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Schlagwort: 1990’s

Having a coffee break in 1993 at Starbucks

Ich weiß gar nicht, wann genau Starbucks in Deutschland ankam, war aber eh nie Fan von halbwarmen Milchgetränken un deshalb eher selten dort Gast. Bei diesem Video aus Seattle 1993 geht es auch weniger um die Kette sondern eher um die Kundschaft, die damals komplett Handy-, Laptop-, und Kartenfrei auf einen Kaffee ging. Dürfte heute wohl kaum noch irgendwo so zu sehen sein.


(Direktlink, via BoingBoing)

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Die Story hinter Afromans „Because I Got High“

Kennen wir alle, haben wir alle fast schon wieder vergessen. Die bei Vice nicht und sind mal bei Joseph Foreman, aka Afroman, vorbeigefahren, um zu gucken, was der gerade so macht.

After years of trying to get his rap career off the ground, Joseph Foreman (aka Afroman) struck gold with a cautionary tale about the consequences of excessive weed smoking. “Because I Got High” began gaining traction throughout the South but once it made its way onto Napster and the Howard Stern show, it became an unlikely mainstream hit. Kevin Smith and Jason Mewes starred in the iconic music video and featured the track in their film “Jay and Silent Bob Strike Back”, and the song eventually became a #1 hit in 11 countries. VICE meets Afroman to retell the story of his perennial stoner anthem, and speak to Kevin Smith about his experience being a part taking the song sky high.


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Doku: DJ Stylewarz – Der letzte seine Art

Eine schon zwei Jahre alte Doku, die komplett an mir vorbei gegangen ist, was eigentlich nicht hätte passieren dürfen. DJ Stylewarz kreuzte meinen Weg das erste Mal auf dem „Alte Schule“ Sampler 1993, der für mich bis heute das mit wichtigste war, was dem deutschen HipHop damals hätte passieren können. Für mich ist Michael Whitelov schlichtweg eine lebende Legende.

Die Doku widmet sich mit dem Who is who der damaligen deutschen HipHop-Szene dem Schaffen von DJ Stylewarz. Völlig überfällig, wie ich finde.


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Doku: Aufgewachsen unter Glatzen

Ich war 13 als die Mauer fiel und wuchs in einem Kaff in Brandenburg auf. Um mich herum mutierten sehr, sehr viel Menschen innerhalb von ein paar Jahren zu strammen Faschos. Rechtsradikalismus war _die_ Jugendkultur im Osten. Jene, die nicht daran teilnehmen wollen, lebten in Angst, kassierten Schläge und mussten im besten Fall schneller rennen können, als die Gangs in Bomberjacken und Martens. Mir gelang das meistens. Die Tage, Wochen, Monate, Jahre waren geprägt von Angst. Mit 17 hatte ich die Fresse voll und zog nach Berlin Schöneberg. Ab dort fühlte sich das alles deutlich besser an. Es sei denn ich musste mit meinen bunten Haaren mal nach Marzahn, Hellersdorf oder wieder in irgendein Kaff im Osten. Da blieb die Angst. Und ich kann sie auch heute hin und wieder nochmal fühlen, wenn ich im Antifa-Shirt in Sachsen unterwegs bin. So richtig wird das wohl nie ganz weggehen.

Die Doku „Aufgewachsen unter Glatzen“ zeigt, dass es mir nicht allein so ging. Es war im Osten schlicht Normalität. Und irgendwie guckten alle weg. Die Nachbarn, die Cops, die Politik.

3sat hat die zweitteilige Doku im Stream und ich finde die verdammt sehenswert.

Aufgewachsen unter Glatzen (1/2) – Landschaften der Angst

30 Jahre nach dem Pogrom von Rostock-Lichtenhagen im August 1992 widmet sich eine zweiteilige TV-Dokumentation der Nachwendegewalt und dem eklatanten Staatsversagen, das die „Baseballschlägerjahre“ möglich gemacht hat.

Aufgewachsen unter Glatzen (2/2) – Das Erbe der Baseballschlägerjahre

Ob Opfer, Täter oder Mitläufer damals – die Protagonisten dieser Doku wollen alle das Gleiche: Sie alle wollen, dass endlich Klartext darüber geredet wird, was in den sogenannten Baseballschlägerjahren wirklich passierte. Damals als sie groß wurden.

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Doku-Serie: Techno House Deutschland


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Die achtteilige Doku-Serie Techno House Deutschland kann ab jetzt in der ARD-Mediathek gesehen werden und lässt bei mir nicht wenige Erinnerungen an völlig durchgedrehte Jahre wieder hochkommen. Es war schlichtweg wunderbar, Teil dieser Kulturrevolution sein zu können und es immer noch zu sein. Was für eine Zeit!

Elektronische Musik aus Deutschland ist weltweit berühmt. Partytouristen aus der ganzen Welt kommen deshalb nach Berlin. Der Ausgangspunkt ist in den 90ern Sven Väths legendärer Club Omen. In ganz Deutschland entsteht eine lebendige Techno-Szene. Im Osten entwickelt sich Leipzig zu einem Zentrum. Abseits der Metropolen entstehen legendäre Orte, wie die Nature One, eines der größten Festivals Europas. Warum Techno und House in Deutschland so erfolgreich sind, erzählen Sven Väth, Monika Kruse, Paul van Dyk, Anja Schneider, Matthias Tanzmann und viele mehr.

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Ein achtstündiger Mix von DJ Hell und DJ Disko aus dem Berliner E-Werk 1994

Das E-Werk in Berlin hat in den 90gern den Techno für mich endgültig zur echten Liebe gemacht. Nachdem das alte Matrix damals dicht gemacht hatte und später als ziemlich ordinäre Großraumdiskothek an der Warschauer Straße eröffnete, suchte ich nach für mich passenden Alternativen. Tresor war nice, WMF ziemlich geil, Elektrokohle in Lichtenberg ziemlich beschissen. Auch weil da nicht wenige BFC-Hools ihre Lines zogen und mit solchen Leuten wollte ich schon damals nicht feiern. Also E-Werk. Immer wieder E-Werk. Ich habe da wirklich legendäre Nächte verbringen können. Und legendäre Sonntage auf dem Parkplatz sowieso. Weiß gerade nicht, was davon ein höheres Legenden-Potenzial haben könnte. Jedenfalls hat ein Kid Paul damals nicht auf dem Parkplatz, sondern in der so für mich unfassbar anziehenden Halle gespielt. Alles hat vibriert, Zucken durch Nebel, der Geruch von Schweiß und von ganz viel Liebe. Ich war davon komplett überwältigt und ging dann so oft, wie es halt ging. Bis der Laden 1997 dicht machte. Um die Zeit band mich der Psytrance an mich, den wir damals „Goa“ nannten und machte die alten Grandes Dames der Berliner Clublandschaft für mich ein bisschen obsolet. Aber wenn mich auch heute noch wer fragt, was für mich den 90er-Techno in Berlin definiert, antworte ich instant: „E-Werk“. Auch wegen der Chill Outs beim Chromapark.

Jedenfalls hat irgendwer seine Mix-Kassetten durchforstet und dieses sehr schmackhafte und 8 Stunden lange Set von DJ Hell und DJ Disko gefunden, das am 10.12.1994 aufgenommen wurde. Einen Tag nach meinem 18. Geburtstag. Ich weiß, dass ich da unbedingt hin wollte, war aber am Vorabend aufgrund meiner Geburtstagsfeier so dermaßen besoffen, dass ich das einfach nicht schaffen konnte. Aber schön, das 27 Jahre später dann doch noch mal zu hören zu bekommen. Genau das ist der Sound, der es mir damals so hart zu geben wusste. Der das E-Werk für mich klanglich definierte. Es ist einfach alles dabei, was zu dieser Zeit gespielt werden musste und unendlich klatschende 909 Hi-Hats. Schön. Während ich den hier so höre, kann ich das E-Werk riechen.


(via Rave Strikes Back)

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