es eine „bewusste Manipulation“ ist, dann würde ich dir raten mal dein Vorstellungsvermögen zu trainieren.

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