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Schlagwort: Punk

In Berlin sucht man einen verlorenen Koffer mit Kassetten der DDR-Punkband die Firma

Schon im Juli ergab sich in Berlin diese kuriose und gleichsam traurige Situation, in der ein Mann einen Alukoffer in einer Tram stehen ließ. Der Inhalt: nicht wenige Audiokassetten mit Aufnahmen der DDR-Punkband die Firma, die eigentlich allesamt digitalisiert werden sollten, was ohne die Kassetten nun natürlich unmöglich ist. Jetzt sucht man in Berlin nach diesem Koffer und vielleicht kennt jemand von euch irgendwen, der jemanden kennt und was gehört haben könnte. Wäre schon schön, wenn die Dinger wieder auftauchen würden.

Berlin sucht einen Koffer mit Tonbandkassetten. Über Facebook hat die Modedesignerin und Journalistin Jane Garber am Dienstag einen Aufruf gestartet. Sie war einst mit dem 2015 gestorbenen Frank Tröger, genannt Trötsch, dem Sänger der Punkband Die Firma, zusammen. Offenbar hat sie auch einen Koffer mit Kassetten geerbt und wollte sich in diesem Sommer um die Hinterlassenschaften ihres Ex kümmern und die Tonträger digitalisieren lassen.

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Sämtliche Ausgaben des Punk Planet Magazins online

Auch eine passende Sonntagsbeschäftigung: sich durch sämtliche Ausgaben des Punk Planet Magazins schmökern. Die nämlich gibt es mittlerweile auf archive.org.

Punk Planet war ein von 1994 bis 2007 existierendes Magazin. Das aus der Hardcore-Punk-Bewegung stammende und in Chicago ansässige Magazin brachte neben Artikeln über Musik und Szene auch Darstellungen über Politik im Allgemeinen und Feminismus im Besonderen und über weitere Kultur. Gründer war Daniel Sinker. Er selbst sagte, dass das damals wichtigste Punk-Magazin Maximumrocknroll ästhetisch und inhaltlich zu sehr in der Frühzeit der Punkbewegung verwurzelt sei und neuere Entwicklungen ignorierte.

Besonders bekannt wurde das Magazin für seine langen und ausführlichen Interviews mit Bands und Künstlern. Punk Planet veröffentlichte mehrere Bücher, in denen es diese Interviews zusammenstellte. Punk Planet Books existiert auch weiterhin. Das Magazin versuchte über die Szene in der gesamten Welt zu berichten. Neben den Interviews und Artikeln enthielt jede Ausgabe einen DIY-Teil für Musiker, das Magazin folgte dem Credo, dass nicht nur jeder an Punk teilnehmen konnte, sondern jeder teilnehmen sollte.


(via MeFi)

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Doku-Reihe: The True Story Of Punk

In der Mediathek bei zdf.info gibt es gerade die vierteilige Doku-Reihe The True Story Of Punk und es kann sicher nicht schaden, die gesehen zu haben.

Iggy Pop, der exzentrische Frontmann der Stooges, wird häufig als „Godfather des Punk“ bezeichnet. Aber auch andere frühe Punk-Helden ebneten mit ihrer rauen Musik, den dynamischen Bühnenauftritten und provokanten Texten den Weg für den uns heute bekannten Punk.

Neben Iggy Pop von The Stooges, Wayne Kramer von den MC5, Sylvain Sylvain von den New York Dolls, Jayne County, Debbie Harry von Blondie und Marky Ramone kommen weitere Punk-Musiker zu Wort und versetzen die Zuschauer zurück in die raue Musikwelt der 1970er-Jahre.

(via Spontis)

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Podcast: Untergrund war Strategie – Punk in der DDR

(Foto: Bundesarchiv, Bild 183-1990-0313-318 / Oberst, Klaus / CC-BY-SA 3.0)

In der DDR Punk zu sein, war weniger Lifestyle als mehr tatsächliche Rebellion, denn als Punk hatte dich die Staatsmacht direkt im Visier – und das konnte durchaus sehr unangenehme Folgen haben. Dieser Podcast von hr Info gibt Einblicke darin, wie es war, als Punk in der DDR zu leben.

1977 kam Punk in die Musikwelt. Und in die Radios. Auch in der DDR. Aus der Begeisterung für diese Musik, gemischt mit Wut, Trotz, Mut und Erfindungsreichtum, entstand in den folgenden Jahren eine Subkultur in der Diktatur. Das sozialistische Regime erklärte die Punks zu Staatsfeinden.

Geralf Pochop aus Halle an der Saale, Jahrgang 1964, war einer dieser DDR-Punks. Er hat seine Erinnerungen, Erfahrungen und Erlebnisse aufgeschrieben – in seinem Buch „Untergrund war Strategie – Punk in der DDR zwischen Rebellion und Repression“. Mit uns spricht er über fantasievoll improvisierte Outfits, die drastischen Methoden der Staatssicherheit gegen Punks und seine Sicht auf Mauerfall und Wiedervereinigung.

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Das Punk-Label Dischord Records hat seinen kompletten Katalog bei Bandcamp geparkt

Auch mal gute Nachrichten: Das legendäre, in Washington D.C. verankerte, Punk- und Hardcorelabel Dischord Records hat schon im Jahr 2017 seinen kompletten Backkatalog bei Bandcamp zum kostenlosen Stream zur Verfügung gestellt. So kann man sich dort durch Hardcore und Punk der letzten 40 Jahre hören und bei Gefallen natürlich auch kaufen. Und ich denke, heute gibt es bei mir keine Elektronik im Ohr.

While the foundations of punk music have multiple different influencers, seminal Washington DC punk label Dischord have always had their say. The independent label, co-owned by Ian MacKaye and Jeff Nelson, founded the company in 1980 in order to release Minor Disturbance by The Teen Idles. From there, Dischord focused on a nationwide network of underground bands and continued to spearhead the punk movement with their uncompromising approach to the music industry.

“We don’t use contracts, lawyers, any of those kinds of things,” MacKaye once commented on the ethos of Dischord Records. “We are partners—they make the music, and we make the records.”

Nelson, echoing MacKaye’s sentiment, added: “From the beginning of this label, people have said that the way we do things is unsustainable, unrealistic, idealistic, and we were just dreaming,” he said. “Well, the dream is now 35 years old, so they can go fuck themselves.”

(via BoingBoing)

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