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Schlagwort: AfD

Netzpolitik veröffentlicht Verfassungsschutz-Gutachten zur AfD

(Foto: Olaf KosinskyCC BY-SA 3.0 • Montage: Netzpolitik.org)

Das in den letzten Tagen häufig benannte Verfassungsschutz-Gutachten zur AfD ist 436 Seiten stark und als „Verschlusssache – Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft. Soll also eher nicht von der Öffentlichkeit eingesehen werden. Netzpolitik.org hat das Gutachten vorliegen und es heute Morgen veröffentlicht. Weil veröffentlicht wird, was öffentlich sein muss. Die Seite ist gerade etwas langsam, habt Geduld.

Die Analyse des Geheimdiensts zerstört die von AfD-Funktionären behauptete Mär der ganz normalen demokratischen Partei. Die Partei verschiebt die Grenzen des Sagbaren, sie gibt Rassisten eine Plattform, stellt sich gegen die offene Gesellschaft. Teile der Partei verletzen Artikel 1 des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Andere Teile richten sich gegen Demokratie und Rechtsstaat oder versuchen, die Geschichte zu revidieren und den Nationalsozialismus zu relativieren.

Die AfD behauptet, den Inhalt des Gutachtens nicht zu kennen und präsentiert sich als Opfer. Die Partei will laut Aussagen von Funktionären auf Akteneinsicht klagen und einen Eilantrag gegen die Einstufung der Partei als Prüffall stellen. Ebenso echauffiert sich der AfD-Politiker Leif-Erik Holm darüber, dass Journalisten zuerst Kenntnis von dem Dokument bekommen hätten. Aber spätestens, wenn über die Einstufung der Partei vor Gericht verhandelt wird, hätten die AfD-Politiker sowieso erfahren, was in dem Gutachten steht.

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Explosion vor AfD-Büro im sächsischen Döbeln

Vor einem AfD-Büro im sächsischen Döbeln hat es gestern Abend eine schwere Explosion gegeben. Gegen 19:20 Uhr sei vor der Partei-Niederlassung ein Sprengkörper hochgegangen, sagte ein Polizeisprecher. Dabei ist Sachschaden an dem Büro sowie an zwei geparkten Autos und zwei weiteren Gebäuden entstanden. Menschen seien nicht verletzt worden. Der Einsatzleiter der Polizei sagte, es bestehe der Verdacht einer politisch motivierten Straftat, der Staatsschutz ermittelt.


(Direktlink)

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Rocco und seine Brüder haben der AfD eine „Blau-braune Tanne“ vor Bürotür der Parteizentrale gestellt – die Medien rotierten

Die Aktion bekam auch ohne das jemand davon wusste, dass Rocco und seine Brüder dahinter stecken würden, schon jede Menge Aufmerksamkeit. Berliner Medien berichteten um die Weihnachtsfeiertage darüber, dass bei der AfD ein Baum vorm Büro stehen würde, der durch einen Reichsadler bespitzt sei. Irgendwer hatte Fotos des Baumes in Umlauf gebracht, der dort tatsächlich kurz so stand.

Allerdings hatte den nicht die AfD dort hingestellt, sondern Rocco und seine Brüder. Nachdem klar zu scheinen wurde, dass die Aktion nicht auf dem Mist der AfD gewachsen war, löschten jene Medien die Meldungen dazu. Die AfD opferte wieder in bekannter Manier rum. „Lügenpresse“ und so.

So haben Rocco und seine Brüder mal wieder alle am Ring in der Nase durch die Manege geführt. Die AfD, die Medien und die immer ganz schnell Empörten. Urban art at it’s best.


(Direktlink, via Urbanshit)

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AfD will Bundestag vorführen – und scheitert kläglich

Gestern im Bundestag: die AfD ist sauer, weil ihre Kandidatin für das Amt der Bundestagsvizepräsidentin auch im dritten Durchgang nicht gewählt wurde. Die AfD zwingt den Bundestag mit einem Hammelsprung dazu, seine Beschlussfähigkeit festzustellen – und fällt damit ordentlich auf die Fresse. Im Nachhinein dann wieder das gewohnte Rumgeopfer, das in Lächerlichkeit mündet. Alles wie immer – und peinlich.

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Immunität von AfD-Fraktionschef Höcke aufgehoben

For the Record: Der Justizausschuss des Thüringer Landtags hat die Immunität von AfD-Fraktionschef Höcke aufgehoben. Ich gehe davon aus, dass das ganz in seinem Sinne ist, denn kaum ein anderer gibt als so leidenschaftlicher Vertreter des Rechtsstaats wie der Bernd.

Die Immunität des AfD-Fraktionschefs Björn Höcke ist vom Justizausschuss des Thüringer Landtags aufgehoben worden. Das teilte das Büro des Politikers gegenüber NDR und WDR mit. Höcke sieht sich mit dem Vorwurf konfrontiert, das Foto eines Gewaltopfers missbräuchlich verwendet zu haben.

[…]

Die Eltern der jungen Frau haben Ende September Anzeige gegen Höcke gestellt, weil er auf seiner Facebook-Seite Fotos veröffentlicht hat, auf denen Lösche zu sehen war, die er nach Ansicht der Eltern „für die eigene Gesinnung instrumentalisiert“ habe. Höcke habe das Bild des Opfers „widerrechtlich öffentlich zur Schau“ gestellt. Dies sei für die Eltern unerträglich, wie es in der Anzeige heißt.

Die Staatsanwaltschaft Chemnitz teilte in einer Pressemitteilung am Vormittag mit, nicht die Aufhebung der Immunität, aber die Genehmigung zur Durchführung eines Ermittlungsverfahrens gegen Höcke beim Landtagspräsidenten beantragt zu haben. Dem hat der Justizausschuss des Thüringer Landtags in seiner heutigen Sitzung zugestimmt.

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AfD-Logik

Immer ein Fähnchen im Wind. Und immer in die Richtung winkend, in die es gerade passt. Würde „Fähnchen“ hier eigentlich lieber gegen „Lappen“ tauschen wollen.


(via quer vom BR)

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AfD vs Cola

Schöne Zusammenfassung dessen, was die letzten Tage so zum Thema AfD und Cola durchs Netz ging:

Zur Einordnung:
ein gefaktes Anti-AfD-Plakat eines Colaherstellers taucht in Berlin auf
• AfD sauer
• Colahersteller schreibt, „Nicht jedes Fake muss falsch sein.“
• AfD noch saurer als eine 0,33er Cola auf 8 Zitronen
(Fake?)-Video taucht auf, in dem ein vermeintlicher AfD-Hansel Cola des obigen Herstellers wegschüttet
• AfD bringt ein von sich gefaktes Pro-AfD-Plakat eines anderen Colaherstellers ins Netz

• Pepsi prüft rechtliche Schritte gegen AfD

• Das Netz: 🍿

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Anti-AfD-Plakat von Coca-Cola ist nicht von Coca-Cola – und was Coca-Cola daraus macht

https://twitter.com/Matth_Borowski/status/1069508623695532032

Montagmorgen am Lützowplatz in Berlin, ein großes Plakat mit der Aufschrift „Für eine besinnliche Zeit: Sag‘ Nein zur AfD!“ steht da so rum. Dazu das Coca-Cola-Logo und der bekannte Weihnachtsmann mit einer Brauseflasche in der Hand. Schwer vorstellbar, dass dieses Plakat so von Coca-Cola aufgestellt wurde.

Die AfD findet das nicht in Ordnung, Maximilian Krah, der stellvertretende Vorsitzende der AfD Sachsen, schickte seine dadurch entstanden Fragen dann auch lieber gleich mal an zwei Adressaten: an Coca-Cola in Deutschland und den USA.

Natürlich kommt dieses Plakat nicht von Coca-Cola. „Auf der Grundlage eines mehrere Jahre alten Weihnachtsplakats hat jemand diese Botschaft selbst gebastelt“, so Coca-Cola.

Viel mehr ist es Teil des #AfDentskalenders.

Einer Initiative von Aktivist*innen, die ihrer Ansicht nach noch nicht aktiv genug waren, es vielleicht auch nicht sein wollten, aber dennoch den Wunsch verspürten, etwas besonderes in die Weihnachtszeit zu legen. 24 Türchen stehen für 24 Aktionen, die im Monat Dezember Aufmerksamkeit erzeugen sollen: Gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz – die AfD ist also nicht das Hauptziel, sondern der Aufhänger, der Anfang eines Projektes.

So richtig distanzieren mag sich der Konzern allerdings nicht und retweetet ein Retweet des Fotos mit dem Zusatz, „Nicht jedes Fake muss falsch sein.“

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Gernot Hassknecht über die ARD, die auf Druck der AfD FCK-AFD-Aufkleber aus dem Polizeiruf retuschierte

FCK-AfD-Aufkleber im „Polizeiruf 110“, ein Shitstorm und das Einknicken der ARD, die dann den FCK-AfD-Aufkleber für die Mediathek raus retuschierte. Gernot Hassknecht hat da mal drüber gesehen und versteht den Verlauf ebensowenig wie viele andere. Schön, dass sich das noch mal jemand zum Thema macht und da gar nicht kuschen will, so wie die „eierlosen Lurche von der ARD“.

Und wer immer noch Unparteilichkeit in fiktiven Sendungen der Öffentlich-Rechtlichen fordert, hat Alfred Tetzlaff offenbar nie gesehen.


(Direktlink)

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