Zum Inhalt springen

Schlagwort: Protest

„Daesh Bank“-Projektion auf der Botschaft Saudi Arabiens

Neue Aktion der PixelHelper, die letzte Nacht auf die Botschaft Saudi Arabiens in Berlin „Daesh Bank“ projiziert haben.

PixelHELPER kritisiert die Finanzierung des Terrors und setzt sich für die Freilassung von Raif Badawi ein. #Lichtkunstkarikatur auf der saudi arabischen #Botschaft mit der Schwarzen Flagge der #ISIS und den Worten #Daesh Bank.Bitte unterstützt unsere gemeinnützige Arbeit. PayPal ► https://www.paypal.me/PixelHELPER

Der #Blogger Raif Badawi sitzt seit drei Jahren im Gefängnis, eine Begnadigung ist nicht in Sicht. „Saudi-Arabien bleibt ein entscheidender Geldgeber von Terrorgruppen“, urteilte bereits 2009 die damalige US-Außenministerin Hillary Clinton. 15 der 19 Attentäter vom 11. September 2001 stammten aus dem Königreich, mittlerweile sind nach Schätzungen diverser Geheimdienste 3.000 bis 4.000 junge Saudis in Syrien auf heiligem Kriegspfad für den Islamischen Staat.

13235213_1703116266635771_2956555226280749078_o 13221319_1703116246635773_2678701964711415864_o


(Danke, Oliver!)

Ein Kommentar

Mit Luftwürfel gegen Neonazi-Aufmärsche


(Direktlink, via Morgenpost)

Ich weiß nicht, ob die Dinger tatsächlich dazu taugen, Neonazi-Aufmärsche zu blockieren, aber die Spiegel-Barrikaden sehen nach jeder Menge Spaß aus.

Am 4. Juni 2016 werden rund 1.500 Neonazis in Dortmund erwartet, um gegen
die angebliche „Überfremdung“ der deutschen Gesellschaft zu demonstrieren.
Es ist kein Zufall, dass dieser Aufmarsch 2016 in Dortmund stattfinden wird. Dortmund ist berüchtigt für seine international vernetzte rechtsradikale Szene.

Die Künstler von Tools for Action planen gemeinsam mit dem Schauspiel
Dortmund, dem Kommunalen Integrationszentrum der Stadt und zahlreichen Schulen eine luftige Gegen-Aktion: aufblasbare Spiegel-Barrikaden!

An verschiedenen Orten der Stadt sollen aufblasbare Barrikaden aufgebaut werden, um dann in einer konzertierten Aktion zusammen zu kommen. Diese Barrikaden wurden erstmals 2015 beim Pariser Klimagipfel auf der Straße erprobt. Unser Ziel diesmal: die Nazi-Marschroute in Dortmund verhindern und der Fremdenfeindlichkeit buchstäblich den Spiegel vorhalten.

Für die Umsetzung sammeln die Macher gerade Geld, das will ja auch alles bezahlt werden. Wer das unterstützen mag, hier die Indiegogo-Kampange.

Und man kann die Teile relativ einfach selber machen.


(Direktlink)

5 Kommentare

Gemeinderat von Waldbüttelbrunn möchte keine „Gegen Nazis“-Shirts in seiner Sitzung

gegen_nazis

Man könnte es als eine Posse vom Land abtun, was da bei einer Gemeinderatssitzung im bayrischen Waldbüttelbrunn vorgefallen ist, man kann aber auch die Frage stellen, was an einem roten T-Shirt mit der Aufschrift „Gegen Nazis“ eigentlich ein Problem sein soll. Zumal das ja eigentlich eine politische Konsensmeinung demokratischer Parteien sein sollte. Offenbar aber sieht man das dort anders und so musste der grüne Gemeinderat Sebastian Hansen seinen Pullover während einer Sitzung des Rates wieder überziehen, nachdem er ihn auszog und ein rotes Shirt mit dem altbekannten Logo zum Vorschein kam. Bürgermeister Klaus Schmidt, ein Sozialdemokrat, begründet seine Forderung damit, dass er „ein Problem mit politischen Äußerungen im Gemeinderat“ hat. Absurd.

Hansen: „Das heißt, ein SPD-Bürgermeister fordert mich auf, ein T-Shirt mit dem Spruch ‚Gegen Nazis‘ zu verdecken. Ernsthaft?“ Bürgermeister: „Ich rede gerade. Es geht hier um jegliche politische Botschaft, ob du gegen Stubentiger bist oder sonst was.“ Hansen: „Das ist lächerlich.“ Bürgermeister: „Noch einmal eine Bemerkung wie ‚lächerlich‘ und ich verweise dich des Sitzungssaals.“

Danach wird es leicht tumultuarisch. Eine grüne Kollegin weist auf ihr Shirt, da stehe übrigens auch was drauf („Like dancing in the snow“). Ein CSU-Mann bemerkt, als Hansen unter Protest den Pulli wieder überstülpt: „So siehst du viel schöner aus.“ Und jetzt will Hansen das Ganze von der Kommunalaufsicht geprüft wissen. Das Landratsamt Würzburg will demnächst entscheiden, ob das alles seine Richtigkeit hatte im Gemeinderat von Waldbüttelbrunn.

2 Kommentare

Eine Frau in Schweden stellt sich mit erhobener Faust 300 Nazis in den Weg

Die 42-jährige Tess Asplund, trat am 1.Mai im schwedischen Borlange vor eine 300 Neonazis zählende Demonstration, die durch die Stadt marschierte. Dabei erhob sie zum Zeichen des Protestes ihre Faust.

‚I normally stand with a raised fist at demonstrations, this is not new to me,‘ Ms Asplund, who has been an activist for 26 years, told P4 Dalarna.
‚I just felt when they came walking that „you shouldn’t be here“ and then one of them stared at me and I stared back. He said nothing and I said nothing, and then the police came and removed me.‘

Welch Mut. Welch ikonisches Bild.

En ensam kvinna tar steget ut i gatan och ställer sig mitt framför Sveriges mest våldsamma nazistgrupp. Platsen är Borlä…

Posted by Fotograf i Stockholm on Montag, 2. Mai 2016


(via Karolin)

4 Kommentare

Gefängnisleiter zahlt die Strafe einer Umwelt-Aktivistin, um ihr den Knast zu ersparen

Die Umwelt-Aktivistin Cécile Lecomte seilt sich gerne dort ab, wo es um Protest gegen Atomkraftwerke, Atomtransporte, Kohletagebau oder Projekte wie „Stuttgart 21“ geht. Auf diese Weise verzögert sie die Durchführungen von Plänen. Ihre Art des Protests. Mehrfach wurde sie dafür in Gewahrsam genommen und muss sich vor Gerichten verantworten.

climbing-2325_960_720


(Foto: Pixabay)

So auch Ende Mai 2012, wo sie sich mit einem weiteren Aktivisten in Münster von einer Brücke abseilte, um ein Schiff, das einen Dampferzeuger aus dem abgeschalteten Atomkraftwerk Obrigheim über den Dortmund-Ems-Kanal ins Zwischenlager Lubmin transportierten sollte, an der aufzuhalten. Das gelang, das Schiff musste seine Weiterfahrt einstellen und für eine Nacht in bleiben.

Wegen „Fehlbenutzung einer Schifffahrtsanlage“ verurteilte das Dortmunder Schifffahrtsgericht sie zu einem Bußgeld von 20 Euro. Weil sie auch diese nicht zahlen wollte, wurde Erzwingungshaft gegen Lecomte verhängt.

Als sie diese gestern in der JVA antreten wollte, wurde ihr mitgeteilt, das der dortige JVA-Leiter die Strafe für sie bereits gezahlt hätte. Er sei der Meinung gewesen, „dass dies für alle Beteiligten die beste Lösung ist“.

Einen Kommentar hinterlassen

Malcolm McLarens Sohn will Punk-Devotionalien im Wert von £5 Millionen verbrennen

1336119658_d5e9253581_z


(Foto: Taro Taylor • CC BY 2.0)

Joseph Corré, Sohn vom Sex-Pistols-Manager Malcolm McLaren und Viviane Westwood, will als Protest gegen den Ausverkauf des Punks im November seine Sammlung aus Punk-Me­mo­ra­bi­li­en verbrennen. Diese hat wohl einen Wert von fünf Millionen Pfund.

Corré geht es offenbar auf den Sack, dass die britische Gesellschaft Punk zum Konsens gemacht hat und sich gar die Politik mit diesem schmückt. Er will gegen den „Geburtstag des Punk“ protestieren, für den anlässlich des 40-jährigen Jubiläum der ersten Sex-Pistols-Single „Anarchy in the U.K.“ Festlichkeiten in UK geplant sind, die sowohl vom Staat als auch von Unternehmen unterstützt werden.

“The Queen giving 2016, the year of punk, her official blessing is the most frightening thing I’ve ever heard. Talk about alternative and punk culture being appropriated by the mainstream. Rather than a movement for change, punk has become like a fucking museum piece or a tribute act.”

Dass der Punk mittlerweile einige seiner Kinder gefressen hat, ist nichts Neues, weshalb die Aktion in der Tat auch locker schon ein paar Jahre früher hätte stattfinden können. Andererseits ein gut gewählter Zeitpunkt – denn welcher Punk glaubte damals schon daran, überhaupt noch 40 Jahre älter zu werden?
(via Tanith)

Ein Kommentar

Video der „Return to Sender“-Aktion vor dem Landesbüro der AfD Berlin

Mittlerweile gibt es ein Video von der Aktion heute Vormittag.

In Nauen wurde vergangenen August eine Unterkunft für Geflüchtete von Rassisten niedergebrannt – die AfD ist mit ihrer Hetze direkt dafür verantwortlich. Sie ist Brandstifter in Nadelstreifen und Lautsprecher der Gewalt in einem. Stellvertretend für die zahllosen Anschläge und Übergriffe sind wir nach Nauen gefahren, haben dort die Folgen ihrer Politik eingesammelt und zum Absender zurückgebracht. Die AfD hält sich für nicht zuständig und hat die Annahme verweigert. Wir haben ihr trotzdem ein Andenken dagelassen – die hochtoxische Retoursendung wurde von unseren Gefahrgutspediteuren per Einschreiben zurücküberstellt.

Die AfD redet von Schießbefehl und Abschottung – und knüpft damit an ein populäres Deutungsmuster der Mehrheitsgesellschaft an: Nützlichkeitsrassismus. Menschen werden als Belastungen für den Standort Deutschland dargestellt, von der Verantwortung deutsch-europäischer Politik für die Fluchtursachen wird laut geschwiegen. In diesem Punkt befindet sich die AfD in voller Übereinstimmung mit den Regierungsparteien. Denn die nationalistische Einteilung der Welt in „die“ und „wir“ ist die gemeinsame Geschäftsgrundlage der Festung Europa.

Deswegen war das erst Anfang und es kann ja nicht immer nur Torten geben. Wem zu diesen Zuständen nichts Besseres als ihre Verschärfung einfällt, der hat mit unserem Widerstand zu rechnen. Die Gelegenheiten dafür sind zahlreich, Ideen gibt es viele und die Nächte sind lang.


(Direktlink | Danke, Marlies!)

Erste Reaktion aus dem Lager der AfD gibt es auch, aber da kommt bestimmt noch etwas zu.

Einen Kommentar hinterlassen

Der Tortenwerfer gegen Beatrix von Storch erhält Morddrohungen

Nachdem ein Clown vom Peng Collective der Berliner AfD-Vorsitzenden Beatrix von Storch eine Sahnetorte ins Gesicht parkte, veröffentlichte sie ein Foto und den Namen des Mannes. Ein digitaler Pranger. Ihre Gefolgschaft reagiert und veröffentlicht später Kommentare mit der Adresse des Werfers und seiner Telefonnummer. Daraufhin erhält der Mann Morddrohungen. Wegen einer Sahnetorte. Von Anhängern einer Frau, dies es in Betracht zieht, mit Waffengewalt gegen Flüchtlinge vorzugehen.

Die Berliner Zeitung hat ein Interview mit dem Tortenwerfer.

Deutsche reagieren auf das „Torten“ eher humorlos, so auch die AfD. Es hat schon einen sahnig-ranzigen Beigeschmack, dass eine Partei, die öffentlich Gewalt gegen Flüchtlinge verherrlicht, auf eine Torte mit „Gewalt, Gewalt!“-Empörung reagiert.


(Direktlink)

36 Kommentare

Tortaler Krieg gegen die AfD: Beatrix von Storch getortet

[Update]
Offenbar wurde nach der Aktion tätlich gegen den Tortenwerfer vorgegangen, wie die HNA schreibt.

Gegenüber der Polizei gab der Festgenommene an, dass ihn vor dem Eintreffen der Polizei mehrere Personen geschlagen und getreten hätten. Diesbezüglich wurden Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung eingeleitet. Der Tortenwerfer muss sich wegen Beleidigung verantworten.

Tortenbefehl.


(Direktlink)

Sogenannte besorgte Bürger sind die steinerne Grabplatte, unter der Demokratie und Menscherechte begraben liegen. Die Torte ist das Stemm-Eisen, mit dem man diese Grabplatte lüften kann.

Heute haben Menschen an der moralischen Außengrenze des Landes von der Torte Gebrauch gemacht. Bei einem Treffen der AfD am 28.2.2016 im Pentahotel in Kassel wurden Beatrix von Storch und ein weiterer AfDler getortet.

“Kein Aktivist will einen Politiker torten. Ich will das auch nicht. Aber zur Ultima Ratio gehört der Einsatz von Sahnetorten. Und derzeit ist der Gebrauch von Torten das moralische Gebot der Stunde. Der Tortenwurf ist letztes Mittel am Grenzbaum zur Unmenschlichkeit und dringlichster Ausdruck direkter Demokratie.”


(Direktlink, via Katharina)

Bildschirmfoto-2016-02-28-um-18.41.49
25 Kommentare