Ein Besuch bei den Hasspredigern aus Freital

Spiegel TV hat mal welche besucht, die ihre unterirdisch rassistischen Kommentare auf Facebook absondern und sie offline damit konfrontiert. Finde ich einen guten Move. Die eher nicht so.


(Direktlink)

Passend dazu:

Aber auch die vermeintlich gefühlte Anonymität schützt Facebook-User nicht vor Konsequenzen. So wurde eine Altenpflegerin, die auf Facebook öffentlich damit gedroht hat, hilfsbedürftige Alte unter ihren Händen sterben zu lassen, aktuell von ihrem Arbeitgeber, der AWO Thüringen, gekündigt. Und kommt mir in dem Fall nicht mit „Meinung“!

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Kommentare: 41

  1. Nikolas Moazzami 25. August 2015 at 23:19  zitieren  antworten

    Goethestraße
    8
    Ja ist das net schon echt asozial, auch wenn der typ n Nazi ist, man kann doch net zu dem auf die Arbeit fahren und meinen dem eine rein zu würgen. und wenn die szene gestellt ist dann isses auch asozial, da wird ja n falsches bild gezeigt. also generell das ist auch echt unfair. plus die leute fühlen sich noch eher angemacht, ziehen also mehr hass da raus. das einzige was ihr damit erreicht ist esschlimmer machen. wie wäre es denn mit ner ganz einfachen Bericht erstattung? ( ich habe keine ahnung ob ich hier an die richtigen schreibe aber trotzdem auch wenn nicht)

  2. Nikolas Moazzami 25. August 2015 at 23:21  zitieren  antworten

    Nikolas Moazzami,

    ich sehe schon etliche fehler, achtet gar nicht auf die schlechte grammatik ect. ich hab meine brille grad nicht auf, da übersehe ich das die ganze zeit. <.<

  3. […] Ronny schreibt: […]

  4. itgieson 25. August 2015 at 23:38  zitieren  antworten

    Ist meinerseits ein kleiner Zeitvertreib geworden:
    Die braunen Würmer anhand Ihrer Klarnamen (!) via Google zu suchen, oder gleich den Arbeitgeber auf der Facebook-Seite (!!!11!) ausfindig zu machen, beim Arbeitgeber ma kurz Bescheid geben und auf die Reaktion zu warten. Bis auf einen Fall war das Ergebnis durchweg ein geschockter Arbeitgeber und ein arbeitsloser Nazi! Ist nich viel, aber Spaß macht’s trotzdem.

  5. fmb 26. August 2015 at 00:09  zitieren  antworten

    itgieson,

    da weiß man garnicht, wer von euch beiden das größere arschloch ist: du denunziant oder die, die du als nazis bezeichnest. euch auseinander zu halten ist wie scheiße nach geruch zu sortieren.

  6. Taptower 26. August 2015 at 00:43  zitieren  antworten

    @itgieson,
    ist nicht viel,aber Spaß macht es trotzdem. ;-)
    @fmb,
    und dich zu bekommen wird auch viel Spaß machen.

  7. durandal 26. August 2015 at 00:58  zitieren  antworten

    itgieson,

    fmb,

    Ich halte es für infam, Leute bei ihrem Arebitgeber anzuschwärzen. Das geht den nämlich nichts an. Dennoch halte ich es für ganz andere Kaliber, ob jemand sagt, dass jemand vergast werden soll, oder jemanden, der so etwas sagt, anzuschwärzen. Das richtige Vorgehen wäre meiner Meinung nach eine Strafanzeige, zumindest, wenn die Dinge so explizit gesagt werden, wie in dem Video. Das ist nämlich Androhung einer Straftat und auch Volksverhetzung kann hier erwogen werden.

  8. fmb 26. August 2015 at 01:20  zitieren  antworten

    @durandal
    >Das richtige Vorgehen wäre meiner Meinung nach eine Strafanzeige
    das sehe ich genau so.
    und leute wie @itgieson und @taptower sind für mich keinen deut besser als die o.g. braunen würmer. die riechen alle gleich.

  9. Danny 26. August 2015 at 02:46  zitieren  antworten

    durandal:
    itgieson,

    fmb,

    Ich halte es für infam, Leute bei ihrem Arebitgeber anzuschwärzen. Das geht den nämlich nichts an.

    Nun, Anschwärzen kann schon hier und da arschig sein. Aber wir reden hier nicht von Lausbubenstreichen, sondern schlichtweg von Grundrechtsverstößen nach §1 und weiteren Geschichten. Und da kann es uns als Gesellschaft nur recht sein, wenn möglichst viele in seinem Umfeld Bescheid wissen, was für eine zersetzende Gedankenwelt so jemand hegt. Auf dass er resozialisiert werde. Feuern hingegen kann kontraproduktiv sein – hier schön dargelegt, warum: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/pranger-im-internet-auch-idioten-brauchen-verteidiger-a-1047019.html

  10. […] ein paar widerliche Hasskommentare aus Facebook herausgepickt und sind einfach mal zu den Leuten hingefahren, um sie zu fragen, was sie dazu bringt, im Internet zu fordern, dass Flüchtlinge doch bitte […]

  11. Taptower 26. August 2015 at 08:28  zitieren  antworten

    fmb,

    Vorsicht Ironie! Wenn viele in seinem Umfeld Bescheid wissen,reicht mir schon.Wie andere dann darauf regieren…

  12. AG 26. August 2015 at 09:00  zitieren  antworten

    Wer so dämlich ist, derart asoziale Sprüche öffentlich zu bringen, hat es nicht anders verdient. Wer öffentlich zu Mord und Gewalt aufruft soll die volle Bandbreite der gesellschaftlichen Ächtung zu spüren bekommen. Wenn ich dann noch lese, dass wäre „infam“, da kommt es mir gleich nochmal hoch, bekommt mal klare Bilder!

  13. Ronny 26. August 2015 at 09:12  zitieren  antworten

    AG,
    Danke!

    Ich hoffe ja naiverweise, dass sich manche wenigstens ein bisschen für die Kommentare schämen, die sie hier so da lassen.

  14. nazisaufsmaulundzwarrichtig 26. August 2015 at 09:22  zitieren  antworten

    Nikolas Moazzami,

    Ja, genau. ganz doll unfair. und schlimmschlimmschlimm.
    immer schön nett sein zu den arschgeigen, die schön anonym in der masse alles, was nicht in ihr suppentellerweltbild passt abfackeln wollen, aber dann rumheulen, wenn man sie mal persönlich drauf festnagelt.

    wer austeilt, sollte auch einstecken können.

  15. […] via Ronny […]

  16. lena 26. August 2015 at 10:04  zitieren  antworten

    itgieson,

    ich habe kein problem damit, auf menschen aufmerksam zu machen, wenn von diesen gefahr ausgeht. ist ein netter service für ausländer, schwule,… zu wissen, dass nazis in der nachbarschaft eingezogen sind.

  17. fmb 26. August 2015 at 11:02  zitieren  antworten

    @taptower
    >Vorsicht Ironie! Wenn viele in seinem Umfeld Bescheid wissen,reicht mir schon.Ich hoffe ja naiverweise, dass sich manche wenigstens ein bisschen für die Kommentare schämen, die sie hier so da lassen.<
    gerade dir, als studierter sozialarbeiter, sollte wertfreies handeln und deuten geläufig und professionelle grundlage deiner arbeit auf sachlicher ebene sein. zwischen den hetzern auf fagbook und den befürwortern öffentlicher denunziation bzw. leuten, die unter einem aussagekräftigen pseudonym auftreten wie @nazisaufsmaulundzwarrichtig, gibt es menschen mit vernunft die nicht alles fressen, was man ihnen vor wirft. egal von welcher seite es kommt. bei deinem kommentar stieg mir die röte des fremdschämens ins gesicht und man bekommt zweifel an der qualität der lehre an der fh potsdam.

  18. fmb 26. August 2015 at 11:06  zitieren  antworten

    sorry. hatte falsch zitiert: @taptower wollte ich wissen lassen, das ich nicht der urheber des postings bin, auf das er geantwortet hat. das zweite ging an @ronny.

  19. […] @das_kfmw: Ein Besuch bei den Hasspredigern aus Freital: kraftfuttermischwerk.de/blogg/ein-besu… […]

  20. Stephan 26. August 2015 at 12:46  zitieren  antworten

    Es den Arbeitgeber sehr wohl etwas an. Das geht JEDEN etwas an.

    Dass die sogenannten „besorgten Bürger“ – man kann es auch einfach beim Namen nennen – also die Nazis – ihr menschenverachtendes Gedankengut nun in öffentlich zugängliche Internetplattformen hochladen liegt auch nur daran, dass Sie glauben, das wäre mittlerweile völlig in Ordnung und stieße auf allgemeine Zustimmung. Was für Freital ja zutreffen mag. Es ist einfach nicht mehr notwendig das aus Selbstschutz nur hinter der vorgehaltenen Hand zu tun. Öffentlich ausgelebtes Nazitum also. Alarmierender kann es ja für eine Gesellschaft nicht sein. Von daher völlig richtig sie auch öffentlich bloßzustellen wo und wann immer es geht, zusätzlich zu entsprechenden Strafanzeigen versteht sich.
    Wenn man so etwas schreibt, will man ja die Gesellschaft provozieren. Man darf sich dann auch nicht wundern, wenn diese auch mal reagiert. Letztendlich passiert das noch viel zu selten, was ein Teil der ganzen Misere ist.

  21. Blah Blahson 26. August 2015 at 13:17  zitieren  antworten

    Naja, öffentlich anderen Menschen das Recht auf Leben abzuerkennen (bzw. zum Mord aufzurufen) und die Taten derjenigen an’s Licht zu zerren (sie tun’s eh öffentlich, insofern stellen die sich schon selber bloß) sind schon noch zwei verschiedene Dinge. Teile diese Gleichsetzung überhaupt nicht, egal, wie man die obige Aktion wertet.

    Der erste Fall gibt allerdings auch Hinweise, wieso der braune Brei in letzter Zeit mit solcher Dynamik hochkocht. Über Jahre wurden im Rahmen neoliberaler Umverteilungen Existenzen zerstört und zivilgesellschaftliche Institutionen (offene Jugendarbeit, staatliche Existenzsicherung, medizinische Versorgung, etc.) ausgelaugt, in ihrer Arbeit behindert (siehe Extremismusklausel bei antirassistischen Initiativen), wurde die Schuld für die Verarmung den Betroffenen selbst zugeschoben, wurde ein Ellenbogenklima unter dem Deckmantel der Eigenverantwortung geschaffen, Menschen, die jahrelang unterm Minimum leben, werden als arbeitsfaule Schmarotzer abgetan. Während gleichzeitig alle auf die neue, angeblich unproblematische nationalistische Einheit eingeschworen werden.
    Alles ein Produkt bewussten und gewollten Handelns, nichts was hier über Nacht entstanden ist. Die Studien zur Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit zeigen schon lange, dass diese in einem deutlichen Zusammenhang mit niedrigem Sozioökonomischen Status steht. Die Eliten haben zu lange zu eindeutig einen Fick auf die Zivilgesellschaft gegeben. Und die, die ganz unten stehen, zahlen die Rechnung mit ihrer körperlichen Unversehrtheit, schlimmstenfalls mit ihrem Leben (siehe 90er Jahre). In diesem Sinne zitiere ich mal Slime, die schon vor 21 Jahren befanden:

    „Deutschland, ein Land kotzt sich aus,
    einen alten braunen Brei.
    Seh ich aus dem Fenster wird mir übel
    von dieser Heuchelei.“

  22. komischeleuteaufdeinemblog,ronny 26. August 2015 at 13:30  zitieren  antworten

    Genau dieses „Lasst se doch machen“,denn-das-geht-niemanden-was-an-Haltung, bringt doch die Gesellschaft erst richtig an den Rand der Katastrophe! Hauptsache niemandem zu nahe treten, näch?

    Wehret den Anfängen. Allen anderen viel Spaß in 1933.

  23. Stephan 26. August 2015 at 13:47  zitieren  antworten

    Da stimme ich dir zu…was das bewusste Handeln der Elite angeht.
    Trotzdem ist in der Verantwortung eines jeden selbst seine Aggressionen auch in die richtige Richtung zu lenken. Man kann die sich da nicht einfach nur als Opfer hinstellen. Jeder für sich ganz alleine trägt die Verantwortung für sein denken und Handeln.

  24. Julian S. 26. August 2015 at 14:08  zitieren  antworten

    Nikolas Moazzami:
    Goethestraße
    8
    Ja ist das net schon echt asozial, auch wenn der typ n Nazi ist, man kann doch net zu dem auf die Arbeit fahren und meinen dem eine rein zu würgen. und wenn die szene gestellt ist dann isses auch asozial, da wird ja n falsches bild gezeigt. also generell das ist auch echt unfair. plus die leute fühlen sich noch eher angemacht, ziehen also mehr hass da raus. das einzige was ihr damit erreicht ist esschlimmer machen. wie wäre es denn mit ner ganz einfachen Bericht erstattung? ( ich habe keine ahnung ob ich hier an die richtigen schreibe aber trotzdem auch wenn nicht)

    itgieson:
    Ist meinerseits ein kleiner Zeitvertreib geworden:
    Die braunen Würmer anhand Ihrer Klarnamen (!) via Google zu suchen, oder gleich den Arbeitgeber auf der Facebook-Seite (!!!11!) ausfindig zu machen, beim Arbeitgeber ma kurz Bescheid geben und auf die Reaktion zu warten. Bis auf einen Fall war das Ergebnis durchweg ein geschockter Arbeitgeber und ein arbeitsloser Nazi! Ist nich viel, aber Spaß macht’s trotzdem.

    Es ist meiner Meinung nach schwierig zu beurteilen. Auf der einen Seite sehe ich da eine Trennung zwischen Arbeit und Privatem, das aber voraussetzt, dass die betreffenden Mitarbeiter sich nicht im Geschäftsumfeld ähnlich äußern oder bspw. bei Demonstrationen im Blaumann mit Firmenlogo erscheinen.

    Das Problem ist allerdings, wenn sich Verbindungen zwischen dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber herstellen lassen. Entweder, weil der Arbeitnehmer, wie oben beschrieben in Arbeitskleidung Molotows wirft, weil er seinen Arbeitgeber auf seinen Social Media Profilen angibt oder sogar auch über sein Profil für seinen Arbeitgeber eintritt, z.B. „Wer noch eine Versicherung sucht, ich empfehle…“. In so einem Fall ist es als potentieller Kunde richtig, den Arbeitgeber darauf aufmerksam zu machen und ihn zu fragen, ob es seiner Auffassung entspricht, bspw. KZs wieder aufbauen zu lassen. Wie der Arbeitgeber darauf reagiert und ob er rechtliche Schritte gegenüber seines Mitarbeiters verfolgt, ist jedoch für uns nicht relevant. Eher wäre der Schluss treffend, dass man bei diesem Unternehmen nicht mehr einkauft, bestellt, Versicherungen abschließt, usw. inkl. der öffentlichen Forderung, dass andere es einem gleichtun, solange das Unternehmen offensichtlich rechte Mitarbeiter beschäftigt. Für den Arbeitgeber sehe ich allerdings keine andere Möglichkeit, den Mitarbeiter vor die Tür zu setzen, um 1. diese Ideologien und die braune Scheiße nicht zu unterstützen und 2. den Ruf zu wahren.

  25. doc-rofl 26. August 2015 at 15:36  zitieren  antworten

    „Ja ist das net schon echt asozial, auch wenn der typ n Nazi ist, man kann doch net zu dem auf die Arbeit fahren und meinen dem eine rein zu würgen.“

    Aber, aber – wieso denn „reinwürgen“? Es wird doch immer behauptet, die „Lügenpresse“ unterdrückt solche Meinungen und „man wird doch wohl mal sagen dürfen“.

    Daher würde ich das so einordnen, dass hier einem besorgnisseregendem Bürger die faire Chance gegeben wurde, seinen Standpunkt mal mit Argumenten zu untermauern.

    Wenn dieser Herr repräsentativ für diese Horde Idio.. – tschuldigung, meinte natürlich besorgniserregenden Bürger ist, dann ist Deutschland wirklich in Gefahr, weil offensichtlich die ultimative Verdummung droht.

    Als weitere Lektion nehme ich aus dem Beitrag mit: Hass muss man sich verdienen – Mitleid gibts für Vollversager (die natürlich für ihre Lage keinerlei Verantwortung tragen) umsonst.

    Bei aller Häme: ich seh hier (unter anderem) das Ergebniss der anhaltenden politischen Anheizer aus dem „bürgerlichen Lager“, der Pegidaversteher, der geschönten rechten Kriminalstatistiken und zum Teil auch des unreflektierten Schland-Party-Nationalismus.

    Mit solchen Zutaten sollte man in Deutschland lieber etwas vorsichtiger umgehen, sonst hat man (trotz deutlicher geschichtlicher Lehren, welche Folgen sowas hat) wieder ne Horde Unterbelichtete, die Leuten, die sie gar nicht kennen, die Bude abfackeln wollen. Die Zivilisationsdecke ist doch teilweise recht dünn.

    Ohne sowas irgendwie zu rechtfertigen, wie man an dem armen Licht, der da den Ein-Euro-Job macht sehen konnte: unsere Sozialpolitik (und die entsprechende Hetzbegleitung in Teilen der Presse) führt in ihrer jetzigen Form offenbar zu erheblichen Folgeproblemen. Leute, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt und dabei noch allgemein in der Bevölkerung geächtet werden, suchen sich ihrerseits Gruppen, über die sie sich (vermeintlich) stellen können, um nicht ganz unten zu stehen.

    So weit so bekannt, nur wenn die hässlichen Folgen zutage treten, sind plötzlich alle überrascht (ich schliesse mich da nicht aus). Unser derzeitiges System macht es den Rattenfängern wohl leider sehr leicht.

  26. durandal 26. August 2015 at 15:37  zitieren  antworten

    AG,

    lena,

    Klare Bilder? Das ist der Feind! Totaler Krieg! Solche Bilder? In den USA gibt es öffentliche Listen, wo man zum Beispiel einsehen kann, wer im Ort ein Vergewaltiger oder Mörder gewesen ist. Resultat ist, dass Leute, die ihre Strafe bereits abgesessen haben, regelmäßig Opfer eines Übergriffes werden. Im Mittelalter waren die Juden gesellschaftlich geächtet, wurden isoliert und es kam auch häufiger zu Verfolgungen, nicht von oben durchorganisiert, sondern von einem wütenden Mob ausgeführt, der diese „Gottesmörder“ aus der Stadt hetzt oder gar tötet. In jedem Fall fühlten sich die Leute legitimiert, solche Attacken durchzuführen.
    Ich warte noch auf den Tag, an dem die Parole herausgegeben wird, dass es völlig in Ordnung sei, „das rechte Pack“ auf der Straße zu erschießen.

    Wieso hörst du beim Chef auf? Wenn er Kinder hat, mach doch deren Lehrer auf den Post aufmerksam. Vielleicht geben sie dann schlechtere Noten.

    Stephan,

    nazisaufsmaulundzwarrichtig,

    Es ist ein Unterschied, on du jemanden persönlich zur Rede stellst, oder ihn beim Chef anschwärzt. Das eine ist eine offene Konfrontation und meiner Meinung nach durchaus legitim, das andere ist das Verstecken hinter einer in Arbeitsverhältnis übergeordneten Person und damit nicht zulässig. Ich habe insbesondere ein Problem mit der politischen Einflussnahme durch den Chef. Das Verhältnis zwischen einem Chef und seinem Angestellten ist ein reines Arbeitsverhältnis. Weder die politische Ausrichtung noch der persönliche Lebensstil sollte in so eine Beziehung mit einfließen, sofern das arbeitsverhältnis nicht dadurch beeinträchtigt wird.

    Hier ist ein Artikel dazu:
    http://www.zeit.de/karriere/2011-05/kommentar-bag-urteil-npd

    Wenn jemand sich derart extrem äußert, wie im Video musst du das zum Glück nicht gutheißen, aber die eiegntlich angemessene Reaktion wäre nicht die des Anschwärzens beim Arbeitgeber, sondern ein Kommentar unter dem Post oder das Verfassen eines eigenen Postes. Oftmals reicht es ja, diese Heinzels zu übertönen. Wenn der Kommentar rechtswidrig ist, ist eine Anzeige das angebrachte Mittel.

    „Der erste Fall gibt allerdings auch Hinweise, wieso der braune Brei in letzter Zeit mit solcher Dynamik hochkocht. Über Jahre wurden im Rahmen neoliberaler Umverteilungen Existenzen zerstört und zivilgesellschaftliche Institutionen (offene Jugendarbeit, staatliche Existenzsicherung, medizinische Versorgung, etc.) ausgelaugt, in ihrer Arbeit behindert (siehe Extremismusklausel bei antirassistischen Initiativen), wurde die Schuld für die Verarmung den Betroffenen selbst zugeschoben, wurde ein Ellenbogenklima unter dem Deckmantel der Eigenverantwortung geschaffen, Menschen, die jahrelang unterm Minimum leben, werden als arbeitsfaule Schmarotzer abgetan. Während gleichzeitig alle auf die neue, angeblich unproblematische nationalistische Einheit eingeschworen werden.
    Alles ein Produkt bewussten und gewollten Handelns, nichts was hier über Nacht entstanden ist. Die Studien zur Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit zeigen schon lange, dass diese in einem deutlichen Zusammenhang mit niedrigem Sozioökonomischen Status steht. Die Eliten haben zu lange zu eindeutig einen Fick auf die Zivilgesellschaft gegeben. Und die, die ganz unten stehen, zahlen die Rechnung mit ihrer körperlichen Unversehrtheit, schlimmstenfalls mit ihrem Leben (siehe 90er Jahre).“
    Wow, und das hast du alles aus den 30 Sekunden Gespräch gefunden. der Typ hat nach eigener Aussage nicht die Ausbildung und daran ist natürlich jetzt „unser neoliberales Wirtschaftssystem“ schuld. Bekanntermaßen tummelt sich die Bevölkerung auch in den Slums. Und die Radikalisierung ist die Konsequenz eines „Treueschwures auf den Staat“. Oh und selbstverständlich hat das irgendwer gewollt. Ich meine, wer will keine Extremen, bei denen das deutliche Risiko zu gewalttätigen Ausschrietungen besteht? Der Traum einer jeden Gesellschaft.

    Und um da nochmal klarzustellen: Ich teile was den Grad der Anstößigkeit geht nicht die Meinung von fmp. Ich halte das Hetze unter dem Deckmatel einer gerechten gesellschftlichen Ächtung für verwerflich, die Androhung einer Tötungsreihe aber ist ein katastrophales Vollversagen.

  27. AG 26. August 2015 at 17:11  zitieren  antworten

    durandal,
    Dann halte von mir aus eine Mahnwache gegen Hassposts ab, wenn Dir das legitimer erscheint – nur wirst Du damit wahrscheinlich nicht viel erreichen.
    Es geht ja hier nicht um das Denunzieren oder um die Verweigerung einer 2. Chance sondern um Menschen, die öffentlich und für jeden einsehbar ein Meinung formulieren, die gesellschaftlich jenseits von Ideologie und Meinungsfreiheit ein absolutes Tabu darstellt – und darüber muss man sicher nicht diskutieren.
    Insofern ist es absolut legitim und M.E. sogar notwendig, dass auf das ohnehin bereits publizierte Statement auch diejenigen aufmerksam gemacht werden, die im unmittelbaren sozialen Umfeld des Täters leben. Arbeitgeber, Lehrer wer auch immer. Und das öffentlich – schließlich glauben ja mittlerweile nicht wenige, dass der Rotz, den sie von sich geben, gesellschaftlicher Konsens sei, und dass nur unser böser, von den USA gelenkte Polizeistaat diese freie Meinungsäußerung unterdrückt (letzteres kann durch jede beliebige andere verschwurbelte VT ersetzt werden ;-)).

  28. Blah Blahson 26. August 2015 at 17:13  zitieren  antworten

    Wow, und das hast du alles aus den 30 Sekunden Gespräch gefunden. der Typ hat nach eigener Aussage nicht die Ausbildung und daran ist natürlich jetzt „unser neoliberales Wirtschaftssystem“ schuld. Bekanntermaßen tummelt sich die Bevölkerung auch in den Slums. Und die Radikalisierung ist die Konsequenz eines „Treueschwures auf den Staat“. Oh und selbstverständlich hat das irgendwer gewollt. Ich meine, wer will keine Extremen, bei denen das deutliche Risiko zu gewalttätigen Ausschrietungen besteht?Der Traum einer jeden Gesellschaft.

    Jaja, schon klar, braune Mobs entstehen aus dem Nichts, Hartz-4-Empfänger schwimmen praktisch in Wohlstand und Partynationalismus steht in keinem Zusammenhang mit der Ausgrenzung von nicht-deutschen Menschen.
    Ich habe keine Aussage über den Einzelfall getätigt, sondern auf die gesamtgesellschaftlichen Zusammenhänge hingewiesen, die hinter der zunehmenden Hetze stehen. Der Rückbau des Sozialstaats und sich ausbreitende Verarmung sind Fakten, und ein paar sarkastische Sätze von dir (die absolut nichts in meinem Post widerlegen, lediglich als unbegründet darzustellen versuchen) ändern daran absolut gar nix.

  29. doc-rofl 26. August 2015 at 17:18  zitieren  antworten

    „Weder die politische Ausrichtung noch der persönliche Lebensstil sollte in so eine Beziehung mit einfließen, sofern das arbeitsverhältnis nicht dadurch beeinträchtigt wird.“

    Das seh ich auch so, allerdings kann der Arbeitgeber dies ja auch erst beurteilen, wenn er Kenntnis von den Vorgängen erhält. ^^
    Ich verlass mich da also voll auf die Urteilskraft der Arbeitgeber. Sollten diese trotzdem grob daneben liegen, kann der betreffende Hetzkommentator sein Recht ja immer noch auf gerichtlichem Wege einklagen. Ich seh da gar kein Problem.

    Auch am mangelnden Schuldbewußtsein dürfte es nicht scheitern denn das hat ja schon Gründe, dass diese Leute lieber auf Facebook posten, statt den Bullshit direkt auf ihrer Arbeitsstelle abzusondern. Wenn man die Tragweite solche öffentlicher Äußerungen nicht einschätzen kann, ist das bedauerlich aber so isset nun mal. Dummheit schützt bekanntlich vor Strafe nicht.

    Ich verweise zusätzlich darauf, dass einige Arbeitgeber die Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses verlangen und das laut gängiger Rechtsprechung auch im Einklang mit dem Gesetz ist. So allzu privat sind strafrechtlich relevante Vorgänge dann also wohl doch nicht, sofern sie nicht einen gewissen Zeitraum zurück liegen.

    Ob „eröffent die KZs wieder“, Mordaufrufe und ähnliches zum „persönlichen Lebensstil“ zu zählen sind, möchte ich übrigens auch stark bezweifeln. Wer auf Facebook oder sonstwo mit solchen Aussagen und unter Verwendung des Realnamens die Öffentlichkeit sucht, muss mit eben mit den entsprechenden Folgen leben. Das Internet ist ja schliesslich kein rechtsfreier Raum , ne? ;)

    „Das eine ist eine offene Konfrontation und meiner Meinung nach durchaus legitim“

    Dann ist Deine Meinung wohl nicht so ganz im Einklang mit den derzeit geltenden Gesetzen, zumindest nicht im Bezug auf die hier diskutierten Beispiele aus dem Spiegel TV Beitrag. Da gibt es keinen Interpretationsspielraum mehr, das geht gar nicht im Sinne von strafbar.

    „das andere ist das Verstecken hinter einer in Arbeitsverhältnis übergeordneten Person und damit nicht zulässig“

    Die Wahrheit zu sagen ist „nicht zulässig“? Im Gegensatz zu dem, was Du hier als „Meinungsäußerung“ zu verteidigen versuchst, ist es vollkommen in Ordnung, die Wahrheit zu sagen und da gibt es auch keinerlei Einschränkungen in Bezug auf Arbeitgeber.

    Es bleibt dabei: wer das Gesetz bricht, kann in einem Rechtsstaat Probleme bekommen und das ist gut so. Gesetze sollen (im Idealfall) einen gemeinsamen Konsens darstellen, so ist das ganze Gewaltmonopol des Staates ja auch legitimiert.

    Wer sich gegen diesen Konsens stellt, der stellt sich halt gegen die Gesellschaft und dann muss man sich nicht wundern, wenn es Gegenwind und entsprechende Konsequenzen gibt

  30. Stephan 26. August 2015 at 19:44  zitieren  antworten

    Ich finde das, wie hier argumentiert wird zu kompliziert. Warum sollte man Schutzzonen einrichten für menschenverachtende Volksverhetzer?! Und dann auch noch in der Öffentlichkeit wo sie sich selbst reinbegeben oder auf der Arbeit? Das macht einfach keinen Sinn und das Ganze hat auch nichts mit freier Meinungsäußerung zu tun. Das ist weit davon entfernt und genau da liegt auch der Unterschied.

  31. itgieson 26. August 2015 at 19:44  zitieren  antworten

    fmb,

    Schön
    . Großes Niveau, das du da hast. Denunziant ist so ein Wort, das die Rechten gern verwenden. Bist wohl ein verklemmter Nazi?
    Und genauso wie die, glaubste wohl auch dich in der Anonymität des Internets verstecken zu können. Kannst du nicht, wirste noch merken.

  32. […] Via Ronny […]

  33. Taptower 26. August 2015 at 21:35  zitieren  antworten

    itgieson: da weiß man garnicht, wer von euch beiden das größere arschloch ist: du denunziant oder die, die du als nazis bezeichnest. euch auseinander zu halten ist wie scheiße nach geruch zu sortieren.

    „da weiß man garnicht, wer von euch beiden das größere arschloch ist: du denunziant oder die, die du als nazis bezeichnest. euch auseinander zu halten ist wie scheiße nach geruch zu sortieren.“

    Aus welcher Ecke dit kommt is ja wohl klar. ;-)

  34. fmb 27. August 2015 at 00:43  zitieren  antworten

    itgieson,

    google und fagbook kannst du ja scheinbar bedienen. wenigstens hast du ’niveau‘ richtig geschrieben. mach erst mal die schule fertig, dann können wir weiter reden. gleiches gilt für taptower. ihr seid mit euren anwürfen und drohungen keinen deut besser als die, die rassistische hetzte verbreiten. wie oben geschrieben: euch kann man nicht sortieren. ich stinkt alle nach scheiße und seid gleicher als euch lieb ist.. (vielleicht wird euch meine metapher jetzt deutlicher)

  35. durandal 27. August 2015 at 01:11  zitieren  antworten

    AG,

    Ich denke, dass so eine Mahnwache durchaus Effekte haben kann. Wir reden hier von maximal 1000 Agressoren, ein guter Teil vermutlich nicht aus der Stadt selbst. Eine große Zahl, keine Frage, aber keine unüberschaubare Horde. Es sollte nicht soo schwierig sein, 20000 Leute zusammenzubekommen, die sagen, dass sie gegen die Ausschreitungen gegen Flüchtlinge sind. Hat schon bei Pegida geholfen.
    Und es stimmt, das die im Video vertretene Meinung strafbar ist, meiner Meinung nach völlig zu Recht. Deswegen ist eine Strafanzeige meiner Meinung nach auch das korrekte Mittel. Nebenbei bin ich der Meinung, dass ein so menschenverachtender Post von so wenigen wie möglich gelesen werden soll. Ich denke auch nicht das wir durch eine gesellschaftliche Isolation irgendetwas erreichen werden. Im schlimmsten Fall sieht er sich in der Theorie einer Weltverschwörung bestätigt. Ferner werden am Stammtisch und auf Facebook andere Dinge geäußert als am Arbeitsplatz. Ein Arbeitnehmer wird zu Beispiel eher selten seinem Chef grundlos Dinge sagen, die diesen aufregen.

    Blah Blahson,

    Ich habe nicht gesagt, dass der Mob aus dem Nichts entsteht, dass Hartz-IV-Empfänger im Wohlstand schwimmen und was zur Hölle meinst du mit Partynationalismus? Es gab seit Gründung der Bundesrepublik immer Leute, die sich als Nachfolger „der gerechten Sache“ der Nazis betrachtet haben. Bei großen Flüchtlingsströmen in wirtschaftlich eher schwachen Phasen führt dies sehr schnell zu Reibungen. Dass es Leuten auch in Deutschland schlecht geht, streite ich ja nicht ab. Die Kürzungen im Gesundheitssektor kann ich nicht so richtig sehen. Im Bereich Renten- und Arbeitslosengeld gab es Kürzungen, die aber meiner Meinung nach durch die wirtschaftliche Lage gerechtfertigt waren (Von 1990 bis 2003 haben die deutschen Unternehmen in der Realwirtschaft massive Kapitaleinbußen gehabt)-ich weiß, auch dieses Thema ist umstritten. Aber so wie du es formulierst haben Eliten (wer soll das sein?) systematisch sich auf Kosten der Armen bereichert und dabei dann gleichzeitig auch noch den Nationalismus in die Köpfe der Menschen indoktriniert. Die Sozialausgaben sind im Übrigen massiv gestiegen (und bevor das jemand anmerkt: der Unterschied zu Sozialleistungen ist mir bewusst). Das ist mir ein wenig zu simpel. Im Übrigen gebe ich dir in dem Punkt Recht, dass unser Wirtschaftssystem bestimmte Verwerfungserscheinungen hat. Ich befürworte nebenbei bemerkt ein Sytem der Freiwirtschaft von Silvio Gesell. Wird das all unsere Probleme lösen? Nein. Aber ich glaube, es wird Prosperität und Wohlstand in unser Land bringen.

    Leider wurde Gesell aufgrund bestimmter Äußerungen als Antisemit, Rassist und Eugeniker abgestempelt (möglicherweise zu Recht) und gesellschaftlich isoliert, so fanden seine wirtschaftstheoretischen Aussagen nur wenig Gehör.

    doc-rofl,

    „Das seh ich auch so, allerdings kann der Arbeitgeber dies ja auch erst beurteilen, wenn er Kenntnis von den Vorgängen erhält. ^^
    Ich verlass mich da also voll auf die Urteilskraft der Arbeitgeber. Sollten diese trotzdem grob daneben liegen, kann der betreffende Hetzkommentator sein Recht ja immer noch auf gerichtlichem Wege einklagen. Ich seh da gar kein Problem.“

    Wenn der Arbeitgeber davon nichts weiß, kann es den Betrieb bisher ja nicht so gestört haben. Aus diesem deinem Beitrag kann man so ganz nebenbei eine Legitimation für den Arbeitgeber herleiten, seine Angestellten zu überwachen.

    Ich finde es interessant, dass du sagt, es sei strafbar, mit jemandem das Gespräch direkt zu suchen, aber das Anschwärzen beim Chef ist plötzlich ganz legitimes Wahrehit sagen. Mal abgesehen davon, dass du von einer juristischen zu einer moralischen Instanz wechselst. Für mich ist das Erste der ehrlichere Weg. Das Zweite ist das Vertecken hinter einer Machtinstanz, die für solche Aussagen eigentlich gar nicht zuständig ist. Natürlich ist es eine Meinungsäußerung, zu sagen, dass die KZ wieder geöffnet werden sollen, nur halt keine legale-zum Glück. Irgendwie scheinen hier alle den Part mit der Strafanzeige geflissentlich zu übersehen. Und hier ist nicht das Verwerfliche der Part mit der Wahrheit sagen, sondern die Tatsache, dass man gleich von übergeordneter Stelle draufhaut. Und ich habe den starken Verdacht, dass es den Meisten hier gar nicht darum geht, andere zu schützen (sonst müsste man zum Beispiel die rasche Zustimmung beim Lehrer der Kinder hinterfragen), sondern nur darum, dem Poster das Leben so systematisch wie möglich zu zerstören.

  36. doc-rofl 27. August 2015 at 01:44  zitieren  antworten

    „ich stinkt alle nach scheiße“

    Ja, nun ist es schon wesentlich deutlicher.

  37. AG 27. August 2015 at 08:55  zitieren  antworten

    durandal,
    Und so könnte man sich tagelang im Kreis drehen. Ich mache es kurz: ich finde Deine Ansicht, auch wenn sie verständlich und gut formuliert wurde, falsch und verlogen. Punkt ;-)

  38. doc-rofl 27. August 2015 at 16:13  zitieren  antworten

    „Ich finde es interessant, dass du sagt, es sei strafbar, mit jemandem das Gespräch direkt zu suchen“

    Wo sage/schreibe ich das? Quote or it didn’t happen.

    Ich bezog mich ausdrücklich auf die Aussagen aus dem Spiegel TV Bericht und so sehr ich auch suche, da finde ich niemanden, der das Gespräch sucht, sondern es handelt sich eindeutig um strafbare, volksverhetzende Äußerungen.

    „Anschwärzen beim Chef ist plötzlich ganz legitimes Wahrehit sagen. Mal abgesehen davon, dass du von einer juristischen zu einer moralischen Instanz wechselst.“

    Sagt derjenige, der eine legitime Informationsüberrmittlung (siehe auch den Link) als anschwärzen moralisieren möchte. Oben drüber wird Volksverhetzung als Gesprächsaufnahme verharmlost. Hier versagt offenbar der Spiegeltest.

    „Das Zweite ist das Vertecken hinter einer Machtinstanz, die für solche Aussagen eigentlich gar nicht zuständig ist.“

    Jo und wäre dieses „Verstecken“ strafbar? Nein? Moralisiert da grade wer, der ein Problem mit dem Moralisieren anderer beklagt?

    Darüber hinaus können wir gerne mal kurz klären, wer sich hier hinter wem versteckt. Das Hetzerpack behauptet doch immer gerne, den Volkswillen zu artikulieren.

    Na, wer versteckt sich nun hinter „Machtinstanzen“ um sich selber groß und andere klein zu machen? Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: hier versagt der Spiegeltest.

    „Natürlich ist es eine Meinungsäußerung, zu sagen, dass die KZ wieder geöffnet werden sollen, nur halt keine legale-zum Glück. Irgendwie scheinen hier alle den Part mit der Strafanzeige geflissentlich zu übersehen.“

    Irgendwie scheinst Du zu übersehen, dass diese Leute selber die Öffentlichkeit suchen. Und die bekommen sie dann – halt nur etwas mehr, als sie gedacht haben. Ich seh das als bewußtseinserweiternde Maßnahme in Sachen Medienkompetenz. Ich hab übrigens mehrmals auf die Strafbarkeit hingewiesen hier, was ich da jetzt übersehe, erschließt sich mir also nicht so ganz.

    „Und hier ist nicht das Verwerfliche der Part mit der Wahrheit sagen, sondern die Tatsache, dass man gleich von übergeordneter Stelle draufhaut.“

    Da unterscheidet das Gesetz nicht, also sind wir (mal wieder) beim Moralisieren. Spiegeltest?

    „Und ich habe den starken Verdacht, dass es den Meisten hier gar nicht darum geht, andere zu schützen (sonst müsste man zum Beispiel die rasche Zustimmung beim Lehrer der Kinder hinterfragen), sondern nur darum, dem Poster das Leben so systematisch wie möglich zu zerstören.“

    Du wirst es nicht glauben, aber diese besorgniserregenden Bürger wollen auch gar nicht Deutschland beschützen, sondern einfach nur unsachlich Hass predigen uns schüren. Aber vermutlich moralisiere ich da zu sehr. ^^

  39. […] Ronny, Marcel, Willi von Dressed Like Machines und viele viele andere Blogger_innen veröffentlichten das […]

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