Zum Inhalt springen

Tortur de France – Bericht über eine Radrundfahrt (1960)

Ich hatte zur diesjährigen Tour mein Interesse daran wieder entdeckt und es im Urlaub immer ganz schön gefunden, die Tour de France sehen zu können. Es gab mir so Vibes, die ich als Kind von der Internationalen Friedensfahrt kannte. Nur in neu und anders halt. Jedenfalls haben die Frau und ich im Bulli gesessen und stundenlang die Tour im Stream gesehen. Klar, dass ein Algorithmus dann irgendwann diese Doku aus dem Jahr 1960 vorschlägt. Und damals rollte die Tour halt schon noch ein bisschen anders, als wir das von heute kennen.

Die Tour de France ist die härteste Sportveranstaltung Europas: so sieht es 1960 der Dokumentarfilmer Dieter Ertel. Zusammen mit dem Sportjournalisten Hans Blickensdörfer begleiten er und sein Kamerateam den Tross der Radrennfahrer auf den Etappen zwischen Limoges und Paris mit kraftzehrenden Anstiegen in den Pyrenäen und Cevennen. Gezeigt werden die Qualen der Radsportler und die Auswüchse der Werbebranche, die dieses Radrennen zu einem einzigartigen Zuschauer-Spektakel machen. Der tragische Sturz des französischen Radsportidols Roger Rivière bleibt ebenso im Gedächtnis wie die Bilder von Henry Anglade, der kilometerlang mit stark blutender Kopfwunde in Richtung Ziel fährt. Den Gesamtsieg sichert sich der Italiener Gastone Nencini vor seinem Landsmann Graziano Battistini. Hennes Junkermann verpasst als bester Deutscher den dritten Platz um eine knappe Minute.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Entdecke mehr von Das Kraftfuttermischwerk

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen