Ash Walker hat sich 2015 seinem Album-Release auf Deep Heads ganz nach vorne in meine Playlisten gespielt. Seine Mischung aus Bass, gebrochenen Beats und Jazz ist einzigartig und dürfte von von kaum einem anderen so gemacht werden. Wahnsinnig gutes Zeug, dass es so dann auch auf seinem zweiten Album gab.
Aktuell hat er einen Mix gemacht, der ein wenig darauf schließen lässt, wo er sich über die Jahre seine musikalische Inspirationen geholt haben könnte. Dopebeats, klassischer Chill Out und natürlich eine Priese Jazz. Musik für den Ostersonntag.
Paco hat den aktuellen Podcast für Refugium gemacht und der trägt mich hier gerade irgendwo zwischen Valium- und Deep House ganz entschleunigt ins Wochenende. Schönes Ding!
Stay See hat sich irgendwann mal hingesetzt und diesen 6-stündigen Chill-Mix aufgenommen. Der läuft hier seit zwei Stunden und untermalt auf perfekte Weise musikalisch den Sonntag. Downbeats, die früher mal Lounge genannt wurden. Es könnte gerade kaum besser sein.
Ich habe mich immer gefragt, warum Leute ihre Mixe auf YouTube hosten, wenn sie einen Soundcloud-Account haben, was dann ja Sinn ergibt, diesen auch zu nutzen. Eben viel mir auf, dass man auf SC keine Werbung einbauen kann. Dummerweise aber hat YouTube trotzdem keine Download-Funktion, was in diesem konkreten Fall äußerst bedauerlich ist.
‚Endless Nights‘ is a 6 hours of amazing touching music mix with the best chillout tracks to relax and calm your mind. Great to cure your sleepless nights as well.
Andy Whittaker, seines Zeichens Manager beim legendären Label R&S, kann offenbar nicht nur Label-Management. Dass er das drauf hat, weiß jeder, der auch nur annähernd mit elektronischem Sound zu tun hat. Aber der Mann hat nicht nur Öhrchen und Händchen für die Auswahl der Musik, die auf R&S veröffentlicht wird, er kann auch mixen. Dass das mehr als nur ordentlich klingt beweist er mit diesem Mix, den er für Thump gemacht hat und der hier seit zwei Tagen in Dauerschleife rotiert. Deeper House trifft auf Acid-Geblubber trifft auf klassische Detroit-Melodien und auf ein kleines bisschen Trance. Durchweg wunderbar.
Zwei Stunden mixt sich Boomstyler durch das dub- und reggaegeschwängerte Schaffen von Thievery Corporation und das passt mir ganz wunderbar in den Tag. Donnerstag ist Dubberstag.
„I made this mix in honor of Thievery’s album „The Temple of I & I“ recorded in Jamaica. This mix includes some rare remixes and vinyl only b-sides. Here’s 20 yrs of TC inna reggae dub style.“
Tracklisting:
The Outernationalist ft Ras Pidow (Rewound)
Wax Poetic ft Norah Jones – Angels (TC remix)
Originality ft Sister Nancy
Black Uhuru – Boof n’ Baff n’ Biff (TC Reconstruction)
Radio Retaliation ft Sleepy Wonder
Amerimacka – (TC remix)
Amerimacka ft Notch
The Wailers – Get Up Stand Up (TC remix)
Anoushka Shankar – Beloved (TC remix)
Until the Morning ft Emiliana Torrini – (Rewound)
Treasures ft Brother Jack
Stargazer ft Sleepy Wonder
Transcendence
State of The Union ft Sleepy Wonder & Shinehead
Damian – Habanos Days – (TC remix)
Warning
Warning (Dub)
Assault on Babylon
Richest Man in Babylon ft Notch
Richest Man in Babylon (G Corp remix)
Meeting with His Majesty
One
2001 Spliff Odyssey
Web of Deception ft Tamara Wellons
Warning Shots ft Sleepy Wonder & Gunjan
Thunderball – Hijack (TC remix)
False Flag Dub ft Ras Puma
Sound The Alarm ft Sleepy Wonder
Letter to the Editor ft Raquel Jones
Baaba Maal – Souka Nayo (TC remix)
Lagos Communique
Boozoo Bajou – Under My Sensi (TC remix)
Truth & Rights ft Sleepy Wonder
Focus on Sight ft See-I
From Creation
A Guide for I&I
Luscious Jackson – Nervous Breakthrough (TC remix)
Coming From The Top
Walking Through Babylon
Rockers Hi-Fi – Transmission Central (TC remix)
Overstand ft Ras Puma
Wires and Watchtowers ft Sista Pat
Sun, Moon and Stars
Revolution Solution ft Perry Farrell (TC remix)
Blasting Through The City ft Notch
38-45 (A Thievery Number) ft See-I
Ich bin hier seit Stunden am Putzen und höre dabei den ersten Part der Kruder & Dorfmeister „The Golden Years Session“, der gestern schon im Netz landete. Ich schwelge seit gut drei Stunden darin, wie verdammt großartig dieses Set ist – es ist nahezu perfekt. Eben hatte ich ein bisschen Angst davor, dass es nun dem Ende zugeht. Aber siehe da: Herr Dorfmeister hat inzwischen den zweiten Part 2 nachgeschoben. Und wenn der nur halb so gut ist wie der erste, ist das der Mix der Woche, wenn nicht gar des Monats. Ganz, ganz große Kunst! Wahnsinnig gut.
Letzte Woche feierten die legendären Kruder & Dorfmeister in der Wiener Pratersauna die The Golden Years Session. Dazu gehörte ein gemeinsames DJ-Set, welches ich furchtbar gerne auch noch selber einmal live erleben wollen würde, was letzte Woche nicht ging. Zum Glück aber gibt es eine Aufnahme von ihrem Set. Hier „Part 1“ mit jeder Menge Klassiker. Genau dem also, was man so erwartet, wenn man von Kruder & Dorfmeister liest.
Bis Mitte der 90er schlug mein musikalisches Herz ganz für den Techno, den ich aus Kellern wie dem Tresor oder aus Hallen wie dem E-Werk kannte. Gerne auch größer, wie in denen der alten Hanomag-Hallen in Hanover. Wir verbrachten unsere Wochenenden damit quer durchs Land zu fahren, um auf irgendwelche Raves oder in irgendwelche Clubs zu gehen. Tanzen, tanzen, tanzen.
Im 1995 trafen wir uns abends und hatten noch keinen Plan, was wir mit der Nacht und dem folgenden Sonntag so anstellen würden. Im Radio lief Marushas „Rave Satellite“ und sie verlas die Veranstaltungshinweise. Nichts kickte uns so richtig, aber sie sprach von einem Open Air Festival auf dem alten Flughafen in Neustadt-Glewe, der VooV Experience 4. Wir entschlossen uns, dorthin zu fahren.
Was ich dort zu sehen und vor allem zu erleben bekam, war anders als alles, was ich bis dato über Techno wusste. Techno war ab da mehr als Keller und Raves in irgendwelchen alten Hallen. Techno hatte auf einmal sehr viel mehr Liebe und vor allem etwas, von dem ich bis dahin noch gar nichts wusste: Spiritualität.
Ich war von dieser Nacht so dermaßen geflasht, dass es mit dem Tanzen nicht weit her war. Ich saß bis in die Mittagsstunden neben dem unfassbar bunten Dancefloor und sah den unfassbar glücklich aussehenden Menschen beim Feiern zu.
Kurz darauf kaufte ich mir Electric Universes Album One Love, das 1995 auf Antaros Label Spirit Zone erschien. Mit diesem im MiniDisc Player lief ich eines Morgens mit Blick auf den S-Bahnhof Landsberger Allee über eine Brücke. Die Sonne ging gerade auf und ich hätte die ganze Welt umarmen können. Das, was ich da hörte, war für mich pures akustisches Glück. Mindestens. Von da an wusste ich, dass Techno noch sehr viel mehr für mich übrig haben würde, als ich bisher annahm. Dieses Album war eine echte Offenbarung und sorgte dafür, dass ich mich über 10 Jahre lang der Psytrance-Szene widmete. Alles, was wir ab dort taten, taten wir in irgendeinem Kontext zum Psytrance. Zeichnen, schreiben, malen, irgendwie anders künstlerisch tätig werden: alles war irgendwie Psytrance. Immer.
Die Sommer der folgenden Jahre verbrachten wir auf dutzenden Psytrance-Festivals. Jemand mit dem Namen Agonda Film hat einige Videos der großen Goa Open Airs zum Ende der 90er Jahre auf einen YouTube-Channel geladen, die mich ganz wunderbar nostalgisch machen. Die Qualität der Nachtaufnahmen ist natürlich nicht so der Knaller, aber wer konnte damals schon wissen, dass wir uns das 20 Jahre später auf einer Video-Plattform im Internet nochmal angucken könnten.
Das klang dann so – und ich habe locker hiervon die Hälfte der gespielten Tracks auf Vinyl im Keller stehen. Hach, so einen Mix könnte man auch mal wieder machen.
Eigentlich nicht so ganz der passende Soundtrack für einen Dienstag, aber für Melancholie ist ja hier immer etwas Platz. Ambient in seinen schönsten Formen. Wie immer bei Zuurb.
Tracklist:
Robert Farrugia – Slow Morning
4lienetic – Fem
Soular Order – New Beginnings
Ben Lukas Boysen – Kentograph (Short Version)
Phelian – Aria’s Lament
Homeomorphic – Annihilate
William French – Blue Heron
Leandro Fresco & Rafael Anton Irisarri – Cuando El Misterio Es Demasiado Impresionante, Es Imposible Desobedecer
Lightlark – Vacance
Azaleh & Wiljan – Half A World Away
Levi Patel – Since last letters
Mint Julep – Longshore Drift
Helios – Within
Daigo Hanada – Close
Ich habe hier heute nicht viel gemacht. Gekocht, Doku-Serien geguckt, rumgehangen, Sonntag gemacht halt. Währenddessen lief ungefähr 18 Mal dieser Mix: Klein – Hello strange podcast #225. Ambienttechno at its best.
„Klein has been rooted in the underground scene since the early age. He was born and raised in the place with mountains that are arc shaped named QwaQwa in the Eastern Free State, South Africa. He is an artist and founder of the Deepinit Podcast. Started DJing in the year 2013. His music is inspired by the art of deep, ambient and dub sounds, the music produced by artists like Heavenchord, Twin Peetz to name a few.“
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