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Schlagwort: RIP

Ben E. King – Stand By Me

Aus gegebenem Anlass.

„Nachgeborenen Generationen ist das Stück vor allem als Titelsong des Kinofilms „Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers“ aus dem Jahr 1986 ans Herz gewachsen. King hatte den Song ursprünglich für eine andere Band geschrieben, spielte ihn dann aber doch selbst ein.“

Vor ganz langer Zeit hat mich sein „Stand by me“ durch den ein oder anderen Liebeskummer begleitet. Später waren das andere Lieder, aber dieses eine hat sich einen Platz in meinem Herzchen auf immer reserviert.


(Direktlink, via René)

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Joe Cocker – With A Little Help From My Friends, live at Woodstock 1969

Joe Cocker ist tot. Und ganz anders als bei dem Tod von Udo Jürgens, geht mir das tatsächlich ein bisschen nahe.

Udo Jürgens hat Musik gemacht, die meine Eltern immer geliebt haben, weshalb ich sie per se schon mal scheiße fand. Im Alter hat sich daran auch nichts geändert. Das war halt Schlager am Piano. Mag ja sein, dass Jürgens auch ein integrer Musiker gewesen sein mag, ja. Aber irgendwas mit Sahne am griechischen Wein, den es nie in New York und schon gar nicht in Hawaii gegeben hat… Und alle Eltern schunkeln mit. Das kann doch heute keiner der damals Jungen wirklich ernstnehmen. Jetzt hört doch mal auf! Reißt euch mal zusammen!

1966 gewann Udo Jürgens mit dem öligen „Merci, Chérie“ den 11. Grand Prix Eurovision de la Chanson Européenne. Kurz darauf wurde er im deutschsprachigen Raum zum Schwarm aller auf schön geföhnt und auf glatt Gekämmter.

Drei Jahre später stand Joe Cocker in Woodstock auf der Bühne und sang dort vor 100tausenden sein „With A Little Help From My Friends“. Und ich wünsche mir bis heute, dass meine Alten ein paar Jahre später lieber diesen langhaarigen Tüpen auf den langen Autofahrten gehört hätten, als die Sahne von Udo Jürgens, der lange kein Joe Cocker war, den ich erst sehr viel später irgendwann mal hören sollte. In so verkiffter Stimmung, den Hippiescheiß im Herzen.

Und für diesen Auftritt, den Joe Cocker 1969 auf die Bühne Woodstocks brachte, liebe ich ihn ein kleines bisschen: „With A Little Help From My Friends“. Ganz ohne Sahne, Wein, New York und Hawaii. So ist das. Nämlich.

Hau rein, Dicker!


(Direktlink)

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Vestax ist bankrott

Es gerüchtete schon etwas länger, jetzt ist es offiziell: der Mischpult-, Turntable und Controllerhersteller Vestax ist pleite.

Turntable and mixer manufacturer Vestax has filed for bankruptcy, a Japanese news outlet has confirmed.

In October we reported that the gear maker appeared to have gone out of business after being absent from trade shows and going quiet on social media. As RA reports, a story posted today by the Teikoku Databank, a Japanese business news website, confirms that Vestax ended its business operations at the end of August and officially entered bankruptcy proceedings in Tokyo District Court on December 5.

The company has liabilities of around 900 million yen, or approximately $7.5 million. Vestax’s Facebook page has disappeared and its regional websites are either blank, missing or long out of date.

The Vestax PMC-05pro mixer has long been a popular choice for hip hop-inclined DJs, and the company has made signature models for Carl Cox and DJ Qbert. The Vestax Handy Trax turntable also featured in The Vinyl Factory’s rundown of the eight best portable turntables.

Das hier ist der letzte von mir gekaufte Mixer. Der zweite, den ich überhaupt je kaufte. Er macht’s schon eine ganze Weile nicht mehr, der Crossfader, den ich zwei Mal wechselte, ist durch, die Potis der EQs mittlerweile auch und zum Schluss ist das Netzteil abgeraucht. Davor aber hat der PMC 17A mir sehr lange und sehr zuverlässig seine Dienste erbracht.

Bildschirmfoto 2014-12-10 um 16.34.59
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Bilder in Erinnerung an OZ

Drüben bei Urban Shit haben sie über die letzten Tage hinweg Graffitis gesammelt, die nach dem Tod von OZ in Erinnerung an ihn gemalt wurden. Da sind sehr geile Sachen bei.

„Auf die Nennung der Bildquellen haben wir in diesem Fall bewusst verzichtet und bitten um Verständnis.“

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Mach es gut, OZ

oz

Ich habe in den letzten Jahren so einiges an Zeit in der Hansestadt an der Elbe verbracht. Grund dafür war nicht nur meine unersetzliche Liebe für einen dort ansässigen Fußballclub, sondern auch eine Menge anderer Gegebenheiten, wie die Offenheit und Herzlichkeit der Menschen, die ich dort kennenlernen durfte, aber natürlich auch die politisch-geografische Besonderheit dieser Stadt mit einer Hafenstraße und Stadtteilen wie St. Pauli, der Schanze und der roten Flora.

Mit dazu gehörte natürlich auch immer eins, Straßenkunst!
Seien es unzählige Aufkleber in mehreren Lagen, die neusten USP-Tags, Pieces der Jukebox Cowboys, von Frost und den 187ern, Styropor-Raketen von Zipper, Zähne an jeder Ecke von Holm the Tooth oder Rebelzer’s Freaks.

Jedoch ein ganz besonderen Künstler, dessen Initialen in der ganzen Stadt sichtbar sind und der durch seine Unbelehrbarkeit, oder besser durch seine unabdingbare Liebe zu Graffiti bekannt wurde, ist letzte Nacht tot auf den Schienen in Hamburg gefunden worden.

Mach es gut OZ.

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(Zusatz von Ronny, weil gerade parallel dazu geschrieben:)

Der Hamburger Graffiti-Sprayer Walter Josef Fischer, der unter seinem Pseudonym OZ auch über die Grenzen Hamburgs hinweg Bekanntheit erreicht haben dürfte, wurde am Donnerstagabend gegen 22.30 Uhr an den Gleisen zwischen Hamburg-Hauptbahnhof und Berliner Tor von einer S-Bahn erfasst und verstarb. Kurz vorher hat er auf einer Abdeckung einer Stromschiene eines seiner nahezu unzähligen Graffitis hinterlassen. Davon dürfte es in der Hansestadt mehr als 120.000 geben. Gerne in Form eines lächelnden Smilies.


(Foto unter CC BY-SA-3.0 von Martina Nolte)

Vor drei Jahren stand der Sprayer vor Gericht. Mehr als 120.000-mal soll er sein Zeichen OZ in Hamburg gesprüht und damit reihenweise fremdes Eigentum beschädigt haben. So sahen es zumindest die Staatsanwaltschaft und die Richterin am Amtsgericht Barmbek.

Der Sprayer war zuletzt Anfang 2012 in einer Berufungsverhandlung zu einer Geldstrafe verurteilt worden. In erster Instanz hatte das Urteil auf 14 Monate Haft gelautet. Davor hatte er bereits mehrfach vor Gericht gestanden und auch im Gefängnis gesessen. Seine Taten hatten die Debatte befördert, ob Graffiti als Kunst oder Sachbeschädigung zu werten sei.
(SpOn)

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(Foto unter CC BY-SA-3.0 von Martina Nolte)

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Danke, Herr Williams!

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(Foto unter CC von BaboGames)

„No matter what people tell you, words and ideas can change the world.“
(Robin Williams)

„Menschen sterben, manchmal sind es Schauspieler.“, schrieb Holgi mal. Auch ich halte es so mit diesem Umstand. Menschen gehen, trauernd macht mich das meistens nur dann, wenn ich diese persönlich kannte. Natürlich. Aber es gibt Ausnahmen, die mich vielleicht nicht trauern lassen, aber doch zumindest betroffen machen. Meistens dann, wenn die verstorbenen Persönlichkeiten etwas zu meiner medialen Sozialisation beigetragen haben. Bei Reinhard Lakomy war das so, weil ich als Kind seine Platten geliebt habe. Und nun ist es heute bei Robin Williams so.

Als Kind hat er mich nachmittags als Mork vom Ork immer nach der Schule in die Serienwelt der Privaten eingeführt. Als Jugendlicher brachte er mich in „Good Morning, Vietnam“ und „König der Fischer“ zum Nachdenken, in „Mrs. Doubtfire“ zum Lachen und in „Jumanji“ zum Staunen. „Der Club der toten Dichter“ und „Good Will Huntig“ gehören bis heute zu den Filmen, die man unbedingt gesehen haben muss. MUSS. Wohl kaum ein anderer Schauspieler hat meine cinemagrafische Sozialisation über viele Jahre so präsent begleitet, wie eben Robin Williams. Danke dafür!

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Heute House: Frankie Knuckles at Kingdom, Texas, 2013.10.05

Als ich zu Beginn der 90er dieses Techno-Ding für mich entdeckte, lief mir der Name Frankie Knuckels öfter mal durch die Ohren, später dann auch in Form von Platten, die erst von ihm produziert und dann von mir gekauft wurden. Das ist lange her. Irgendwann hat mich dann nicht mehr ganz so interessiert, was da aus der Ecke kam. Einen Umstand, den ich übrigens auch bei all den ganzen alten Detroit-Helden für mich festhalten kann. Musikalisch interessiert mich das alles nicht mehr ganz so sehr, aber ich bin all denen sehr dankbar dafür, dass ich einen Teil meiner musikalischen Sozialisation mit ihnen verbringen konnte. Außerdem weiß ich, dass die irgendwo da draußen sind und ihr immer noch wichtiges Ding machen.

Frankie Knuckles, der „Godfather of Chicago House“, ist nicht mehr da draußen. Er starb gestern im Alter von 59 Jahren und dürfte der neue Resident DJ im Paradies sein.

Und deshalb mache ich heute House-Tag. Danke, Frankie! schön, dass Du da warst.


(Direktlink)

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